Denis Thériault Siebzehn Silben Ewigkeit

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Inhaltsangabe zu „Siebzehn Silben Ewigkeit“ von Denis Thériault

Eine Liebeserklärung an das Briefeschreiben Bilodo, ein junger Postbote aus Montreal mit einer Vorliebe für Kalligrafie, geht seinem Beruf voller Leidenschaft nach: Heimlich öffnet er abends über Wasserdampf handgeschriebene Briefe. Dabei stößt er eines Tages auf die ungewöhnliche Korrespondenz zwischen Professor Grandpré und Ségolène, die sich Haikus schicken. Bilodo verliebt sich in Ségolène. Als Grandpré bei einem Unfall ums Leben kommt, ersinnt Bilodo einen waghalsigen Plan: Er will in die Identität des Professors schlüpfen ? und lernen, wie man mit siebzehn Silben die Ewigkeit einfängt.

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  • Eine poetische Geschichte

    Siebzehn Silben Ewigkeit
    Becky_Bloomwood

    Becky_Bloomwood

    09. February 2017 um 19:18

    Angelockt durch die Inhaltsangabe, in der ein Postbote heimlich Briefe öffnet und sich in eine Gedichteschreibende Frau verliebt, habe ich Siebzehn Silben Ewigkeit von Denis Thériault gelesen. Das Büchlein ist mit seinen gut 150 Seiten nicht wirklich dick, erzählt aber auf diesen wenigen Seiten eine poetische Liebesgeschichte - eine Liebe, die allein durch das Briefeschreiben, genauer durch das Schreiben von Haikus (einer japanischen Gedichtform), entsteht. Dazu wartet sie mit einem unerwarteten Ende auf und überraschte mich in dem Moment, als ich dachte, ich würde wissen, wie das Ganze ausgeht. So soll es sein! :) Ein schönes kleines Buch - nicht nur für Menschen, die sich für Poesie begeistern können.

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  • Ein wunderschönes Buch

    Siebzehn Silben Ewigkeit
    Zinu

    Zinu

    09. December 2015 um 00:51

    Klappentext «Es war eine grossartige, originelle, derart geniale und gewagte Idee, dass Bilodo erschrak… Doch er wusste: Er hatte keine andere Wahl.» Bilodo, ein junger Briefträger aus Montreal, geht seinem Beruf scheinbar zuverlässig nach. Niemand ahnt, dass er nach Dienstschluss einem geheimen Laster frönt: Er öffnet handgeschriebene Briefe und träumt sich in das Leben fremder Menschen. Dass er sich dabei in die Brieffreundin eines Mannes aus seinem Zustellbezirk verliebt, war nicht vorgesehen. Als sein Rivale ums Leben kommt, ersinnt Bilodo einen verwegenen Plan: Wenn der Briefwechsel nicht abreissen soll, muss er in die Identität des anderen schlüpfen… Über den Autor Denis Thériault wurde 1959 in Sept-Îles an der Nordküste des St.-Lawrence-Golfes geboren. Er studierte Psychologie in Ottawa und arbeitete als Schauspieler, Conférencier und Regisseur am Theater, bevor er erfolgreich als Drehbuchautor tätig wurde und Romane zu schreiben begann. Sein zweiter Roman, Siebzehn Silben Ewigkeit, wurde 2006 mit dem Prix littéraire Canada-Japon ausgezeichnet. Denis Thériault lebt in Montreal. (Quelle: amazon.de) Mein Leseeindruck Das Buch liest sich zügig – in einem Rutsch ist man durch. Auch wenn man bislang noch keine Berührung mit Haikus hatte, hindert diese japanische Dichtkunst, welche im Zentrum des schmucken Büchleins steht, nicht am Lesefluss. Doch man tut sich wirklich selbst einen Gefallen, wenn man sich Zeit für diesen Roman nimmt. Die gewählte Sprache lässt den Leser rasch in eine andere Welt eintauchen – es lohnt sich, bei einigen Stellen ein bisschen zu verweilen. Wundervolle Formulierungen führen zu einem Schluss, dessen tieferer Sinn noch lange sanft nachklingen wird. Fazit Siebzehn Silben Ewigkeit ist ein wunderschönes Buch voller Poesie, das eine Liebesgeschichte der besonderen Art erzählt.

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  • Eines meiner Lieblingsbücher!

