Nicht normal, aber das richtig gut

von Denise Linke 
4,3 Sterne bei9 Bewertungen
Nicht normal, aber das richtig gut
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kassandra1010s avatar

Für mich ein wirklich besonderes Buch über das „Nicht normal sein“, geschrieben in einer ehrlichen und sehr offenen Art

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Autismus, ADHS... eine tolle Frau erzählt aus ihrem Leben :)

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Inhaltsangabe zu "Nicht normal, aber das richtig gut"

Ein mutiges Plädoyer gegen Sozialdarwinismus und für Inklusion

Schwer zu sagen, wie viele der kuriosen und komischen Dinge, die ihr im Alltag widerfahren, im Zusammenhang mit ihrer Diagnose stehen - vermutlich viele. Warum Menschen auf sie anders reagieren, kann sich die Studentin und Journalistin erst erklären, als bei der damals 22-Jährigen Asperger diagnostiziert wird. Das Enttäuschendste: Sie kann keinen einzigen Rainman-Trick. Das Schönste: Fast alles andere. Außer den Vorurteilen, gegen die sie angeht. Sie startet ein Crowd-Funding-Projekt und bringt 2014 die Zeitschrift »N#MMER. Magazin für Autisten, AD(H)Sler und Astronauten« heraus, die ein gewaltiges Echo erfährt. In ihrem Buch erzählt sie, wie es ist, sensorisch hochempfindlich durch die Welt zu gehen, und was es bedeutet, Freundschaften zu führen und zu lieben, wenn soziale Interaktionen wie Händeschütteln und das Halten von Blickkontakt Anstrengung kosten. Ihr Leben erscheint darin so reich, intensiv und vielschichtig, dass der Normalo zuweilen neidisch wird. Und begreift, warum sie sich ihre »Ticks« nicht einfach wegtherapieren lassen will. Und dass es gut ist, wenn manche Menschen anders sind.

Denise Linke gibt den Menschen eine Stimme, denen man bislang nicht zutraute, eine zu haben.

Buchdetails

Aktuelle Ausgabe
ISBN:9783492314282
Sprache:Deutsch
Ausgabe:Flexibler Einband
Umfang:208 Seiten
Verlag:Piper
Erscheinungsdatum:04.12.2018

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    kassandra1010s avatar
    kassandra1010vor 2 Jahren
    Kurzmeinung: Für mich ein wirklich besonderes Buch über das „Nicht normal sein“, geschrieben in einer ehrlichen und sehr offenen Art
    Nicht normal sein ist völlig normal!

    Ich habe schon viele Bücher über Autismus gelesen, bei denen die Hauptprotagonisten Autisten, die mit Tourette und ADHS etc. zusätzlich belastet waren. Hier jedoch gestaltet sich das ganz anders. Denise Linke schreibt über ihr bisheriges Leben, mit allen Höhen und Tiefen die meist sehr wechselhaft übereingehen. Wie liest man in dem Gesicht seines Gegenübers und warum lacht man über einen Witz?

    Beeindruckend für mich war der „Selbstversuch“ mit einem Medikament, was zwar die Symptome des Autismus bekämpft aber irgendwie auch einen anderen Menschen aus der einnehmenden Person macht.

    Für mich ein wirklich besonderes Buch über das „Nicht normal sein“, geschrieben in einer ehrlichen und sehr offenen Art, diese Krankheit ein klein wenig besser zu verstehen und den Menschen hinter dieser zu sehen.


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    Waschbaerinvor 3 Jahren
    Kurzmeinung: Eine Autorin schreibt sehr verständlich über ihren Autismus und ihre HDHS.
    Ein interessanter Einblick in ein etwas anderes Leben.

    Denise Linke fühlte sich ihr ganzes Leben nicht dazugehörig. Erst durch einen Hinweis eines Bekannten in den USA lässt sie sich testen und dabei wird erkannt, dass sie sowohl unter Autismus als auch HDHS leidet.

    Das Buch ist in einem lockeren, fast flapsig zu nennenden Stil geschrieben. Wobei das Geschmacksache ist. Sie geht sehr offen damit um, welche Probleme sie infolge dieser Einschränkungen durch ihr bisheriges Leben begleiteten. Dazu gehört Mut.

    Leser, für die diese Erkrankungen Neuland sind, werden viele Informationen darüber erhalten, weshalb jemand mit diesem Hintergrund so reagiert, wie er/sie reagiert. Für jemanden, der damit noch nie konfrontiert wurde, werden etliche Dinge, die in diesem Buch zur Sprach kommen, nicht auf Anhieb nachvollziehbar sein. Diese Leser werden eine Menge neue Einsichten bekommen und einiges zum Nachdenken haben.

    Doch das Menschen mit solchen Diagnosen trotzdem ein erfülltes Leben führen können, dafür steht die Autorin.

    An manchen Stellen war es doch etwas langatmig. Aber das kann man gut überlesen. 

    Was mich etwas störte war, dass sie z. B. die Schulform, die ihr half, als das allgemein beste Schulmodell darstellt. Leider ist es nicht immer so einfach.  Was für eine Person ideal ist, funktioniert bei einer anderen weniger gut. Es war in diesem Fall die passende Schule für die Autorin.   

    Trotz der kleinen Mängel, eine interessante Lektüre.   

