Denise Mina

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Stieg Larsson - Millennium: Vergebung

Stieg Larsson - Millennium: Vergebung

 (12)
Erschienen am 26.01.2016
Blut Salz Wasser

Blut Salz Wasser

 (6)
Erschienen am 03.07.2018
Stieg Larsson - Millennium: Vergebung

Stieg Larsson - Millennium: Vergebung

 (5)
Erschienen am 26.01.2016
In der Stille der Nacht

In der Stille der Nacht

 (9)
Erschienen am 08.06.2010
Die tote Stunde

Die tote Stunde

 (5)
Erschienen am 13.06.2016
Der letzte Wille

Der letzte Wille

 (4)
Erschienen am 10.06.2013
Der Hintermann

Der Hintermann

 (4)
Erschienen am 01.08.2007
Refugium

Refugium

 (5)
Erschienen am 01.12.2004

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W

Rezension zu "Blut Salz Wasser" von Denise Mina

Eigentlich enttäuscht
WJ050vor 2 Monaten

Das war nicht so prall - davon war ich doch eher enttäuscht. Ich hatte mir mehr versprochen.

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Gwhynwhyfars avatar

Rezension zu "Blut Salz Wasser" von Denise Mina

Spitzenmäßiger Krimi!
Gwhynwhyfarvor 4 Monaten

Der Anfang: »Sie war in den zwei Tagen, in denen sie sie festgehalten hatten, so folgsam gewesen wie ein Kalb. Sie kam bereitwillig mit, als sie sie mit dem Transporter abholten. Sie bat um keinen Gefallen, bettelte nicht um Gnade …«

Iain Fraser stammt aus Helensburgh. Er ist er zurück aus dem Knast. »Lass sie da nicht einfach so liegen. Bring’s verdammt noch mal zu Ende.« Iain ist ein harter Kerl, doch eine wehrlose Frau abzumurksen, einfach so, weil es einer befielt, das bringt ihn an den Rand der Verzweiflung. Doch es muss es tun, seine Schulden begleichen, damit ein anderer seine Schulden begleichen kann. Die Tote wird im Loch Lomond versenkt, doch er wird sie nie wieder loswerden, diese Frau in seinem Kopf … Das Referendum steht an. Der Boss verlangt die No-Bändchen, denn »No« ist gut für das Geschäft. Immobiliengeschäfte sind im Trend, damit lässt sich Drogengeld waschen. »Yes« ist schlecht für das Geschäft.

»›Hey – machen Sie diesen ›Nein‹-Aufkleber ab. Sie sind im Einsatz.‹ Die Fotografin verdrehte die Augen. ›Es tut mir so leid. Mein Auto ist kaputt. Das ist der Wagen von meinem Vater.‹«

Alex Morrow, DI bei der Police Scotland, Glasgow, ist auf Roxanna Fuentecilla angesetzt, recherchiert in einem weitreichenden Geldwäschebetrug. Doch die Observation läuft schief, plötzlich ist Roxanna Fuentecilla verschwunden, wie vom Erdboden verschluckt. Verschiedene Polizeistellen sind an dem Fall interessiert, denn sie wollen das Geld sicherstellen, um das eigene Budget ihrer Dienststelle aufzustocken, ihre klapprigen Büros ausstatten. In Großbritannien wird eingezogenes Kapital aus Verbrechen nicht dem Staat, sondern der Dienststelle zugestanden. DI Morrow bricht auf nach Helensburgh, wo Fuentecilla zuletzt per Funkauswertung geortet wurde, ein netted Dorf, wie es auf den ersten Blick scheint, Öko-Café inklusive. Doch hier kämpft jeder ums Überleben. Mark Barratt herrscht über das Dorf und jeder ist von diesem Ganoven abhängig.

»Sie fuhren auf den Ort zu, durch hübsche Küstendörfer mit Schildern, die auf Teestuben und Naturschutzgebiete hinwiesen, vorbei an winzigen Feinkostläden und Zeitungskiosken, die angesehene Blätter bewarben.«

Es geht nur ums Geld – um Macht. Denise Mina erzählt einerseits aus der Perspektive der Dörfler, der Täter, ebenso aus der Außensicht der Ermittler. Der Leser lernt das nette Touristenstädtchen Helensburgh durch die Einwohner kennen, Charityshops, Biocafé, gerade geschnittene Hecken, gepflegter Rasen. Die Postkartenidylle löst sich Stück für Stück auf. Im Dorf weiß jeder über alles Bescheid, kennt die Leichen von jedem im Keller. Eins hält sie zusammen: der Kampf ums Überleben und die Gier nach Geld. Denise Mina geht dabei in die Tiefe der Protagonisten, zeigt ihre Abgründe, ihre Begierden, Abhängigkeit und Schulden, die abzubezahlen sind, Verstrickungen im dörflichen System.

