Denise Rudberg

 3,9 Sterne bei 27 Bewertungen

Lebenslauf von Denise Rudberg

Denise Rudberg, 1971 in Stockholm geboren, studierte Filmwissenschaft und Dramaturgie in New York. Zusammen mit Camilla Läckberg moderierte sie im schwedischen Fernsehen eine Kultur- und Literatursendung. In Schweden ist sie eine Bestsellerautorin.

Quelle: Verlag / vlb

Neue Bücher

Cover des Buches Der Stockholm-Code - Die zweite Botschaft (ISBN: 9783746637471)

Der Stockholm-Code - Die zweite Botschaft

Erscheint am 20.09.2021 als Taschenbuch bei Aufbau TB.

Alle Bücher von Denise Rudberg

Neue Rezensionen zu Denise Rudberg

Cover des Buches Der Stockholm-Code - Die erste Begegnung (ISBN: 9783746637099)winniehexs avatar

Rezension zu "Der Stockholm-Code - Die erste Begegnung" von Denise Rudberg

Mitte mehr Frauenpower
winniehexvor 3 Monaten

1940, Schweden: Das Schicksal führt Signe, Elisabeth und Iris, die unterschiedlicher nicht sein könnten, in Stockholm zusammen. Sie alle müssen hier einen Neuanfang wagen, während die Bedrohung durch die Nazis in Europa immer größer wird. Die drei werden aufgrund ihrer mathematischen Begabung ausgewählt, an einem geheimen Projekt teilzunehmen: Sie sollen dabei helfen, die Funknachrichten der Nazis zu entschlüsseln und nach versteckten Botschaften zu durchsuchen. Doch jede der drei Frauen birgt ein Geheimnis – und eines Tages werden sie von ihrer Vergangenheit eingeholt ...(Klappentext Buch/Verlag)

 

Der Klappentext von dem Buch hat mich sofort angesprochen, da es um 1940 handelt und wir damit mitten im zweiten Weltkrieg sind. Aber nicht nur das hat mich angesprochen, sondern auch, dass die drei Frauen in der Geschichte nicht nur Frauen an sich sind, sondern eine wirkliche Begabung haben. Die drei Frauen sind sehr unterschiedlich, während die eine aus gutem Hause kommt, ist die andere vom Lande und Iris kommt sogar aus einem anderen Land mit Kindern. Was mich wirklich begeistert hat ist, dass man hier auch mal aufzeigt, dass Frauen in naturwissenschaftlichen Bereichen auch sehr gut sein können. Hingegen gefiel es mir aber wiederum nicht, dass man trotzdem des Zeitalters und der Intelligenz der Frauen, Sie trotzdem nur als „einfache Frauen“ angesehen hat. Das Sie mal in einen Ingenieur überlaufen könnte und damit einen Mann in den Schatten stellen kommt an dieser Stelle nicht vor. Zwar werden die Frauen klar hervorgehoben, aber trotzdem noch ziemlich sanft behandelt und benannt, dass fand ich sehr schade.

Ansonsten ein wirklich interessantes und ansprechendes Buch, was auf einen zweiten Teil hoffen lässt.

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Cover des Buches Der Stockholm-Code - Die erste Begegnung (ISBN: 9783746637099)Bellis-Perenniss avatar

Rezension zu "Der Stockholm-Code - Die erste Begegnung" von Denise Rudberg

Geheimdienstarbeit ist meist unspektakulär
Bellis-Perennisvor 5 Monaten

Dieser Roman ist der Auftakt einer Reihe rund um Elisabeth, Iris und Signe, drei höchst unterschiedliche Frauen, die eines gemeinsam haben: eine mathematische Begabung, die der schwedischen Regierung helfen soll, die abgehörten, aber verschlüsselten Nachrichten der Nazis zu dechiffrieren. 

Die Hintergründe, warum sich die drei Frauen 1940 in Stockholm aufhalten, erfährt der Leser so nach und nach. 

