Deborah Turner Harris , Katherine Kurtz Der Schatz der Templer. Adept- Zyklus 3.

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Inhaltsangabe zu „Der Schatz der Templer. Adept- Zyklus 3.“ von Deborah Turner Harris

<I>Wehe, wenn sie losgelassen!</I><BR> Katherine Kurtz ist mit ihren Fantasy-Romanen um das christliche Zauberergeschlecht der Deryni weltberühmt geworden. Mehr ist in jedem einschlägigen Lexikon zu finden. Deborah Turner Harris ist eine US-Autorin (*1951) mit einem Faible für Schottland. Sie verfaßte die Trilogie <I>Mages of Garillon</I> (1986-89), zu der die Romane <I>The Burning Stone</I>, <I>Gauntlet of Malice</I> und <I>Spiral of Fire</I> gehören. Sie spielen in einem Schottland-ähnlichen Fabelland.<P> Zum <I>Adept</I>-Zyklus um Adam Sinclair gehören folgende Romane: <I>The Adept</I> (1991), <I>The Lodge of the Lynx</I> (1992), <I>The Templar Treasure</I> (1993) und <i>Dagger Magic</i> (1995). Die drei ersten Bände sind bereits auf deutsch erhältlich.<P> Die Tempelritter waren bis zu Beginn des 14. Jahrhunderts, bevor sie verboten wurden, einer der wichtigsten Orden, der sich der Eroberung und Bewahrung des Heiligen Landes sowie seiner Heiligtümer verschrieben hatte. Sie waren Krieger und besaßen eine festgefügte Hierarchie. Nicht jeder konnte Mitglied werden, und als der französische König Philipp der Schöne abgewiesen wurde, ließ er die Templer gnadenlos verfolgen. Viele flohen nach Schottland. In <I>Der Adept</I> gibt sich auch Sir Adam Sinclair als Abkömmling von Templern, nämlich derer von Saint Clair, zu erkennen und gehört selbst dem Geheimbund an.<P> Deshalb fühlt er sich persönlich betroffen, als seinem alten Mentor Nathan Fiennes eine wertvolle Reliquie, das Siegel Salomons, gestohlen und Nathan dabei ermordet wird. Sinclair kommt dem Dieb Henri Gerard auf die Spur und findet allmählich heraus, was dieser mit dem Siegel bezwecken könnte: Hat Gerard auch noch Krone und Zepter König Salomos, die über die Jahrtausende von den Templern versteckt und bewacht wurden, so kann er den sogenannten "Schatz des Salomo" beanspruchen. Dieser soll sich in einer goldenen Schatulle befinden. Sollte Gerard Erfolg haben, so droht der Welt jedoch großes Unheil: In der Schatulle sollen die gierigen Dämonen Gog und Magog aus der Legende gefangen sein. Wird das Siegel der Schatulle gebrochen, werden sie die Welt vernichten. Und beinahe kommt es auch dazu! Denn Sinclair und seine Helfer Peregrine Lovat und Inspektor McLeod sind zu langsam für Henri Gerard, der ebenfalls mit magischen Mitteln arbeitet. Wie Sinclair herausfindet, ist Gerard lediglich eine Reinkarnation des größten Feindes der Templer, der einst die rechte Hand Philipps des Schönen war.<P> In einer wahren Schnitzeljagd muß das Trio mehrere Geister befragen und befreundete, aber verborgen lebende Templer um Hilfe ersuchen, um herauszubekommen, wo sich die genannten Heiligtümer befinden und was sie bewirken. Immerhin gelingt es Sir Adam, mit der Krone Salomos erstens die sprichwörtliche Weisheit zu erlangen und zweitens in geistigen Kontakt mit dem Dieb zu treten. Schließlich eilt das Trio durch Wind und Wetter zum Showdown in einer verfallenen Klosterruine irgendwo in Schottland -- zu spät: Gog und Magog sind bereits freigekommen und haben den Helfer Gerards, der völlig ungeschützt war, verspeist. Und sie haben Appetit auf mehr...<P> Fazit: <I>Der Schatz der Templer</I> besitzt eine einfach aufgebaute Schnitzeljagd als Handlungsstruktur. Daher kann leider nur wenig Spannung aufkommen, jedenfalls viel weniger als im ersten Teil des Zyklus. Außer Dämonen treten keine exotischeren Monster auf. Der faszinierendste Aspekt an diesem dritten <I>Adept</I>-Roman ist deshalb sicherlich die Befragung von Geistern, die teils aus dem 17. Jahrhundert herbeigerufen werden, um Hinweise auf den Verbleib der Heiligtümer Salomos und der Gefahren, die davon ausgehen, zu liefen. Dabei ergeben sich auch komische Momente, so etwa dann, als sich in Sir Adam eine seiner Vorfahrinnen, Lady Jean Seton, bemerkbar macht und Gehör verschafft, indem sie seinen Körper übernimmt.<P> Aber die beiden Autorinnen sehen sowieso eine eher lockere Bindung zwischen Körper und Geist. Dies führt u.a. dazu, daß sie eine Kunsthändlerin auftreten lassen, die sich als männlich dominierter Teil eines lesbischen Liebespaares entpuppt. Homosexualität ist also okay -- aber nur bei Frauen. Alle Männer sind äußerst "männlich", d.h. hetero. Selbstverständlich erfährt der Leser eine ganze Menge über die Geschichte, die Kultur und die Menschen Schottlands. Der letzte Hüter der Heiligtümer etwa, Viscount John Grahame, genannt Bonnie Dundee, errang einen der letzten schottischen Siege über die Engländer, ließ aber dabei sein Leben. Er gehört daher bis heute zu den schottischen Nationalhelden. Das gut übersetzte Glossar -- das übrigens auf den Vorgängerbänden aufbaut -- liefert noch tiefergehende Informationen. Auch dies spricht für die Sorgfalt, mit denen die beiden Autorinnen ihren Zyklus schufen. <I>--Michael Matzer</I>
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