Denis Marquet

 3.6 Sterne bei 72 Bewertungen
Autor von Der Zorn, Tödliche Ewigkeit und weiteren Büchern.

Alle Bücher von Denis Marquet

Der Zorn

Der Zorn

 (67)
Erschienen am 12.08.2008
Tödliche Ewigkeit

Tödliche Ewigkeit

 (5)
Erschienen am 11.10.2011

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gorgophols avatar

Rezension zu "Der Zorn" von Denis Marquet

Verschenkt ...
gorgopholvor 4 Jahren

Das Genre der Ökothriller ist aktueller denn je und kann auch gut und Buchform vermarktet werden, wie Frank Schätzing gezeigt hat. "Der Zorn" fällt nicht in diese Kategorie. Zorn kam tatsächlich auf, über all die verschenkten Stunden, in denen ich dieses Buch gelesen habe ... 

Es ist mir völlig unbegreiflich, wie man eine so gute Idee, so stümperhaft umsetzen kann. Der Autor versinkt in seiner "Alles ist eins" Vorstellung und zwar so tief, dass er sowohl die Spannung, als auch die Möglichkeit seine Sichtweise verständlich zu machen. Ich bin ja bereit, mich auf nicht alltägliche oder vorherrschende Meinungen einzulassen, aber dann muss man mich auch abholen und mitnehmen. "Friss oder stirb" funktioniert weder in der realen noch in der fiktionalen Welt. 

Der Schreibstil tut sein übriges. Langatmige Schilderungen immer gleicher Szenen aus verschiedenen Personenblickwinkeln wechseln sich mit endlos anmutenden inneren Dialogen auf der Suche nach dem "wirklichen Ich", das im Einklang mit der Erde ist, ab... Kurz gesagt, es ist sterbenslangweilig... 

Und wenn dann mal so etwas wie wissenschaftliche "Fakten" präsentiert werden (also Schlussfolgerungen der Wissenschaftler im Buch), dann kriegt man sie einfach so hingekotzt, praktisch aus dem Nichts, auch wenn sich rausstellt, dass die Person diesen Gedankengang oder die Erklärungsversuche über einen längeren Zeitraum entwickelt hat ... 

Man konnte es einigermaßen flüssig lesen und immerhin gab es die ein oder andere etwas bessere Stelle, dafür der zweite Stern. 

Ansonsten mein Rat: FInger weg ... 

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Rezension zu "Der Zorn" von Denis Marquet

Der Zorn
Ein LovelyBooks-Nutzervor 4 Jahren

Klappentext:
Die Angst geht um. Erst brechen in einer kleinen amerikanischen Stadt Menschen auf offener Straße zusammen und sterben in Minuten an einem tödlichen Virus, dann häufen sich die Schreckensmeldungen aus aller Welt: Hunde zerfleischen ihre Besitzer. Schwimmer verschwinden im Ozean. An den Bäumen wächst giftiges Obst. Springfluten, Wirbelstürme und Erdbeben häufen sich in ein erschreckendes Ausmaß. Umweltkatastrophe oder ein heimtückischer Schlag mit biologischen Waffen?

Regierung und Wissenschaftler stehen vor einem Rätsel. Nur zwei Menschen wissen, was wirklich passiert …

Der Tag an dem die Erde sich erhebt. Ein haarsträubender Thriller, dessen apokalyptische Vision wie eine letzte Warnung klingt.

So interessant sich der Klappentext auch liest, das Buch war eher mittelmäßig und ich würde es weder weiterempfehlen noch ein zweites Mal lesen wollen. Ich hatte mir, ehrlich gesagt, mehr davon versprochen

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darkchyldes avatar

Rezension zu "Der Zorn" von Denis Marquet

Der Zorn - oder: Wie man sich konsequent zur Apokalypse schwafelt
darkchyldevor 4 Jahren

Denis Marquet, Philosophieprofessor aus Lyon, veröffentlichte 2004 seinen Debütroman „Der Zorn“, der es bis an die Spitze der französischen Bestsellerliste schaffte. Nachdem ich mich durch die fast 600 Seiten hindurchgequält habe, muss ich mich ernsthaft fragen, wie das mit der Bestsellerliste überhaupt hat passieren können.

Worum es geht:

Amerika. Menschen fallen ohne Vorwarnung Blut spuckend tot zu Boden, brave Hunde beißen ihren Herrchen und Frauchen die Kehlen durch, Seuchen radieren in wenigen Stunden ganze Städte aus, das Obst an den Bäumen ist giftig, heftige Erdbeben erschüttern den Kontinent. Nachdem das mit der von der Regierung geplanten Vertuschungstaktik nicht so ganz funktioniert, rekrutiert man schnell ein paar Biologen, Geologen und andere Wissenschaftler, damit die sich überlegen, was genau schief läuft mit der Welt. Man ist zunächst kollektiv ratlos, der Biologe Thomas ist zudem abgelenkt von der Sorge um seine Gattin Mary, die als Anthropologin irgendwo im südamerikanischen Dschungel weilt. Sie ist allerdings die einzige, die wirklich weiß, was vor sich geht: die Erde hat keinen Bock mehr, sich länger von den Menschen ausbeuten, verschmutzen und kontrollieren zu lassen und entschließt: das Krebsgeschwür Mensch muss weg!

Die Ausgangsidee fand ich eigentlich gar nicht mal so blöd. Ich hätte mir das Buch wohl erst gar nicht gekauft, wenn es anders wäre. Die Umsetzung des Ganzen ist allerdings gründlich misslungen. Ein absolut öder Schreibstil, wenig Handlung, viel (esoterisches) Geschwafel und dazwischen unendlich viele Beispiele davon, was seltsames oder fürchterliches auf der Welt passiert. Unzählige neue Protagonisten werden eingeführt, die am Ende des Kapitels gleich wieder wegsterben und die eigentlichen Hauptcharaktere bleiben blass und nichtssagend. So wird aus einem Ökothriller einfach eine billige und vor allem langweilige Version von Adam und Eva. Das ist bedauerlich, denn vom Grundgedanken her wäre da sicherlich mehr drin gewesen.

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