Demetri Betts , Damaris Kofmehl Wilder Himmelskrieger

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Inhaltsangabe zu „Wilder Himmelskrieger“ von Demetri Betts

In einem Gefängnis in North Carolina zur Welt gekommen, lebt Demetri Betts als Teenager lange Jahre auf der Straße, bis sich sein Leben radikal ändert. Der ehemalige Straßenjunge, Transvestit und Drogendealer steigt aus und wird Pastor. Er evangelisiert auf der Straße, in satanischen Clubs und unter Drogenabhängigen. Er bereist die Welt, predigt und begeistert unzählige Menschen für Jesus. Bis ein Sturm aufzieht. Im August 2012 nimmt sein einziger Sohn sich das Leben. Demetri beginnt zu trinken und erleidet einen totalen Nervenzusammenbruch. Er landet in der Psychiatrie. Doch genau dort, als er versucht ist aufzugeben, keimt neue Hoffnung auf. In seiner Biografie erzählt Demetri Betts Geheimnisse, die nie zuvor enthüllt wurden.

Bewegende Jugend - gutes Ende.

— Buchperlentaucher
Buchperlentaucher

Demetris Biografie Teil 3. – Ein krasser Lebensabschnitt geprägt von Extremen in Punkto Erleben, Gefühle, der Stimme Gottes und Wundern

— Sunreading
Sunreading

Dies ist eine sehr authentische und teilweise schon fast unglaublich Biographie, die mich von der erste Seite an gefesselt

— leseratte69
leseratte69

Ein Krieger gegen die Ungläubigen, schlechte Einflüsse: und oft genug gegen sich selbst. Befremdlich, aber fesselnd und stets authentisch!

— TochterAlice
TochterAlice

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  • Rezension zu "Wilder Himmelskrieger" von Demetri Betts

    Wilder Himmelskrieger
    LaDragonia

    LaDragonia

    17. March 2015 um 13:18

    Zitat: „Gott hat noch einiges mit dir vor, Demetri. Deswegen wirst du auch vom Teufel angegriffen. Bisher waren das alles nur kleine Pfeile aus seinem Köcher. Er wird mit härterem Geschütz auffahren. Je stärker du wirst, desto stärkere Stürme wird er schicken, um dich fertig zu machen.“ Er bohrte mir seinen Zeigefinger in die Brust. „Aber eines versichere ich dir, Demetri: Dort im Auge des Sturms wird Gott mit dir sein.“ Zum Inhalt: In der Schwulen – und Raveszene war Demetri Betts auch als Dragqueen „Diva CoCo Brown sehr bekannt, bis er sich 1999 entschließt, seine Karriere als Dragqueen an den Nagel zu hängen. Sein neues Lebensziel, er will mit Gottes Hilfe die Szene vor dem Drogenmissbrauch retten. Er predigt genauso auf der Straße wie in satanischen Clubs, nimmt Jugendliche und Obdachlose bei sich auf und geht sogar bis nach Sao Paulo um sich für die dortigen Straßenkinder einzusetzen. Alles scheint perfekt, mit Gottes Hilfe, bis sich sein Sohn das Leben nimmt. Meine Meinung: „Wilder Himmelskrieger – Geheimnisse meines Lebens“ von Damaris Kofmehl und Demetri Betts, ist bereits der dritte Abschnitt seines Lebens, den Demetri gemeinsam mit seiner Frau nieder geschrieben hat. Zu Anfang bin ich dieses Buch mit sehr gemischten Gefühlen angegangen. Naja… jmd. Aus der Raveszene, eine Dragqueen gibt seine Karriere auf und versucht von diesem Moment an die Welt zu evangelisieren? Da treffen ja nun wirklich zwei sehr gegensätzliche Welten aufeinander, sollte man meinen. Aber ehrlich? Ich bin jetzt noch begeistert, wie „anders“ als erwartet diese Buch und vor allem Demetri in meinen Augen ist. Dieser Mann glaubt so tief und unerschütterlich dass es mich wirklich mehr als nur nachhaltig beeindruckt hat. Trotz allen Widrigkeiten und Schrecken die Demetri widerfahren, steht er doch immer wieder auf und vertraut auf Gottes schalten und walten. Vielleicht sollte jeder von uns ein klein wenig mehr wie Demetri sein, dann wäre die Welt gleich um einiges besser und friedlicher. Für mich selber steht auf jedenfall fest, das ich mir seine beiden Bücher „Tony Brown“ und „Tödliche Schuld“ auf jedenfall noch zulegen werde, so tief beeindruckt hat mich dieser Mann und sein unerschütterlicher Glaube.

