Nach einer wahren Geschichte

von Delphine de Vigan 
4,1 Sterne bei117 Bewertungen
Nach einer wahren Geschichte
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Neue Kurzmeinungen

Positiv (92):
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Faszinierend!!

Kritisch (2):
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Leider überhaupt nicht mein Fall, außer die letzten 50 Seiten!

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Inhaltsangabe zu "Nach einer wahren Geschichte"

Zwei Frauen lernen sich auf einer Party kennen. Die zurückhaltende Delphine, die sich mit fremden Menschen meist sehr schwer tut, ist sofort fasziniert von der klugen und eleganten L., die als Ghostwriter arbeitet. Aus gelegentlichen
Treffen werden regelmäßige, man erzählt einander das eigene Leben, spricht über Familie und Freunde, vor allem über Freundinnen. Und natürlich über Bücher und Filme, die man liebt und bewundert. Delphine ist glücklich über die Gemeinsamkeiten und fühlt sich verstanden wie schon lange nicht mehr. Ganz entgegen ihrer Gewohnheit gibt sie in einem Gespräch über das Schreiben die Idee für ihr nächstes Buch preis. L. reagiert enttäuscht: Wie nur könne Delphine ihre Zeit auf eine erfundene Geschichte verschwenden? Eine Autorin ihres Formats müsse sich der Wahrheit verschreiben. Delphine ist entsetzt. L.s leidenschaftlich vorgetragene Forderung löst eine tiefe Verunsicherung in ihr aus. Bald kann sie weder Papier noch Stift in die Hand nehmen. L. scheint völlig unglücklich über das zu sein, was sie in der Freundin ausgelöst hat. Selbstlos übernimmt sie die Beantwortung von E-Mails, das Absagen von Lesungen und Interviews, das Vertrösten des Verlags, der auf einen neuen Roman wartet. Und all das in Delphines Namen. Keiner weiß davon, keiner kennt L., und so ist Delphine allein, als sie feststellt, dass L. ihr immer ähnlicher wird …
Das Hörbuch ist zeitgleich bei Random House Audio erschienen, gelesen von Martina Gedeck.

Jetzt in den deutschen Kinos in einer Verfilmung von Roman Polanski, mit Emmanuelle Seigner und Eva Green in den Hauptrollen.

Buchdetails

Aktuelle Ausgabe
ISBN:9783832164256
Sprache:Deutsch
Ausgabe:Flexibler Einband
Umfang:350 Seiten
Verlag:DuMont Buchverlag
Erscheinungsdatum:22.08.2017
Das aktuelle Hörbuch ist am 22.08.2016 bei Random House Audio erschienen.

Rezensionen und Bewertungen

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    freiegedankenvor 2 Monaten
    Kurzmeinung: neuer Liebling!
    mein neuer Liebling

              Es gibt Romane, bei denen ich von Anfang an weiß, dass sie dazu gehören werden. Zu meiner  kleinen Auswahl an Büchern, die bei jedem Umzug umher geschleppt werden, die ich auch nach Jahren immer wieder aufschlage und drin lese.. Ja, die sich von vielen abertausenden scheinbar immer gleichen unspektakulären Romanen abheben und bleiben - im Kopf, im Herzen, im Schrank.
    Delphine de Vigans neuer Roman „Nach einer wahren Geschichte“ ist so ein Buch.

    Die Hauptprotagonistin Delphine, Schriftstellerin, ist nach ihrem letzten großen Erfolg, ein sehr erfolgreiche autobiographischer Roman, auf der Suche nach Stoff für ein neues Buch. In dieser Phase lernt sie die ominöse L. kennen, die so alt ist wie Delphine und als Ghostwriterin arbeitet. Es entwickelt sich eine zarte Freundschaft zwischen den beiden, Delphine bewundert L. für ihre Selbstsicherheit und Schlagfertigkeit. Die zwei Frauen tauschen sich auch beruflich aus und Delphine berichtet von ihrer neuen Romanidee, die auf reiner Fiktion basieren soll. L. hat dazu eine entschieden ablehnende Haltung, sie denkt, die Leser sind an wahren Geschichten interessiert und bedrängt Delphine in endlosen Monologen einen neuen Roman zu schreiben, der aus ihrem Leben erzählt. Es liest sich unfassbar spannend, wie perfide sich L. in Delphines´ Leben schleicht, sie mit ihrer Vehemenz in eine Schreibblockade stürzt und sich schließlich unabkömmlich macht.
    Das Buch entwickelt sich immer mehr zu einem Psychothriller und zieht den Leser schlussendlich in ein Verwirrspiel, in dem man nicht mehr unterscheiden kann, was Realität und was Fiktion ist. Man fragt sich.. Kann das alles wahr sein? Oder ist es nur eine Geschichte?

