Die Farben im Spiegel

von Deniz Selek 
4,3 Sterne bei23 Bewertungen
Die Farben im Spiegel
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Positiv (18):
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Eine bittersüße Liebesgeschichte voller Herzenswärme, Lebensweisheit ohne Kitsch

Kritisch (2):
B

Abgebrochen! Vieel zu schleppende Geschichte!

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Inhaltsangabe zu "Die Farben im Spiegel"

Ein atmosphärischer Liebesroman im Taschenbuch von der Deutschtürkin Deniz Selek über eine Beziehung zwischen zwei Kulturen.
Eine Liebesgeschichte zwischen Orient und Okzident – hochemotional, berührend, dramatisch.

Alev und Koray wachsen zusammen in Istanbul auf, beide mit einer deutschen Mutter und einem türkischen Vater. Es ist eine Sandkastenliebe,
die nicht aufhört, als sie die Türkei verlassen; auch nicht, als sie sich in andere Menschen verlieben und Kinder großziehen.
Sie hört nicht auf, obwohl sie die meiste Zeit ihres Lebens getrennt voneinander verbringen.
Als Alev daran denkt, auszubrechen aus den engen Grenzen ihrer Existenz in Deutschland, tauchen auch die Erinnerungen an den Liebsten ihrer Jugend wieder auf - und Fragen:

Kann es Liebe geben, die bleibt, ganz gleich, was geschieht?
Die einfach bleibt, weil sie den richtigen Ort gefunden hat?

Das eindrucksvolle Porträt einer lebenslangen Liebe.

Buchdetails

Aktuelle Ausgabe
ISBN:9783426305751
Sprache:Deutsch
Ausgabe:Flexibler Einband
Umfang:304 Seiten
Verlag:Droemer Taschenbuch
Erscheinungsdatum:01.08.2017

Rezensionen und Bewertungen

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    EvelynMs avatar
    EvelynMvor 10 Monaten
    Kurzmeinung: Eine bittersüße Liebesgeschichte voller Herzenswärme, Lebensweisheit ohne Kitsch
    Eine bittersüße Liebesgeschichte

    Alex und Koray wachsen als Kinder eines türkischen Vaters und einer deutschen Mutter in zwei befreundeten Familien auf. Sie sind Freunde und teilen ein ähnliches Leben voller Liebe, eingebettet in die türkische Familie ihrer Väter. Alev ist zurückhaltend, unsicher, zaghaft und ängstlich. Wie aufregend aber auch beängstigend muss ihr da das Verhalten von Koray vorkommen. Koray ist frech, unternehmungslustig und freiheitsliebend. Die beiden spüren eine Verbindung zueinander, welche sich Alev jedoch nicht eingestehen will. Die gesellschaftliche Kluft zwischen den beiden scheint für sie unüberwindbar zu sein.
    Als Alevs und Korays Familien nach Deutschland ziehen, fühlt sich Alev wie ein Fremdkörper. Sie ist zwar der deutschen Sprache mächtig, doch ihr fehlt sich entwurzelt, während ihre Mutter in ihrer Heimat geradezu aufblüht. Alevs Vater scheint sie immer vor der Welt beschützen zu wollen und es grenzt schon an Gängelei, wie er sie behandelt. Zudem verliert sie den Sonderstatus, den sie in der Türkei hatte: als blondhaariges und blauäugiges Mädchen war sie dort die Sensation. In Deutschland ist sie dagegen ganz „gewöhnlich“ und wird mit der Hochbegabung ihres Bruders Dalan konfrontiert. Sie zieht sich zunehmend zurück und flüchtet in die Einsamkeit. Koray dagegen lebt sich aus. Kein Risiko ist ihm zu groß um es zu scheuen. Alev und Koray bleiben einander verbunden. Dieses Gefühl geht viel tiefer, als sich Alev eingestehen will und so entflieht sie ihrem Elternhaus durch eine Beziehung mit dem leidenschaftlichen, kontrollsüchtigen, eifersüchtige und egoistischen Laurenz. Ihre Ängste, die sie schon ihr Leben lang mit sich trägt, lassen sie nie los und sie fügt sich immer wieder in ihr fremdbestimmtes Leben – es bietet ihr eine gewisse Sicherheit und für ein selbstbestimmtes Leben fehlt ihr der Mut.
    Alev und Koray ziehen sich magisch an. Bei ihm kann sie so sein, wie sie ist und sich auch fallen lassen. Trotzdem glaubt sie nicht an ihre Liebe und flüchtet immer wieder vor ihm. Koray dagegen verlangt nie eine Entscheidung von ihr und ist für sie da – auch wenn die beiden drohen, sich aus den Augen zu verlieren. Alev und Koray verbindet eine ungewöhnliche Liebe, die Jahre, Beziehungen und Schicksalsschläge überdauert. Doch scheint sie unerfüllt zu bleiben.