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  • Vom "Niemandskind" zum Himmelskrieger

    Wilder Himmelskrieger
    Buchperlentaucher

    Buchperlentaucher

    14. March 2015 um 19:58

    Kaum zu glauben, was Kinder in ihrem Leben alles erdulden müssen. Besonders schlimm erging es Demetri Betts. Es ist die Geschichte von einem Menschen, der sich aus Verzweiflung nach dem Tod sehnte und Jahre später  zum Hoffnungsträger für viele Jugendliche wurde. Demetri Betts ist der Ehepartner der Erfolgsautorin Damaris Kofmehl. 

  • Leserunde zu "Wilder Himmelskrieger" von Demetri Betts

    Wilder Himmelskrieger
    Sonnenblume1988

    Sonnenblume1988

    Ich möchte euch ganz herzlich zu einer neuen Leserunde einladen: Der SCM Hänssler-Verlag stellt fünf Exemplare des Buches „Wilder Himmelskrieger“  von Demetri Betts und Damaris Kofmehl zur Verfügung. Vielen Dank an den Verlag für die Unterstützung der Leserunde! „In einem Gefängnis in North Carolina zur Welt gekommen, lebt Demetri Betts als Teenager lange Jahre auf der Straße, bis sich sein Leben radikal ändert. Der ehemalige Straßenjunge, Transvestit und Drogendealer steigt aus und wird Pastor. Er evangelisiert auf der Straße, in satanischen Clubs und unter Drogenabhängigen. Er bereist die Welt, predigt und begeistert unzählige Menschen für Jesus. Bis ein Sturm aufzieht. Im August 2012 nimmt sein einziger Sohn sich das Leben. Demetri beginnt zu trinken und erleidet einen totalen Nervenzusammenbruch. Er landet in der Psychiatrie. Doch genau dort, als er versucht ist aufzugeben, keimt neue Hoffnung auf. In seiner Biografie erzählt Demetri Betts Geheimnisse, die nie zuvor enthüllt wurden" Hier der Link zur Leseprobe.  Hier der Link zum Videotrailer. Bitte bewerbt euch bis zum 29. September 24 Uhr hier im Thread und beantwortet die Frage, warum euch die Biografie interessiert. Im Gewinnfall verpflichten sich die Teilnehmer der Leserunde, innerhalb von ca. vier Wochen zum Austausch in allen Abschnitten sowie zum Schreiben einer Rezension. Diese wird bitte nicht nur bei Lovelybooks, sondern auch auf einer anderen Internetseite (amazon, Verlagshomepage…) veröffentlicht. Bitte beachtet außerdem, dass es sich um eine CHRISTLICHE Leserunde handelt. Der Glaube an Gott spielt in diesem Buch eine Rolle. Ich freue mich sehr auf eure Bewerbungen. Wer ohne Verlosung mitlesen möchte, kann dies natürlich auch sehr gerne tun.