»Generationen von Kindern und Tanten, die lächelten, während Väter im Hintergrund Zeitung lasen, Väter in der Ferne rauchten, Väter abseits standen. Er war wie diese Fraser-Väter. Unaufmerksam. Unzufrieden. Unnahbar.«

Ein heulender Killer, eine Frau, skrupellos, die sich einfach nimmt, was sie begehrt. Bändchen hin oder her, Ja oder Nein, letztendlich geht es um Begierden und Geld. Legales und Illegales, Moral verschwimmt, wenn es dem Zweck der Menschen dient. Auch der Polizei geht es nur um das Budget, wer ist zuständig, wer kassiert am Ende die Kohle? Die moralische Instanz: Eine aufrechte DI Morrow, die ihren eigenen Bruder Danny ins Gefängnis brachte, weil er unaufhörlich gegen das Gesetz verstieß, eine alleinerziehende Frau, die aufgeblasene Typen nicht leiden kann, ob Gangster, Vorgesetzte oder sonstwer. Sie kann zuhören, ihre Schlüsse zwischen den Zeilen lesen, sie hat ein Gespür für Menschen. Wer schottische Idylle sucht, liegt mit diesem Buch falsch, ebenso, wer meint, das am Ende alles gut wird … 

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Haverss avatar

Rezension zu "Blut Salz Wasser" von Denise Mina

Eines der diesjährigen Highlights des Genres
Haversvor 6 Monaten

Eine Frau verschwindet spurlos mit einem riesigen Batzen Geld, generiert durch zwielichtige Geschäfte. Eine andere kommt nach vielen Jahren Abwesenheit zurück in ihre Heimatstadt. Eine dritte wird am Ufer des Loch Lomond erschlagen in diesem versenkt. Und dann ist da noch DI Alex Morrow, die es auf ihrer Suche nach dem verschwundenen Geld nach Helensburgh verschlägt.

Helensburgh, idyllische Kleinstadt der Reichen und Schönen im Glasgower Speckgürtel, gespalten in zweierlei Hinsicht. Zum einen steht das Unabhängigkeitsreferendum ins Haus, was für eine angespannte Atmosphäre unter der Bevölkerung sorgt, zum anderen gibt es hier neben den properen Wohngegenden mit Bio-Restaurants und Charity-Shops auch die schäbigen Sozialwohnungen, in denen die weniger vom Glück Begünstigten leben. Solche wie Ian Fraser, die sich auf krumme Geschäfte einlassen, in Auftrag gegeben von dem Boss mit weißem Kragen und schicker Villa.

Dreh- und Angelpunkt in „Blut Salz Wasser“ (fünfter Band der Reihe mit DI Morrow) sind die verschwundenen sieben Millionen Drogengeld, die Roxanna Fuentecilla durch Immobilienkäufe waschen sollte. Zu dumm, dass dieser Markt bis zum Ergebnis des Referendums brachliegt. Aber um Roxanne geht es nur Alex Morrow. Alle anderen, inklusive der schottischen Polizeispitze und der Londoner Met, sind nur an der Wiederbeschaffung des Geldes interessiert, um damit ihren notorisch klammen Etat zu erhöhen.

Alles ist mit allem verbunden in Denise Minas komplexen Roman, der weit mehr als ein Krimi ist. „Blut Salz Wasser“ ist eine Bestandsaufnahme der schottischen Gesellschaft. Verschiedene Handlungsstränge, virtuos geplottet und gekonnt verknüpft. Mina erzählt nicht reißerisch sondern bildet Realität ab und vermittelt dem Leser so über Individuelles die Zusammenhänge des großen Ganzen. Das alles mit einer Prise humorvoller Ironie und jeder Menge Empathie für die Menschen.

Die Grenzen zwischen Gut und Böse verschwimmen, man fühlt mit den kleinen Ganoven und hofft für sie auf einen guten Ausgang. Gleichzeitig weiß man, dass im richtigen Leben nicht immer alles gut ausgeht und es die Hintermänner sind, die in der Regel ungeschoren davonkommen.

„Queen of Tartan Noir“, diesen Titel hat sich Denise Mina redlich verdient – und „Blut Salz Wasser“ ist ohne Frage eines der diesjährigen Highlights des Genres. Dem ist nichts mehr hinzuzufügen. Punkt.

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