    Deniz Selek hat die Gabe, die Leser so in ihre Geschichten mitzunehmen, dass ihm nach dem Ende die Hauptfiguren fehlen – als wären sie Familienmitglieder oder Freunde. Dabei muss sie nicht in die Kitsch-Kiste greifen oder Klischees bedienen. Mit „Die Farben im Spiegel“ ist ihr ein sehr gefühlvoller Liebesroman voller Herzenswärme, viel Ehrlichkeit und ein Schuss Lebensweisheit gelungen. Sie zeigt Alevs Zerrissenheit ganz anschaulich und beschreibt sehr gelungen, wie uns Erziehung aber auch unsere kulturelle Prägung formen. Zudem wiederholen sich die „Fehler“ bzw. Entscheidungen der Eltern bei deren Kindern und dies zu erkennen und den „Teufelskreis“ zu durchbrechen, ist oft schwierig und mühsam. Doch es lohnt sich und lässt den Menschen reifen. Bei diesem Roman sind zudem alle Sinne gefordert, denn die Beschreibung der kulinarischen Köstlichkeiten ließ mir das Wasser im Mund zusammenlaufen und ich konnte die Gerichte fast riechen. Ich habe jede Seite genossen und fühlte mich bisweilen auch an „Die Frauen am Meer“ erinnert.
    Von solchen Geschichten kann ich nicht genug bekommen und ich hoffe, dass ich noch so manches Buch von Deniz lesen kann.

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    calimero8169s avatar
    calimero8169vor 10 Monaten
    Kurzmeinung: Die Liebe tief im Inneren, die nimmt man mit!
    Die Liebe tief im Inneren, die nimmt man mit!

    Inhalt

    Die 45-jährige Alev steht zwischen zwei Männern. Mit dem einen hat sie Kinder und einen gemeinsamen Alltag. Mit dem anderen, Koray, verbindet sie eine gemeinsame Kindheit und die erste Liebe. Seitdem kreisen sie umeinandern, verlieren sich, können sich nicht vergessen.Die Geschichte einer liebe, die manchmal flüchtig ist und dennoch alles einfordert. Haben Alev und Koray noch eine Chance?

    Eindruck

    Flüchtig ist die Liebe manchmal vielleicht, aber es ist die einzig wahre, die große, die tiefe, die alles überdauernde und alles ertragende Liebe. Diese eine, die wahrscheinlich die wenigsten Menschen in ihrem Leben finden. Vorbehaltlos, bedingslos, kompromißlos. Wenn... ja, wenn wir sie nur erkennen, uns zu ihr bekennen und sie leben. Wenn wir die Gefühle unterdrücken, uns nicht trauen, dem anderen unser Innerstes zu offenbaren, leiden wir still und tief in uns selbst - ein Leben lang. Wenn wir begriffen haben, dass da ein Mensch ist, der im gleichen Takt funktioniert wie wir selbst, der uns versteht, den wir verstehen und bei dem wir das Gefühl haben zu Hause zu sein, dann sollte uns nichts davon abhalten, diesem Menschen unsere Liebe zu gestehen, egal was passiert, egal wie dieser Mensch zu uns steht. Nur wenn wir Gewissheit bekommen, können wir ein Leben mit oder ohne diesen führen. Doch die Ungewissheit es nicht einmal versucht zu haben, wird an uns nagen.