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    • 81
  • Ein Leben gleich einer Achterbahnfahrt

    Wilder Himmelskrieger
    Birgit-B

    Birgit-B

    31. October 2014 um 19:09

    Bei „Wilder Himmelkrieger“ von Demetri Betts und Damaris Kofmehl handelt es sich um einen autobiografischen Roman, den man nicht so schnell vergisst. Nach den Vorgängerbüchern, ist dies nun das dritte Werk über Demetri Betts und sein turbulentes Leben. Die Vergangenheit des ehemaligen Rave-Promoters war alles andere als einfach. 1973 kam er in einem Gefängnis in North Carolina zur Welt, als Kind wurde er von seinen Adoptiveltern misshandelt, musste gegen Obdachlosigkeit, Drogen und Depressionen kämpfen. Sehr erfolgreich, wenn auch nicht glücklich war er als schillernde Drag Queen Diva Coco Brown bis ein Ereignis sein Leben radikal verändert. Während eines Selbstmordversuches hört Demetri plötzlich Gottes Stimme, obwohl er in dieser Episode seines Lebens alles andere als gläubig ist, die ihn aufzurichten vermag und ihm neue Kraft schenkt. Von Gott begleitet versucht er nun, seinem Leben eine neue Richtung zu geben, und erlebt auf diesem mutigen Weg Erstaunliches. Ich kannte die ersten Romane über den Protagonisten noch nicht und bin sehr interessiert, aber auch relativ skeptisch an das Buch heran gegangen. Sich vom Glauben leiten zu lassen ist gut und schön, aber kann ich wirklich glauben, dass Gott mit Demetri spricht? Meine Antwort nach dem Lesen ist Jein. Es liegt wohl im Auge des Betrachters, ob man dies für bare Münze nimmt oder skeptisch bleibt und den Fokus auf andere Aspekte aus Demetris Leben legt. Und das lohnt sich auf jeden Fall, denn es viel zu staunen. Was dieser Mann alles durchstehen musste ist unglaublich und seinen grenzenlosen Optimismus, wenn es darum geht, Gutes zu tun, kann man nur bewundern. Diese Einstellung, seine unendliche Weltoffenheit und ein gewisses Maß an Verrücktheit haben ihn einige Male in Teufels Küche gebracht, aber auch dazu beigetragen, dass er die Leben unzähliger Menschen mit seinen Worten berühren konnte. Am allerspannendsten fand ich Demetri als Person. Von so einem bunten Vogel liest man selten und meine Unschlüssigkeit am Anfang hat sich bis zum Schluss in Sympathie für diesen freien Geist verwandelt. Ich bin froh, dass ich ihn durch dieses Buch kennen lernen durfte. Wer mehr über ihn erfahren möchte, der lese selbst! Kurz noch zu meiner Bewertung: Stil: Alltagssprache Charaktere: einmalig Geschichte: teilweise „unfassbar“, aber sehr spannend Nicht ganz perfekt, aber sehr lesenswert!   Ich empfehle das Werk auch für Menschen, die im Glauben nicht ganz standfest sind. Auch wenn ihr Zweifel an den Geschehnissen und vielleicht an der Thematik überhaupt habt (wie ich), probiert es einfach aus! Vielleicht seid ihr fasziniert, wie ich.

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  • Eher Science-Fiction als Biografie

