Deniz Aykanat

 4.5 Sterne bei 4 Bewertungen

Alle Bücher von Deniz Aykanat

Cover des Buches Die Isartürkin (ISBN:9783453285484)

Die Isartürkin

 (4)
Erschienen am 18.03.2019
Cover des Buches Die Isartürkin (ISBN:9783954716647)

Die Isartürkin

 (0)
Erschienen am 18.03.2019

Neue Rezensionen zu Deniz Aykanat

Neu

Rezension zu "Die Isartürkin" von Deniz Aykanat

Bayern oder Türkei??
Lisa0312vor 2 Monaten


Die Journalistin Deniz Aykanat schreibt  in ihrem Buch über ihre Kindheit,Jugend und jetziges Leben zwischen zwei Welten,die eigentlich gar nicht so verschieden sind oder doch??
Mit viel Witz,Charme und Selbstironie erzählt sie wie es ist mit einem türkischen vater und einer bayrische Mutter samt Bruder aufzuwachsen. Ob das jetzt in München oder Marmaris ist. Für sie ist es nicht Einfach. Sie macht aber das beste aus beidem.
Denn sie ist ja auch beides,einfach eine Isartürkin.

Mit viel Witz ,Charme und Ironie gibt sie dem Leser aber auch ein kleinen Schubs gegen Vorurteile.
Schließlich muss nicht jeder Türke dunkelhaarig sein und Knoblauch lieben und nicht jede Bayerin trägt Dirndl und ißt nur Weisswurst.
Ich hätte viel Spaß beim Lesen und hab auch mal Tränen gelacht.

Den Nobelpreis für Literatur wird's nicht geben. Wer aber einfach mal was zum lachen will, dem kann ich das Buch nur empfehlen.

Kommentieren0
12
Teilen

Rezension zu "Die Isartürkin" von Deniz Aykanat

Zwischen Baklava und Butterbreze
buecherwurm_invor 4 Monaten

Die SZ-Journalistin Deniz Aykanat hat aus ihrer Kolumne „Die Isartürkin“ ein Buch gemacht. Liebevoll, lustig und ein bisschen nostalgisch erzählt sie von ihrer Kindheit in München und Marmaris, wie es ist, als weißes, blondes Mädchen in der Türkei zu leben und als Frau mit türkischem Namen in Deutschland auf Wohnungssuche zu sein. Sie beschreibt die kulturellen Unterschiede zwischen Bayern, Deutschland und der Türkei und vor allem die unendlich vielen Ähnlichkeiten.
Mit dem Buch liefert die Autorin außerdem eine Liebeserklärung an die türkische Sprache, die mit ihren blumigen Ausdrücken und bildhaften Sprichwörtern zu unausweichlich brüllend komischen Situationen führt, wenn sie eins zu eins ins Deutsche übersetzt werden. So wechseln auch die Kapitelüberschriften zwischen bayrischen und türkischen Sprichwörtern, und wärmen damit ein bisschen das Herz.

Ein wunderbares Buch für alle, die mehr über Türk*innen in Bayern und Bayer*innen in der Türkei erfahren wollen. Für mich als im fernen Berlin lebende gebürtige Münchnerin waren die Erzählungen ein tolles Mittel gegen die Sehnsucht nach Butterbrezn, Obazda und der Verwendung des Wortes „Schmarrn“, gleichzeitig konnte ich viel Neues dazulernen (zum Beispiel, dass das Wort meiner Jugend „Oida lan“ ein bayrisch-türkischer Fusionsausdruck ist). Es ist natürlich keine tiefgründige Abhandlung über Islamphobie oder Rassismus in Deutschland, die Themen werden aber durchaus angesprochen und sind dank des leichten Schreibstils und des gemächlichen Tempos auch für die zugänglich, die sich sonst wenig damit befassen. Aufklärungsarbeit ist aber auch nicht unbedingt Ziel der Geschichten. Es ist in erster Linie ein schönes, unterhaltsames Buch, das Lust macht auf Meer, Olivenöl und Wiesn.