    Das allein ist nun schon ein brillant erzähltes Kunstwerk. De Vigan berichtet so lebendig und detailliert aus ihrer Gedankenwelt und wie sich diese als Freundschaft begonnene Beziehung als Höllentrip entpuppt, das man das Buch kaum zur Seite legen kann. Auch habe ich mir oft die Frage gestellt, was ich als Leser eigentlich von einem Buch erwarte; ob mich die Fiktion genauso erreicht wie ein realitätsnahes Thema.
    Am wunderbarsten aber war für mich persönlich der Einblick den man über den Alltag eines Schriftstellers bekommen darf.


           

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    BeaSwissgirls avatar
    BeaSwissgirlvor 5 Monaten
    Nach einer wahren Geschichte

    Mein Leseeindruck subjektiv, aber spoilerfrei ;)

    Durch eine schweizerischen Literatursendung bin ich auf dieses Buch aufmerksam geworden. Die Diskussion dazu hat mich neugierig gemacht und so durfte es spontan bei mir einziehen.

    Da ich es grösstenteils auch in der ungekürzten Hörbuchvariante gehört habe möchte ich zuerst auf die Interpretation dazu eingehen.

    Martina Gedecks Stimme passt meiner Meinung nach wie die Faust aufs Auge ;) sie liest hier irgendwie monoton, emotionslos, melancholisch und fängt damit perfekt die Stimmung dieses Buches ein.
    Allerdings ist die Geschichte zeitweise etwas verwirrend und komplex , weshalb ich mehrere Male zur Printvariante greifen musste um ganz folgen zu können.

    Der Schreibstil ist doch sehr anspruchsvoll, analytisch, es gibt viele verschachtelte Sätze zusätzlich wird die Autorin auch recht ausschweifend, weshalb man Konzentration und auch Ausdauer benötigt.
    Gewählt wurde die ICH- Perspektive was natürlich total Sinn macht bei dieser Art von Geschichte.

    Die Protagonistin war ausserordentlich intensiv ausgearbeitet, Gefühle und Gedankengänge wurden sehr transparent dargestellt, so dass ich manchmal den Eindruck hatte ich befinde mich in ihrem Gehirn ;) Meiner Meinung nach litt sie ja ganz klar unter einer Depressionen mit Panikattacken und auch diese wurden realistisch dargestellt. Natürlich konnte ich nicht immer alles nachvollziehen, muss ich ja aber auch gar nicht.
    Über L. erfahren wir zu Beginn nur sehr wenig, was aber natürlich gewollt war, erst im weiteren Verlauf lernen wir sie besser kennen.
    Weitere Charakter, die in der Geschichte noch eine Rolle spielen wirkten auf mich eher wie Statisten, aber auch hier war am Ende klar, wieso sie so präsentiert wurden.


    Die ganze Thematik dreht sich um das Schreiben, das Autoren sein, um Literatur an sich und was Leser sich wünschen oder erwarten. 
    Jedoch hat die Autorin dies so geschickt und raffiniert umgesetzt,dass ich trotz der ein oder anderen Schwierigkeit total fasziniert und gefesselt war.
    Wie oben schon erwähnt ist die Geschichte nämlich sehr verworren, nebulös, kompliziert und die Atmosphäre dicht, bedrückend bis schwermütig. 
    Am Ende sass ich da und wusste tatsächlich nicht so genau, was ist nun wahr und was nicht? ;) 

    Ich vergebe deshalb 4 Sterne für eine wirklich aussergewöhnliches Buch

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    Bibliomanias avatar
    Bibliomaniavor 6 Monaten
    Kurzmeinung: Ein grandioses Spiel mit Realität und Fiktion
    Realität und Fiktion

    Nach „Tage des Hungers“ war dies mein zweites Buch von Delphine de Vigan. Und wie das erste gefiel mir auch dieses wirklich gut. Delphine de Vigan beschreibt menschliche Abgründe wirklich spannend und eindringlich.