    "Die Farben im Spiegel" ist jedoch nicht nur eine Geschichte über die eine wahre große Liebe sondern auch die Frage, welche Farben sehen wir wenn wir in den Spiegel schauen? Unsere oder die unserer Eltern? Ganz deutlich macht Deniz Selek, das wir die Verhaltensweisen, Lebenseinstellungen, Tradition aber vor allem auch die Fehler unserer Eltern aufsaugen wie ein Schwamm und ob wir wollen oder nicht, diese eins zu eins fortführen und an unsere Kinder weitergeben.

    Dieses Buch wird meine zweite Bibel, denn es hat mir - wie kein anderes Buch bisher - die Augen geöffnet, dass ich Sklave meiner Erziehung bin, gefangen in den Mustern derer, die an mir herumgefeilt haben. Wenn ich meine eigenen Farben sehen will, muss ich anders handeln, muss für mich das angenehme und sinnvolle aus meiner Kindheit und Jugend herausfiltern und daraus meine bunte Palette zusammenstellen. Finde ich dann den richtigen Pinsel, male ich mir mit gekonnten Strichen ein Bild der Erfüllung und Zufriedenheit - egal wie alt ich bin, egal in welchem Leben ich gerade stecke.

    Wie immer hat Deniz Selek gefühlvoll, liebevoll und ehrlich die deutsch/türkischen Kulturen vereint ohne die Schwierigkeiten zu verstecken, die sich nun einmal bei diesen großen Unterschieden ergeben. Aber wie schon in ihrem Roman "Die Frauen am Meer" macht sie deutlich, dass es funktionieren kann, wenn wir aufeinander zugehen. Und ihre Liebe zu beiden Wurzeln wird durch farbenfrohe Bilder und genussvolle kulinarische Beschreibungen deutlich. Deniz' Bücher liest man nicht nur, man fühlt, riecht und schmeckt sie - man GENIESST.

    Fazit

    Mein sechstes Buch von Deniz, dass ich niemals wieder hergeben werde, hüte wie einen Schatz und wieder und wieder lesen werde.

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    Lesemamavor 10 Monaten
    Kurzmeinung: Eine bewegende Geschichte
    Zwischen zwei Kulturen

    Bewertet mit 5 Sternen

    Zum Buch:
    Alev und Koray wachsen zusammen in Istanbul auf, beide mit einer deutschen Mutter und einem türkischen Vater. Es ist eine Sandkastenliebe,
    die nicht aufhört, als sie die Türkei verlassen; auch nicht, als sie sich in andere Menschen verlieben und Kinder großziehen.
    Sie hört nicht auf, obwohl sie die meiste Zeit ihres Lebens getrennt voneinander verbringen.
    Als Alev daran denkt, auszubrechen aus den engen Grenzen ihrer Existenz in Deutschland, tauchen auch die Erinnerungen an den Liebsten ihrer Jugend wieder auf - und Fragen:
    Kann es Liebe geben, die bleibt, ganz gleich, was geschieht?

    Meine Meinung:
    Ich habe schon "Die Frauen vom Meer" gelesen und geliebt und habe der Veröffentlichung des neuen Buches entgegengefiebert.
    Nun durfte ich wieder eintauchen in die wunderschöne Welt von Istanbul, welches ich noch nie Real gesehen habe, aber trotzdem das Gefühl hatte, ich bin mitten dabei.
    Deniz Selek hat die Gabe, alles so wundervoll zu beschreiben, dass man die Orangen vom Wagen riechen kann und die Autos hupen hört. Zudem ist es ihr so gut gelungen, die Zerrissenheit, die Alev wohl fühlt absolut authentisch zu beschreiben.

    In dieser Geschichte begleiten wir Alev von Kinderbeinen an, bis ins Erwachsenenleben. Ich habe dieses Buch von der ersten Seite an geliebt und genossen. Ich habe mich mit Alev und Korey gefreut, ih habe mit ihnen gelitten. Am Ende hatte ich Tränen in den Augen und wieder ein Buch, welches mich bin der ersten Seite an absolut gefangen hat.