Da ich meine halbe Kindheit bei einer türkischen Familie in der Wohnung gegenüber verbrachte, kamen beim Lesen auch einige Erinnerungen an damals wieder hoch – und jede Menge Erklärungen für vieles, was ich zu dem Zeitpunkt nicht verstanden habe. Eins wusste ich aber schon damals: Bayern und die Türkei, das sind zwei sich wunderbar ergänzende Kulturen. 

Kommentieren0
1
Teilen

Rezension zu "Die Isartürkin" von Deniz Aykanat

Ein Wahnsinnsding zum Dingern...
Hilou81vor 5 Monaten

Zum Inhalt:
Was passiert, wenn ein Mann der Enge einer zentralanatolischen Beamtenstadt, und eine Frau der Enge der zentralkatholischen Oberpfalz entflieht, und sie sich im Deutschland der 70er Jahre über den Weg laufen? Dann entsteht eine multikulturelle Liebe, aus der eine Isartürkin wie die Journalistin Deniz Aykanat hervorgeht. Ihre Kindheit verlief zwischen Marmaris und Bayern und zwischen deutsch, türkisch und der Dingssprache ihres Vaters, worüber sie uns mit Witz und Begeisterung erzählt und uns das Beste aus beiden Kulturen aufzeigt.

Meine Lesererfahrung:
Ich kannte die SZ-Kolumne der Autorin, worauf dieses Buch basiert, nicht, als ich mit dem Lesen begann. Deniz Aykanat schreibt witzig und voller Selbstironie über ihre Erlebnisse als Tochter eines Türken und einer Deutschen, die mir als Deutschtürkin viele amüsante Lesemomente beschert und eigene ähnliche oder sogar haargenau gleiche Erinnerungen in mir wachgerufen haben. 

Sei es die Qual mit dem ewig falsch ausgesprochenen Namen, die Fragen um die eigene Identität und Zugehörigkeit oder einfach die Sommerurlaube in der Türkei, die immer mit einer tagelangen Fahrt im Auto mit rauchenden Eltern begonnen haben, ich hatte viele amüsante Lesemomente, die mich in meine eigene Kindheit getragen haben. Besonders lustig fand ich die Lausbubgeschichten über den Bruder der Autorin und die schönen Kindheitserinnerungen in Marmaris sowie die sprachliche Kreativität des Vaters alles mit nur einem "Dingswort" umschreiben zu können. Ich habe mich oft dabei ertappt, wie ich an einigen Stellen laut aufgelacht habe. Es war definitiv eine gute Idee, die Beiträge der SZ-Kolumne in einem Buch zusammen zu fassen. Ebenfalls war es eine gute Idee, überhaupt über die Kindheit als ein deutschtürkischer Mischling zu schreiben und uns an den Anekdoten voller garantierter Lacher teilhaben zu lassen. 

Fazit:
Aus der höchst amüsanten Kolumne der Journalistin ist ein absolut tolles und lesenswertes Buch entstanden, das einerseits zum Nachdenken über Vorurteile gegenüber Fremdartigem und andererseits zur Selbstkritik der eigenen Kultur betreffend anregt. 

Kommentieren0
19
Teilen

Gespräche aus der Community

Neu

Starte mit "Neu" die erste Leserunde, Buchverlosung oder das erste Thema.

Community-Statistik

in 5 Bibliotheken

auf 1 Wunschlisten

Worüber schreibt Deniz Aykanat?

Was ist LovelyBooks?

Über Bücher redet man gerne, empfiehlt sie seinen Freunden und Bekannten oder kritisiert sie, wenn sie einem nicht gefallen haben. LovelyBooks ist der Ort im Internet, an dem all das möglich ist - die Heimat für Buchliebhaber und Lesebegeisterte. Schön, dass du hier bist!

Mehr Infos

Buchliebe für dein Mailpostfach

Hol dir mehr von LovelyBooks