     

     

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    miss_mesmerizeds avatar
    miss_mesmerizedvor 3 Jahren
    Denise Linke - Nicht normal, aber das richtig gut

    Ihr Leben lang schon war Denise irgendwie anders als die anderen. Aus Ermangelung an direkten Vergleichsmöglichkeiten hielt ihre Mutter das Einzelkind für speziell, aber doch im Rahmen des Normalen. Die Qualen, die sie als Jugendliche in der Schule durchleiden musste, werden erst verständlich, als sie bei einem Aufenthalt in Amerika zufällig von einem Mitbewohner auf eine Diagnose hingewiesen wird: Asperger. Ein weiterer Test ergibt später, dass dies auch noch mit ADHS kombiniert ist. Vieles, was sie sich nie erklären konnte, wird plötzlich glasklar – was das Leben mit den Neurotypischen aber noch nicht einfacher macht.

    Die Autorin gibt sehr greifbare Beispiele aus ihrem Leben, die einen guten Einblick in das Leben der an Asperger Erkrankten geben. Es lässt sich nachvollziehen, weshalb sie so handeln, wie sie es tun und warum es unvermeidlicher immer wieder zu Konflikten kommen muss, da die Erwartungen zu weit auseinander liegen und das Antizipieren von sozial gewünschtem verhalten für Betroffene in einem sehr langen Prozess erlernt werden muss. Der Schreibstil der Autorin ist unterhaltsam, so dass man bisweilen auch wenn es sich um ein ernstes Thema handelt, doch schmunzeln muss, aber das macht die Begegnung mit der Erkrankung einfacher und öffnet sicherlich dem einen oder anderen Leser auch den Zugang.

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    JulesBarroiss avatar
    JulesBarroisvor 3 Jahren
    Kurzmeinung: Dieses überzeugende Buch macht uns mit der Andersartigkeit vertraut.
    Wie ein Reh im Scheinwerferlicht

    Nicht normal, aber das richtig gut: Mein wunderbares Leben mit Autismus und ADHS - Denise Linke (Autor), 208 Seiten, Berlin Verlag, 20 €, ISBN-13: 978-3827012784

    Wir sind alle anders, aber jeder ist normal auf seine Art … Vieles, was für manche Menschen nicht normal ist, ist für andere ganz normal.

    Erst vor wenigen Jahren ist bei der 26-jährigen Denise Linke Autismus, ADHS und das Asperger-Syndrom diagnostiziert worden. Im Rückblick auf ihre Kindheit wurde ihr daraufhin einiges klar. Doch ihr Anders-Sein stört sie überhaupt nicht. Im Gegenteil: Sie will es so.

    Einfach ist das nicht für sie:

    Ihr Gehirn funktioniert nicht wie bei den meisten Menschen wie ein Filter, der nur das Wichtige durchlässt, sondern wie ein Zylinder, in den einfach alles hineingeht. - Mimik sagt ihr gar nichts, deswegen sieht sie Menschen nicht von Natur aus in die Augen – sie muss sich zum Augenkontakt zwingen - Wälder sind für sie Ruheorte. Hier kann sie abschalten. Ganz im Gegensatz zu gut besuchten Einkaufszentren. Stark parfümierte Menschen und die vielen Gespräche dort machen ihr so zu schaffen, dass sie manchmal fliehen muss.

    Was wissen wir „Normale“ schon von dem sehr komplex und sehr vielgesichtigen Autismus und dem Asperger-Syndrom? Wir haben davon gehört. Gelesen. In der Krimi-Literatur wird das Asperger-Syndrom zu einem Merkmal bestimmter Charaktere. (Lisbeth Salander von Stieg Larsson lässt grüßen.) Diesen Menschen werden außergewöhnliche Fähigkeiten attestiert. Aber im Grund genommen können wir uns nichts darunter wirklich vorstellen.

    Diese Lücke schließt dieses Buch. In flotter, verständlicher Schreibe zeigt uns Denise Link an ihrem eigenen Leben, wie sich die Symptome äußern und warum sie glücklich ist, so zu sein, wie sie ist. Sie vereint ein Sachbuch mit ihrer eigenen Geschichte zu einem beeindruckenden Werk.

    In diesem überzeugenden Buch macht uns die Autorin mit der Andersartigkeit vertraut, mit den Schwierigkeiten ihr Verhalten an eine soziale Situation anzupassen. Sie ermutigt damit nicht nur Betroffene, sondern öffnet uns allen die Augen, damit wir uns dem Leben mit allen seinen Herausforderungen stellen und diese Neurodiversifikation, die verschiedenen besonderen Arten des Seins unser Leben bereichern können, nicht nur bezogen auf Autismus und Asperger-Syndrom.

    Hier geht es direkt zum Buch auf der Seite des Berlin Verlages

    http://www.berlinverlag.de/buecher/nicht-normal-aber-das-richtig-gut-isbn-978-3-8270-1278-4

    Fragen Sie in Ihrer örtlichen Buchhandlung nach diesem Buch. Wenn Sie in meiner Gegend „Landkreis Merzig-Wadern“ leben, dann wenden Sie sich an die Rote Zora: http://www.rotezora.de

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    Cappukekss avatar
    Cappukeksvor 2 Jahren
    Kurzmeinung: Autismus, ADHS... eine tolle Frau erzählt aus ihrem Leben :)
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    Queenelyzas avatar
    Queenelyzavor 2 Jahren
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    Cannellavor 2 Jahren
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    SusanneBruvor 3 Jahren
    fraencisdaenciss avatar
    fraencisdaencisvor 3 Jahren

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