Deborah O'Connor

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Rezension zu "My Husband's Son: A dark and gripping psychological thriller" von Deborah O'Connor

Von einer Peinlichkeit zur nächsten
Cambridgevor 2 Jahren

Das Buch beginnt mit einer Entführungsszene. Jemand sieht einen kleinen Jungen und nimmt ihn einfach mit. Dann lernen wir Heidi und Jason kennen. Beide verbindet, das sie jeder ihr Kind verloren haben. Heidis Tochter wurde entführt und ermordet, während Jasons Sohn Barney verschwunden bleibt. Jason hegt natürlich die Hoffnung, das Barney noch gefunden werden könnte, obwohl inzwischen 5 Jahre vergangen sind. Heidi hat Barney nie kennengelernt, sie lernte Jason erst später auf einer Konferenz für hinterbliebene Eltern kennen. Eines Tages geht sie zufällig in ein Geschäft und sieht dort einen Jungen. Sie ist sofort überzeugt, dass dieser Junge Barney ist. Doch als sie Jason hinführt, ist er sich sicher, dass das nicht sein Sohn ist. Heidi lässt die Sache nicht los. Sie ist geradezu davon besessen, das der Junge Barney ist.

Soweit klingt das interessant, aber schon ab dem Zeitpunkt war ich genervt von Heidi. Sie ist sträflich dumm, macht die blödesten Dinge um zu beweisen, das das Kind Barney ist. Jason wiederrum scheint nicht zu wissen, was er will. Er hat Geheimnisse und nicht alles scheint am Tage von Barneys Entführung so gewesen zu sein, wie er und seine Exfrau erzählen. Im Nachhinein ist es unbegreiflich, wieso die beiden Dinge verschwiegen haben. Am allerschlimmsten aber ist Heidi. Grundgütiger, ist die Frau blöd. Leider passiert auch nicht viel außer das Heidi herumstolpert auf ihren High Heels und sich von einer peinlichen Situation in die nächste bringt. Mir hat sich nicht erschlossen, wieso sie so auf den Jungen reagierte und sofort sicher war, dass es Barney wäre. Zudem gibt es einige merkwürdige Sex- bzw Fast-Sex-Szenen, die irgendwie unnötig und unangenehm waren.

Die Geschichte an sich ist nicht schlecht. Eine Frau versucht ihr eigenes Trauma zu überwinden, indem sie ihrem Mann seinen verschwundenen Sohn wiederbringt. Dafür riskiert sie alles. Der zwischen Hoffnung und Resignation schwankende Mann, der sich an die Suche klammert und die so sein Lebensinhalt wird. Er idealisiert das Wiedersehen mit seinem Sohn,  es ist realer in seinem Kopf als es in der Realität jemals passieren könnte. Denn 5 Jahre Abwesenheit machen aus einem 3jährigen Kind etwas völlig anderes. Dass er seinen kleinen Sohn, so wie er war wiederfinden wird, ist äußerst unwahrscheinlich. Leider hapert es extrem an der Umsetzung. Ich empfand das Buch zu keinem Zeitpunkt als spannend sondern extrem unglaubwürdig. Es passiert über weite Strecken so gut wie gar nichts. Wie sehen nur Heidi und ihre dämlichen Aktionen. Ich habe nur durchgehalten bis zum Schluss, da ich wissen wollte, wie es ausgeht. Aber auch das lässt mich nicht zufrieden zurück. Es gibt keinen wirklichen Twist, zwar eine unerwartete Entwicklung, aber die ist ebenso unglaubwürdig.

Keine Leseempfehlung von mir.

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