Dschingis Khan kennt irgendwie jeder als Persönlichkeit, die es schaffte, die Stämme der Mongolei zu vereinen. Nach seinem Tod hielt diese Einigkeit eine Weile, bis das Reich wieder auseinanderfiel. Typisch Mensch eben. Interessanterweise weichen die Daten aus der Graphic Novel von denen des deutschen Wikipedia-Artikels ab, wobei ich in diesem Fall der Graphic Novel glauben schenke, da die Fakten von Marie Favereau stammen, die ihres Zeichens Spezialistin für das Mongolische Reich und die Tataren ist.
Der für das Szenario zuständige Denis-Pierre Filippi hat sich für die Erzählung etwas besonderes ausgedacht. So schaut er zum einen auf das Leben des Mannes Temüdjin, bevor er zum Dschingis Khan erhoben wurde. Die Schlachten und die Eroberungen des Khan spielen hier weniger eine Rolle. Zum anderen wählt er Chang Chun zum Erzähler, der seinem Novizen von der Entwicklung Khans erzählt. Tatsächlich traf dieser Meister des Taoismus auf den Herrscher, wobei dieses Treffen niedergeschrieben wurde, weshalb es bis in die heutige Zeit überliefert wurde.
Das war ein in meinen Augen geschickter Schachzug, denn so kann der Erzähler immer wieder in der Zeit springen, ohne dass es unangenehm auffällt. Vielmehr noch schaffen es die Autoren damit, dass ein derartig ereignisreiches Leben auf 64 Seiten passt, ohne dass ich als Leser am Ende der Geschichte den Eindruck habe, als würde etwas vergessen worden sein.