    Wilder Himmelskrieger
    lilja1986

    lilja1986

    31. October 2014 um 17:14

    Demetri Betts hat ein bewegtes Leben. Er kommt in einem Gefängnis zur Welt, hat lange keinen Kontakt zu seiner Familie und lebt schon als Teenager auf der Straße. Später wird er drogenabhängig und dealt sogar selbst. Auf dem Höhepunkt seiner Karriere als Dragqueen steigt er aus und begibt sein Leben in die Hände Gottes. Er predigt vor Allem vor denen, die längst verloren scheinen und erlebt unzählige Überraschungen. Als Dragqueen Diva Coco Brown ist Demetri Betts mehr als erfolgreich, die Welt scheint ihm zu Füßen zu liegen. Seine Vergangenheit, die in einem Gefängnis begann und auf der Straße weiterging scheint hier keinen zu interessieren. Demetri ist drogenabhängig und zeitweise dealt er auch selbst. Aber die Leute lieben ihn. Trotzdem fehlt ihm etwas, von einem Tag auf den anderen fängt eine Stimme an, mit ihm zu reden und Demetri ist sich sicher: Gott spricht zu ihm. Er fühlt sich berufen, gibt seine Karriere auf und macht einen kalten Entzug. Sein ganzes Leben legt er nun in Gottes Hände, der immer zu wissen scheint, was er zu tun hat. Demetri leidet, er wird schlecht behandelt und ausgegrenzt und immer ist er sich sicher, dass Gott einen Plan mit ihm hat und er diesem folgen muss und so kommt er doch immer wieder auf die Beine. Leider gibt es auch weiterhin dunkle Zeiten in seinem Leben und eine weitere Stimme, die er als den Teufel identifiziert, versucht, ihn zu negativen Handlungen zu verführen – was ihm auch manchmal gelingt. Als er mit einer christlichen Band – er tanzt und singt – auf Tour geht, lernt er in Brasilien einige Straßenkinder kennen sowie Damaris, die sich dort für diese engagiert. Die beiden beschließen, zusammen zu arbeiten, sehen sich allerdings erst viel später wieder, als Damaris Demetri zu Hause besucht, weil sie ein Buch über ihn schreiben will. Sie bleibt drei Wochen, am Ende dieser Zeit heiraten sie. Gott hat sie füreinander ausgewählt, da sind sie beide sicher. Es scheint, als sei das Glück kaum zu trüben aber Thomas, ein Junge, um den Demetri sich lange gekümmert hat und den er als seinen Sohn bezeichnet, nimmt sich das Leben und Demetri wird völlig aus der Bahn geworfen. Er wird depressiv, er fängt an zu trinken und muss sogar für eine gewisse Zeit in psychiatrische Behandlung. Er versteht die Welt nicht mehr aber mit der Zeit wird ihm bewusst, dass auch dies nur eine Prüfung ist, die Gott für ihn vorgesehen hat. Mich hat die Geschichte von Demetri Betts unglaublich interessiert, was ich jedoch nicht wusste ist, dass dieses Buch bereits das dritte ist, das Damaris Kofmehl über ihn veröffentlicht hat, ich erfuhr also nichts über die Kindheit und Jugend von Demetri. Nichtsdestotrotz habe ich mich auf die Biografie gefreut, wie jemand von der Dragqueen zum Prediger wird, das ist ja eine eher ungewöhnliche Karriere. Allerdings war relativ schnell klar, dass ich die ganze Geschichte doch nicht so ernst nehmen kann. Die „Stimmen“, die Demetri hört und die er als Gott und den Teufel interpretiert, sind meiner Meinung nach Halluzinationen, Demetri ist völlig fremdbestimmt von ihnen und scheint keinen einzigen Schritt nach seinem eigenen Willen tun zu können. Natürlich passieren ihm Dinge, die nicht so einfach zu erklären sind, aber vielleicht redet er sich in seinem Zustand auch vieles nur schön. Ich bin mir sicher, dass es Dinge gibt, die man so einfach nicht erklären kann und sicher gibt es auch Menschen, die einer „Stimme“ (eher wahrscheinlich einem Gefühl) folgen und dann Glück damit haben. Vielleicht sieht im Rückblick auch ein Weg aus, als sei er „vorbestimmt“ gewesen, aber in diesem Fall, in dem Gott auch dafür sorgt, dass Demetri ein Auto geschenkt bekommt und so weiter zweifle ich doch sehr am Wahrheitsgehalt dieser Geschichte. Mir würde noch viel mehr zu diesem Thema einfallen, das geht aber dann über das Buch hinaus und gehört nicht an diese Stelle. Ich bin jedenfalls enttäuscht, weil ich eine authentische Biografie erwartet habe und keinen Science-Fiction-Roman.

