Denis Diderot Die Nonne

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Inhaltsangabe zu „Die Nonne“ von Denis Diderot

Der französische Schriftsteller, Philosoph und Initiator der Enzyklopädie Denis Diderot (1713-1784) ist eine zentrale Gestalt der europäischen Aufklärung. Sein postum 1796 in Frankreich veröffentlichter kirchenkritischer Roman wurde vor allem vom katholischen Klerus entschieden bekämpft: Ohne Mitgift und darum ohne Aussicht auf einen Ehemann wird die junge Suzanne Simonin von ihren Eltern gezwungen, den Schleier zu nehmen. In mehreren Klostern hintereinander muss sich die junge Frau gegen intrigante, sadistische und sexuell aggressive Oberinnen zur Wehr setzen. Auch ein Versuch, vor Gericht die Freiheit zu erlangen, scheitert, bis ihr schließlich doch noch mit Hilfe eines jungen Geistlichen die Flucht gelingt. (Quelle:'Flexibler Einband/01.09.2014')

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  • Rezension zu "Die Nonne" von Denis Diderot

    Die Nonne
    Lax

    Lax

    18. November 2010 um 18:52

    „Die Nonne“ ein Buch, das im achtzehnten Jahrhundert der Aufklärung diente und für einen Skandal gesorgt hat, ist heutzutage einfach nur noch ein leidlich interessant geschriebenes Buch. Denis Diderots (1713-1784) Lebenswerk ist eine Enzyklopädie der Wissenschaften, Künste und Gewerbe in achtundzwanzig Bänden, die er zusammen mit Jean d´Alembert als Herausgeber veröffentlichte. Im Vorwort des Buches heißt es: „Das Zeitalter der Religion und der Philosophie ist dem Jahrhundert der Wissenschaften gewichen.“ In seinem Buch „Die Nonne“ wird die Geschichte von Marie-Suzanne Simonin erzählt. In Briefform berichtet sie, wie sie als sechzehnjähriges Mädchen dazu gezwungen wird, in ein Nonnenkloster zu gehen. „...für mich ist das Kloster sogar noch tausendmal schrecklicher als ein für Verbrecher bestimmtes Gefängnis.“ Das Mädchen muss die furchtbarsten Strafen auf sich nehmen, Hungerleiden, Kasteiungen, Ausschluss aus der Gemeinschaft, weil sie sich nicht zu dem Stand einer Nonne berufen fühlt, gegen die strengen Klosterregeln rebelliert und die Bigotterie, des christlichen Glaubens anprangert. „Ich fand es recht sonderbar, dass die gleiche Sache von Gott oder vom Teufel stammen sollte, ganz wie es ihnen passte.“ Doch nicht nur sadistischer Quälerei ist das Mädchen ausgesetzt, auch gegen machen Avancen anderer Schwestern muss sich das unschuldige und bildhübsche Mädchen wehren. In dem Buch schildert Diderot – er war selber gegen seinen Willen im Kloster -, den Kampf des Mädchens gegen die Kirche in einem beständigen auf- und ab der Gefühle und der äußeren Umstände. Das Mädchen wird mal von der einen Klostervorsteherin geliebt, dann von der anderen gehasst. An einem Tag bewundert, am anderen Tag gemieden. Etwas was sich in verschiedenen Klostern mehrfach wiederholt. Hier wäre ein bisschen weniger, mehr gewesen. Auch stellt Diderot das Mädchen, als etwas ganz besonderes dar, „an geistigen und körperlichen Vorzügen, an Charakter und Begabung überlegen“, vermutlich um die Verdorbenheit der damaligen Kirche besonders grausam darzustellen, doch wirkt es heute arg übertrieben. Mit diesem Buch ist Diderot vor mehr als zweihundert Jahren ein wichtiges Buch gelungen, welches die Zustände der damaligen Klöster beschreibt und mit seiner groben und freizügigen Schilderung einen notwendigen Skandal auslöste und die Kirche allgemein in Frage stellte. „Sind denn die Klöster so wichtig für die Verfassung eines Staates?“

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  • Rezension zu "Die Nonne" von Denis Diderot

    Die Nonne
    Molks

    Molks

    29. August 2010 um 19:42

    Ein Klassiker der Weltliteratur über eine junge Frau, die von ihren Eltern dazu getrieben wird in ein Kloster einzutreten. Sie kann sich mit ihrem Dasein als Nonne allerdings nicht abfinden und es kommt erschwerend hinzu, dass ihr das Leben durch ihre Mitmenschen wahrlich zu Hölle gemacht wird.