    Siebzehn Silben Ewigkeit
    whoiskafka

    whoiskafka

    08. February 2015 um 11:10

    Einige Worte zum Inhalt Bilodo ist 27 Jahre alt und arbeitet als Briefträger in Kanada. Tagein, tagaus verrichtet er seine Arbeit, doch wenn er am Abend nach Hause kommt, frönt er einem geheimen Laster: Er fängt private, handgeschriebene Korrespondenzen ab und träumt sich in die Leben anderer Menschen. Dabei stößt er eines Tages auf einen Brief von Ségolène, einer Lehrerin aus Guadeloupe, die mit einem Mann aus Bilodos Zustellbezirk Haikus austauscht. Der junge Mann verliebt sich unsterblich in die geheimnisvolle Frau und erwartet jeden ihrer Briefe sehnsüchtig. Doch eines Tages geschieht ein Unglück: Der Mann, dem sie schreibt, kommt bei einem Unfall ums Leben. Bilodo ergreift die Chance und schlüpft in die Identität eines anderen … Meine Meinung Siebzehn Silben Ewigkeit ist etwas für Träumer, Poesieliebhaber und Freunde einer ausschweifenden, kräftigen Sprache. Es ist ein psychologischer Roman mit philosophischem Beigeschmack, der einen surrealen Charakter und eine ebenso surreale Welt, die den Leser in emotionale Tiefen führt, beinhaltet. Bilodo ist ein exzentrischer junger Mann, der sich in die Leben anderer Menschen träumt und darüber sein eigenes Leben vergisst, der mittags alleine isst und mit beständiger Leidenschaft Kalligraphie übt. Seine Kollegen haben wenig Verständnis für seine Marotten, belächeln ihn höchstens, doch das ist Bilodo egal: Solange er Ségolène hat, ist er zufrieden. Er steigert sich in seine Fantasien hinein, man merkt deutlich, dass Bilodo dem realen Leben bereits den Rücken gekehrt hat und nicht wünscht, sich von seiner Traumwelt zu verabschieden. In meinen Augen ist er ein grandioser, plastischer Charakter, dessen Wahnsinn nach und nach offenbart und gesteigert wird, bis die Grenze zwischen Traum und Realität vollkommen verwischt. Auch die anderen Charaktere, denen der Leser im Roman begegnet, sind einprägsam und individuell, was mir unheimlich gut gefallen hat. “Vor allem aber gab es Liebesbriefe. Denn selbst nach dem Valentinstag blieb die Liebe das vorrangige Thema, das die meisten Schreibenden miteinander verband. Die in sämtlichen Zeiten und Tonfällen deklinierte Liebe, in allen nur denkbaren Varianten, ob als entflammter oder höflicher, draufgängerischer oder keuscher, ausgelassener oder dramatischer, mitunter leidenschaftlicher, häufig lyrischer Brief, umso bewegender, je schlichter die Gefühle darin ausgedrückt wurden, am anrührendsten jedoch, wenn diese sich zwischen den Zeilen, hinter vermeintlich nichtigen Worten, verbargen und insgeheim verzehrten.” - S. 15 Der Schreibstil ist von Metaphern und Poesie geprägt und schlichtweg meisterhaft. Selten habe ich ein Buch gelesen, das mich mit einem derartig vollendeten Schreibstil verzaubert hat. Thériault ist ein Meister der Worte, der so außergewöhnlich mit Sprache spielt, dass es mich von der ersten bis zur letzten Seite (ich habe keine einzige Lesepause gemacht) in das Buch hineingesogen hat. Die Haikus und Tankas (beides japanische Gedichtformen) waren ebenso toll und abwechslungsreich wie der Rest des Romans und haben sich wunderbar in die Handlung eingegliedert. Das Ende der Geschichte hat mich auch beim zweiten Lesen mit einem seltsamen Gefühl im Magen zurückgelassen. Allerdings nicht auf eine negative Art und Weise. Es war eher ein Gefühl der Erschrockenheit, der Erkenntnis, des Verständnisses, verbunden mit ein wenig Traurigkeit und einer überwiegenden Zufriedenheit. Beim ersten Lesen hatte ich ein solches Ende nicht erwartet, es war eine große Überraschung. Allein des Endes wegen sollte man dieses Buch schon gelesen haben! Fazit Lesen, lesen, lesen! Siebzehn Silben Ewigkeit ist eines meiner allerliebsten Bücher und ich könnte es gerade schon ein drittes Mal lesen. Dieses Buch verdient eine Wertung von fünf Herzen voll und ganz. Einfach zauberhaft!

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  • Entspricht nicht der Erwartung

    Siebzehn Silben Ewigkeit
    Bibliophile4149

    Bibliophile4149

    12. November 2014 um 21:20

    Der Autor versteht es, mit Worten zu spielen und eine andere Welt zu eröffnen, die Sätze sind mit einer Leichtigkeit und ausdrucksstarken Form wundervoll zu lesen. Aber was die Geschichte betrifft, geht sie vollkommen an der erwarteten Liebesgeschichte vorbei! Der "Protagonist" stellt sich meiner Ansicht nach als Psychopath und Stalker heraus, der alles dafür tut, um den Kontakt seiner heimlichen Geliebten nicht abbrechen zu lassen. Er schlüpft in die Rolle eines Toten, welcher, als er noch lebendig war, eine Brieffreundschaft mit einer geheimnisvollen Frau begonnen hat, in die sich Bilodo verliebt (und das nur, weil er sich zuhause die Beiefe fremder Menschen durchliest) . Er bedient sich all der Habseligkeiten des Verstorbenen und will genau das tun, was Granpré in dieser Situation unternommen oder geschrieben hätte. Die "leidenschaftliche" Korrespondenz zwischen den beiden bleibt erhalten und führt zu sehr intimen Wünschen und Einblicken bis Ségolène beschließt, ihren eigentlichen "Grandpré" zu besuchen. Hier bekommt Bilodo es mit der Angst vor dem Treffen zu tun und will sich umbringen?!?! Das Ende ist kurz und geschmacklos und meiner Meinung nach in der Gesamtbetrachtung ein Buch mit einer anfänglich wundervollen Idee, geschrieben mit traumhaften Worten, aber inhaltlich ein Misserfolg auf ganzer Stufe.