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  • Teil 3 einer Biografie voller Extreme

    Wilder Himmelskrieger
    Sunreading

    Sunreading

    28. October 2014 um 22:05

    „Dass sie vorhatte, ein Buch über mich zu schreiben, war mir egal. Wenn Gott das so für mich arrangierte, war es für mich okay. Mein Leben war in seinen Händen. Es war seine Geschichte, nicht meine.“ (S.233) Demetri Betts, geboren als Tony Brown ist erwachsen geworden. Seine Kindheit und Jugend hat er hinter sich gelassen, genauso wie die Straße. Als singende Dragqueen und Drogendealer (selbst abhängig) ist er tief in der Szene, als Gottes Stimme zu ihm spricht und ihn aus seinem bisherigen so-Sein herausreißt. Von einer Sekunde auf die andere ändert Demetri sein Verhalten und sein Umfeld, wird clean und avanciert schließlich zum Pastor. Sein Herz gehört dabei vor allem den Außenseitern. Abhängigen, Prostituierten, Straßenkindern und Verstoßenen. Bei ihm können alle Unterschlupf und Hilfe finden, die von der übrigen Außenwelt eher abgelehnt werden. Mit der Zeit gesellt sich zu Gottes Stimme, auch die des Teufels. Beide hört er in sich sehr deutlich und imperativ. Auf seinem Weg, Gott zu dienen, muss er sich immer wieder entscheidenden Widerständen stellen. Aber viele Wunder ebnen ihm den Weg. Er findet die Frau seines Lebens. Doch dann stirbt sein angenommener Sohn und seine Gesundheit lässt spürbar nach … „Gott hatte mir schon vieles beigebracht, seitdem ich mit ihm unterwegs war. Aber wenn es etwas gab, das er mich in Bethel gelehrt hatte, dann war es, wie ich im Glauben kämpfen sollte. Er hatte mir gezeigt, wie man wirklich kämpft, nicht mit den Fäusten – sondern mit gefalteten Händen.“ (S.110) Eine kleine Anmerkung vorab: Bevor ich mich inhaltlich zum Buch äußere, möchte ich gerne eine persönliche, ehrliche Kritik zum Covertext abgeben. Die Einleitung „Demetri Betts komm in einem Gefängnis in North Caroline zur Welt. Keine guten Startbedingungen. Als Teenager lebt er auf der Straße, bis sich sein Leben radikal ändert. …“ hat in mir ganz klar die Erwartung geschürt, genau hierüber etwas in dem Buch zu erfahren. Und das hätte mich auch sehr interessiert! Leider habe ich erst, als ich das Buch in Händen hatte, durch das Vorwort erfahren, dass diese Lebenspassagen bereits in zwei anderen Biografien behandelt wurden und hier gar keinen Anteil mehr haben. Diesen Hinweis hätte ich definitiv gerne schon vorab auf dem Cover gesehen. Dann wäre ich weniger enttäuscht gewesen und hätte mir die zwei Vorgänger gleich passend dazunehmen können. Meine Meinung zum Buch: Je tiefer in Demetris Geschichte eingetaucht bin, desto schwerer wurde es mir, ein inneres „Urteil“ zu  bilden. Dafür war das Gelesene viel zu extrem und krass – und für deutsche Mentalität oftmals auch einfach zu „anders“. Ich versuchte also zunehmend, Demetris Lebensabschnitt möglichst wenig bewertend zu begegnen und alles, was ich las, auch für möglich zu halten. Oftmals ist es mir geglückt, manchmal aber auch gar nicht. An diesen Stellen war „unglaublich“ für mich buchstäblich gemeint. Der Schreibstil von Damaris Kofmehl ist wirklich toll. Genau auf ihren Ehemann abgestimmt, klar und absolut authentisch. Die Kapitel haben eine angenehme Länge und durch die vielen eingebrachten Gespräche in wörtlicher Rede liest sich Demetris Geschichte wie eine spannende Romanbiografie. Die tolle Fotosession in der Buchmitte war ebenfalls genial und sehr hilfreich. Demetri scheint ein Jungbrunnen-Gen zu besitzen ;) Als Mensch habe ich ihn während des Lesens wahrgenommen als sehr warmherzig, großzügig und stets bereit, sich für das, woran er glaubt, vollkommen einzusetzen. Chapeau! Gleichzeitig habe ich ihn aber auch wahrgenommen als jemanden, bei dem scheinbar alles nur in ausgeprägten Extremen geht. Es geht ihm extrem gut oder extrem schlecht. Die Menschen sind entweder extrem für oder gegen ihn. Auch die Anzahl