    In diesem Roman hat Delphine gerade ihr neues Buch herausgebracht und befindet sich auf einer sehr erolgreichen Lesereise. Auf der Party einer Freundin trifft sie auf L., die ihr von Anfang an seelenverwandt scheint. L. Versteht Delphine wie kein zweiter, nicht einmal ihr Lebensgefährte. Sie ist immer da, wenn Delphine sie braucht, hat immer Zeit für sie und scheint alles von Delphine gelesen zu haben, was diese je geschrieben hat.

    Doch allmählig wird die Beziehung eigenartig. Wenn Delphine etwas passiert, ist L. da, wenn Delphine eine bestimmte Situation schlecht beschreiben kann, findet L. genau die Worte, die auch Delphine gebrauchen würde und vollendet ihre Sätze. Bald fällt es Delphine immer schwerer zu schreiben oder auch nur am PC zu sitzen und L. übernimmt quasi ihr anzes Leben. Auf einmal hat Delphine niemanden mehr außer L. Und sie beginnt sich zu wundern.

    Eine teuflisches Spiel mit der Macht um Realität und Fiktion. Der Leser meint die ganze Zeit zu wissen, was da eigentlich passiert und doch... Ich zumindest blieb dann doch etwas ratlos, aber neugierig, wissbegierig zurück. Was ist wirklich passiert? Und stimmt es, was Delphine erzählt?

    De Vigan schafft eine beklemmende Atmosphäre, die sehr gut zur gesamten Situation passt. Ich selbst kann mir nicht vorstellen, dass mir so etwas passieren würde. Aber die nagende Frage bleibt: würde ich es überhaupt merken?

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    nicekingandqueenvor 2 Jahren
    Kurzmeinung: Lesenswert
    Kann man der Wahrheit trauen?

    Das Buch ist ausgezeichnet geschrieben. Wenn man den eigenen Wortschatz erweitern will, gibt es wohl keinen anderen Roman, der sich hierfür empfiehlt. Inhaltlich ist das Buch sehr verständlich geschrieben und doch weiß de Vigan einfach, wie man den Leser hierbei an der Nase herumführen kann und einen - oder zumindest mich - komplett verwirrt zurücklässt. Ist alles wirklich wahr? Abgesehen davon ist es aber ein wirklich ausgezeichnet gelungener Unterhaltungsroman. Es geht um Delphine de Vigan und ihre Freundin L. Aber ist sie wirklich ihre Freundin? Ist sie nicht imaginär? Delphine de Vigan ist einfach mal wieder komplett verrückt und lässt uns dabei teilhaben? Wie dem auch sei, ihr bestes Werk, das ich jemals von ihr gelesen habe.

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    R_Mantheys avatar
    R_Mantheyvor 2 Jahren
    "Ist diese Lüge wahr, meine kleine Königin?"

    In dieser unscheinbaren, aber paradoxen Frage, die Delphine einst von ihrer Großmutter gestellt bekommen haben will, verbirgt sich der ganze Inhalt dieses merkwürdigen Buches. Es heißt "Nach einer wahren Geschichte". Und das ist mit Sicherheit gelogen. Man kann die Ängste der Autorin, um die es in dieser Geschichte in Wirklichkeit geht, kaum überlesen, weil sie sie mehr als deutlich formuliert: Sie hat Angst, nicht mehr schreiben zu können, Ängste vor dem Publikum, mit dem sie in diesem Buch abrechnet, allerdings ohne dass es viele wirklich bemerken, obwohl man auch das kaum überlesen kann, und sie fürchtet sich davor, dass ihr keine Idee mehr für ein nächstes Buch kommt. 