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  • Die Magie handgeschriebener Briefe

    Siebzehn Silben Ewigkeit
    katinka1081

    katinka1081

    Bereits vor einigen Wochen hatte ich dieses Buch in meiner bevorzugten Buchhandlung in den Händen. Im Buch geht es um einen jungen Briefträger, der seinen Beruf über alles liebt. Aber er hat ein Laster. Er nimmt handgeschriebene Briefe an sich, öffnet sie zuhause und liest sie. Nach dem Lesen verschließt er die Briefe wieder, um sie dann einen Tag später zuzustellen. Dabei stößt er auf den Briefwechsel zwischen Segolene und Grandpre und verliebt sich in die junge Lehrerin. Bei einem tragischen Unfall stirbt Grandpre und der Briefträger nimmt seine Identität an. Der Schreibstil von Denis Theriault ist geprägt von einer starken Intensität und einer wunderbaren Poesie. In einer der ersten Kapitel wird Segolenes Schrift beschrieben: "Segolenes Schrift war eine Wohltat für das Auge, ein Elixier, eine Ode, sie war eine graphische Symphonie, eine Apotheose, so schön, dass man hätte weinen mögen." Die Gedichte die die beiden sich schreiben sind als Haikus (jap. Gedichtform aus drei Zeilen) verfasst und werden von Seite zu Seite intensiver. Zwischendurch wechselt der Autor die Gedichtform und schreibt Tankas (jap. Gedichtform aus fünf Zeilen), was ihrer Intensität keinen Abbruch leistet. Neben den Gedichten wird aber auch die Geschichte des Briefträgers erzählt, die voller Liebe, Sehnsucht, aber auch Traurigkeit steckt. Außerdem erfährt man viel Wissenswertes über die japanischen Gedichte und was diese ausmachen. Hier noch ein Vorgeschmack auf die Haikus: "So wie das Wasser den Felsen umspült verläuft die Zeit in Schleifen." Insgesamt ein wunderbares Buch voller Poesie und mit einem überraschenden Ende!

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    • 4
    Sabine17

    Sabine17

    07. October 2014 um 21:08
  • Haikus

    Siebzehn Silben Ewigkeit
    Sabine17

    Sabine17

    Bilodo ist Briefträger in Montreal. Heimlich öffnet er abends in seiner Wohnung Briefe und liest sie. Besonders angetan hat es ihm der Briefwechsel zwischen Grandpré, einem Literaturprofessor aus seinem Zustellbezirk, und Ségolène, einer Lehrerin von der Karibikinsel Guadeloupe. Die beiden schicken sich mit jedem Brief ein kurzes Gedicht. Bilodo ist fasziniert von diesen Gedichten und verliebt sich in Ségolène. Als Grandpré von einem Auto überfahren wird, schlüpft Bilodo in seine Rolle und beantwortet Ségolènes Briefe. Dabei findet er heraus, dass es sich bei den Gedichten um Haikus handelt. Dabei handelt es sich um eine klassische japanische Gedichtform aus drei Zeilen, von denen die erste und dritte aus jeweils fünf und die zweite aus sieben Silben bestehen. Ein Beispiel aus dem Buch: So wie das Wasser den Felsen umspült verläuft die Zeit in Schleifen   Bilodo übt verbissen Haikus zu schreiben, damit Ségolène nicht auffällt, dass jemand anderes ihre Briefe beantwortet. Dafür mietet er sogar die Wohnung des verstorbenen Grandpré, die im japanischen Stil eingerichtet ist, um sich atmosphärisch in die japanische Gefühlswelt hinein zu denken.  Wird es Bilodo gelingen, seine große Liebe Ségolène für sich zu gewinnen? Dies war ein sehr ungewöhnliches Buch. Manchmal konnte ich Bilodos Handlungen nicht so ganz nachvollziehen, aber er konnte mich immerhin mehrmals mit seinen Aktionen überraschen. Und der Leser erfährt alles, was es über Haikus zu wissen gibt. Amüsant fand ich die Phase, wo Bilodo versucht, sein erstes Haiku zu schreiben. Hier ein paar Beispiele: Die Sonne geht auf wie ein goldener Käse lasst uns was essen oder Die Sonne versinkt gähnt auf dem Balkon und schnarcht an meinem Fenster  Fazit: Ein ungewöhnliches Buch über eine ungewöhnliche Liebe und eine spezielle japanische Gedichtform.  

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    • 12
  • Briefe aus der Ferne...

