Delphine de Vigan Ich hatte vergessen, dass ich verwundbar bin

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Inhaltsangabe zu „Ich hatte vergessen, dass ich verwundbar bin“ von Delphine de Vigan

Mathilde, eine junge Frau mit drei Kindern, lebt in Paris. Ihre Söhne sind ihr ganzes Glück, ihren Beruf betreibt sie mit Leidenschaft, doch seit kurzem wird sie von Tag zu Tag mehr schikaniert. Eines Tages sucht sie eine Wahrsagerin auf. Die alte Frau prophezeit ihr eine Begegnung mit einem Mann und nennt ihr sogar das exakte Datum: der 20. Mai. Mathilde sehnt den Tag herbei. Sie träumt von der großen Veränderung. Von einer Beziehung, die wieder die Liebe in ihr Leben bringt und ihr Kraft gibt. Endlich bricht der 20. Mai an.

Verwirrend

— nicekingandqueen

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  • Schleichende Zermürbung

    Ich hatte vergessen, dass ich verwundbar bin

    serendipity3012

    19. February 2017 um 08:25

    Schleichende Zermürbung  Mathilde ist 40 und seit nunmehr zehn Jahren alleinerziehende Mutter von drei Söhnen, die inzwischen fast im Teenageralter angekommen sind. Sie hat gelernt, allein zurechtzukommen, hat sich nach dem plötzlichen Tod ihres Mannes zurückgekämpft ins Leben und ist seit einigen Jahren in einem gutbezahlten Job, der ihr Spaß macht. Doch es hat sich etwas verändert, zuerst unmerklich, dann immer deutlicher. Ihr Vorgesetzter, mit dem sie sich immer gut verstanden hatte, nimmt ihr nach und nach immer mehr Verantwortung, lässt sie unzuverlässig dastehen, weicht allen Versuchen, ein klärendes Gespräch zu führen, aus, redet irgendwann gar nicht mehr mit ihr. Inzwischen ist Mathilde isoliert, niemand traut sich, für sie einzustehen, sich auf ihre Seite zu stellen: Die Kollegen fürchten um ihren eigenen Stand. Mathilde hat lange versucht, die Sache auszusitzen, zunächst so zu tun, als wäre nichts, dann zu zeigen, dass auf sie immer noch Verlass ist und sie nach wie vor gute Arbeit abliefert. Sie hat gehofft, dass sich alles wieder einrenken würde. Ohne Erfolg, inzwischen hat das Mobbing sie völlig aufgerieben. Sie ist immer müde, fahrig, am liebsten würde sie gar nicht mehr ins Büro gehen. Thibault, zweite Hauptfigur des Romans, befindet sich seit einiger Zeit in einer Beziehung mit Laura – die für sie aber eigentlich gar keine Beziehung ist. Er spürt, dass sie seine Gefühle nicht erwidert, dass es zwischen ihnen wohl nie so werden wird, wie er es sich wünscht. Sie lässt ihn nicht an sich heran, gibt sich oft gleichgültig. Also beschließt er, sich von ihr zu trennen, schweren Herzens. „Ich hatte vergessen, dass ich verwundbar bin“ von Delphine de Vigan setzt ein am Morgen des 20. Mai. Der Tag, an dem Thibault sich von Laura trennt, und zugleich der Tag, an dem, so hofft Mathilde, etwas Einschneidendes passieren soll, so hat es ihr eine Wahrsagerin prophezeit. Eine Wahrsagerin, zu der sie, als sie sich noch „normal“, noch voller Energie gefühlt hat, nie gegangen wäre. Sie kann sich kaum vorstellen, dass sich an diesem Tag wirklich etwas zum Positiven wenden könnte, aber sie hofft, klammert sich ein wenig an diesen Gedanken. Der Leser folgt beiden Protagonisten durch ihren Tag: Delphine auf dem Weg zu Arbeit, auf dem es zu einigen Verzögerungen kommt, und ins Büro, wo sie nichts Gutes erwartet, Thibault auf seinen Hausbesuchen: Er ist Bereitschaftsarzt. De Vigan schildert den Alltag der beiden sehr ruhig und lässt den Leser so in eine Stimmung gleiten, in der sich wohl auch die Protagonisten befinden: Beide fühlen sich ausgelaugt, amputiert, wie es im Text zwar separat, doch auf beide bezogen, heißt. Beiden fehlt die Energie, sich aufzulehnen: Delphine hat das systematische Mobbing des Vorgesetzten zermürbt, Thibault weiß, dass es richtig war, sich zu trennen, und trauert doch um den Verlust Lauras. So ist es eigentlich nur folgerichtig, dass Delphine und Thibault sich an diesem Tag begegnen werden – oder nicht? Delphine de Vigan hat mich vor einiger Zeit mit ihrem Roman „Nach einer wahren Geschichte“ bereits überzeugt. Beide Bücher sind recht unterschiedlich, aber es gibt auch Parallelen: In beiden Geschichten steht eine Frau im Mittelpunkt, der nach und nach alle bisherigen Gewissheiten entzogen wurden. Beide sind eigentlich sehr starke, selbstbewusste Frauen (die eher nicht zu einer Wahrsagerin gehen würden, auch nicht in einer Extremsituation – dieser Punkt hat mich nicht überzeugt). Und hier wie da spielt Delphine de Vigan mit den Erwartungen ihrer Leser, wobei dieses Spiel im später erschienenen Roman „Nach einer wahren Geschichte“ sehr viel mehr auf die Spitze getrieben wird als in „Ich hatte vergessen, dass ich verwundbar bin“. An diese Verwundbarkeit werden beide Figuren im Roman schmerzlich erinnert. Delphine de Vigan schafft es sehr gut, zu verdeutlichen, was Mobbing anrichten kann. Die Ohnmacht, die Mathilde fühlt, die Ungerechtigkeit, der sie ausgesetzt ist, das ist schwer zu ertragen, gerade auch, weil die Autorin uns all dies so nüchtern präsentiert. Und Mathilde dann die Schuld auch noch bei sich selbst sucht. „Sind wir für das verantwortlich, was uns zustößt? Sieht uns das, was uns zustößt, immer irgendwie ähnlich?“[…] „Glauben Sie, man fällt einer Sache zum Opfer, weil man schwach ist, weil man es eigentlich will, weil man sich, auch wenn es unverständlich erscheint, dafür entschieden hat? Glauben Sie, dass sich bestimmte Personen, ohne dass sie es wissen, selbst als Zielscheibe anbieten?“ S. 219„Ich hatte vergessen, dass ich verwundbar bin“ ist ein schmales Buch über zwei Menschen an einem Punkt in ihrem Leben, an dem es so aussieht, als gebe es keine Hoffnung. Zwei Menschen, die sich nicht kennen, sich aber ähneln. Die sich am Ende vielleicht begegnen werden, vielleicht auch nicht. Eine eindringliche Studie darüber, was Mobbing anrichten kann auf der einen Seite und wie eine unerwiderte Liebe aus der Bahn werfen kann auf der anderen. 