der erlebten Wunder scheint sich bei ihm so eng aneinanderzureihen, wie bei einer Perlenkette, die ohne Knoten auskommt. Zuerst hört er die Stimme Gottes, dann die des Teufels (beide befehlend wie warnend), sieht zudem Dämonenhaftes, Engel und eine Schlange – für Christen ziemlich heftige „Persönlichkeiten“. Auch wenn er sich für die Menschen in seinem Umfeld nahezu vollends aufopferte, kam ich nicht umhin, ihn – je länger ich las – als extrem fremdgesteuert und passiv (im Sinne von immer nur reagieren, nicht agieren) wahrzunehmen. Gott gab ihm eine Eingebung, einen Satz, ein Gefühl, einen Eindruck und genau danach wurde gehandelt. „Gott/Jesus, gebrauch mich“, dürfte wohl einer der häufigsten Aussprüche im Buch sein – gefolgt von bedingungslosem Gehorsam: Zitat: Ich war mit dem orangefarbenen Van vom „Land“ unterwegs nach Hause. Ich dachte an nichts Besonderes, als plötzlich Gottes Geist das Innere des Wagens ausfüllte. Seine Präsenz war überwältigend und so greifbar, als würde sie in der Luft schwimmen und als könnte ich sie mit den bloßen Händen verschieben … „Sie (Damaris) ist deine Frau“, hörte ich Gottes Stimme klar und deutlich. Es lief mir heiß den Rücken hinunter … Ich weinte, erfüllt vom heiligen Geist und völlig durcheinander von dem, was er mir soeben gesagt hatte. Ich sollte eine Frau heiraten, die gerade mal eineinhalb Wochen kannte? Eine Frau, über die ich rein gar nichts wusste, außer dass sie Bücher schrieb und in Sao Paulo unter Straßenkindern arbeitete? … Seine Anordnung war unumstößlich. Wenn Gott spricht, dann spricht er. Und ich wollte unbedingt tun, was er für mich vorgesehen hatte.“ (S.237) Die beiden haben tatsächlich kurz darauf eine Blitzhochzeit hingelegt. Zuerst sogar ohne die Liebe zwischen Mann und Frau. Krass. Schön, dass sie dann so glücklich miteinander geworden sind und so viel Gutes vor allem in Brasilien tun konnten. Aus rein menschlicher Sicht kam ich während des Lesens jedoch nicht umhin, mich zu fragen, ob neben den vielen göttlichen Dingen in seinem Leben und Inneren nicht auch die eine oder andere psychische / wahnhafte „Störung“ mit hineinspielte. Ich dachte an Worte wie manisch-depressiv und Halluzinationen. Ich habe selbst schon das eine oder andere schöne Lebenswunder erleben dürfen und bin auch sehr dankbar dafür. Bei Demetri bin ich dann persönlich aber ausgestiegen, als mir biografisch „verkauft“ werden sollte, Gott habe ihn von Aids geheilt. Für meinen Rückzug gesorgt hat die Tatsache, dass es niemals eine ärztliche Diagnose für Aids gegeben hatte. Das Vorhandensein dieser Krankheit wurde ihm einzig von der Stimme des Teufels mitgeteilt … In diesem Fall hätte ich es ja gerne noch als Wunder durchgehen lassen, dass er nach ungeschütztem Geschlechtsverkehr mit einem Aidskranken nicht infiziert wurde, aber ohne Krankheitsdiagnose ein Heilungswunder zu publizieren, geht mir wirklich zu weit. Was letzten Endes tatsächlich hinter all seinen Gottes- Teufels- und Wunderbegegnungen steckt – wer weiß das schon?! Aber es hat ihm sein Überleben gesichert. Bis heute. Und das zählt. Das verdient Achtung. Es kann auch sein, dass sehr bekannte Sätze wie „Jedem geschieht nach seinem Glauben“ oder „Das Gesetz der Anziehung“ in Demetri eine Extremform der Bewahrheitung finden. Was ich wiederum faszinierend fände. Letztlich gebe ich dieser Biografie 5 Sterne. Weil es die krasseste Biografie war, die ich jemals gelesen habe. Weil mir der Schreibstil und die Präsentation sehr gut gefallen haben und weil ich denke, wenn dieses Buch noch viele Menschen lesen und kaufen, werden Damaris und Demetri einen Teil des Erlöses mit Sicherheit dort einsetzen, wo es geschundene Kinder- und Jugendherzen ein bisschen glücklicher machen kann :) (Danke dafür!) Teil 1: Tony Brown: Leben verboten, Sterben auch (Juni 2004) Teil 2: Tödliche Schuld (Juni 2005) Wer diese lange Rezension durchgelesen hat, verdient einen Orden ;)