    Siebzehn Silben Ewigkeit
    parden

    parden

    BRIEFE AUS DER FERNE... Bilodo, ein 27-jähriger Briefträger aus Montreal mit einem Faible für Kalligraphie, lebt zurückgezogen mit seinem Goldfisch Bill in einer Dreizimmerwohung. Er gilt als zuverlässig, und niemand ahnt, dass er an den Abenden einer geheimen Leidenschaft nachgeht: Regelmäßig nimmt er aus der ihm anvertrauten Post handgeschriebene Briefe mit nach Hause, öffnet sie über Wasserdampf und träumt sich in das Leben anderer Menschen. Seine Sammlung an Korrespondenzen ist groß, doch eine bedeutet ihm mehr als alle anderen: Grandpré, ein Professor aus seinem Zustellbezirk, tauscht Briefe mit der schönen Lehrerin Ségolène von der Karibikinsel Guadeloupe, die durch ihre Form aus dem üblichen Rahmen fallen. Die beiden schreiben sich Gedichte - Haikus, wie Bilodo bald herausfindet. Bilodo erliegt dem exotischen Flair der Briefe. Mehr noch: Er verliebt sich in Ségolène und beginnt, Grandpré zu beobachten. Als dieser bei einem Verkehrsunfall ums Leben kommt, ersinnt Bilodo einen verwegenen Plan: Will er den Kontakt zu Ségolène nicht abreißen lassen, muss er in die Identität des anderen schlüpfen - mit allen Konsequenzen... Briefe aus der Ferne - sie können verzaubern, ungeahnte Leidenschaften wecken, das Leben verändern... Zentrales Objekt des Buches ist die japanische Dichtkunst mit ihren dreizeiligen Haikus (17 Silben), mit denen Bilodo und Ségolène ihre Korrespondenz führen. Auch wenn man selber bislang keine Zugang zur Lyrik gefunden haben mag, so zieht einen Thériaults Liebeserklärung auf diese kurzen und aufs Wesentliche gebrachten Dreizeiler doch unfehlbar in ihren Bann. Ein großes Lob gebührt dabei sicherlich der Übersetzerin van Beek, der es meisterhaft gelungen ist, den Charakter und die Poesie der japanischen Haikus aus dem Französischen ins Deutsche zu übertragen... "Gleichzeitig zart, komisch und tragisch wird diese ganz besondere Geschichte erzählt, der man nach der Lektüre mit einem lachenden und einem weinenden Auge einen Ehrenplatz im Gedächtnis und im Bücherschrank geben möchte", schrieb Katrin Holthuis, Rhein-Neckar-Zeitung. Ein Statement, dem ich mich hier nur anschließen kann! Für mich ein wirkliches Highlight! © Parden

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    • 9
    Blackfairy71

    Blackfairy71

    18. June 2014 um 14:37
  • Der Kreislauf der Ewigkeit

    Siebzehn Silben Ewigkeit
    Krimifee86

    Krimifee86

    23. May 2014 um 16:58

    Inhalt: Bilodo, ein junger Postbote aus Montreal mit einer Vorliebe für Kalligraphie, geht seinem Beruf voller Leidenschaft nach: Heimlich öffnet er abends über Wasserdampf handgeschriebene Briefe und träumt sich in fremde Lebenswelten. Eines Tages stößt er auf die ungewöhnliche Korrespondenz zwischen Professor Grandpré und Ségolène, einer Lehrerin aus Guadeloupe, die sich Gedichte schicken. Bilodo verliebt sich in Ségolène. Als Grandpré bei einem Verkehrsunfall ums Leben kommt, ersinnt Bilodo einen waghalsigen Plan: Will er den Kontakt zu Ségolène nicht abreißen lassen, muss er in die Identität des anderen schlüpfen und lernen, wie man mit siebzehn Silben die Ewigkeit einfängt... Cover: Ein Mädchen-Cover und ich liebe es total! :) Ich finde es wirklich richtig, richtig schön, es fällt einem direkt ins Auge und es hat auch inhaltlich mit dem Buch zu tun, geht es doch um eine Brieffreundschaft. Die Symbole auf dem Cover haben alle irgendwie damit zu tun, eine Briefmarke, ein Vogel, der symbolisch die Entfernung überbrückt… Ja, das Cover ist wirklich schön und gefällt mir einfach nur total gut! Schreibstil: Ist Theriault eigentlich Lyriker, der nun mithilfe eines Romans versucht hat, seine Gedichte zu promoten? Wie dem auch sei, der Stil ist sehr einfach und gut verständlich und das erleichtert das Lesen eines eben nicht so einfachen Themas doch ungemein. Viele wären vielleicht inhaltlich ein wenig von dem Buch abgeschreckt, aber der einfache Schreibstil macht dies auf jeden Fall wett und erleichtert das Eintauchen in die fremde Welt. Die Story: Mmmmh. Ich meine, gut, man muss ganz klar sehen, dass „Siebzehn Silben Ewigkeit“ kein Roman mit einer Geschichte im eigentlichen Sinne ist. Das Ganze ist eher ein wenig philosophisch und mit einem tieferen Sinn belegt und dadurch von der Geschichte her nicht immer wirklich logisch. Meiner Meinung nach hat sich der Autor aber große Mühe gegeben, diesen Makel zu überspielen und das ist ihm auch gut gelungen. Ich persönlich bin ja jemand, der beim Lesen gerne entspannen möchte. Das gelingt bei diesem Buch nicht wirklich, denn man muss einfach über die Dinge nachdenken. Nichtsdestotrotz hat das Lesen großen Spaß gemacht und es war spannend Bilodos Geschichte zu verfolgen. Fazit: Irgendwie einfach ein schönes Buch, das einem ermöglicht, auch mal eine bis dahin gänzlich unbekannte Welt des Lesens zu erforschen. Gerade auch aufgrund der Kürze des Buches unbedingt empfehlenswert, für diejenigen, die mal etwas anderes außerhalb der traditionellen Belletristik ausprobieren wollen. Von mir gibt es vier Punkte wegen dem teilweise doch fehlenden Realitätsbezug.

