Denise Affonço Der Deich der Witwen

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Inhaltsangabe zu „Der Deich der Witwen“ von Denise Affonço

Denise Affonço wurde 1975 von den Roten Khmer für vier Jahre in die Hölle geschickt: zur Zwangsarbeit im Urwald und auf den Reisfeldern, dem Hungertod immer näher und täglich der kommunistischen „Umerziehung“ ausgesetzt. Ihr atemberaubender Bericht hat in Frankreich, den USA und anderen Ländern Furore gemacht und liegt nun auch in deutscher Sprache vor. Phnom Pen, am 7. Januar 1975: Die Roten Khmer marschieren in die kambodschanische Hauptstadt ein. Die Bevölkerung wird mit falschen Versprechen aus der Stadt gelockt. Auch Denise Affonço, eine französische Staatsbürgerin, zieht mit ihrer Familie nach Süden. Täglich verschlechtert sich die Lage. Die letzten Habseligkeiten werden ihnen abgenommen. Ihr Mann wird ermordet. Ihre Tochter verhungert vor ihren Augen. Die Zwangsarbeit im Urwald ist mörderisch und völlig sinnlos. Vier Jahre später haben zwei Millionen von sieben Millionen Kambodschanern das wahnsinnige Experiment einer Gesellschaft ohne Bildung, ohne Geld und ohne Familienbande nicht überlebt. Denise Affonço wurde 1979 zur wichtigsten Zeugin im Prozeß gegen das Regime. Ihr Buch ist das wohl eindringlichste Zeugnis über die Roten Khmer – und über den unbedingten Willen, die Hölle zu überleben.

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  • Rezension zu "Der Deich der Witwen" von Denise Affonço

    Der Deich der Witwen
    bücherelfe

    bücherelfe

    09. July 2010 um 12:14

    Der Tipp zu diesem Buch kam von der Sendung „Literaturclub“. Den Namen der Tipp-Geberin habe ich mir nicht gemerkt, aber ich kann mich noch sehr gut erinnern, wie eindringlich diese Frau dem Publikum dieses Buch ans Herz gelegt hat. Denise Affonço ist fassungslos, als ein angesehener Professor in ihrer neuen Heimat Frankreich ihr seine Meinung über die roten Khmer in Kambodscha kundtut. Einen Völkermord habe es nie gegeben. Das kann sie, eine Überlebende dieser Hölle auf Erden nicht stehen lassen. Sie nimmt all ihre Kraft zusammen und schreibt auf, was sie in den Umerziehungs-Lagern der roten Khmer erlebt hat. Wie sie in den Jahren von 1975 bis 1979 überlebt hat. Von der mörderischen Zwangsarbeit im Urwald Kambodschas, von Krankheit, von Angst und vom Hunger; vor allem vom Hunger, dem auch ihre neunjährige Tochter zum Opfer fällt. Hauptdarsteller in diesem Buch ist eigentlich nicht Denise Affonço selber, sondern es ist der Hunger. Ihr Sprachstil wechselt zwischen distanziert und leidenschaftlich. Wenn sie von einem erfolgreichen Reis-Diebstahl erzählt, wenn sie von einem unter Lebensgefahr organisierten schwer erkämpften Extrabissen erzählt, ist ganz viel Leidenschaft und ein unbedingter Lebenswille spürbar. In diesen Situationen packt es mich als Leserin ganz direkt und ich merke, wie ich anfange, schneller zu lesen. Ganz im Gegensatz dazu, wenn sie von ihren Angehörigen erzählt. Da scheint alles ganz weit weg und ganz leise zu werden. Fazit: Ein wichtiges Buch gegen das Vergessen. Unbedingt lesen!

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