Delphine Bertholon

 3.2 Sterne bei 32 Bewertungen
Autor von Am Anfang war der Frost, Am Anfang war der Frost und weiteren Büchern.

Alle Bücher von Delphine Bertholon

Am Anfang war der Frost

Am Anfang war der Frost

 (31)
Erschienen am 21.12.2015
Am Anfang war der Frost

Am Anfang war der Frost

 (1)
Erschienen am 01.10.2014
Grâce

Grâce

 (0)
Erschienen am 01.09.2013
Le soleil à mes pieds

Le soleil à mes pieds

 (0)
Erschienen am 05.09.2014

Neue Rezensionen zu Delphine Bertholon

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Janna_KeJasBlogs avatar

Rezension zu "Am Anfang war der Frost" von Delphine Bertholon

Schaurige Weihnachten
Janna_KeJasBlogvor einem Jahr

Aus "Quickies | 3 Bücher ~ 3 Eindrücke"


Es beginnt mit einem Brief, ein Liebesbrief einer verbotenen Liebe. Darauf folgt ein Wechselspiel der Gegenwart und vergangenen Tagebucheintragungen. All dies lässt nach und nach die Familientragödie in seiner Gänze entstehen und doch war ich mir über viele Seiten nicht sicher, wohin mich die Geschichte tragen wird. Ein schaurig-schöner Schreibstil, der gegenwärtig aus Nathans Sicht erzählt und die vergangenen Tage aus dem Blickwinkel seiner Mutter in Form von Tagebucheintragungen berichtet wird. Dazwischen liegen knapp 30 Jahre. Diese bergen Geheimnisse und Trauer, welche sich ihren Weg suchen. Trotz ein paar wenige Längen, habe ich das Buch mehr als gerne gelesen!


"Die Standuhr hatte gerade die halbe Stunde geschlagen. Ich glaube, in diesem Augenblick hatte das erste Ereignis schon stattgefunden […]." (Seite 13) 


| © Janna von www.KeJas-BlogBuch.de |   

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NiWas avatar

Rezension zu "Am Anfang war der Frost" von Delphine Bertholon

Frostige Weihnachtszeit
NiWavor einem Jahr

Weihnachten 2010. Nathan kommt mit seinen Kindern nachhause, wo er mit Mutter und Schwester gemeinsam Weihnachten verbringt. Unvermutet steht sein verschwundener Vater vor der Tür und mysteriöse Geschehnisse gehen in dem idyllisch anmutenden Familienhaus vor.

„Am Anfang war der Frost“ ist ein düsterer Familienroman, der sich mit Liebe, Verlust, dem Loslassen und der damit verbundenen Trauer auseinandersetzt.

Nathan kommt an Weihnachten mit seinen beiden Kindern heim, um mit seiner Schwester und der Mutter die Feiertage zu verbringen. Doch die Stimmung ist alles andere als feierlich, als er erfährt, dass sein Vater kürzlich vor der Tür gestanden ist. Der Mann, der seine Familie vor 30 Jahren Hals über Kopf verlassen hat.

Der Roman ist in zwei Erzählstränge unterteilt. Einerseits befindet man sich mit Nathan im Jahr 2010, wo er dieses irritierend-nüchterne Weihnachten mit seiner Familie verbringt. Seine Mutter ist kühl, die Schwester noch kälter und seine Kinder machen ihm durch mysteriöse Bemerkungen ein wenig Angst. Dann erscheint der längst verschollene Vater am Parkett, wodurch die Situation noch angespannter wird.

Nathan hat das Leben nicht besonders gut mitgespielt. Er hat sich schon immer allein gefühlt, als ob ihm von Anfang etwas gefehlt hätte. Als junger Witwer vermisst er seine Frau und gibt sich ganz der Erziehung seiner Kinder - der Zwillinge - hin.