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  • Mittelmaß

    Siebzehn Silben Ewigkeit
    extremehappy

    extremehappy

    09. March 2014 um 09:08

    Bis ca. Mitte des Buches hätte ich bei der Bewertung nur so um die 3 Punkte gegeben - nachdem ich nun alles gelesen habe, steigt die Bewertung auf immerhin 5 Gnadenpunkte, weil das Gesamtkonzept so rund ist. Generell habe ich ein "Problem" mit Geschichten, die ein "Oooh"-Seufzen hervorrufen sollen - sie sind mir oft viel zu bemüht kunstvoll. Ich denke da z.B. an die "Hector"-Reihe von Francois Lelord. In diese Kategorie fällt auch "Siebzehn Silben Ewigkeit" von Denis Thériault. Wir verfolgen einen Stalker, der seine Angebetete nur aus ihren knappen Briefen mit japanischen Gedichten kennt, die sie einem anderen schreibt. Nachdem sein Nebenbuhler bei einem tragischen Unfall ums Leben gekommen ist, schlüpft der Held in dessen Leben. Er mietet seine Wohnung, trägt seine Kleidung, hört seine Musik und übernimmt seine Handschrift und die Korrespondenz mit der unbekannten Schönheit. Einige der aus 17 Silben bestehenden Gedichte ("Haikus", daher der Titel) sind wirklich schön. Für sie und den gelungenen Abschluss des Buches, lohnt es sich wohl für den einen oder anderen, diesen kurzen Roman zu lesen. Hier mein Favorit (erinnert mich ans Laufen): Pfützen aus Kristall knisterndes Gras unter mir ein neuer Winter

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  • LESEGENUSS EINMAL ANDERS

    Siebzehn Silben Ewigkeit
    literaturELLE

    literaturELLE

    23. October 2013 um 13:28

    Der Postbote Bilodo hat ein heimliches Hobby und taucht ein in die liebevoll hangeschriebene, poetische Korrespondenz zwischen Professor Grandpré und Ségolène. Doch damit nicht genug, Bilodo verliebt sich in Ségolène und als Grandpré bei einem Verkehrsunfall ums Leben kommt, versucht er seinen Platz einzunehmen  … Natürlich nicht ohne Folgen. Dem Klappentext nach hatte ich etwas anderes erwartet – nicht jedoch einen Mann, der sich zum Haiku-Schreiber mausert. Die perfekte Kurzlektüre für meine Zugfahrt. Die Einsamkeit des jungen Mannes ist so erdrückend beschrieben, keineswegs eine platte Liebesgeschichte. Mich hat die Story mitgerissen und tatsächlich überraschen können – vor allem natürlich das Ende. In meinen Augen muss man/frau kein Poesie-Liebhaber sein, um Gefallen an dem Büchlein zu finden. Unbedingt mal lesen und Eintauchen in eine etwas andere, für uns Europäer ungewohnte Welt der Worte. Einen Stern Abzug, weil die Zufälle es dem Protagonisten zu einfach machen in das Leben des Professors zu schlüpfen. Aber anders könnte er natürlich auch nicht in diesen Kreislauf des Lebens eingehen… Sitzen am Fenster Ankunft in der Stadt Wunderbare Poesie www.cat4net.de

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  • Lesemarathon vom 3. bis 6. Oktober 2013 - wer macht mit?

