Delphine de Vigan

 4.3 Sterne bei 765 Bewertungen
Autorin von No & ich, Nach einer wahren Geschichte und weiteren Büchern.
Delphine de Vigan

Lebenslauf von Delphine de Vigan

Mutter, Schriftstellerin, Forscherin, Power-Frau: Die französische Schriftstellerin Delphine de Vigan kommt 1966 in Paris zur Welt. Neben ihrer Rolle als Mutter und Schriftstellerin ist sie an einem soziologischen Forschungsinstitut tätig. Ihr Romandebüt "Jours sans faim" (dt. „Tage ohne Hunger“) veröffentlichte Delphine de Vigan noch unter dem Pseudonym Lou Delvig. Es folgen weitere Veröffentlichungen und ihr dritter Roman "Un soir de décembre" wird 2006 mit dem renommierten Literaturpreis Saint-Valentin ausgezeichnet. Der endgültige Durchbruch als Schriftstellerin gelingt ihr mit ihrem Roman "No et moi", der das Leben eines dreizehnjährigen obdachlosen Mädchens schildert. Der Roman erhält den Prix des Libraires 2008 und den Prix Rotary International 2008 und wird in 11 Sprachen übersetzt, im Deutschen erscheint er unter dem Titel "No & ich". De Vigan ist Mutter von einer Tochter und einem Sohn und lebt mit beiden in Paris.

Alle Bücher von Delphine de Vigan

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No & ich

No & ich

 (387)
Erschienen am 21.08.2017
Nach einer wahren Geschichte

Nach einer wahren Geschichte

 (120)
Erschienen am 22.08.2017
Loyalitäten

Loyalitäten

 (98)
Erschienen am 12.10.2018
Ich hatte vergessen, dass ich verwundbar bin

Ich hatte vergessen, dass ich verwundbar bin

 (48)
Erschienen am 02.04.2013
Das Lächeln meiner Mutter

Das Lächeln meiner Mutter

 (35)
Erschienen am 03.11.2014
Tage ohne Hunger

Tage ohne Hunger

 (36)
Erschienen am 13.09.2018
Nach einer wahren Geschichte

Nach einer wahren Geschichte

 (13)
Erschienen am 22.08.2016
No & Ich

No & Ich

 (8)
Erschienen am 01.07.2010

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Neue Rezensionen zu Delphine de Vigan

Neu

Rezension zu "Loyalitäten" von Delphine de Vigan

Eindringlich und bewegend
leserattebremenvor 12 Tagen

Théo ist ein 12 Jahre alter Junge, der zwischen zwei Welten pendelt. Die eine Woche ist er bei seiner Mutter, die andere bei seinem Vater. Während seine Mutter nicht damit zurechtkommt, dass der Junge zeitweise bei seinem Vater lebt, ist der Vater depressiv geworden und hat dem Jungen das Versprechen abgenommen, es niemandem zu sagen. Trotz der Probleme im Alltag kämpft Théo sich durch, ist ein stiller, aber guter Schüler. Doch seine Lehrerin fürchtet, dass etwas mit ihm nicht stimmt und schlägt Alarm. Dabei stößt sie auf taube Ohren – bis alles zu spät ist.
„Loyalitäten“ erzählt von der erzwungene Verbundenheit von Kindern zu ihren Eltern, die deren Geheimnisse hüten und versuchen, nach Außen das perfekte Bild aufrecht zu erhalten. Théo will nicht auffallen, stürzt sich jedoch zeitgleich immer weiter in einen Abgrund aus Alkohol, der ihm das Leben erleichtern und Probleme lösen soll. Es ist sehr bedrückend, wie Delphine de Vigan das Leben dieses Jungen beschreibt, der die Probleme seiner Eltern erleiden muss, die ohne es zu merken einen riesigen Berg Verantwortung auf seinen zarten Schultern abladen. Aus Loyalität zu ihnen sucht er keine Hilfe, sondern ertränkt Angst und Verzweiflung in Alkohol. Diese Geschichte ist so berührend und erschütternd, dass Théos Schicksal einen auch nach Abschluss des Romans weiter begleitet, es bleibt ihm Hinterkopf und setzt sich fest. Kinder sind abhängig von Erwachsenen, besonders von ihren Eltern, und sie sind schutzbedürftig. Wenn die Eltern jedoch über ihren eigenen Streit völlig vergessen, ihr Kind vor alltäglichen Sorgen zu schützen und sie ihnen sogar noch aufladen, bringt eine unverrückbare Loyalität diese Kinder in einen Strudel, aus dem sie alleine nicht mehr herausfinden.
Delphine de Vigans Romane überzeugen durch die unglaublich sensible Beschreibung menschlicher Schicksale und da macht „Loyalitäten“ keine Ausnahme. Ein bewegendes und beeindruckendes Buch, das man unbedingt gelesen haben sollte. 