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  • Leserunde zu "Nach einer wahren Geschichte" von Delphine de Vigan

    Nach einer wahren Geschichte

    Ein LovelyBooks-Nutzer

    Zwei Frauen – Ein raffiniertes Spiel mit Fiktion, Wirklichkeit und Identität Stell dir vor, du bist ein eher schüchterner Mensch, dem es nicht leicht fällt, auf andere zuzugehen. Bis du eines Tages plötzlich auf deine Seelenverwandte triffst und meinst, mit ihr alles teilen zu können. Doch dann scheint euch etwas zu entzweien. Und damit fängt es an … Hast du Lust auf ein literarisch raffiniertes Spiel, bei dem die Grenzen zwischen Wirklichkeit und Fiktion zu verschwimmen drohen? Das auf einer wahren Begebenheit beruht und demnächst von Roman Polański verfilmt wird? Dann lass dir die Leserunde zu "Nach einer wahren Geschichte" von Delphine de Vigan nicht entgehen!Zum InhaltZwei Frauen lernen sich auf einer Party kennen. Die zurückhaltende Delphine, die sich mit fremden Menschen meist sehr schwer tut, ist sofort fasziniert von der klugen und eleganten L., die als Ghostwriter arbeitet. Aus gelegentlichen Treffen werden regelmäßige, man erzählt einander das eigene Leben, spricht über Familie und Freunde. Und natürlich über Bücher und Filme, die man liebt und bewundert. Delphine ist glücklich über die Gemeinsamkeiten und fühlt sich verstanden wie schon lange nicht mehr. Bis sie eines Tages feststellt, dass L. ihr immer ähnlicher wird.Hört sich gut an? Hier geht es zur Leseprobe!Mehr über die AutorinDelphine de Vigan, geboren 1966, gelang mit ›No & ich‹ (2007) der Durchbruch als Schriftstellerin. Seit dem Roman ›Das Lächeln meiner Mutter‹ (2010), der wochenlang die französische Bestsellerliste anführte, zählt sie zu den wichtigsten zeitgenössischen Autoren Frankreichs. Sie lebt mit ihren Kindern in ParisZusammen mit Dumont vergeben wir im Rahmen dieser Leserunde 25 Exemplare von "Nach einer wahren Geschichte" von Delphine de Vigan. Bewirb dich bis zum 24.08.2016 über den blauen "Jetzt bewerben"-Button* und beantworte folgende Frage:Mit welcher Person kannst du all deine Geheimnisse und Ideen teilen?Wir wünschen dir viel Spaß und Erfolg!* Bitte beachte auch unsere Richtlinien für Buchverlosungen & Leserunden.

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  • Ich hatte vergessen, dass ich verwundbar bin

    Ich hatte vergessen, dass ich verwundbar bin

    Angel10

    - Mobbing am Arbeitsplatz

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  • Die LovelyBooks Themenchallenge 2015