    Daniliesing

    Daniliesing

    Hallo ihr Lieben! das LovelyBooks-Team ist derzeit in begeisterter Lesestimmung und da dachten wir uns, dass der Feiertag in der kommenden Woche (3.10., Tag der deutschen Einheit) doch die perfekte Gelegenheit für einen großen Lesemarathon bietet. Vom 03.10. bis zum 06.10.2013 wollen wir so viele Bücher verschlingen, wie wir nur können. Seid ihr dabei? Natürlich wird es auch wieder Fragen und kleine Aufgaben geben, die zwischendurch für eine zusätzliche Auflockerung sorgen. Ansonsten darf hier fleißig über gerade Gelesenes und Bücher generell geplaudert werden. Ich übernehme dabei natürlich keine Verantwortung für eventuell wachsende Wunschzettel und platzende Bücherregale ;-) Also, stellt schon mal das passende Buchfutter und natürlich den Naschkram bereit, denn in der nächsten Woche wird hier "Buchsport" gemacht! Was ist ein Lesemarathon? Beim Lesemarathon versuchen wir eine bestimmte Zeit lang so viel wie möglich zu lesen, ohne dabei den Spaß zu verlieren. Jeder kann in seinem eigenen Tempo und mit dem Buch/den Büchern seiner Wahl teilnehmen. Dazwischen treffen wir uns hier und tauschen uns über Bücher aus, quatschen einfach ein bisschen und, weil wir neugierig sind, was ihr so lest, wird es auch einige Aufgaben geben, die ihr lösen könnt. Wir starten am Donnerstag, dem 03.10. um 0 Uhr und lesen bis zum Sonntag ebenfalls 0 Uhr. Dabei sind Pausen natürlich strengstens erlaubt ;) Es muss also keinesfalls durchgelesen werden. Auch wer nur an einem bestimmten Tag mitmachen kann oder nur ein paar Stunden, der ist hier herzlich willkommen. Denn vor allem geht es doch um den Spaß am gemeinsamen Lesen! Natürlich könnt ihr auch über Twitter (Hashtag #lblm) oder auf euren Blogs eure Lesefortschritte und Aufgaben posten. Und damit uns das Warten auf den Startschuss nicht so lang wird, können wir die Zeit gleich nutzen und schon ein wenig planen. Also: Wisst ihr schon, was ihr lesen werdet? Habt ihr euch ein Leseziel für den aktuellen Marathon gesetzt, z.B. eine Seitenzahl oder eine bestimmte Anzahl von Büchern, die ihr schaffen möchtet? Warum nehmt ihr teil und wart ihr früher schon mal dabei? :) Wer Lust hast, kann ja auch mal seine Bücherregale fotografieren und hier in einem Beitrag anhängen. Ich gucke mir immer sehr gern Bücherregale von anderen an! Dann können wir einen Blick auf die Auswahl werfen. PS: Unter allen Teilnehmern werden wir auch wieder eine kleine Überraschung verlosen :-) **************************************************** 1. Phase: Vorbereitung / Aufwärmung Zur Vorbereitung auf den großen Lesemarathon müssen wir uns natürlich erstmal aufwärmen. Hierfür werde ich vorab ca. alle 2 Tage bereits kleine Fragen oder Aufgaben stellen, die ich hier liste. Wer Lust hat, kann sie einfach beantworten. Welches Buch liest du gerade und wie gefällt es dir? Würdest du noch mehr von diesem Autor lesen? Auf welches Buch seid ihr schon länger neugierig - vielleicht steht es sogar schon im Regal - aber ihr habt es noch immer nicht gelesen? Wieso eigentlich nicht? Welches Buch hat euch so sehr berührt oder begeistert, dass ihr es am liebsten ganz vielen Menschen schenken oder weiterempfehlen möchtet? Was macht dieses Buch für euch besonders? Gibt es einen Autor, von dem ihr euch unbedingt mal wieder ein neues Buch wünschen würdet? Wenn ja, welcher Autor ist es und in welchem Genre sollte er schreiben? 2. Phase: Lesemarathon Es geht los, die heiße Phase beginnt. Seid ihr auch alle gut vorbereitet? Einige haben ja ganz fleißig beim Warm-Up mitgemacht, sodass Ermüdungserscheinungen nicht so schnell auftreten sollten! Auch jetzt wollen wir natürlich nicht nur lesen, sondern auch die ein oder andere Aufgabe erfüllen und Fragen beantworten: Mit welchem Buch startet ihr in den Lesemarathon und wie lange wollt ihr jetzt erstmal lesen? Was braucht ihr - neben dem Lesestoff - noch unbedingt für einen gelungenen Lesemarathon? Gebt einem Teilnehmer hier beim Lesemarathon einen Buchtipp aus seinem SuB (Stapel ungelesener Bücher). Dazu am besten einfach in der Bibliothek nach den ungelesenen Büchern schauen. Natürlich dürft ihr auch mehreren Teilnehmern Tipps geben und es dürfen auch Bücher sein, die ihr selbst noch gern lesen möchtet. Mit welchem Satz beginnt euer aktuelles Buch? Ändert sich eure Lesestimmung eigentlich mit den unterschiedlichen Jahreszeiten oder könnt ihr immer alles lesen? Welche sind eure persönlichen Top-Empfehlungen für Frühling, Sommer, Herbst und / oder Winter? Wie sehr achtet ihr auf Buchcover? Verleitet euch ein schönes Cover dazu, ein Buch eher zur Hand zu nehmen und näher anzuschauen? Welche Cover findet ihr aktuell besonders gelungen? Wie merkt ihr euch, auf welcher Seite ihr in eurem Buch gerade wart? Nehmt ihr ein Lesezeichen oder irgendetwas, was ihr gerade zur Hand habt? Macht ihr Eselsohren oder legt das Buch umgekehrt offen hin? Habt ihr hier schon bei einer oder mehreren Leserunden mitgemacht? Wenn ja, welche hat euch davon am besten gefallen und wieso? Wenn nicht, wieso? :-) Schreibt ihr euch Lieblingszitate aus Büchern raus oder markiert ihr sie? Verratet doch ein Zitat, das euch besonders gut gefällt! Welches Buch, an das ihr hohe Erwartungen hattet, hat euch dann enttäuscht und wieso? Wenn ihr euch für 3 Bücher entscheiden müsstet, die die einzigen wären, die ihr für den Rest eures Lebens besitzen dürftet, welche wären das? Wie oder durch wen seid ihr zum Lesen gekommen? Was fasziniert euch an Büchern? Was können nur sie im Vergleich zu zum Beispiel zu Musik, Filmen, etc.? In welchem Land könntet ihr ideale Leseferien verbringen? Lest ihr gern anderen Menschen vor oder lasst ihr euch gern vorlesen?

