Deeanne Gist Das kratzbürstige Frauenzimmer

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Inhaltsangabe zu „Das kratzbürstige Frauenzimmer“ von Deeanne Gist

Texas, 1898: Essie Spreckelmeyer ist vermutlich die letzte Frau, von der man erwartet, dass sie am Arm eines Mannes durch die Straßen Corsicanas schlendert. Die 34-Jährige ist vielmehr bekannt dafür, dass sie auf ihrem Fahrrad in Hosenrock und ausladenden Hüten durch die Stadt eilt. Und der wohl letzte Mann, der ihr einen zweiten Blick gönnen würde, ist Tony Morgan. Dieser hat im Moment alle Hände voll zu tun, seinen guten Namen wiederherzustellen und ein verlorenes Vermögen zurückzugewinnnen – und nicht sein Herz an die kratzbürstige Essie zu verlieren, die jede Gelegenheit nutzt, um ihm das Leben schwerzumachen … Ein historischer Roman mit Humor und Herz.

Tolle Fortsetzung zum ersten Teil...

— Hutschnbay
Hutschnbay

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  • Rezension zu "Das kratzbürstige Frauenzimmer" von Deeanne Gist

    Das kratzbürstige Frauenzimmer
    Ein LovelyBooks-Nutzer

    Ein LovelyBooks-Nutzer

    14. August 2010 um 19:33

    Gehört hatte ich vorher noch nie von dieser Autorin. Allerdings war es mit Sicherheit nicht mein letztes Buch von ihr. Allen Interessierten sei gesagt, dass es einen Vorgängerband mit dem Titel "Die eigenwillige Jungfer", den vorher zu lesen sich sicherlich lohnt. Texas im Jahre 1898 - Das Buch beginnt mit zwei Erzählsträngen: Einmal ist da die 34jährige Essie, die sich für das Radfahren für Frauen einsetzt und eine Frau die sich nicht in ihre traditionelle Rolle einfügen will. Auf der anderen Seite ist da Tony Morgan, jüngerer Sohn eines einflussreichen Mannes, der plötzlich unerwartet einen Neubeginn machen muss. Als diese zwei aufeinandertreffen, wird es turbulent mit hitzigen Wortgefechten. Doch das Ölgeschäft, Fahrräder und eine alte Dame mit einer Vorliebe für kitschige Liebesromane bringt die beiden einander näher.. Mehr kann und will ich nicht verraten, denn es würde wirklich zu viel von dem Inhalt preisgeben. Der Schreibstil ist herrlich flüssig und die Dialoge spritzig mit viel Humor und Ironie. Es ist eine Liebesgeschichte - aber weder im klassischen noch im kitschigen Sinn. Ich mochte Essie sehr - eine Frau die Fußball spielt, angelt und Schlangen jagt und strikt weigert, sich in innerhalb der engen Grenzen einer Frau ihrer Zeit zu bewegen. Fazit: Mit Sicherheit nicht mein letztes Buch von Deeanne Gist! Schade nur, dass diese Bücher auf Deutsch fast ausschließlich im teureren Hardcover erhältlich sind.

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  • Rezension zu "Das kratzbürstige Frauenzimmer" von Deeanne Gist

    Das kratzbürstige Frauenzimmer
    Shiku

    Shiku

    09. August 2010 um 12:24

    Esther Spreckelmeyer ist gewiss nicht so, wie eine Frau damals zu sein hatte. Sie fährt Fahrrad, trägt Hosenröcke, spielt Fußball und kehrt andere Frauen das Schießen. Ganz zu schweigen davon, dass sie Inhaberin eines Fahrradclubs und Miteigentümerin von „Sullivan Oil“, einem der größten Ölkonzerne Texas’ ist. Außerdem hat sie mit ihren 34 nach wie vor keinen Ehemann und im Grunde soll das auch so bleiben, längst hat sie sich damit abgefunden. Doch dann kommt Tony Bryant in die Stadt, der eigentlich Tony Morgan heißt, was offiziell keiner weiß. Denn „Morgan Oil“ war der Konzern seines Vaters und ein Konkurrent von „Sullivan Oil“. Als dieser verstarb, vermachte er seiner zweiten Frau und seiner Tochter gerade so viel, dass sie Leben können – Tony erbt rein gar nichts, wohingegen sein Sohn aus erster Ehe alles bekommt. Tony soll sich sein Leben selbst aufbauen und so zieht er nach Corsicana. Um auch nur irgendeine Chance zu haben, nimmt er den Mädchennamen seiner Mutter an. Er bekommt eine Stelle bei „Sullivan Oil“ und hat wahrlich seine Probleme damit, ausgerechnet eine Frau als seinen Boss anzuerkennen. Doch je mehr er Esther kennenlernt, desto mehr weicht die Missgunst, bis er ehrliches Interesse an ihr hat. Essie dagegen hat ihre ganz eigenen Gründe, Tony vorerst nicht zu nahe kommen zu lassen. In der Vergangenheit wurde sie genug verletzt; und nach dem, was sie getan hat, wie könnte sie da auch noch ein Mann lieben? Aber Tony ist ein hartnäckiger Bursche, ehe er nachgibt, muss schon einiges passieren. Im Großen und Ganzen ist „Das kratzbürstige Frauenzimmer“ eine sehr herzliche Gute-Laune-Geschichte. Wer sich hinsetzen, mitfiebern und vor allem sehr oft lachen will, ist hiermit sehr gut bedient! Der hier angebrachte Humor ist schlichtweg herrlich. Manchmal sind es nur kleine, kurze ironische Passagen, die einen Lachschwall auslösen, der nicht so schnell enden wird. Zwar hat das Buch in den ersten zwei Dritteln kaum einen Höhepunkt und erst im letzten Drittel gibt es einige kleinere Spannungsmomente, und dennoch liest sich das Buch sehr schnell und vor allem leicht – aus der hand legen will man es irgendwie trotzdem nicht, dafür hat man einfach zu viel Spaß. Schuld daran haben wohl die Charaktere. Zwar war Essie nicht ganz so, wie ich sie erwartet hatte, aber das gelieferte Bild passt. Leider stört es etwas, dass sie ein wenig an eine Mary Sue erinnert – was sie macht, das beherrscht sie natürlich wie kein anderer. Mit der Zeit schwächt sich das etwas ab, aber musste auch vorher nicht wirklich sein. Ansonsten ist sie genauso liebenswert wie die vielen anderen. Diese gehören zwar immer nur zu den Guten und die Bösen sind tatsächlich nur die bösen Bösen, was ein wenig flach wirkt, aber es sei verziehen. Spätestens dank Mrs. Lockhart hat man sie alle längst vergessen. Für mich ist die ältere Dame, die eine lustige Kupplerin ist und Hunderte von Liebesromanen im Bücherregal stehen hat, bei dem höchstens die Bibel das einzige Buch ist, das vom Genre abweicht. Ihre Art und Weise, immer wieder Parallelen aus ihren Liebesromanen zu ziehen und dadurch auch Probleme in der Realität lösen zu wollen, ist so herzzerreißend komisch, dass sie zum heimlichen Star der Geschichte wird. Nach dem Lesen will man einfach eine Mrs. Lockhart haben. Das Buch hat seine Hänger und könnte kreativer sein, doch letztlich bleibt ein sehr unterhaltsames Buch mit einer wirklich schönen Liebesgeschichte, die man sich selbst eigentlich nur wünschen kann. Und vergessen wir Mrs. Lockhart nicht. Allein für diesen Charakter verdient die Autorin einen Preis!

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