    Das Schloss der Träumenden Bücher

    Daniliesing

    Ihr lest gern Bücher aus den verschiedensten Genres? Ihr sucht nach einer Leseherausforderung für 2015? Dann seid ihr hier genau richtig! Der Ablauf ist ganz einfach: Bei der Themen-Challenge geht es darum, passend zu 40 vorgegebenen Themen mindestens 20, 30 oder 40 Bücher aus 20, 30 oder 40 unterschiedlichen Themen zu lesen. Ihr könnt euch selbst als Ziel stecken, ob es 20, 30 oder 40 Bücher werden sollen. Bitte gebt dieses Ziel bei der Anmeldung mit an. Bitte sammelt alle eure gelesenen Bücher mit den passenden Themen in einem einzelnen Beitrag, den ich oben in einer Teilnehmerliste bei eurem Namen verlinken werde. Schickt mir dazu eine Nachricht mit dem Link zu eurem Sammelbeitrag! Wenn ihr ein Thema erfüllt habt, schreibt in diesem Sammelbeitrag, mit welchem Buch ihr das geschafft habt und postet einen Link zu eurer Rezension oder aber verfasst eine Kurzmeinung auf der Buchseite und teilt dann den Link zur Lesestatus-Seite, auf der auch die Kurzmeinung zu finden ist, mit uns. Diese Challenge läuft vom 1.1.2015 bis 31.12.2015. Alle Bücher, die in diesem Zeitraum und passend zu den Themen gelesen wurden, zählen. Es zählen Bücher aus allen Genres und mit allen Erscheinungsjahren, sofern sie die Themen erfüllen. Sie dürfen gern vom SuB (= Stapel ungelesener Bücher) oder neu gekauft, geschenkt bekommen oder geliehen sein. Man kann jederzeit noch in die Challenge einsteigen und auch passende Bücher zählen, die man zuvor im Jahr 2015 gelesen hat. Zu diesen Themen wollen wir passende Bücher lesen: Für jedes Thema gibt es ein extra Unterthema, in dem ihr euch über eure gelesenen oder eventuell dazu geplanten Bücher austauschen könnt. Ein Buch, in dem es um Bücher, Literatur und / oder das Lesen geht. Ein Buch, dessen Cover hauptsächlich (am besten ausschließlich) Schwarz und Weiß ist. Ein Buch, dessen Titel aus genau 2 Wörtern besteht. Ein Buch mit einer durchschnittlichen Bewertung von 3 oder weniger Sternen auf LovelyBooks. (Das Buch muss mindestens 3 Bewertungen haben, es gilt der Zeitpunkt, zu dem du zu lesen beginnst.) Ein Buch von einem Bestsellerautor, von dem du selbst noch nie etwas gelesen hast. Ein Buch, das gedruckt bisher ausschließlich als Hardcover erschienen ist. Ein Buch, das in Asien, Südamerika oder Afrika spielt. Ein Buch mit mehr als 650 Seiten. Ein Buch mit einer jungen und einer älteren Hauptfigur, mindestens 40 Jahre Altersunterschied. Ein Buch, zu dem es auf LovelyBooks noch keine Rezension sowie keine Kurzmeinung gibt. (Es zählt der Zeitpunkt des Lesebeginns.) Ein Buch mit einen elektrischen Gegenstand auf dem Cover. Ein Buch, in dessen Buchtitel gegenteilige Wörter / Dinge genannt werden. Ein Buch von einem Autor, der bisher ausschließlich dieses eine Buch veröffentlicht hat. Ein Buch, das durch seinen Titel & sein Cover auf eine ganz bestimmte Jahreszeit hindeutet. Ein Buch, in dem mindestens 3 unterschiedliche fantastische Wesen vorkommen. Ein Buch das, egal ob im Original oder in der Übersetzung, einen Literaturpreis gewonnen hat. (Bitte den Namen des Preises mit angeben.) Ein kunterbuntes Buch. Ein Buch, dessen Buchtitel eine Aufforderung ist. Ein Buch, bei dem die Initialen des Autors 2 aufeinanderfolgenden Buchstaben im Alphabet entsprechen. Ein Buch, das erstmalig 2015 in dieser Sprache erschienen ist. Ein Buch, das du geschenkt bekommen hast. (Bitte verrate auch von wem und zu welchem Anlass.) Ein Buch, in dem ein Tier von großer Bedeutung ist. Ein Buch mit Streifen auf dem Cover. Ein Buch, das eine Buchreihe abschließt. Ein Buch, das kein Roman ist. Ein Buch, das in einem Verlag erschienen ist, dessen Verlagsname mit dem selben Buchstaben beginnt oder endet wie dein Vor- oder Nickname. Bitte den Vornamen ggf. mit angeben ;) Ein Buch, in dessen Titel das Wort "Liebe" vorkommt. Eines der 5 Bücher, die schon am längsten ungelesen in deinem Regal stehen. (Falls du es weißt, verrate doch, wie lange du es schon besitzt.) Ein Buch, das für dich ein außergewöhnlich schönes Buchcover hat. Ein Buch, das verfilmt wurde oder sicher verfilmt wird. Ein illustriertes Buch. Es sollten richtige Zeichnungen und nicht nur Verzierungen am Seitenrand sein. Ein Buch, das zuerst auf Deutsch erschienen ist und ins Englische übersetzt wurde. Ein Buch, dessen Autor bereits verstorben ist. Ein Buch, das einen Monat im Buchtitel hat. Bitte lies das Buch auch in dem Monat, der im Titel vorkommt. Ein Buch, in dem es um Musik geht. Ein Buch, von dem du dachtest, du würdest es niemals lesen, weil es z.B. nicht deinen Lieblingsgenres entspricht. Ein Buch mit Blumen / Blüten auf dem Cover. Ein Buch, das eine Krankheit oder Behinderung thematisiert. (Bitte gab auch an welche!) Ein blutiges Buch. Ein Buch, in dessen Titel mindestens ein Wort aus einer anderen Sprache vorkommt. (Es darf nicht im deutschen Duden stehen.) Ich wünsche uns allen ganz viel Spaß & ich bin gespannt, welche Themen sich am leichtesten und welche als am schwierigsten heraustellen! Wer ist dabei? Ein paar zusätzliche Informationen: * Bezieht euch bei der Zuordnung des Buches zu einem der Themen immer auf die Ausgabe des Buches, die ihr selbst besitzt! * Sprache, Format etc. sind egal - auch Hörbücher gelten, außer es ist für das Thema von Bedeutung * Man kann diese Challenge mit anderen kombinieren, also auch Bücher hierfür und gleichzeitig für andere Challenges zählen. * Die Zuordnung der Bücher zu bestimmten Themen kann auch nachträglich noch geändert werden. * Wichtig ist, dass man das Buch 2015 beendet. Wann man es angefangen hat, ist egal. * Falls Bücher, die eine ISBN haben, noch bei LovelyBooks fehlen, geht in eure Bibliothek und sucht es oben unter "Bücher hinzufügen". Dort wählt ihr für deutschsprachige Bücher die Suche bei Amazon.de aus, für fremdsprachige alternativ Amazon.co.uk oder .com Die Challenge wird im Januar 2016 ausgewertet! Wer vorher sein Jahresziel erreicht hat, kann mir eine kurze Nachricht schreiben. Teilnehmer: 0VELVETVOICE0 19angelika63 (1/40) 78sunny (40 / 40) AberRush (30 / 30) Aduja 1(2/20) Aglaya (40 / 40) Agnes13 (40/40) Ajana (14/20) Alchemilla (1/40) Aleida (30 / 30) allegra (20 / 20) Alondria (22 / 20) Amaryllion (13/20) Amelien (19/20) ANATAL (31/30) andymichihelli (40/40) angi_stumpf (40 / 40) Aniday (36 / 30) Annilane (0/30) Anniu (16/30) anra1993 (33/40) Anruba (33/40) anybody (13/40) apfel94 (0/40) Arachn0phobiA (40 / 40) Aria_Buecher (15/40) Arizona (22/20) Ascheflocken (12/40) AuroraBorealis (14/20) Ayda (3/20) baans (8/30) Backfish (7/20) Bambi-Nini (25/20) ban-aislingeach Belicha (2/20) Bella233 (40 / 40) Bellis-Perennis (40 / 40) BethDolores (0/40) BiancaWoe (8/20) Bibliomania (32 / 30) Birgit1985 (20 / 20) black_horse (40 / 40) blauerklaus (24/20) Bluebell2004 (35/20) BlueSunset (36/30) bookgirl (30/40) Bookling (0/20) bookscout (33/30) Bookwormy (3/20) Bosni (21/20) buchfeemelanie (18/30) Buchgeborene (1/40) Buchgespenst (30 / 30) 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  • Kolumne: Belletristik ist tot, es lebe die Belletristik

