Delphine Bertholon Am Anfang war der Frost

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Inhaltsangabe zu „Am Anfang war der Frost“ von Delphine Bertholon

1981. Grâce Bataille führt in ihrem malerischen Familienhaus in der französischen Provinz ein Leben wie aus dem Bilderbuch – mit zwei wunderbaren Kindern und einem Mann, der zwar wenig Zeit für sie hat, den sie aber abgöttisch liebt. Doch alles ändert sich, als eines Tages ein neues Au-Pair-Mädchen bei Ihnen anfängt … 2010. Nathan kehrt nach Hause zurück, um wie immer mit Mutter und Schwester Weihnachten zu feiern. Doch dieses Jahr ist alles anders … Sein Vater, der dreißig Jahre zuvor wortlos verschwand, taucht wieder auf. Und plötzlich geschehen seltsame Dinge im einst idyllischen Haus – ein Stein fliegt durch ein Fenster, ein Messer steckt im Sofa, und wer ist in Grâces Schlafzimmer eingebrochen?

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  • Unter die haut gehende Eifersucht

    Am Anfang war der Frost
    SitataTirulala

    SitataTirulala

    01. June 2015 um 18:01

    Grâce Marie Bataille hat 1981 ein perfektes Leben. Einen Mann, ein schönes Haus und zwei Kinder, Lise und Nathan. Doch dann fängt ein junges, polnisches Au-Pair Mädchen, bei den Batailles an - und Grâce ist vor Eifersucht kaum zu halten. Doch es ist nicht ihr Mann, den sie sie spüren lässt. Stattdessen vertraut sie sich einem geheimen Tagebuch an. Kurz darauf verschwindet erst Cristina, dann Grâces Mann Thomas. Dreißig Jahre später kehrt der verwitwete Nathan zu Weihnachten mit seinen Zwillingen zurück in das elterliche Haus, um das Fest mit seiner Mutter und seiner Schwester zu verbringen. Es beginnt mit kleinen Harmlosigkeiten, ein Weihnachtsgeschenk zum Beispiel, das im Kamin auftaucht, obwohl niemand sich daran erinnern kann es hinein geworfen zu haben. Bald schon werden die Vorfälle im Haus aber umso beängstigender. Fensterscheiben werden eingeworfen, ein Messer steckt wie von Geisterhand in der Decke und jemand hat eine Schlange in Grâces Bett versteckt. Außerdem taucht wie aus dem Nichts Thomas wieder auf. Die Geister der Vergangenheit strecken ihre Klauen nach den Batailles aus... Neben einem wunderschön atmosphärischen Cover und dem sehr mysteriösen Verschwinden eines polnischen Au-Pair Mädchens, hat mich von Anfang an vor allen Dingen eins gefangen genommen: Bernd Hölscher, der als Sprecher nicht nur Nathan seine Stimme geliehen hat, sondern auch Grâce, Lise, den Zwillingen Colin und Soléne und vielen weiteren Figuren. Die Geschichte wird mit zwei Handlungssträngen erzählt, einer in der Gegenwart - von Nathan - und einer in der Gegenwart - von Grâce. Anfangs war ich ein bisschen skeptisch. Ich bin kein großer Hörbuch-Hörer und dachte mir: Eine Frau, die von einem Mann gelesen wird? Natürlich ist mir klar, dass das häufig vorkommt und natürlich auch umgekehrt, dass weibliche Stimmen männliche Figuren lesen. Aber wie gesagt, für mich sind Hörbücher noch ein wenig Neuland und deshalb war auch das natürlich neu für mich. Aber Bernd Hölscher hat in der Hinsicht wirklich ganze Arbeit geleistet. Er verleiht Grâce genauso viel Eigenleben und Charakter wie Nathan. Die Geschichte selbst legt kontinuierlich an Spannung zu, wenn auch eher subtil. Es gibt nicht viel Action in diesem Sinne, es gibt wenig bahnbrechende Plottwists, und doch hat Delphine Bertholon es verstanden eine Story zu spinnen, die einen kontinuierlich bei der Stange hält. Manchmal schwelgte Nathan beispielsweise in Erinnerungen, bei denen man sich eigentlich hätte denken können: Hm. Relevanz? Stattdessen haben aber auch diese vermeintlich beiläufigen und zufälligen Erinnerungen dafür gesorgt, dass ich wissen musste, wie es weiter geht. Besonders gut, aber auch besonders schwierig zu ertragen fand ich die Kapitel aus Grâces Sicht. Hier haben Delphine Bertholon und Bernd Hölscher Hand in Hand gearbeitet. Man hat richtig gehört und gespürt, wie der Stachel der Eifersucht immer tiefer in Grâces Fleisch getrieben wird, wie sie sich selbst in die ganze Sache um Cristina hinein steigert. Die wahre Gänsehaut kam in dieser Geschichte nicht von eingeworfenen Fenstern und Schlangen und Einbrüchen. Was einen wirklich hat schaudern lassen ist dieser Handlungsstrang der Vergangenheit und wie sich nach und nach beide Stränge miteinander verwoben, einander ergänzt und erklärt haben. Spannend und bedrückend, so wird mir "Am Anfang war der Frost" in Erinnerung bleiben. Ein schleichender, unter die Haut kriechender Thriller, der sich seine 4 Blümchen redlich verdient hat.

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