Während Elisabeth eine behütete Tochter aus wohlhabendem Haus ist, muss Signe ihre Familie verlassen, weil sie sich weigert, ihren Schwager zu heiraten, um ihrem Neffen die Mutter zu ersetzen. Iris ist selbst Mutter zweier Söhne und ist mit ihnen aus Estland geflüchtet, das von Nazi-Deutschland bedroht wird. Iris‘ Mann, ein Physiker, ist Halbjude. Dass sie 1938 Zeuge eines spektakulären Selbstmordes wurden, wird erst auf den letzten Seiten des ersten Teils relevant, womit sich der Kreis zum Prolog schließt. 

Meine Meinung: 

Über die Rolle Schwedens während der NS-Zeit weiß man im Allgemeinen nicht allzu viel. Das Königreich ist neutral, bemüht sich Flüchtlinge aufzunehmen - Österreichs späterer Bundeskanzler Bruno Kreisky war einer von ihnen.  

Das Setting gefällt mir gut. Es ist ein Roman der leisen Töne. Wer einen Spionagethriller sucht, ist hier falsch. Hier wird akribisch in abgehörten Funksprüchen recherchiert, auf Auffälligkeiten und mathematische Wiederholungen geachtet. Geheimdienstarbeit besteht nicht aus tollkühnen Aktionen à la James Bond, sondern aus oft langweiliger Detailarbeit. 

Es scheint, als diene dieser erste Band lediglich dem Kennenlernen der Protagonistinnen. Der Cliffhanger, mit dem das Trio nun auseinandergerissen werden könnte, zeigt, dass die Schatten der Vergangenheit über jeder bedrohlich hängen.  

Die Stimmung ist sehr gut eingefangen. Dass es auch in Schweden Sympathien zum NS-Regime gegeben hat, lässt sich auch erahnen. 

Fazit: 

Ein gelungener Reihenauftakt, dem ich gerne 4 Sterne gebe.

 

 

 

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Cover des Buches Der Stockholm-Code - Die erste Begegnung (ISBN: 9783746637099)Elenchen_hs avatar

Rezension zu "Der Stockholm-Code - Die erste Begegnung" von Denise Rudberg

Stockholm im 2. Weltkrieg
Elenchen_hvor 7 Monaten

Stockholm, 1940: Die Wege dreier unterschiedlicher Frauen kreuzen sich. Während Elisabeth noch bei ihren Eltern wohnt und eine selbstbewusste und eigensinnige junge Frau ist, reist Signe von einem ländlichen Hof nach Stockholm, um dort einem Professor im Haushalt zur Hand zu gehen. Iris musste mit ihren beiden Kindern aus Estland fliehen und sucht nun in Schweden Schutz. Durch eine Verkettung von Zufällen bekommen die drei Frauen die Chance, ihr Land im 2. Weltkrieg zu unterstützen...


"Der Stockholm-Code: Die erste Begegnung" von Denise Rudberg ist ein historischer Roman ganz nach meinem Geschmack. Elisabeth, Signe und Iris sind drei ganz wunderbare Protagonistinnen, die für sich selbst und andere einstehen und das auf ihre ganz eigene Weise. Sie sind alle sehr unterschiedlich, haben aber trotzdem alle drei ihre eigenen Ziele und würden für die anderen ihre Hand ins Feuer legen. Das hat mir sehr gut gefallen. Am meisten mochte ich aber Elisabeth - ihr Selbstbewusstsein und ihre Stärke fand ich so erfrischend.


Bei dem Buch handelt es sich um den Auftaktband einer Reihe - das merkt man dem Roman auch an. Oft bemängele ich viel Vorgeplänkel bei Auftaktbüchern, hier hat mir der Aufbau der Geschichte aber sehr zugesagt. Als Leser*in erfährt man zunächst einiges über die einzelnen Frauen und kann sich so ein Bild von ihnen und den Umständen der Zeit machen. Was natürlich gemein war, war das Ende. Das Buch endet mit einem richtig fiesen Cliffhanger und ich kann es kaum abwarten, dass der zweite Band erscheint.


Kurzum: ich mochte den Schreibstil, ich mochte das Setting und ich mochte die Figuren. Da empfehle ich "Der Stockholm-Code" gerne weiter, vor allem an Liebhaber*innen historischer Romane aber auch an Lesende, die dieses Genre gerne mal ausprobieren würden.

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