    Zieht man das alles in Betrachte, dann hat sie diese Ängste raffiniert gemeistert und in einer Fiktion versteckt, die natürlich keine ist, sondern nur all das mehr oder weniger tarnen soll, was sie nicht allzu offen sagen möchte. Oder anders gesagt: Delphine de Vigane hat über ihre Versagensängste, noch weitere Bücher verfassen zu können, ein Buch geschrieben. Das wirkt so paradox wie die ganze Geschichte selbst. 


    Alles begann mit ihrem Überraschungserfolg "Das Lächeln meiner Mutter" von 2010. Danach war nichts mehr so wie früher. Plötzlich stand die eher scheue Autorin im Mittelpunkt des Publikumsinteresses. Ziemlich sicher wird auch ihre Familie nicht besonders davon begeistert gewesen sein, dass plötzlich das Leben der bipolaren Mutter öffentlich hinterfragt wurde. Besonders aber müssen de Vigan die ständigen Fragen nach dem Wahrheitsgehalt dieser Lebensgeschichte genervt haben, die sie nach jeder Lesung immer wieder zu beantworten hatte. 


    Wahrscheinlich beschloss sie danach irgendwann eine Geschichte über Fiktionen und Wahrheiten zu schreiben, die das nervige Publikum an der Nase herum in die Irre führen sollte. Liest man das Presseecho und viele Rezensionen, so muss man den Eindruck gewinnen, dass sie dieses Vorhaben wirklich überzeugend abgeschlossen hat. Ganz nebenbei verarbeitet sie in diesem Buch ihre Ängste vor einem neuen Roman. In einem Streit mit ihrer Freundin "L.", was man im Französischen auch als "sie" lesen kann, fallen verzweifelte Worte: "Siehst du denn nicht, dass ich keine Ahnung habe, was für eine Schriftstellerin ich bin? Siehst du denn nicht, dass ich nichts mehr zustande bringe, dass ich sterbe vor Angst? Siehst du nicht, dass ich am Ende bin und danach nichts mehr kommt? NICHTS, NICHTS, NICHTS?". 


    Delphine de Vegan lernte L. auf einer Party kennen, auf die sie nach einer dieser fürchterlich auslaugenden Lesungen ging. Schnell und offenbar planvoll schlich sich L. in Delphines Leben ein, wurde sie, übernahm ihre Korrespondenz, schrieb Texte für sie, trat sogar als sie auf. Am Ende hatte sie scheinbar völlig von Delphine Besitz ergriffen. Nun kann man sicher viel darüber spekulieren, was oder wer L. tatsächlich ist. Sich daran zu beteiligen, würde bedeuten, sich auf die vielen falschen Fährten zu begeben, die de Vigan in diesem Buch legt. Ob sie das nun aus Spaß macht oder aus Frust über das Publikum mit seinem Drang zu erfahren, was wahr sei und was nicht, oder aus Verzweiflung, lässt sich nicht wirklich entscheiden. 


    Vielleicht sollte man das Buch auch als einen Thriller auffassen, wie es einige getan haben. Dann aber ist es ein recht langweiliger Vertreter dieses Genres. Oder ist es ein großes Rätsel, bei dem man herausfinden soll, wozu und weshalb das alles aufgeschrieben wurde? Da man die Antwort nicht finden wird, bleibt der Versuch, das zu ergründen, ein deprimierendes Verlangen. L. beendete ihre Texte immer mit dem altmodischen ENDE, an das sie einen Stern wie bei einer Fußnote anfügte. Dieses Buch schließt auch so. Wie aufregend. 


    Wie auch immer - besonders spannend fand ich es nicht. Wenn sich Schriftsteller anfangen, sich mit sich selbst und ihrem Schaffensprozess zu befassen, dann kann man das interessant finden oder aber als selbstverliebte Nabelschau betrachten. Man kann mit dem verblüfften Publikum mitjubeln, das die Geschichte zwar nicht versteht, weil man sie nicht verstehen kann und soll, denn darin besteht schließlich gerade die Attraktion, oder sich aber gelangweilt fragen, was das alles soll. 