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    • 1362
  • Glückliche Wendung

    Siebzehn Silben Ewigkeit
    jujumaus

    jujumaus

    04. June 2013 um 17:35

    Zu Beginn des Buches dachte ich, dass es mir nie zusagen wird. Vom Klappentext hatte ich mir viel Spannung in Form eines Verwechslungsromans vorgestellt. Dass ich mich durch zahlreiche Gedichte in Form von Haikus lesen musste, damit hatte ich vorher nicht gerechtnet, vor allem, weil ich nicht besonders viel von Gedichten halte. Allerdings muss ich zugeben, dass das Ende alles rausgerissen hat. Ich war extrem überrascht über diese Wendung und hatte mit allem, nur nicht damit gerechnet. Wer also Gedichte liebt ist mit diesem Buch sehr gut bedient.

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  • Leserunde zu "Durch den Wind" von Annika Reich

    Durch den Wind
    Annika Reich

    Annika Reich

    Die Leserunde zu meinem letzten Roman "34 Meter über dem Meer"  hat mir so großen Spaß gemacht, und die Diskussion mit Euch war so aufschlussreich, dass ich jetzt gerne eine Leserunde zu meinem Roman "Durch den Wind" starten würde. Der Fischer Verlag hat 20 Bücher gespendet, die hier neben mir bereit liegen, um signiert in Euren Briefkästen zu laden. Schreibt mir bitte bis zum 19. September, ob Ihr mitlesen wollt, dann schicke ich sie los. Es geht um vier Freundinnen zwischen Berlin und Tokio auf der Suche nach der Liebe und dem richtigen Leben. Jetzt, wo sie schon Mitte Dreißig sind, muss es endlich losgehen. Doch alle vier hadern mit sich, weil sie Angst haben vor dem Scheitern. "Durch den Wind" ist ein Roman, der die Frage auslotet, wie schwierig es ist, sich zu entscheiden, wenn vermeintlich alles offen steht. "Yoko tropfte grünes Konzentrat in die weiße Farbe und verrührte die Schlieren. "Wie schön", sagte Friederike, "wie schön das aussieht." Dann stiegen ihr wieder die Tränen in die Augen: "Weißt du, warum ich wusste, dass heute ein guter Tag werden würde? Ich habe gestern eine rote Zwiebel in einem Kartoffelnetz gefunden. Und da habe ich gedacht: Es gibt noch Überraschungen. Ich hätte fast die Frau an der Kasse geküsst, weil ich dachte, dass ich etwas finden würde, was nicht in meine bisherige Sammlung passt. Und jetzt bin ich schwanger." "Mit einer kleinen, runden, roten Zwiebel." Sie rührten das Grün an und klebten den Boden ab. Nach einer Weile sagte Friederike: "Viel kann man nicht mehr ändern in unserem Alter. Außer der Farbe seiner Wände und seinem Leben vielleicht." Ich freue mich auf unsere gemeinsame Zeit! www.annikareich.net Es ist ausgelost und die Testleser sind: Bella5 mecedora bookgirl Zuckervogel SabrinaK Büchermädchen lilja1986 Nicki81 irismaria Steffi153 FiniWini killerprincess Kiwi-Lena summer22 Buchfan276 silberfischchen68 michaela_sanders Buchrättin glorana Poldy Esther Bitte schickt mir eure Adressen - die Bücher werden von mir signiert, ihr dürft also gern auch Wünsche zur Signatur mitschicken.

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    • 474
  • Wanderbuch zu "Siebzehn Silben Ewigkeit" von Denis Thériault