    Fazit:
    Für mich war dieses Buch ein Lesehighlight und ich bin unsagbar froh, dass ich es lesen durfte.
    Eine wunderschöne, berührende Geschichte über die Gefühle zwischen zwei Kulturen gefangen zu sein. Alev hat ihren Weg gemacht und ich kann ihre Geschichte nur empfehlen

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    connychaoss avatar
    connychaosvor 10 Monaten
    Alev und Koray

    Alev und Koray kennen sich seit frühester Kindheit. Sie wuchsen in Istanbul auf und waren dort Nachbarn. Alev wuchs in beengten Verhältnissen auf, Koray luxuriöser. Und doch haben sie einiges Gemeinsam, ihre Mütter sind Deutsche, die Väter stammen aus der Türkei. Beide verschlägt es noch im Kindesalter nach Deutschland, sie bleiben weiterhin eng verbunden und doch entfernen sie sich voneinander. Sie lieben sich aber schaffen es nicht zueinander. Was wäre geschehen, wenn sie weiter in Istanbul geblieben und miteinander aufgewachsen wären? Der Schreibstil liest sich wundervoll, sehr bildhaft, poetisch und berührend, ohne dabei kitschig oder schnulzig zu wirken. Alev und Koray finde ich beide sehr sympathisch, ich habe richtig mitgefiebert, ob und wann sie sich endlich kriegen und hätte Alev am liebsten ein paar mal durchgeschüttelt und auf den richtigen Weg gebracht. Istanbul und die anderen Schauplätze werden so farbenprächtig und lebendig beschrieben, man bekommt beim Lesen richtig Fernweh und möchte am liebsten in den nächsten Flieger steigen und selbst auf Alev und Korays Spuren wandeln.

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    FrauSchafskis avatar
    FrauSchafskivor 10 Monaten
    Kurzmeinung: Dieses Buch zu lesen, bedeutet mit den Figuren um ihre Liebe zu kämpfen.
    Liebe ist eine Entscheidung

    Alev und Koray kennen sich seit ihrer frühesten Kindheit und hatten immer schon eine besondere Verbundenheit zueinander. Im Laufe von 45 Jahren verlieren sie sich aus den Augen, treffen sich wieder, fühlen sich voneinander angezogen und kämpfen mit der Entscheidung um ihre Liebe.

     

    Wenn dieser Roman eines ganz deutlich macht, dann der Punkt, dass Liebe niemals einfach ist, dass sie einer bewussten Entscheidung bedarf und nicht zuletzt den richtigen Zeitpunkt. Das vermittelt Deniz Selek dem Leser äußerst plausibel, indem sie Alev und Koray unterschiedliche Gegenpositionen zur Seite stellt, die jeweils verkörpern, welche Entscheidung sie zu welcher Konsequenz führen wird. Das klingt nun sehr abstrakt, in Wirklichkeit ist es das aber nicht. Im Gegenteil ist die Autorin eine Meisterin darin, Gefühle zu transportieren und alle Sinne beim Lesen anzusprechen: Gerüche, Geräusche, Geschmäcker, all das scheint regelrecht real. Liebhaber von Aphorismen werden an diesem Roman ebenso ihre große Freude haben. Denn es wird an vielen Formulierungen deutlich, dass die Autorin sie dreht und wendet, ihren Klang prüft, um die perfekte Formulierung zu finden. Mir war das Stellenweise etwas zu opulent, aber insgesamt stören sie den Lesefluss nur wenig.

     

    Fazit: Dieses Buch hat mich herausgefordert. Ich habe gewütet und geschimpft, wollte die Figuren anstupsen, endlich zu sich selbst zu stehen, und musste zwischenzeitlich das Buch sogar zur Seite legen, weil ich mich so aufgeregt habe. Am Ende war ich dann doch versöhnt mit der Geschichte, weil es der Autorin gelingt, dass der Leser nachvollziehen kann, warum dieser Kampf notwendig und nicht zu umgehen war. Und so möchte ich den „Farben im Spiegel“ letztlich vier Sterne für das schlüssige Gesamtpaket geben.

