Denis Johnson Der Name der Welt

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Inhaltsangabe zu „Der Name der Welt“ von Denis Johnson

Mike Reed, Assistenzprofessor für Geschichte an einer Universität im amerikanischen Mittelwesten, trifft auf einer Party eine beschwipste Schönheit: Kunststudentin, rothaarig, in einem blauen Samtkleid. Er nimmt sie kaum wahr; vier Jahre zuvor hat er seine Frau und seine Tochter bei einem Verkehrsunfall verloren, noch immer fühlt er sich im dunklen, ausweglosen Tunnel seiner Trauer gefangen. Einige Zeit später begegnet er der Studentin wieder: Bei einer gewagten Performance im Kunstseminar kommt er zu spät, muss unmittelbar vor der Bühne Platz nehmen und starrt der nackten Rothaarigen, die sich dort produziert, direkt zwischen die Beine. Zutiefst verstört spürt er ihr fortan nach, sieht sie als Nackttänzerin in einer Bar und dann als stimmgewaltige Sängerin beim Gottesdienst einer ländlichen Sekte, der Frieslander. Und wie so oft bei Johnson laufen zwei unvereinbare Existenzen auf einen Moment der Begegnung zu, der an eine Epiphanie grenzt, mit dunklen Untertönen von Verdammnis und Erlösung ...

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  • Rezension zu "Der Name der Welt" von Denis Johnson

    Der Name der Welt

    Wolkenatlas

    02. September 2008 um 14:45

    Denis Johnsons vom Umfang her kleiner Roman, "Der Name der Welt", hat bei mir einen leider ziemlich zwiespältigen Eindruck hinterlassen. Ein Professor, der unter dem Verlust seiner Frau und seiner Tochter leidend (wobei sein Leiden nur erwähnt wird, fühlen konnte ich es nicht), durch ständige Begegnungen mit einer mysteriösen Frau (die Studentin, Performance-Künstlerin, Cellistin, Kirchensängerin, Stripperin, Kellnerin und natürlich rothaarig ist!) unter jeweils anderen Bedigungen sein Leiden vergisst (?), zu sich selbst findet. Könnte eigentlich ein wirklich guter Roman werden. Wurde er aber nicht (ist das vielleicht der Grund, wieso Rowohlt erst 7 Jahre nach Veröffentlichung im Original die deutsche Übersetzung herausbrachte?), leider. Denis Johnson zeichnet seine Figuren so, dass man zu ihnen keinen wirklichen Zugang findet, weder positiv, noch negativ. Auch die Nebenhandlung an der Universität, sowie die Beschreibung des Todes von Frau und Tochter sind eigentlich so oberflächlich, dass kaum etwas hängenbleibt. Gut, Einwand: das könnte jetzt das Prinzip dieser Erzählstruktur sein, alles unterbelichten statt überhaupt belichten. Funktioniert aber auch nicht, da viele Handlungen einfach passieren, ohne dass die irgendeine Auswirkung auf die eigentliche Sache hätten. Man trifft sich, ja, gut: und weiter ? Dann auch noch der Schluß, wo auch noch schnell der (Irak?) Krieg herhalten muß? Ich hatte das Gefühl, Denis Johnson wollte auf zu wenig Seiten viel zu viel (wenn ich so überlege, was in den ca. 140 Seiten alles vorkommt...), da bleibt dann nicht viel Platz für eine präzise Zeichnung der Figuren. Andererseits, vielleicht hatte ich mir (nach den tollen Büchern "Schon Tot" und "Engel") einfach zu viel von diesem Roman erhofft? Wieso ich dann doch 3 Punkte vergebe? Weil einiges dann für sich ja doch ganz gut ist, das Buch findet nur zu keiner geschlossenen Form, was bei 140 Seiten dann auffälliger ist, als bei 700...

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  • Rezension zu "Der Name der Welt" von Denis Johnson

    Der Name der Welt

    Beagle

    17. June 2008 um 09:22

    Die Geschichte eines Lehrers, der sich in eine Studentin verliebt - nicht neu, aber von Johnson sprachlich hochwertig verpackt mit der nötigen Tragik

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