    Siebzehn Silben Ewigkeit
    Annelchen

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    Wanderbuch zu "Siebzehn Silben Ewigkeit" von Denis Thériault Hallo ihr Lieben, leider habe ich dieses Buch noch nicht gelesen. Betonung steht auf "noch" ;o) Aber es muss ja hier nicht jungfräulich im Regal stehen. Aus diesem Grund wird es nun hier zum Wanderbuch befördert. *täterätähh* Es wäre toll, wenn ihr anschließend eine Rezension dazu schreiben würdet, weil ich neugierig bin, wie es bei anderen Lesern ankommt. Inhalt des Buches: Bilodo, ein junger Postbote aus Montreal mit einer Vorliebe für Kalligraphie, geht seinem Beruf voller Leidenschaft nach: Heimlich öffnet er abends über Wasserdampf handgeschriebene Briefe und träumt sich in fremde Lebenswelten. Eines Tages stößt er auf die ungewöhnliche Korrespondenz zwischen Professor Grandpré und Ségolène, einer Lehrerin aus Guadeloupe, die sich Gedichte schicken. Bilodo verliebt sich in Ségolène. Als Grandpré bei einem Verkehrsunfall ums Leben kommt, ersinnt Bilodo einen waghalsigen Plan: Will er den Kontakt zu Ségolène nicht abreißen lassen, muss er in die Identität des anderen schlüpfen und lernen, wie man mit siebzehn Silben die Ewigkeit einfängt ... (Quelle: amazon.de) *** Wie das Wanderbuch funktioniert *** Wenn ihr interessiert seid, dann schreibt einfach hier in den Thread. Ich nehme euch dann in die Liste auf. Ich schicke es an den ersten los. Jeder hat dann zwei Wochen Zeit, um es zu lesen und weiterzuschicken. Erfragt bei eurem Nachfolger bitte die Adresse, wenn das Buch bei euch angekommen ist - das hat sich bewährt. Schreibt hier bitte kurz eine Mitteilung in den Thread, wenn das Buch bei euch eingetroffen bzw. weitergeschickt worden ist. Und bitte, bitte behandelt es gut. Geht es verloren, dann teilen sich der Absender und der Empfänger die Kosten für ein neues Exemplar. PS: Wenn ihr euch andere Wanderbücher wünscht, könnt ihr das hier sagen: http://www.lovelybooks.de/thema/Welche-Wanderb%C3%BCcher-w%C3%BCnscht-Ihr-Euch-Wunschliste-zum-Eintragen-753415628/ Annelchen verschickt am 12.02.2012 an: 01.) Bellchen (gelesen vom 16.02.2012 bis 24.02.2012 ) 02.) Patchouli___ (gelesen vom 28.02.2012 bis 14.03.2012) 03.) sunflower86 (gelesen vom 20.03.2012 bis 13.04.2012) 04.) The iron butterfly (gelesen vom 17.04.2012 bis 27.04.2012) 05.) Marakkaram (gelesen vom 28.04.2012 bis 02.05.2012) 06.) piubella  (gelesen vom 07.05.2012 bis 31.05.2012) 07.) Bücherwurm  (gelesen vom 07.06.2012 bis ca. 11.07.2012) 09.) koeniginvonsaba (gelesen vom ca. 11.07.2012 bis ca. 15.08.2012) 10.) fallacy <--- liest seit 24.08.2012 ---> zurück zu Annelchen

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  • Rezension zu "Siebzehn Silben Ewigkeit" von Denis Thériault

    Siebzehn Silben Ewigkeit
    Bücherwurm

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    Denis Thériault hat hier ein kleines, raffiniertes, spitzbübisches Wunderwerk geschaffen! Für das er 2006 mit dem Prix littéraire Canada-Japon ausgezeichnet wurde. Was auch immer dieser Preis aussagt, dieses Buch wird jeden Menschen vergnüglich unterhalten, aus dem Alltagsstress holen und faszinieren. Es ist eine Hommage an die japanische Dichtkunst, für mich ein eher unbekanntes Terrain, daher möchte ich es hier auch nochmals für mein schlechtes Gedächtnis festhalten: Ein Haiku ist ein dreizeiliges Gedicht, wobei die erste und die dritte Zeile aus fünf, die zweite Zeile aus sieben Silben bestehen. Es enthält eine Anspielung auf die Natur (kigo) oder eine andere Realität in Form einer detaillierten Momentaufnahme und zeigt ein Gleichgewicht zwischen fueki, dem Unveränderlichen, das über die Ewigkeit hinausgeht, und ryuko, dem Sich-Stets-Verändernden, dem Flüchtigen. Die erotische Variante ist ein Hentais. So, nun aber zum Inhalt: Bilodo ist Briefträger, lebt sehr ruhig und zurückgezogen und unauffällig. Niemand würde erraten, dass er die Briefe, die er zustellen soll, öffnet, liest, kopiert und abheftet. So kommt es, dass er sich in eine Unbekannte verliebt, die im regen Austausch mit einem älteren Herren des Ortes dreizeilige Gedichte schreibt. Ein Bild von ihr hat er kopiert und an sein Bett gestellt. Diese Traum-Liebe reicht ihm so lange, bis der ältere Herr stirbt und Bilodo Abschied nehmen soll. Aus Panik, den Kontakt zu verlieren, arbeitet er sich in die japanische Dichtkunst ein und beginnt an Stelle des älteren Herrn die Briefe zu beantworten. Ich habe selten so gelacht. Hin- und hergerissen zwischen Fremdschämen und Verständnis habe ich teils völlig ungläubig die Handlungen Bilodos verfolgt. Dabei ist es nicht lächerlich, eher rührend und herzergreifend, wie sehr Bilodo sich in seine Passion steigert, dazu die Reime, die angefangen von: Schöner goldener Fisch Blasen steigen auf während er durchs Wasser schwimmt, bis Die Sonne geht auf wie ein goldener Käse lasst uns was essen führt. Ich habe mich wirklich mit jeder Seite bestens unterhalten. Und ich bemerkte, dass ich mit jedem Reim, mit jedem Brief, mit jeder Steigerung schneller las. Ich wurde hineingesogen in diese Manie, die sich zu einem Wipfel steigert, bis es zum Knall, zur Erlösung kommt, denn: So wie das Wasser den Felsen umspült verläuft die Zeit in Schleifen! Wunderschön geschrieben, sicher nicht leicht zu übersetzen, ein Drama der Liebe, so spannend und bewegend, nie hätte ich gedacht, dass ich mit einem Buch über die Liebe so Freude haben könnte! Unbedingt lesen!

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