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    simone_richters avatar
    simone_richtervor 10 Monaten
    Kurzmeinung: Von einer Liebe über Kontinente und Hindernisse hinweg zwischen Zerrissenheit und Hingabe - einfühlsam, bewegend. Eine klare Leseempfehlung!
    Eine Liebesgeschichte zwischen Orient und Okzident - berührend und erlebbar

    Unbedingt wollte ich diesen Roman über eine lebenslange Liebe zwischen 2 Kulturen lesen.

    Klappentext: Alev und Koray wachsen zusammen in Istanbul auf, beide mit einer deutschen Mutter und einem türkischen Vater. Es ist eine Sandkastenliebe, die nicht aufhört, als sie die Türkei verlassen; auch nicht, als sie sich in andere Menschen verlieben und Kinder großziehen.
    Sie hört nicht auf, obwohl sie die meiste Zeit ihres Lebens getrennt voneinander verbringen.
    Als Alev daran denkt, auszubrechen aus den engen Grenzen ihrer Existenz in Deutschland, tauchen auch die Erinnerungen an den Liebsten ihrer Jugend wieder auf - und Fragen:
    Kann es Liebe geben, die bleibt, ganz gleich, was geschieht?
    Die einfach bleibt, weil sie den richtigen Ort gefunden hat?

    Ich wurde nicht enttäuscht und mir hat der Roman gerade gefallen, weil man viel über die Zerrissenheit zwischen Orient und Okzident erfährt und die unterschiedlichen Lebensweisen. Dabei wird diese Beziehung von Alev in der Ich-Form sehr berührend und emotional erzählt. Das Buch liest sich schnell aufgrund der Konflikte des Lebens in Deutschland und der Kindheit in der Türkei. Es wird außerdem nie vorhersehbar und langweilig, weil Alev nicht den einfachen Weg wählt und ihr Leben aus einer "Schlängellinie" besteht, so bleibt man am Ball und möchte unbedingt wissen, wie es weitergeht. Der Roman hat eine große lebendige Ausstrahlung, wodurch man alles hautnah über Jahre und Hindernisse hinweg erlebt. Das Besondere daran sind die orientalischen Speisen, die Kultur, die Familien, welches die Zeilen erlebbar machen. Eine einzigartige Liebesgeschichte mit südländischem Flair! Ich bin so angetan von der einfühlsamen Schreibe, dass ich jetzt auch "Die Frauen am Meer" von Deniz Selek lesen möchte. Auch, weil sie als Deutschtürkin genau weiß worüber sie schreibt.

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    lieberlesen21vor einem Jahr
    Deutsch-türkisch

    „Die Farben im Spiegel“ ist ein 300 Seiten starker Roman von Deniz Selek. Er erzählt von Alev, inzwischen 45, im Rückblick ihrer Kindheit, ihr Zusammentreffen mit der türkischen auf die deutsche Kultur, das Leben in einer Großfamilie und die Begegnung einer ebenfalls Deutsch-Türkischen Familie, ihrer eigenen und ihren Problemen in den jeweils anderen Kulturen. ************************************************************************* Leider konnte mich der Roman nicht so überzeugen, er ist mir zu leise, eher beschreibend, denn Handlung. Mir gefiel auch nicht, mich in einem Roman mit Problemen, die sich in einer Ehe ergeben können, auseinander zu setzen. Allerdings sind die Charaktere sehr gut gezeichnet und beschrieben, der Leser kann sich gut, vor allem in Alev, hineinversetzen. Auch die landschaftlichen Beschreibungen sind sehr schön und der Leser kann sie vor seinem inneren Auge entstehen lassen und sich gut vorstellen. Sprachlich liest sich der Roman auch gut und ist oft auch sprachlich schön gestaltet. ************************************************************************ Geeignet für Leser, die sich für die Deutsch-Türkische Kultur interessieren, darüber kann man viel erfahren und damit verbunden auch die Zerrissenheit von Menschen, die in beiden leben und familiär zuhause sind und möglicherweise ihrem Jugendtraum nachlaufen.