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    Jullesvor 2 Jahren
    Kurzmeinung: Literarisches Verwirrspiel, bei dem am Ende Fragen offen bleiben.
    Literarisches Verwirrspiel

    An einem Abend lernt Autorin Delphine L. kennen, von der sie sich sofort angezogen fühlt. L. teilt ihre Vorlieben, sie sind sofort auf einer Wellenlänge und so entsteht eine enge Beziehung der beiden. Bei Delphines Schreibblockade unterstützt L. sie zunehmend und übernimmt sodann sogar Aufgaben in Delphines Namen.

    Dieses Buch über die Demontage einer Frau ist vor allem eines: intelligent. Und damit hat der Klappentext, der ein raffiniertes literarisches Spiel voraussagt, nicht zu viel versprochen. Als Leser bewegt man sich von der ersten bis zur letzten Seite zwischen Fiktion und Wirklichkeit – und bis zuletzt stellt man sich die Fragen: Hat Delphine das Buch tatsächlich selbst geschrieben? Oder vielmehr L.? Passend dazu trickst auch das Cover – mit dem Bild der Frau, das auf dem Schutzumschlag mehrfach erscheint, auf dem Buch selbst dann wiederum nur ein leerer Rahmen ohne Bild zu sehen ist.

    Für mich das Besondere am Buch ist eine Story, die sich liest wie ein Krimi, nebenbei, ja gar unbemerkt aber einen seltenen Tiefgang entwickelt, den ich mir von manch anderem Buch wünschen würde. Und dazu braucht es gar nicht viel: Eine gute Idee und die Macht der Sprache. Uneingeschränkte Empfehlung für dieses literarische Verwirrspiel!

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    krimielsevor 2 Jahren
    Kurzmeinung: Verwirrspiel um Identitäten und Balance zwischen Realität und Fiktion - großartig mit kleinen Schwächen
    Grandioses Verwirrspiel um Realität und Imagination

    Freundschaft, Stalking, Verwirrspiel um Identitäten, Manipulation, Depression und Persönlichkeitsspaltung - als Leser fragt man sich bis zum Schluss dieses grandiosen Romanes, was Realität und was Fiktion ist.

    Klappentext
    Zwei Frauen lernen sich auf einer Party kennen. Die zurückhaltende Delphine, die sich mit fremden Menschen meist sehr schwer tut, ist sofort fasziniert von der klugen und eleganten L., die als Ghostwriter arbeitet. Aus gelegentlichen Treffen werden regelmäßige, man erzählt einander das eigene Leben, spricht über Familie und Freunde, vor allem über Freundinnen. Und natürlich über Bücher und Filme, die man lebt und bewundert. Delphine ist glücklich über die Gemeinsamkeiten und fühlt sich verstanden wie schon lange nicht mehr. Ganz entgegen ihrer Gewohnheit gibt sie in einem Gespräch über das Schreiben die Idee für ihr nächstes Buch preis. L. reagiert enttäuscht: Wie nur könne Delphine ihre Zeit auf eine erfundene Geschichte verschwenden? Eine Autorin ihres Formats müsse sich der Wahrheit verschreiben. Delphine ist entsetzt. L.s leidenschaftlich vorgetragene Forderung löst eine tiefe Verunsicherung in ihr aus. bald kann sie weder Papier noch Stift in die Hand nehmen. L. scheint völlig unglücklich über das zu sein, was sie in der Freundin ausgelöst hat. Selbstlos übernimmt sie die Beantwortung von E-Mails, das Absagen von Lesungen und Interviews, das Vertrösten des Verlags, der auf einen neuen Roman wartet. Und all das in Delphines Namen. Keiner weiß davon, keiner kennt L., und so ist Delphine allein, als sie feststellt, dass L. ihr immer ähnlicher wird...