Besonders Nathans Geschichte hat mich berührt, weil man merkt, wie verloren er eigentlich ist. Es halten ihn einzig seine Kinder am Leben, ansonsten gibt es nur die Erinnerung an die wenigen Jahre mit seiner Frau.

Der zweite Erzählstrang beschäftigt sich mit Grâce Batailles Tagebuch, worin sie ihr Leben festhält. Auf den ersten Blick ist es wunderbar, wären da nur nicht anfängliche Spuren des Alters in ihrem Gesicht, der Ehemann, der immer auf Reisen ist, und dieses Au-Pair-Mädchen, mit dem naiv-unschuldigem Blick.

Diese Grâce im Jahr 1981 ist wütend, sie ist frustriert und ihre Verzweiflung lässt sich auf allen Seiten spüren. Dennoch schafft sie es nach Außen stoische Ruhe zu bewahren und gibt sich demonstrativ würdevoll.

Trotz der angemessenen Beschaulichkeit geht ein eiskalter Schauer durch die gesamte Erzählung. Man ist Geheimnissen auf der Spur, fühlt, etwas Unaussprechliches zwischen den Zeilen, ist vom Schicksal der Familie irritiert und berührt zugleich, und ahnt, dass man langsam hinter die Fassade blickt.

Die Handlung an sich ist ein familiäres Drama, das trotz des ruhigen, nüchternen Erzählstils für ordentlich Furore sorgt. Es ist aufwühlend und - auch wenn es kein Krimi ist - schon fast ein roman noir, der durch eine dunkle Note besticht.

Meiner Meinung nach ist es ein fesselnder Familienroman, der durch die drückende Stimmung, den ruhigen Stil und die Wucht der Ereignisse beeindrucken kann. Obwohl das Geschehen eher gedämpft vonstatten geht, brodelt es unter der Oberfläche bis es am Ende in seinem gesamten Umfang greifbar ist.

Wer gern Familiengeschichten liest und es auch mal eher düster mag, wird in „Am Anfang war der Frost“ eine ideale Weihnachts- bzw. Winterlektüre finden. 

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NatisWelts avatar

Rezension zu "Am Anfang war der Frost" von Delphine Bertholon

Gute Idee, schlecht Umsetzung
NatisWeltvor 2 Jahren

Ich war so gespannt auf diesen Roman von Delphine Bertholon, denn das Cover gefällt mir persönlich wirklich sehr gut und auch der Titel klang vielversprechend. Und beides ist aufeinander abgestimmt...im Titel ist die Rede von Frost und dieser Frost und die winterliche Stimmung findet sich auch auf dem Cover wieder. Doch leider konnte mich dieses Buch nicht in seinen Bann ziehen.

Wir begleiten Nathan wie er im Jahr 2010 mit seinen Zwillingen zu seiner Familie zurückkehrt um mit dieser wie jedes Jahr Weihnachten zuverbringen. Direkt bei seiner Ankunft bemerkt Nathan das irgendetwas anders ist als sonst. Im Verlauf der Geschichte tauchen immer wieder neue Geheimnisse auf und es geschehen Dinge, die sich die Familie nicht erklären kann. Am Ende findet sich dann doch alles zusammen und man erkennt den roten Faden, der sich durch den Roman zieht.

Das Buch ist in 2 Perspektiven geschrieben.....die eine ist die von Nathan im Jahr 2010 die geschrieben ist als würde er das erlebte seiner verstorbenen Frau Cora erzählen und die zweite Perskpektive sind Tagebuch aus dem Jahr 1981 geschrieben von Nathan`s Mutter Grâce Bataille.

An sich hat die Geschichte ja schon einen ganz spannenden Hintergrund, doch für mich zog sich die Geschichte teilweise wie Gummi und ich kam einfach nicht vorwärts beim lesen. Letztendlich kann ich dazu nur sagen....wirklich eine sehr sehr tolle Idee, aber eine weniger gute Umsetzung, deshalb gibt es von mir auch nur 2 Büchereulen.

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