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  • Sehr authentische Biographie

    Wilder Himmelskrieger
    leseratte69

    leseratte69

    Klappentext In einem Gefängnis in North Carolina zur Welt gekommen, lebt Demetri Betts als Teenager lange Jahre auf der Straße, bis sich sein Leben radikal ändert. Der ehemalige Straßenjunge, Transvestit und Drogendealer steigt aus und wird Pastor. Er evangelisiert auf der Straße, in satanischen Clubs und unter Drogenabhängigen. Er bereist die Welt, predigt und begeistert unzählige Menschen für Jesus. Bis ein Sturm aufzieht. Im August 2012 nimmt sein einziger Sohn sich das Leben. Demetri beginnt zu trinken und erleidet einen totalen Nervenzusammenbruch. Er landet in der Psychiatrie. Doch genau dort, als er versucht ist aufzugeben, keimt neue Hoffnung auf. In seiner Biografie erzählt Demetri Betts Geheimnisse, die nie zuvor enthüllt wurden. Meine Meinung Die Story Demetri Betts, der selber in ärmlichsten Verhältnissen geboren wurde, schildert hier Einblicke in sein Leben, die den Leser in Erstaunen und und teilweise in Fassungslosigkeit versetzen. Im Gefängnis geboren, von seinen Pflegeeltern Misshandelt, gerät er selber immer wieder auf die schiefe Bahn. Er verdient sich sein Geld als Drogendealer und tingelt Jahrelang als Dragqueen durch Nacht Clubs. Dabei gerät er selber mehr als einmal wegen seiner Drogen und Alkoholsucht in Lebensgefahr und versucht sich auch mehr als einmal das Leben zu nehmen. Doch das Unglaubliche geschieht. Denn Gott scheint andere Pläne für ihn vorgesehen zu haben. Immer wieder bekommt er regelrechte Anweisungen von Gott, was er machen soll. Das führt dazu das er sich für die Armen und hoffnungslos verlorenen Fälle einsetzt. Er hilft Straßenkindern in Brasilien, Drogensüchtigen und versucht Gottes Worte an die Unmöglichsten Orte, wie zum Beispiel satanische Clubs und Rave Veranstaltungen zu bringen. Dabei gerät er aber selber immer wieder in die Fänge des Teufels, indem er dem Alkohol verfällt. Erst als er seiner Frau Damaris Kofmehrl begegnet, scheint das Glück perfekt zu sein........................ Der Schreibstil Da das Buch unter anderem von Damaris Kofmehl geschrieben wurde,deren Schreibstil ich schon öfters bewundert habe, war ich auch hier wieder von dem Schreibstil begeistert. Das Buch ist leicht und flüssig zu lesen. Sie bringt die Gefühle ihres Mannes und von sich selber, wunderbar rüber. Ich saß manches mal völlig fassungslos vor der Lektüre, weil ich das gelesene einfach nicht fassen konnte.Die Geschichte hat mich berührt, fasziniert und inspiriert. Genauso sollte es sein. Die Charaktere Demetri Betts ist eine starke Persönlichkeit vor der ich meinen Hut ziehe. Niemals hat er sich unterkriegen lassen, auch wenn er manches mal glaubte, vor dem AUS zu stehen. Doch er ist immer wieder aufgestanden und hat durch seinen starken Glauben und seine eigene, teilweise schreckliche Vergangenheit, vielen Menschen geholfen den richtigen Weg zu finden. Mein Fazit Dies ist eine sehr authentische und teilweise schon fast unglaublich Biographie, die mich von der erste Seite an gefesselt hat. Auch wenn ich mache Geschehnisse als fast unglaublich ansehe, hat mich dieses Buch berührt und gleichzeitig fasziniert. Ich vergebe hier fünf von fünf Sternen.