    Wie ein Analytiker, dessen Patientin auf der Couch liegt, begleitet man die Protagonistin zu Beginn ihrer Geschichte, die als Rückblick auf Vergangenes mit dem Wissen um das Geschehen durch die Erzählerin aufgebaut ist. Dadurch befindet man sich als Leser in der Situation, dass man weiß, etwas wird passieren, aber nur die Erzählerin selbst weiß, was es ist.
    Man fühlt die ständige Gefahr zwischen den Sätzen, muss aber Geduld mit der Erzählerin aufbringen. Das schafft unglaubliche Spannung zu Beginn des Buches, da die Geschichte selbst harmlos und freundschaftlich erscheint. Die Erzählerin lotet aus und analysiert, gemeinsam mit dem Leser, betrachtet ursprünglich wahrscheinlich harmlos und natürlich erscheinende Situationen mit geschärftem und verändertem Blick aus den bekannten (und mir noch unbekannten) Geschehnissen heraus.
    Vergangene Vorkommnisse werden unter die Lupe genommen, obwohl auch danach nicht klar ist, was Realität und was Manipulation ist.

    Der Stil ist weiblich, wenn auch zu Beginn des Buches analytisch. Es werden unglaublich viele Nebensätze aneinander gefügt, Geschehnisse zwar im wesentlichen chronologisch und mit wenigen Blicken nach rechts und links erzählt, aber an den Details merkt man als Leser durchaus, dass die Erzählerin eine französische Frau ist.
    Im der zweiten Hälfte des Buches führt jedoch die Tatsache, dass man als Leser von Anfang an weiß, dass L. die Persönlichkeit Delphines kopiert, zu einer gewissen Schwatzhaftigkeit und zu ein paar Längen im Erzählfluss, die ich als kleinen Mangel des Romanes betrachte. Obwohl man interpretieren könnte, dass die Autorin zeigen wollte, dass die Erzählerin eine ganze Weile brauchte, ehe sie dem Verwirrspiel von L. auf die Schliche kam, hätte mir eine Straffung gut gefallen.

    Am Ende des Romanes bleiben viele Hinweise, die bei genauem Hinsehen Ansätze zur Lösung und Interpretation des Geschehens bieten. Die Autorin reicht die Verwirrung der Erzählerin direkt an den Leser durch, und das beherrscht sie perfekt. Ich bin hochzufrieden, dass ich mit viel Spielraum für Theorien und Gedankenspiele zurück gelassen wurde, das passt sehr gut zum Buch. Alles bleibt in der Schwebe zwischen Realität und Imagination, ohne vorgelegte Lösung.
    Ich habe das intelligent angelegte Buch trotz der kleinen angesprochenen Schwäche sehr genossen.

    Delphine de Vignan, geboren 1966, gelang mit "No & ich" (2007) der Durchbruch als Schriftstellerin. Seit dem Roman "Das Lächeln meiner Mutter" (2010), der wochenlang die französischen Bestsellerlisten anführte, zählt sie zu den wichtigsten zeitgenössischen Autoren Frankreichs. Sie lebt mit ihren Kindern in Paris.

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    Ein LovelyBooks-Nutzervor 2 Jahren
    Kurzmeinung: Interessante und verwirrende Geschichte
    Nach einer wahren Geschichte

    Delphine ist eine erfolgreiche Schriftstellerin, die mit ihrem letzten Buch, einer wahren Geschichte über ihre Mutter schrieb. Mit diesem Buch hat sie sehr viel Aufsehen erregt, vor allem im positiven Sinne, da viele Leser gerade wegen der Realität und der Echtheit dieses Buch mochten.

    Auf einer Party lernt die eher zurückhaltende Delphine eine Frau namens L. kennen. Delphine ist von der klugen und eleganten L. sofort fasziniert, die als Ghostwriterin arbeitet. L. drängt in ihr Leben und sorgt dafür, dass sie sich immer öfter und regelmäßig sehen, zu engen Freundinnen werden.

    L. kritisiert den Wunsch von Delphine, die gerne ihr nächstes Buch als fiktiven Roman schreiben möchte. L. versucht sie zu überzeugen, dass nur die Realität und eine wahre Geschichte bei den Lesern ankommt und sie begeistert, und kein Mensch mehr fiktive Sachen lesen will.

    Delphine wird dadurch verunsichert und fällt in eine schwere Krise und Depression. Sie entwickelt sogar eine völlige Schreibphobie, sie kann sich nicht einmal mehr vor ihren Computer setzen, ohne dass ihr übel wird, geschweige denn einen Stift in die Hand nehmen.