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    Annafriedas avatar
    Annafriedavor einem Jahr
    Kurzmeinung: Liebe währt ewig...
    Eine wundervolle Geschichte über das Leben und die Liebe

    Alev liebt Koray und Koray liebt Alev - doch es soll fast ein halbes Leben dauern, bis sich diese Liebe erfüllt.
    Alev ist das Kind einer Deutschen und eines Türken. Sie und ihr Bruder leben mit der Familie in Istanbul. Sie wachsen auf mit den Gegebenheiten  und den Gebäuchen des Landes. Von Kindheit auf an begleitet sie die Nachbarsfamilie, zu der Koray, ein kleiner Junge gehört. Die Kinder genießen das Leben und besonders Alev steht oft im Mittelpunkt aufgrund ihres europäischen Aussehens. Alevs Mutter fühlt sich in der Türkei nicht heimisch und nach einigen Jahren zieht die Familie nach Deutschland. Während ihr Bruder sich gut einlebt, hat Alev Schwierigkeiten, sich in der Welt hier zurech zu finden. Sie empfindet die Menchen in ihrer neuen Umgebung kühl und alles ist ihr fremd. Es dauert einige Jahre bis sie siech eingelebt hat. Auch Korays Eltern ziehen kurze Zeit später mit ihren Sohn nach Deutschland. In den kommenden Jahren treffen die beiden Familien immer mal wieder aufeinander und Koray und Alev werden sich allmählich ihrer Gefühle füreinander bewusst. Trotz Entfernung und verschiedener Lebenswege verlieren sie sich nicht aus den Augen. Siegt am Ende die Liebe? Das wird hier nicht verraten!

    Die einzelnen Charaktere sind differenziert und gut dargestellt. Deniz Selek lässt uns in ihrem wundervollen Buch einen tiefen Blick auf das Leben zweier Menschen werfen, mit all' seinen Facetten. Fast poetisch muten die Beschreibungen von Orten und des orientalischen Lebens an. Und immer zieht sich das Liebesband der zwei Protagonisten durch bis hin zum Schluss. Hier ist der Blick auf das Auf und Ab des Lebens geworfen, genau so, wie es sich uns darstellt, und die Grundfrage, die es hier zu beantworten gilt, ist: Gibt es die wahre Liebe, und wird sie mich finden über Kontinente und Zeiten hinweg?
    .
    Ein berührendes und wirklich sehr gelungenes Buch in einer wundervollen Sprache, das mir noch lange in Erinnerung bleiben wird. Besonders empfehlenwert!

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    alupuss avatar
    alupusvor einem Jahr
    Kurzmeinung: Gibt es wirklich die wahre große Liebe?
    Kann aus einer Sandkastenliebe wirklich die wahre große Liebe werden?

    Kann aus einer Sandkastenliebe die wirklich wahre große Liebe werden?

     


     

     

    Inhaltsangabe: Ein atmosphärischer Liebesroman im Taschenbuch von der Deutschtürkin Deniz Selek über eine Beziehung zwischen zwei Kulturen. Eine Liebesgeschichte zwischen Orient und Oxident – hochemotional, berührend, dramatisch.

    Alev und Koray wachsen zusammen auf, beide mit einer deutschen Mutter und einem türkischen Vater. Es ist eine Sandkastenliebe, die nicht aufhört, als  sie die Türkei verlassen, auch nicht, als sie sich in andere Menschen verlieben und Kinder großziehen. Sie hört nicht auf, obwohl sie die meiste Zeit ihres Lebens getrennt voneinander verbringen. Als Alev daran denkt, auszubrechen aus den ewigen Grenzen ihrer Existenz in Deutschland, tauchen auch die Erinnerungen an den Liebsten ihrer Jugend wieder auf – und Fragen.

    Kann es Liebe geben, die bleibt, weil sie den richtigen Ort gefunden hat?