    muchobooklove

    Roman-Kolumne August 2013 von Mareike: Genreliteratur, das sind die Hamburger unter den Büchern Liebe Leser, Was ist eigentlich Belletristik Le belle et le triste – das Schöne und das Traurige – hierin liegt der französische Ursprung des Wortes Belletristik, das heute nicht viel mehr als ein Mysterium zu sein scheint. Dabei umfasst es so viele Aspekte, ohne die Literatur gar nicht zu denken wäre. Werte, Emotionen und die Ästhetik der Sprache sind für mich die wichtigsten Parameter dessen. Natürlich kann man auch etwas unprätentiöser an die Sache herangehen und einfach von „Romanen“ im Allgemeinen sprechen, wie auch der Titel der Kategorie hier auf Lovelybooks lautet. Doch dann geraten wir gleich ein bisschen in die Bredouille, denn Krimis sind ja auch Romane sowie Fantasy-Bücher und Chick-Lit ebenfalls. Von Kriminalromanen, Thrillern, Fantasy, Young Adult Fiction, Chick-Lit und Romantasy Naja, das sind ja eigentlich alles eher Genres, werdet ihr jetzt im Stillen und ganz zu Recht denken. Aber was sind denn überhaupt Genres? Der Versuch, Bücher in Kategorien zu pressen einerseits, eine Strategie des Buchmarktes andererseits, so scheint es mir. Denn was ist das Schreiben für ein bestimmtes Genre eigentlich anderes als der Versuch, seine Zielgruppe besonders im Blick zu haben. Mit bösen Zungen gesprochen ist das die Garantie dafür, beim Veröffentlichungsprozess bereits einschätzen zu können, wer das Buch am Ende kaufen wird. Darum wird auch immer schnell ein neues Genre entworfen, wenn gerade eine innovative Art des Schreibens mit Erfolg belohnt wurde. Eine kleine Geschichte: Ich sitze mit zwei Freunden von mir, nennen wir sie Justus und Gabi, an einem sonnigen Tag wie diesem in einer Eisdiele. Justus ist gerade dabei, sich eine Karriere im Verlagswesen aufzubauen, Gabi hat Journalismus studiert und steht kurz vor dem Mutterschutz. Justus erzählt uns von einem neuen Projekt, von dem er gehört hat und das sich im Bereich „Romantasy“ bewegt. Darauf Gabi: „Romantasy, nie gehört“ Justus: „Das ist ein neues Genre, das sich irgendwo zwischen Romantic Fiction und Fantasy bewegt, so Vampire und so“ wir nicken einstimmig, denn nun ist uns allen klar, dass hier die Nachfolgen von Stephenie Meyers „Twilight“-Saga spürbar werden. Wieder einmal wird ein Markt bedient. Man möchte so schnell wie möglich dabei sein, bevor er übersättigt ist und ein neues Genre gefunden werden muss. Ich seh' den Wald vor lauter Bäumen nicht Damit wird nicht nur die gesamte Belletristik oder alle Romane in logische Kategorien unterteilt, sondern diese werden wieder unterteilt, bis die gesamte Kriminalliteratur in Detektivromane à la Sherlock Holmes, Polizeiromane wie Mankels Wallander, Thriller der Dan Browns dieser Erde und Splatter im Stile von Karin Slaughter zerfällt, und die Fantasy-Literatur in High Fantasy à la Tolkien, Romantasy wie "Twilight", Dark Fantasy der Stephen Kings und Konsorten, Dark Romance im Stile von Edgar Allen Poe und historisch anmutende Fantasy, z.B. von George R.R. Martin. Und bei all diesen spezifischen Genres frag' ich mich wieder, wo denn nun die Belletristik abgeblieben ist? Denn wenn ich ehrlich bin, dann möchte ich gar nicht immer Genreliteratur lesen. Manchmal erscheint sie mir zu sehr auf ihr Publikum zugeschrieben. Manchmal sehe ich die Zutatenliste, die Autoren und Verlagen im Kopf herumgeschwirrt haben mag, zu deutlich vor mir. Aha, denke ich, hier ist ein bisschen Detektivroman mit den Zutaten verschrobener Ermittler aus zerrütteten Familienverhältnissen, hochintelligenter Täter, der eigentlich nur mit dem Ermittler spielen will, Frau oder wahlweise Kinder oder beides des Detektivs, die plötzlich in den Fall hineingezogen werden, gemischt worden, das Ganze wurde mit einem Hauch arktischer Kälte und einem leichten Hang zur Alkoholabhängigkeit garniert und schon war der skandinavische Kriminalroman in Anlehnung an Henning Mankell, Jo Nesbø oder Arnaldur Indridason fertig. Ich weiß ja, dass die meisten Schriftsteller mit viel Herzblut an ihr Werk herangehen, aber ich frage mich dennoch, woher dieser Hang zum an Fast-Food erinnerndem Literatur-Rezept kommen mag. Möchte denn niemand heute mehr eigene Gourmet-Kreationen entwerfen? Ist die Angst vor dem Scheitern so groß? Mehr Belletristik braucht das Land Ich sag es ganz offen – Ich mag Fastfood. Ein schöner Burger ab und zu ist ein herrliches Vergnügen, ebenso wie ein Krimi mit den oben von mir erwähnten Zutaten wunderbar sein kann. Aber irgendwie wünsche ich mir trotzdem öfter, mit Gourmet-Kreationen verwöhnt zu werden. Ich möchte Schriftsteller haben, die schreiben, weil sie damit das Schöne und das Traurige ausdrücken wollen, weil sie das Gute und das Böse im Menschen zeigen wollen und zwar ohne sich vorher zu überlegen, ob es dafür ein Publikum geben mag. Autoren, die der Wahrheit auf den Grund gehen mögen und mich damit überraschen, wie zum Beispiel Column McCann dies vor einigen Jahren mit „Der Tänzer“ getan hat oder Romane, die einen mit ernsten Themen zum Lachen bringen können wie Matt Ruff mit „Ich und die anderen“, Bücher, die unvergessen bleiben, weil sie anders sind, so wie auch Aravind Adigas „weißer Tiger“ oder Hermann Kochs „angerichtet“, um mal zwei jüngere Beispiele der Literatur zu nennen. Und wenn ihr es euch doch lieber überlegen und kein Risiko eingehen wollt, so rufe ich euch hiermit zu, liebe Autoren, liebe Verleger: Es gibt uns noch, uns Leser, die gerne einmal bis zum Äußersten getrieben werden möchten, die lachen und weinen wollen, die beim Lesen nicht mit Genrestrategien überrascht werden wollen, sondern mit richtig guten Geschichten, mit richtigen 5 Sterne Menüs, wie sie eben nur die immer weniger zu findende Belletristik für uns bereithält! Ja, das rufe ich laut und hinter vorgehaltener Hand wende ich mich fast gleichzeitig zu euch Lesern da draußen und frage euch leiser: Es gibt uns doch noch, die Belletristik-Leser, oder?