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    • 3
    leseratte69

    leseratte69

    15. October 2014 um 15:25
  • Ein Kämpfer gegen den Unglauben, das Verderben - und nicht zuletzt gegen sich selbst!

    Wilder Himmelskrieger
    TochterAlice

    TochterAlice

    11. October 2014 um 14:18

    Das ist Demetri Betts aus den Staaten, ein strammer, gleichwohl mehr als unkonventioneller Christ, den Gottes Ruf nach Europa verschlagen hat - man könnte auch sagen, die Liebe, aber die kam erst später. Demetri Betts kommt aus denkbar einfachen Verhältnis, hatte eine Kindheit, der man, wenn man sie als "schwer" beschreibt, nur ansatzweise gerecht wird: und doch fand er zu Gott. Hier beschreibt er sein Erwachsenenleben, sein Näherrücken an den Glauben, die Abkehr von Drogen und allem Schädlichen, seinen Einsatz, seinen Kampf für Gott, für das Christentum, das Gute im Menschen. Demetri Betts ist ein extremer Typ, der als Drag Queen brillierte, jahrelang Drogen nahm, andere Wertvorstellungen als viele andere hatte - genauso unkonventionell, oft auch naiv ist sein Bild von und sein Einsatz für Gott. Und er zögert nicht, vielen, vielen Menschen rund um die Welt zu helfen, egal, wie tief sie gerade stehen - ein durchaus bewundernswerter Ansatz. Er erzählt, wie ihm der Schnabel gewachsen ist, was oft befremdlich und irritierend ist, trotzdem jedoch authentisch erscheint - er versucht trotz seiner Umkehr nicht, ein anderer zu werden. Gottes Ruf ereilt Demetri ganz schön häufig - das war das Erste, was mir auffiel - und er verkündet seine Botschaft überall laut und nicht gerade unaufdringlich. Nicht gerade mein Stil, aber deswegen nicht schlecht und es passt zum Motto meiner rheinischen Heimatstadt Köln: Jeder Jeck ist anders! Genau so soll es sein und deswegen habe ich dieses Buch wirklich gern gelesen, auch wenn ich oft doch sehr erstaunt war. Demetri Betts' Ehefrau, die Autorin Damaris Kofmehl, schreibt wirklich eindringlich und packend, was es dem Leser leicht macht, am Ball zu bleiben. Ein Buch über einen Krieger gegen die Ungläubigen, gegen schlechte Einflüsse: und oft genug auch gegen sich selbst. Befremdlich, irritierend, aber fesselnd - lohnenswert, wenn man mit offenen Augen durchs Leben geht.

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