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Rezension zu "Loyalitäten" von Delphine de Vigan

Mir blieb die Luft beim Lesen weg.
Nilvor einem Monat

Dieses Buch trifft einen genau da wo man genau zuhören sollte: in der Magengruben, sprich im Bauch. Es geht um Theo, der abwechselnd bei seien getrennten Eltern lebt. Er ist alleine und betäubt sich im wahrsten Sinne des Wortes: er trinkt mit knapp 12 Jahren Alkohol um die Sorgen und Ängste los zu werden. Seine Eltern sind beide seit der Trennung selbst psychisch auf sehr unterschiedliche Weisen für Theo abwesend und er fühlt sich schuldig, meint es lösen zu können – wo er doch das Kind ist das Halt und Geborgenheit bei den Eltern sucht.

Theo hat einen besten Freund, der zu ihm hält und ihm auf kindliche Weise loyal ist. Genau wie Theo seinen Eltern gegenüber loyal ist. Fatal.

Es gibt da nur diese eine Lehrerin, die spürt, dass da was nicht stimmt. Ist aber auch so in ihrer eigenen Vergangenheit gefangen, dass sie auch nicht erkennt was vor sich geht. Aber ihr Bauchgefühl trübt sie nicht.

 

Die Geschichte ist meisterlich erzählt aus unterschiedlichen Perspektiven. Es kommen abwechselnd Theo, sein Freund Mathis, seine Lehrerin, seine Mutter und die Mutter seines besten Freundes zu Wort. Genial gemacht, denn so merkt der Leser, dass jeder unter der Oberfläche brodelt und kaum einen Blick für das Drama hat das sich dort vor ihren Augen abspielt. Interessant ist auch, dass Theo nicht durch einen Ich-Erzähler zu Wort kommt, sondern mittels einem allwissenden Erzähler.

Die Kapitel sind kurz und treiben einem beim Lesen an, dadurch wird das Gefühl der Abwärtsspirale noch stärker und man möchte einfach nur alle Erwachsenen anschreien und schütteln: Schaut hin! Er braucht Hilfe….

 

Keine schöne Lektüre, eher verstörend, aber wachrüttelnd. Es führt vor Augen welche Macht Eltern über ihre Kinder haben. Es zeigt vor allem was passieren kann, wenn man sich dem Kind nicht zuwendet. Anwesend sind sie und trotzdem nicht da für den Jungen.

 

FAZIT: Chapeau vor dieser prägnanten Sprache bei wechselnden meisterhaft erzählten Perspektiven. Wie ein Sog hat es mich in dieses Buch hineingezogen und mir diese erschütternde Geschichte erzählt, die mich ohnmächtig zurücklässt.

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G

Rezension zu "Loyalitäten" von Delphine de Vigan

Eindrücklich erzählt
Gisevor einem Monat

Théos Eltern sind geschieden, er wohnt wochenweise abwechselnd mal bei der Mutter, mal beim Vater. Belastend für ihn ist es, dass die Eltern kein Wort mehr miteinander wechseln, ja den ehemaligen Partner in Théos Anwesenheit totschweigen. Er bleibt allein mit seinen Fragen und Ängsten, so dass er mit zwölf zu trinken beginnt. Einer Lehrerin fällt zwar auf, dass ihn etwas bedrückt, doch außer seinem Freund Mathis lässt er niemand an sich heran.

Einen bedrückenden Roman hat die Autorin Delphine Vigan geschrieben. Théo ist ein Scheidungskind, das mehr erwachsen wirkt als seine Eltern selbst. Doch erlegt er es sich selbst auf, keinen der beiden zu verraten, eher noch zerstört er sich selbst. Ergreifend ist seine Geschichte, wenn auch nicht wirklich neu. Durch die Eindringlichkeit im Schreibstil der Autorin gerät die Erzählung jedoch besonders realistisch, es ist keine leichte Lektüre, die man mal schnell nebenher liest. Das Buch hat mich sehr nachdenklich hinterlassen. 

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Gespräche aus der Community

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»Er hat mir das Leben gerettet.«

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Was können eurer Meinung nach Gründe für Magersucht sein?

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Zwei Frauen – Ein raffiniertes Spiel mit Fiktion, Wirklichkeit und Identität

Stell dir vor, du bist ein eher schüchterner Mensch, dem es nicht leicht fällt, auf andere zuzugehen. Bis du eines Tages plötzlich auf deine Seelenverwandte triffst und meinst, mit ihr alles teilen zu können. Doch dann scheint euch etwas zu entzweien. Und damit fängt es an … 

Hast du Lust auf ein literarisch raffiniertes Spiel, bei dem die Grenzen zwischen Wirklichkeit und Fiktion zu verschwimmen drohen? Das auf einer wahren Begebenheit beruht und demnächst von Roman Polański verfilmt wird? Dann lass dir die Leserunde zu "Nach einer wahren Geschichte" von Delphine de Vigan nicht entgehen!