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  • Leserkommentare zu Ich hatte vergessen, dass ich verwundbar bin von Delphine de Vigan

    Ich hatte vergessen, dass ich verwundbar bin

    Ursula Kötz

    27. May 2013 um 11:10 via eBook 'Ich hatte vergessen, dass ich verwundbar bin'

    Ich habe das Buch verschlungen. Es ist atemberaubend.

  • Rezension zu "Ich hatte vergessen, dass ich verwundbar bin" von Delphine de Vigan

    Ich hatte vergessen, dass ich verwundbar bin

    steffeinhorn

    10. February 2013 um 16:33

    Ich bekam dieses Buch von meiner Mutter geschenkt, an einem Zeitpunkt, an dem ich selbst genesen musste. Ich habe dieses Buch recht schnell durchgelesen, denn ich konnte mich gut da rein finden. Es spielt in Paris und die Beschreibungen des alltäglichen Lebens sind sehr treffend. Allerdings ist dieser Lektüre für mich die Bestätigung, dass man zu einer erfolgreichen Autorin wird, wenn man über die richtigen Beziehungen einer gewissen Bürgerklasse verfügt. Die Beschreibungen der Stadt Paris sind ergreifend und vor allem für Pariser nachvollziehbar. Es wird ein Überlebenskampf beschrieben, doch scheint der von vornherein verloren, oder es kommt gar nicht dazu. Die Geschichte ist voraussehbar und bringt keine Überraschungen. Ich persönlich mag unerwartete Veränderungen und Entwicklungen, was allerdings eine gewisse Kampfbereitschaft des Autors erfordert. Delphine braucht nicht zu kämpfen, sie kommt aus einer beschützten Welt und beobachtete die Menschen aus der grauen Masse wie ein Kind einen Ameisenhaufen. Entweder habe ich das Buch überhaupt nicht oder zu gut verstanden. Warum kommt es zu absolut keiner Entwicklung oder Veränderung? Ein x-beliebiger, unbekannter Autor kann seine Gedankenflüsse einfach aufschreiben, meinetwegen kann daraus auch ein Buch werden, doch erreicht er damit keine Nominierung zum Prix-Goncourt. Es gab gewiss bessere, interessantere Texte zu diesem Zeitpunkt. Warum werden die Leute aus dem Ameisenhaufen immer wieder auf den Haufen zurückgeworfen? So schlecht ist das Buch nun auch wieder nicht, ich habe es zu Ende gelesen, ohne mich zu quälen, also bekommt es drei Sterne von mir. Ich habe schon schlechtere Bücher gelesen. Aber dieser Text mit seiner Angstmacherei vor Krankheit, Stress und Erschöpfung ist wie eine intelligent gewürzte Art, die Massen zu kontrollieren, damit sich die zerquetschten Arbeitenden, Überbleibsel einer beschädigten Mittelklasse, mit ihrem Dasein abfinden, zur Erkenntnis kommen, dass sie es so schlimm wie die Protagonisten nicht haben. Vielleicht werden sie sich nach diesem Buch auf ein paar Momente Freizeit besinnen … klein beigeben, zudem die Autorin, unfrisiert, ungeschminkt und nicht sehr selbstbewusst lächelnd als perfekter Antistar ideal zum Verkaufsschema des Artikels (Buches) passt.

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  • Rezension zu "Ich hatte vergessen, dass ich verwundbar bin" von Delphine de Vigan

    Ich hatte vergessen, dass ich verwundbar bin

    SonnenBlume

    20. May 2012 um 15:36

    "Glauben Sie, man fällt einer Sache zum Opfer, weil man schwach ist, weil man es eigentlich will, weil man sich, auch wenn es unverständlich erscheint, dafür entschieden hat? Glauben Sie, dass sich bestimmte Personen, ohne es zu wissen, selbst als Zielscheibe anbieten?" Mathilde ist nach dem Unfalltod ihres Mannes alleinerziehend und lebt mit ihren 3 Söhnen in Paris. Seit acht Jahren arbeitet sie in einem großen Unternehmen als Marketingleiterin und hat ein sehr gutes Verhältnis zu ihrem Vorgesetzten. Aber von einem Tag auf den anderen, so scheint es, ist ihr dieser nicht mehr gut gesinnt. Er beginnt, ihr die Arbeit zu entziehen, hetzt die anderen Mitarbeiter gegen sie auf, macht sie vor versammelter Mannschaft nieder und versuch sie aus dem Team auszustoßen. Irgendwann gelingt es ihm auch. Es ist ein schleichender Prozess, aber nach einiger Zeit wird es auch Mathilde bewusst, dass es sie jeden Morgen vor der Arbeit graut, sie erschöpft ist, sich nicht mehr konzentrieren kann und sie nur mehr funktioniert. Von richtig leben keine Spur mehr. In ganz dunklen Stunden schleichen sich auch Selbstmordgedanken in ihren Kopf. Im Grunde versucht Mathilde nur noch, jeden Tag umzubringen. Zeitgleich wird die Geschichte von Thibault erzählt. Er wohnt ebenfalls in Paris, ist aber freiberuflicher Arzt und arbeitet für eine Organisation. Sein Leben ist auch alles andere als rosig. Es führt zwar eine Beziehung mit Lila, wobei das Wort Beziehung zu viel ist. Es ist nichts Halbes und nichts Ganzes, was die beiden am Laufen haben. Thibault sehnt sich nach Zweisamkeit, Intimität, Lila jedoch stößt ihn immer weg, lässt ihn nie richtig heran. Nur wenn es um Sex geht, ist er gut genug. Schon lange herrscht eine Leere in ihm, die nichts füllen kann und dann wird ihm klar, dass die Beziehung keinen Sinn hat, er trennt sich von Lila. Am Anfang hatte ich große Schwierigkeiten mit dem Buch. Es ist sehr sprachgewaltig, was die Sache nicht einfacher macht. Aber nach einiger Zeit haben die Sätze, die vor Emotionen schon ganz schwer waren, auch mein Herz erobert, mein Denken beherrscht. Die Geschichte war so voller Traurigkeit, dass ich während dem Lesen selbst ganz melancholisch geworden bin. Mathilde ist so menschlich, so greifbar. Am liebsten wäre ich in das Buch eingetaucht, hätte sie in den Arm genommen und gesagt "Sei stark, gib nicht nach, diese Genugtuung hat er nicht verdient!". Aber dann wurde mir klar, dass es so einfach nicht ist. Ich habe mit Mathilde gelitten, denn auch mir ist diese Gefühl der Leer, der Sinnlosigkeit bekannt und auch ich weiß, wie es ist, wenn man morgens scheinbar keinen Grund hat, aufzustehen. So gut mir das Buch auch gefallen hat, das Ende hat alles zunichte gemacht. Es ging im gesamte Buch um zwei Menschen, die sich so ähnlich waren, da hatte ich mir erwartet, dass diese beiden Individueen aufeinander treffen. Das tun sie auch, aber es ist nur ein Streifen, kein Kennenlernen, keine richtige Verbindung, die entsteht. Dieses Ende ist für meinen Geschmack viel zu offen. Ich bewundere die Autorin allerdings dafür, dass sie sich an so ein heikles Thema heran getraut und dieses dazu noch so relativ gut verarbeitet hat. Wegen den anfänglichen Einstiegsschwierigkeiten und dem nicht besonders berauschenden Ende, das mich wirklich sehr enttäuscht hat, gibt es noch 3,5 Sterne.