    Das eindrucksvolle Porträt einer lebenslangen Liebe.

    Meine Meinung: Alev und Koray wachsen in Istanbul im gleichen Haus auf mit einem großen Garten mit Gemüse und Bäumen, besonders Pinien. Alev liebt diese Pinien, deren raue Rinde, wo das goldene Harz herunter läuft. Sie muss jedes Mal daran fassen und ärgert sich, nicht weil sie schmutzig wird, sondern das goldene Harz zu braunen Klumpen wird. Auch liebt sie die süßen Kerne. Alev und Koray spielen zusammen und Koray sagt, dass er sie später heiraten wird. Koray wächst selbstbewusst (das Alev bewundert) mit eigenem Zimmer auf, während bei Alevs Familie der Wohnraum beengt ist, da auch noch die Großmutter, Tante Leyla und Bruder Dalan. Auch finanziell geht es ihnen nicht so gut, da Alevs Vater beim Militär ist. Alev liebt die Herzlichkeit der Menschen, die ihr auch immer wieder über den Kopf streichen, sie steht oft im Mittelpunkt. Alev verbringt in Istanbul die schönste Zeit (aus ihrer Sicht) ihrer Kindheit, während ihre Mutter sich in der Türkei nicht wohl fühlt und Heimweh hat. Sie bekommt von Korays Vater deutsche Literatur. Korays Eltern ziehen nach Deutschland und auch Alevs Eltern ziehen etwas später nach Hannover. Dort ist es kalt und auch die Menschen sind nicht so herzlich wie in der Türkei. Auch ihr Vater ist unzufrieden, da er nur Grundschullehrer ist und nicht an einer Uni unterrichtet. Nur ihre Mutter ist glücklich und sie merkt nicht, dass Alev unglücklich ist, denn nun steht auch noch Bruder Dalan im Mittelpunkt, da er zu den Hochbegabten zählt. Sie rebelliert gegen alles und fängt sich an zu schminken, was den Vater zur Weißglut bringt. Alev denkt oft an Istanbul und Koray. Sie kann Koray einfach nicht vergessen. Als sie von zu Hause wegläuft, fährt sie nach Hamburg um ihre Freundin zu besuchen, aber plötzlich steht sie vor Korays Schule. Sie fährt mit ihm nach Hause und kommt sich ärmlich vor, als er ihr die Villa zeigt. Sie wird von ihrer Mutter abgeholt, die aus dem Wagen von Korays Vater steigt. War es nur Zufall, dass die Beiden Kaffeetrinken waren? Später will Koray Alev besuchen, aber sie geht nicht ans Telefon, da sie sich für die ärmliche Wohnung und ihr Zimmer schämt.

    So kreuzen sich immer ihre Wege und sie können einander nicht vergessen. Alev sagt, wenn ich ganz fest an Koray denke, dann sehe ich ihn. Beide Großmütter begrüßen eine Verbindung zwischen Alev und Koray, aber ihr Vater ist total dagegen.  Alev träumt von der wahren Liebe, aber ist es nur ein Traum? Als Alev,  (nach dem sie erfahren hat, dass Koray Vater wird) eine Verbindung mit Laurenz eingeht glaubt sie, dass sie die wahre Liebe gefunden hat. Diese Verbindung wird  von Alevs Vater akzeptiert, aber Laurenz kontrolliert immer öfter Alev. Er ist eifersüchtig auf Koray, obwohl ihm Alev versichert hat, dass es nur eine Freundschaft ist. Diese Freundschaft, die schon seit der Kindheit existiert und nie aufhört. Man möchte Alev einen „Tritt in den Hintern“ geben, dass sie endlich anfängt wirklich zu leben. Ein Zitat aus dem Buch: „Das was ihr habt, Alev, ist keine Bürde, sondern ein kostbares Geschenk. Wenn du dich öffnest, wenn du dich traust, ihn zu lieben, dann liebst du auch dich selbst.“

