Dejan Enev Zirkus Bulgarien

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Inhaltsangabe zu „Zirkus Bulgarien“ von Dejan Enev

Ein Mann beobachtet täglich gegen Mitternacht, wie eine schöne junge Frau einem Taxi entsteigt und im Haus gegenüber verschwindet. Eines Abends läutet es bei ihm an der Tür, und die Frau seiner Träume steht vor ihm. Doch auch Träume haben ihren Preis. Der Boxer Shoro heuert bei einem Geldprotz als Schuldeneintreiber an, doch einer seiner ersten Aufträge betrifft seinen eigenen Bruder. Freundliche Hochstapler, verträumte Bettler und kampfbereite Omas bevölkern die wunderbar tragikomischen Kurzgeschichten des bulgarischen Schriftstellers Dejan Enev. Dimitré Dinev hat die Erzählungen für diesen Band zusammengestellt. Vorhang auf für den Zirkus Bulgarien!

Tolle Kurzgeschichten aus Bulgarien. Nicht immer zart und freudig, aber sehr gut.

— makaay343
makaay343

lange ausgeharrt und endlich gebraucht ergattert!

— radieschen
radieschen

Sehr eindrückliche Kurzgeschichten, die ich bisher gelesen habe. Da ist viel gesagt und doch so viel mehr noch zu denken. Lange Zeit.

— Ein LovelyBooks-Nutzer
Ein LovelyBooks-Nutzer

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  • Rezension zu "Zirkus Bulgarien" von Dejan Enev

    Zirkus Bulgarien
    Odonata

    Odonata

    15. October 2008 um 08:57

    Dieses Buch trifft - mich. - unvorbereitet. - ins Schwarze. - mit einer Härte, die ihresgleichen sucht. - wie ein Faustschlag ins Gesicht. - wie ein Tritt in die Magengrube. - wie eine Kugel ins Herz. Einfach fantastisch! -------------------------------------------------------------------- Reportage über die letzte Nacht Metodi Kassabov, Instrukteur in der Abteilung B der Verwaltung Z, der damit beschäftigt war, ein hohes Niveau auf mittlerer Ebene zu gewährleisten, ging heute nicht zur Arbeit. Die Ursache dafür lag in der vergangenen Nacht. Im Morgengrauen war er aufgewacht, erfasst von dem Gefühl, dass etwas nicht in Ordnung war. Er lag da mit weit aufgerissenen Augen und bekam keine Luft mehr. Der Wecker tickte laut in der Dämmerung. Plötzlich begriff Metodi, was los war. Anfangs vermochte er es nicht zu glauben, doch dann wurde ihm überzeugend klar: Sein Herz hatte aufgehört zu schlagen. Mit schwindender Hoffnung lauschte er in seinen Brustkorb hinein. Einige donnernde Stöße erschütterten seinen ganzen Körper. Es war, als wenn jemand vergeblich versuchte, zwei Waggons aneinanderzukuppeln; danach war alles wieder wie zuvor. Sein Bewusstsein raste mit wahnsinniger Geschwindigkeit ganz niedrig über einem Feld dahin. Das Feld war verschneit und kahl. Metodis Bewusstsein folgte aus größter Nähe den Unebenheiten des Geländes. Es war, als wollte er etwas erreichen, was vor ihm lag. Plötzlich wurde da vorn eine Mauer sichtbar. Sie kam beängstigend schnell näher. Schon waren die Poren der Steine zu erkennen und die leichten Erhebungen der Flechten, die sich in den Vertiefungen festgesetzt hatten. Metodi flog geradewegs auf die Mauer zu. Er schrie auf. Einen Augenblick vor dem Zusammenstoß versank alles in rotem Licht. Der Wecker tickte laut in der Dämmerung. Metodi lag da mit weit offenen Augen, von seinen Herzschlägen geschüttelt. Die Bilder waren in ihm weiterhin erschreckend lebendig. Einen Augenblick vor dem Anprall gegen die Mauer hatte sich sein Herz erneut zurückgemeldet und rüttelte nun heftig seine Brust. Nun galoppierte es dort wieder wie ein Pferd. Um halb acht klingelte der Wecker wie immer, aber Metodi streckte nur seine Hand aus und drückte auf den Knopf. Er blieb liegen und stierte auf einen Punkt. Während der ganzen Zeit stellte er sich immer nur eine einzige Frage – was war das für eine Mauer? Aus: Dejan Enev: Zirkus Bulgarien. Geschichten für eine Zigarettenlänge. Seite 31

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