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  • Rezension zu "Ich hatte vergessen, dass ich verwundbar bin" von Delphine de Vigan

    Ich hatte vergessen, dass ich verwundbar bin

    Anin

    27. March 2012 um 21:30

    Mathilde lebt mit ihren 3 Kindern in Paris. Sie ist Witwe und ging ihrer Arbeit als stellvertretende Marketingleiterin bis vor kurzem gerne nach. Doch in letzter Zeit gibt es immer wieder Probleme mit ihrem Chef. Liegt es daran, dass Mathilde, diesem vor kurzem vor versammelter Mannschaft und das erste Mal während ihrer Arbeitsbeziehung widersprochen hat? Fakt ist, der Chef meidet sie, bezieht sie nicht mehr in die Geschäfte ein und auch ihre Kollegen wenden sich allmählich von ihr ab. Sie haben sich für ein Lager entschieden. Mathilde ist verunsichert und erschöpft, plötzlich ängstlich und ständig am grübeln. Immer wieder sieht sie sich neuen Intrigen ihres Chefs ausgeliefert. Sie bringt nur knapp noch die Kraft auf um sich um ihre Söhne zu kümmern und doch schleppt sie sich täglich zur Arbeit, angespornt durch eine treibende Kraft, der sie nichts zu entgegnen weiss. „Sie ist an diesem Punkt äusserster Anfälligkeit, äussersten Ungleichgewichts angelangt, an dem die Dinge ihren Sinn und ihre Proportionen verlieren. An diesem Punkt der Dünnhäutigkeit, an dem die winzigste Kleinigkeit sie in einen Freudentaumel versetzen oder vernichten kann.“ (Zitat Seite 78) Aus Verzweiflung sucht sie eine Wahrsagerin auf. Diese prophezeit ihr am 20. Mai eine Begegnung, die ihr Leben verändern wird. Doch an besagtem Tag scheinen sich die Ereignisse zu überschlagen… Parallel zu Mathildes Geschichte lernt der Leser Thibault kennen. Der Arzt hat sich gerade von seiner grossen Liebe getrennt und irrt von Hausbesuch zu Hausbesuch um die Leiden seiner Patienten zu lindern. Immer wie absurder kommen ihm diese Gänge vor und er spürt allmählich eine Erschöpfung die sich am 20. Mai besonders ankündet: „Schon seit dem Morgen nahm Thibault ringsum eine Art Widerstand war, eine ungewohnte Dichte der Luft, eine allgemeine Verlangsamung, an der nicht das geringste Sanfte war. Ganz im Gegenteil hatte er jetzt den Eindruck, dass eine dumpfe Gewalt an die Oberfläche der Dinge aufsteige, eine Gewalt, die die Stadt nicht mehr zu zügeln vermochte.“ (Zitat Seite 173) Nach dem Jugendroman „No und Ich“ ist Delphine de Vigan eine weitere grossartige Geschichte gelungen. Mit grossem Einfühlungsvermögen und wunderschöner Sprache zeigt sie die Negativspirale aus Ohnmacht, Selbstzweifel, Erschöpfung und eigener Schuldzuweisung auf. Sie treibt ihre Protagonisten bis ans äusserste Limit, ans Ende ihrer Kräfte. Das Thema Mobbing ist aktuell und kann jeden treffen, dies wird einem nach der Lektüre dieser Geschichte bewusst. Ein absolut lesenswerter Roman!

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  • Rezension zu "Ich hatte vergessen, dass ich verwundbar bin" von Delphine de Vigan

    Ich hatte vergessen, dass ich verwundbar bin

    Ein LovelyBooks-Nutzer

    19. January 2012 um 18:36

    Mathilde Debord arbeitet als stellvertretende Marketingleiterin in einem großen Unternehmen und sie liebt ihren Job. Privat ist sie verwitwet und kümmert sich allein um ihre drei Söhne. Sie ist glücklich und zufrieden, doch plötzlich beginnt ihr Chef, sie von wichtigen Terminen auszuschließen, leitet keine Mails weiter und stellt sie vor Mitarbeitern bloß. Obwohl sie regelmäßig das Gespräch mit ihm sucht, da sie sich keinen Auslöser für sein seltsames Verhalten erklären kann, würgt er sie ab und ignoriert sie weitestgehend. Durch dieses Mobbing verliert sie jedoch immer mehr Kraft und wird mehr und mehr zur Zielscheibe. Ein Besuch bei einer Wahrsagerin soll ihr eine Perspektive für die Zukunft gewähren. Diese behauptet, dass sich am 20. Mai alles ändern wird. Natürlich ist Mathilde gespannt und neugierig... An diesem Tag ändert sich jedoch nicht nur für Mathilde einiges, auch der Arzt Thibault beginnt, sein Leben und vor allem seine Beziehung zu Lila in Frage zu stellen. Doch was wird der Tag im Leben der zwei erschöpften Pariser wirklich ändern? Delphine de Vigan erzählt in "Ich hatte vergessen, dass ich verwundbar bin" die Geschichte zweier Menschen, die sich nie über den Weg gelaufen sind und die beide, trotz völlig anderem Hintergrund, auf ein Burn-out zusteuern. Mithilfe zweier Erzählstränge erzählt sie aus dem jeweiligen Tag der zwei und benutzt dafür das Präsens. Um manche Verhaltensweisen aus der Vergangenheit besser verstehen zu können, erzählt sie im Imperfekt aus der Vorgeschichte. Diese Zeitwechsel sind jedoch flüssig zu bewältigen und hindern das Leseerlebnis nicht. Die Autorin bedient sich einer wunderschönen metaphorischen Sprache und lässt 250 Seiten wie im Flug vergehen. Auch wenn es ein bisschen Zeit braucht, um in die Geschichte zu finden und zu verstehen, wie alles zusammenhängt, ist es ein Genuss, Mathilde und Thibault an diesem besonderen 20. Mai zu begleiten!