    L. zieht bei Delphine ein, übernimmt alle anfallenden Arbeiten, beantwortet Delphins Emails, das Absagen von Veranstaltungen und Interviews sowie das Vertrösten des Verlages, der auf einen neuen Roman wartet. Und L. schreibt Emails an Delphins Freunde, die sie doch bitte in Ruhe lassen mögen, da sie an einem neuen Buch arbeitet. All dies in Delphins Namen, ohne dass jemand weiß, dass diese ganzen Nachrichten gar nicht von Delphine stammen, sondern von L., die niemand kennt. L. sorgt dafür, dass weder Delphins Kinder, ihre Freunde noch ihr Partner Francois sie je zu Gesicht bekommen.

    Eines Tages fällt Delphine auf, dass L. ihr immer ähnlicher wird. Sie kleidet sich genauso wie sie, sie bewegt sich genauso wie sie. Schließlich ist Delphine aber der Meinung, sie würde sich all dies nur einbilden. Bis es dann durch verschiedene Ereignisse zur Eskalation kommt und Delphine sich plötzlich in großer Gefahr befindet.

    Der Schreibstil der Autorin war für mich nicht ganz flüssig zu lesen, anspruchsvoll, und durch lange und verschachtelte Sätze musste ich viele Passagen mehrmals lesen.

    Delphine kam mir oft etwas unbeholfen, naiv und exzentrisch vor, was ihre Sichtweise auf L. noch untermauerte. Sie fand in und an L. die Dinge, die sie bei sich selbst vermisste.

    Sehr interessant zu verfolgen war das Thema um Fiktion oder realem Erleben. Ist es wirklich so, dass Leser nur noch auf wahre Geschichten fixiert sind und keine fiktiven mehr lesen wollen? Und stimmt es, dass Fiktion und Wahrheit nur zusammen existieren, weil bei der Wahrheit immer etwas Fiktion und bei der Fiktion immer persönliche und reale Dinge des Autors mit einfließen?

    Und natürlich auch interessant das Verhalten und die Persönlichkeit von L., bei der man immer ahnte, dass sie etwas Böses im Sinn hat, es aber nicht exakt benennen konnte. Ich schwang als Leser, genauso wie Delphine, mit den Vermutungen hin und her, ob L. nun wirklich böse ist und schlimme Hintergedanken hat oder bildete man es sich nur ein und sah in manchen Dingen Bösartigkeiten, die gar nicht vorhanden waren.

    Delphine äußert in diesem Buch, bei einer Lesung von Lesern darauf angesprochen, dass sie fest davon überzeugt sei, dass ein guter Autor eine fiktive Geschichte als wahre Geschichte den Lesern verkaufen und sie somit täuschen könne. Daraufhin fragt man sich als Leser natürlich sofort, ob dieses Buch, „nach einer wahren Geschichte" nun wirklich passiert ist, oder ob sich die Autorin einen Spaß gemacht hat, und alles Geschehene irreal und fiktiv ist und sie sich alles nur ausgedacht hat, um den Leser wirklich zu täuschen und ihm dieses Buch als reale, wirklich geschehene Geschichte zu verkaufen.

    Fazit:

    Ein anspruchsvoller, interessanter, verwirrender und undurchschaubarer Roman, der mir viel Lesevergnügen bereitet hat.

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    Mellchenvor 2 Jahren
    Verwirrend

    Delphine ist eine erfolgreiche Schriftstellerin, die ein schönes Leben führt. Alles läuft in geregelten Bahnen, bis Sie L. kennenlernt. Diese Frau bringt alles aus den Fugen, Delphine leidet dadurch nicht nur an einer Schreibblockade, sondern wahrlich an einer Phobie zu allem, was mit Schreiben zu tun hat. L. übernimmt quasi letzendlich das Leben von Delphine, die sich das auch gefallen lässt.
    Man weiß eigentlich den ganzen Roman über nicht, ob L. tatsächlich existiert, oder ob Delphine unter Wahnvorstellungen leidet. Niemand aus dem Bekanntenkreis lernt L. kennen, und auch sonst kann sich an sie und ihr Leben niemand erinnern.
    Es kommt einam nicht unbedingt so vor, als wenn es sich wirklich um eine wahre Geschichte handelt, denn Delphine handelt so abstrus, daß man versucht ist das ganze eher in die Ecke Psychothriller einzuordnen.
    Mir hat das Lesen nicht wirklich Spaß gemacht, es war eher ein: Man will jetzt auch wissen wie es aus geht.
    Schreibstil flüssig, aber viele Wiederholungen.
    Muß man nicht unbedingt gelesen haben.