Zum Inhalt
Zwei Frauen lernen sich auf einer Party kennen. Die zurückhaltende Delphine, die sich mit fremden Menschen meist sehr schwer tut, ist sofort fasziniert von der klugen und eleganten L., die als Ghostwriter arbeitet. Aus gelegentlichen Treffen werden regelmäßige, man erzählt einander das eigene Leben, spricht über Familie und Freunde. Und natürlich über Bücher und Filme, die man liebt und bewundert. Delphine ist glücklich über die Gemeinsamkeiten und fühlt sich verstanden wie schon lange nicht mehr. Bis sie eines Tages feststellt, dass L. ihr immer ähnlicher wird.

Hört sich gut an? Hier geht es zur Leseprobe!

Mehr über die Autorin
Delphine de Vigan, geboren 1966, gelang mit ›No & ich‹ (2007) der Durchbruch als Schriftstellerin. Seit dem Roman ›Das Lächeln meiner Mutter‹ (2010), der wochenlang die französische Bestsellerliste anführte, zählt sie zu den wichtigsten zeitgenössischen Autoren Frankreichs. Sie lebt mit ihren Kindern in Paris

Zusammen mit Dumont vergeben wir im Rahmen dieser Leserunde 25 Exemplare von "Nach einer wahren Geschichte" von Delphine de Vigan. Bewirb dich bis zum 24.08.2016 über den blauen "Jetzt bewerben"-Button* und beantworte folgende Frage:

Mit welcher Person kannst du all deine Geheimnisse und Ideen teilen?

Wir wünschen dir viel Spaß und Erfolg!


Bitte beachte auch unsere Richtlinien für Buchverlosungen & Leserunden.

Zur Leserunde

*******VOLL VOLL VOLL************
Hallo ihr Lieben, 

ich möchte gerne mal wieder ein Buch auf die Reise schicken, welches ich sehr schön finde und ich denke dass es euch auch gefallen wird. Es handelt sich hierbei um den Roman "No & ich" von Delphine de Vigan. Hier zunächst der Klappentext:

" 'Die Dinge sind, wie sie sind.'
Wenn wir irgendwann nur noch diese Antwort parat haben - sind wir dann erwachsen? Lou ist hochbegabt und eine Einzelgängerin. Am liebsten beobachtet sie die Menschen und stellt dabei gewagte Theorien auf, um das zu verstehen, was tagtäglich mit uns geschieht. Bis sie auf die achtzehnjährige No trifft, die in Paris auf der Straße lebt. No mit den dreckigen Klamotten und dem müden Gesicht. No, deren Einsamkeit die Welt in Frage stellt. Und Lou stürzt sich in ihr neues Projekt: Sie will No retten - und sich und der Welt beweisen, dass sich alles ändern lässt ..."

Da das Buch kein dicker Schinken ist, würde ich sagen, dass 10 Leseratten mitmachen können. Ansonsten gelten die üblichen Wanderbuchregeln: 
Ich bitte darum, dass jeder Leser das Buch so behandelt, als wäre es das Eigene. Jeder Leser hat circa 2–3 Wochen Zeit zum Lesen und wenn es verloren geht, teilen sich Empfänger und Sender den Preis für eine Neuanschaffung :) 
Ihr erfragt selbstständig die Adresse eures Nachfolgers und schickt das Buch dann weiter.
Im Buch liegt eine Karte/ Lesezeichen es wäre lieb, wenn jeder von euch einen kleinen Gruß reinschreibt :)

Also wer mitmachen will, einfach posten, das Buch kann schon bald auf die Reise gehen.

Teilnehmer:

1. Rilana -- fertig gelesen
2. lexxi2k -- fertig gelesen
3. rosebud -- fertig gelesen
4. Bellchen -- fertig gelesen
5. Mikki -- fertig gelesen
6. LeseJulia -- fertig gelesen
7. lemmy69 -- fertig gelesen
8. Michaela_Sanders -- fertig gelesen
9. Moni-Que -- fertig gelesen
10. Bücherwurm -- fertig gelesen
11. Nefertari35 -- fertig gelesen
12. liiilaa -- fertig gelesen
13. manu-83 ???
14.  The iron butterfly -- fertig gelesen
15. janaka -- fertig gelesen
16. justitia <-- liest gerade

Letzter Beitrag von  janakavor 5 Jahren
Das freut mich, viel Spaß beim Lesen. :-)
Zum Thema

Zusätzliche Informationen

Delphine de Vigan wurde am 28. Februar 1966 in Boulogne-Billancourt. (Frankreich) geboren.

Community-Statistik

in 1.008 Bibliotheken

auf 165 Wunschlisten

von 19 Lesern aktuell gelesen

von 6 Lesern gefolgt

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