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  • Rezension zu "Ich hatte vergessen, dass ich verwundbar bin" von Delphine de Vigan

    Ich hatte vergessen, dass ich verwundbar bin

    robbylesegern

    18. December 2011 um 18:03

    sehr eindringlich geschrieben. Das neue Buch von Delphine De Vigan, die ich bisher nur von ihrem Jugendbuch "No und ich "kannte,war für mich ein sehr sprachgewaltiges Leseerlebnis.Einfühlsam und treffend werden die Stimmungen zweier Menschen beschrieben, deren Schicksale zwar unterschiedlich sind, die aber beide in der Einsamkeit gefangen sind. Die Rede ist von Mathilde einer 40-zig jährigen alleinerziehenden Mutter dreier Kinder, die nach dem Tod ihres Mannes wieder ins Berufleben eintritt und dort Anerkennung und Vertrauen genießt. Durch eine kleine Unachtsamkeit ihrem sehr von sich eingenommenen Chef gegenüber, die während einer Konferenz passiert, verändert sich die bisher sehr gute Zusammenarbeit mit ihm. In kleinen Schritten demontiert er Mathildes Selbstbewusstsein, indem er ihren Arbeitsplatz anders besetzt,sie nicht mehr an Entscheidungen teilnehmen läßt und ihr die Termine von Konferenzen nicht mehr mitteilt. Das Mobbing geht letztendlich soweit, dass er sogar eine Versetzung in eine Zweigstelle verhindert, die Mathilde aus seinem Einfluss befreit hätte. Mathilde gleitet nicht nur in eine tiefe Depression, vor allem auch deshalb, weil ihr ihre ausweglose Situation immer bewusster wird,sondern zeigt zum Schluss auch körperliche Symtome. Zeitgleich zu Mathildes Geschichte, wird von Thibault erzählt, immer in abwechselnden Kapiteln. Thibault ist mobiler Arzt in Paris und ist in eine ausweglose Liebe zu Lila verstrickt, da Lila seine Gefühle nicht erwidern kann, oder will. In ihrer Gegenwart fühlt er sich einsam und unverstanden und spürt,dass er diese Beziehung beendet werden muss, wenn er nicht noch mehr leiden will. Er entschließt sich, sich zu trennen. Die Geschichte dieser beiden Menschen ,die in einer Millionenstadt wohnen und sich in Gegenwart so vieler Menschen doch einsamer denn je fühlen,erzählt die Autorin feinsinnig und intensiv. Ich konnte mich gut in beide Personen hineinfühlen und hatte ständig die Bilder von hetzenden Personen in U-Bahnen und Straßen vor Augen, die wort,- und blicklos aneinander vorbeihasten. Auch die Schilderung des Mobbings ist der Autorin gut gelungen. Die Demontage eines Menschen,die Schritt für Schritt von statten geht, bis nichts mehr übrig bleib, außer Lähmung und Niedergeschlagenheit.Und auch dort Menschen, die an dir vorbeihasten und keinen Anteil an deinem Schicksal nehmen,obwohl sie darum wissen. Dieses Buch ist kein Buch mit einem guten Ende, aber ein Buch was zum Nachdenken anregt. Die Schicksale von Mathilde und Thibault wiederholen sich tausendfach in unserer Umgebung. Vielleicht sollten wir unseren Mitmenschen etwas mehr wahrnehmen und ihnen in die Augen blicken oder sie anlächeln, wenn wir ihnen begegnen.Einsamkeit und Mobbing gibt es nämlich genug in unserer Welt.

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  • Rezension zu "Ich hatte vergessen, dass ich verwundbar bin" von Delphine de Vigan

    Ich hatte vergessen, dass ich verwundbar bin

    Gruenente

    03. November 2011 um 16:04

    Zwei Geschichten werden ineinander verwoben: Mathilde, die Witwe mit zwei Kndern, die vom Chef plötzlich aufs agressivste gemobbt wird; und der Arzt Thibault, der sich von seiner Freundin trennt und von einer schönen Beziehung träumt. Da kommt der 20.05. ein Tag für den eine Wahrsagerin Mathilde eine schicksalhafte Begegnung prophezeite. Schaffen es die beiden Ihre Pobleme zu lösen und den Partner zu finden, von dem sie shon lange geträumt haben? Von leichter Hand geschrieben, es hätte gerne noch viel länger weitergehen können.

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  • Rezension zu "Ich hatte vergessen, dass ich verwundbar bin" von Delphine de Vigan

    Ich hatte vergessen, dass ich verwundbar bin

    hexhex

    06. May 2011 um 17:30

    Ein tolles Buch zum Thema Mobbing! Es wird nur ein einziger Tag im Leben von Mathilde erzählt, die aus einem nichtigen Grund von einem Tag auf den anderen von ihrem Chef gemobbt wird. In kleinen Rückblicken erfährt man von ihrem Leidesweg in den letzten Monaten. Es wird sehr einfühlsam beschrieben, wie sie sich von Freunden und Familie abwendet, wie Kollegen sie meiden und wie überfordert die Ansprechpartner in der Firma sind. Ich fürchte, es ist ein typischer Mobbingfall, der hier beschrieben wird. Es fällt schwer, das Buch wieder aus der Hand zu legen, sehr spannend zu lesen! Allerdings besteht auch die Gefahr, es es einen ziemlich runterzieht.