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    Lessayrs avatar
    Lessayrvor 2 Jahren
    Wahrheit oder Fiktion?

    Das neueste Buch „ Nach einer wahren Geschichte“ von Delphine de Vigan erschien im August 2016 im Dumont- Verlag und stand wochenlang auf der französischen Bestsellerliste.

    Auf einer Party lernt Delphine die geheimnisvolle L. kennen. Schnell freunden sich die zwei an und treffen sich regelmäßig. L. entwickelt sich zur besten Freundin von Delphine und nimmt so ein besonderen Platz in ihrem Leben ein. Insbesondere als Ihre Schreibblockade eintrat. Nach und nach raubt L. der Delphine gekonnt ihre Identität. Doch Delphine merkt es erst als es schon fast zu spät ist…

    Der Klappentext und die Leseprobe des Buches sind interessant geschrieben und machen neugierig auf mehr. Während dem Lesen fragt man sich selbst des Öfteren was ist Wahrheit und was ist Fiktion? Die Autorin konnte dies geschickt verwirrend und teils undurchschaubar schreiben. Durch eine für mich vereinzelte „langatmige“ Schreibweise empfand ich den Roman teils sehr zäh und musste mich öfters durch die Seiten schieben oder 1-2 Seiten überspringen. Zum Ende hin ist die Spannung merklich gestiegen und überzeugte wieder.

    Insgesamt ist dieses Buch sehr interessant aufgebaut und bietet verschiedene Facetten. Leider konnte es mich persönlich im Ganzen aber nicht überzeugen.

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    Gespräche aus der Community zum Buch

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    Hast du Lust auf ein literarisch raffiniertes Spiel, bei dem die Grenzen zwischen Wirklichkeit und Fiktion zu verschwimmen drohen? Das auf einer wahren Begebenheit beruht und demnächst von Roman Polański verfilmt wird? Dann lass dir die Leserunde zu "Nach einer wahren Geschichte" von Delphine de Vigan nicht entgehen!

    Zum Inhalt
    Zwei Frauen lernen sich auf einer Party kennen. Die zurückhaltende Delphine, die sich mit fremden Menschen meist sehr schwer tut, ist sofort fasziniert von der klugen und eleganten L., die als Ghostwriter arbeitet. Aus gelegentlichen Treffen werden regelmäßige, man erzählt einander das eigene Leben, spricht über Familie und Freunde. Und natürlich über Bücher und Filme, die man liebt und bewundert. Delphine ist glücklich über die Gemeinsamkeiten und fühlt sich verstanden wie schon lange nicht mehr. Bis sie eines Tages feststellt, dass L. ihr immer ähnlicher wird.

    Hört sich gut an? Hier geht es zur Leseprobe!

    Mehr über die Autorin
    Delphine de Vigan, geboren 1966, gelang mit ›No & ich‹ (2007) der Durchbruch als Schriftstellerin. Seit dem Roman ›Das Lächeln meiner Mutter‹ (2010), der wochenlang die französische Bestsellerliste anführte, zählt sie zu den wichtigsten zeitgenössischen Autoren Frankreichs. Sie lebt mit ihren Kindern in Paris

    Zusammen mit Dumont vergeben wir im Rahmen dieser Leserunde 25 Exemplare von "Nach einer wahren Geschichte" von Delphine de Vigan. Bewirb dich bis zum 24.08.2016 über den blauen "Jetzt bewerben"-Button* und beantworte folgende Frage:

    Mit welcher Person kannst du all deine Geheimnisse und Ideen teilen?

    Wir wünschen dir viel Spaß und Erfolg!


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