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  • Rezension zu "Ich hatte vergessen, dass ich verwundbar bin" von Delphine de Vigan

    Ich hatte vergessen, dass ich verwundbar bin

    Oriodoran

    15. March 2011 um 16:49

    Mathilde erleidet nicht zum ersten Mal einen Schicksalsschlag. Nach drei Jahren der Berufslosigkeit und Depression, schafft sie ihre Rückkehr zurück ins Leben und arbeitet darauf erfolgreich an der Seite ihres Arbeitgebers.Bis zu dem Zeitpunkt, in dem sie ihm widerspricht - vor versammelter Mannschaft. Von nun an beginnt ihre Seele Stück für Stück zu brechen, denn mit aller Macht versucht er ihr das Leben bei der Arbeit schwer zu machen. Zur gleichen Zeit durchlebt Thibault seinen alltäglichen Trott. Gerade mit seiner Affäre Schluss gemacht, reist er von Patient zu Patient durch die Stadt. Etwas verbindet die beiden - die gleichen Gedanken und Gefühle, die gleiche Leere. Es ist erstaunlich, wie man sein Leben in dem Bruchteil einer Sekunde - einem offensichtlich unscheinbaren Moment - verändern kann.

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  • Rezension zu "Ich hatte vergessen, dass ich verwundbar bin" von Delphine de Vigan

    Ich hatte vergessen, dass ich verwundbar bin

    Buechereule

    10. March 2011 um 19:42

    Klappentext: Hoffen wir nicht alle immer wieder einmal auf eine Begegnung, die unser Leben verändert und zum Guten wendet? Mathilde hält sich für eine starke Frau, tatkräftig und entschlossen. Sie ist alleinerziehende Mutter von drei wundervollen Jungen, und sie liebt ihre Arbeit. Wozu sollte sie sich eine Veränderung wünschen? Doch die Veränderung kommt. Mathildes Chef beginnt sie zu mobben, immer stärker leidet sie unter der Situation im Büro. Da prophezeit ihr eine Wahrsagerin eine ganz besondere Begegnung, und Mathilde hofft. Doch worauf? Auf das befreiende Gespräch mit ihrem Chef? Auf die Rückkehr ihrer alten Stärke? Oder auf die Begegnung mit einem ganz besonderen Mann? Der prophezeite Tag bricht an … Inhalt: Delphine de Vigans „Ich hatte vergessen, dass ich verwundbar bin“ erzählt die Geschichte zweier Menschen an einem 20. Mai. Auf der einen Seite ist Mathilde, eine alleinerziehende Mutter von zwei Kindern und war Stellvertreterin eines Marketingsleiters, aber seit einiger Zeit ist alles anders. Auf der anderen Seite, Thibault, einer junger mobiler Arzt, der viel herumkommt und dementsprechend auch viel Elend sieht. Von diesen beiden Personen handelt Dephine de Vigans Roman. Mathilde hat es nicht leicht, seit sie ihren Chef bei einer Sitzung öffentlich kritisiert hat, schiebt er sie ab. Sie bekommt keine Nachrichten mehr durch gestellt, darf ihn nicht mehr zu Kunden begleiten, wird von Meetings ausgeschlossen und schließlich noch ihrer Position beraubt und abgeschoben in einem Raum ohne Fenster und ohne Anschluss an ihre ehemalige Arbeit und Kollegen. Jacques, ihr Chef, macht sie seelisch fertig.Auch die Kollegen stehen ihr nicht zur Zeit, denn sie haben viel zu viel Angst, dass ihnen das gleiche passieren könnte, wie Mathilde. Aber Mathilde will sich wehren und um ihren Job kämpfen, so auch die Empfehlung der Personalchefin. Aber hat sie die Kraft und hält sie diese Art von Mobbing durch? Sie wird immer fahriger und setzt sich immer mehr unter Druck. Ihre Kinder, die noch zu klein sind, können ihre auch nicht helfen, denn wie sollten sie verstehen wie es in ihr aussieht? Schließlich geht sie zu einer Wahrsagerin, die ihr sagt, dass sie am 20. Mai eine ganz besondere Begegnung haben wird. Als es in der Firma immer schlimmer wird, sieht Mathilde nur noch einen einzigen Ausweg aus dem Ganzen und versucht sich versetzen zu lassen, aber auch hier hat Jacques seine Finger im Spiel. Was wird Mathilde nun tun? Thibault, der junge mobile Arzt, der immer im Dienst und an mehreren Orten zeitgleich sein muss, steht unter Stress. Nicht nur seine Arbeit frisst ihn auf, sondern auch seine Beziehung zu Lila. Eine kühle beherrschte Frau, mit der er seit einigen Jahren zusammen ist. Einerseits möchte er sich von ihr trennen, aber auf der anderen Seite wieder nicht. Als er sich schließlich zur Trennung durchringt, hofft er immer noch das Lila ihn davon abhält, aber wie es nun einmal ihren Naturell entspricht tut sie es nicht. Er ist innerlich zerrissen und fragt sich, ob er nicht einen Fehler gemacht hat. Meinung: „Ich hatte vergessen, dass ich verwundbar bin“ ist ein Roman über die innere Zerrissenheit von Menschen, die eine schwerwiegende Entscheidung zu treffen. Sei es die Beendigung einer Beziehung oder ein Arbeitsverhältnis. Delphine de Vigan gelingt es sehr gut, diese Zerrissenheit anhand den beiden Protagonisten Thibault und Mathilde darzustellen. In ihrer nüchternen und nichts beschönigenden Art gelingt es ihr das Thema Mobbing herauszuarbeiten und dem Leser, die Ängste und Sorgen von Mathilde zu verdeutlichen. Dabei ist sie nicht hartherzig, sondern beschreibt gefühlvoll Mathildes Gedankengänge und Vorgehensweise. Das Buch kann man nicht einfach so weg lesen, es regt zum Nachdenken an. Auch wenn das letzte Wort gelesen ist und man das Buch zuklappt, sitzt man noch da und denkt an Mathilde und Thibault. Wie wird es weitergehen, fragt sich der Leser und man hofft für beide nur das Beste. Die Geschichte um Mathilde und Thibault lebt von den Wechsel der Handlungssträngen und dem gefühlvollen Schreibstil der Autorin. Von Beginn an, hat man das Gefühl, dass die beiden sich begegnen müssen und als es dann so weit ist… Für manche mag es enttäuschend sein, aber ich fand es genau richtig, denn ein anderer Schluss, hätte das Gefühl in der Handlung zu Nichte gemacht.

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