    Fazit: Der Roman ist aus Alevs Sicht, also in der „Ich-Form“ geschrieben und ich hatte das Gefühl, dass viele eigene Erinnerungen und Erlebnisse von Deniz Selek einfließen. Er ist so bezaubern, berührend und bildhaft geschrieben, dass ich, als Leserin mitten im Geschehen war. Ich hatte auch plötzlich den Geschmack von Pinienkernen, die ich sehr liebe. Dieser Roman wird zwar als Liebesroman bezeichnet, aber er ist mehr als das. Er zeigt,  wie sich junge Türkinnen hier in Deutschland fühlen, auch wenn sie dazu noch einen strengen Vater haben. Sie lächeln zwar, aber sie sind so unglücklich, da hier doch diese Herzlichkeit fehlt und es nicht nur klimatisch kälter ist.

     

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    jenvo82s avatar
    jenvo82vor einem Jahr
    Kurzmeinung: Das Leben, die Liebe und die Kraft der Veränderung wecken Emotionen. Viel Wahrheit über die Gefühlswelt Liebender steckt in diesem Roman.
    Die Zwänge, in denen ich mich gefangen sah

    „Es gab ein Du und ein Ich, es gab manchmal ein Gefühl von Nähe, doch meist ein Gefühl von Ferne und Abschied. Wenn es denn ein Uns gab, war es zersplittert, aufgespalten in unzählige Atome, die umeinanderwirbelten und nur für kurze Augenblicke zu einer erkennbaren Form zusammenfanden.


    Inhalt


    Koray und Alev sind fast gleichaltrig und wachsen nebeneinander in Istanbul auf, ihre Eltern sind gute Freunde und beide haben eine deutsche Mutter und einen türkischen Vater. Diese Gemeinsamkeiten verbinden sie dauerhaft und lassen zunächst eine Freundschaft entstehen, die sich im Laufe der Zeit zu einer Liebesbeziehung entwickelt. Auch wenn es immer nur kurze Momente sind, die sie gemeinsam verbringen, so zeigt sich doch schon früh, dass sie einander die Welt bedeuten und der eine immer schon auf den anderen gewartet hat. Und obwohl sie später nach Deutschland ziehen und dort ein eigenständiges Leben mit anderen Partnern, eigenen Kindern und fern voneinander beginnen, bleibt diese unstillbare Sehnsucht erhalten, die zwischendurch wieder aufflammt, nur um dann erneut zu verebben. Keiner der beiden erzwingt mehr Nähe, keiner nimmt es sich heraus, das Leben des anderen zu bestimmen, auch wenn die Zeit ungenutzt verstreicht. Und während Koray darauf vertraut, dass sie das Schicksal irgendwann zueinander führen wird, kämpft Alev gegen ihre inneren Dämonen und um ein Urvertrauen, an dem es ihr bislang fehlte …


    Meinung


    Dieser Roman aus der Feder von Deniz Selek ergreift umfassend und sehr elementar die Gefühlswelt des Lesers. Mit einer großen Portion Emotionalität und Gedankengängen, die jeder Liebende nachvollziehen kann, begegnen uns hier zwei Menschen, die ihr Leben fern voneinander gestalten, ohne jemals den anderen aus den Augen zu verlieren. Es ist nicht nur ein klassischer Liebesroman, der eine dramatische, unglückliche Beziehung beleuchtet, es ist ein Buch über die Kraft der Liebe, über den Lauf der Dinge, über Menschen und Orte, die Spuren hinterlassen und gleichermaßen eine Hommage an das Gefühl der Heimat, der Erinnerungen, der unauslöschlichen Bilder, die sich in jungen Jahren tief in das Gedächtnis der Menschen graben und selbst zwischen den alltäglichen Anforderungen nicht verloren gehen.


    Die Autorin erzählt flüssig und einprägsam, gestaltet ansprechende Sätze und taucht sehr tief in die Gefühlswelt ihrer Protagonisten ein, so dass alle Handlungen nachvollziehbar und äußerst realistisch wirken. Beides Kennzeichen eines abgerundeten Romans, der nicht nur an der Oberfläche kratzt, sondern zeigt, wie vielschichtig und intensiv die Liebe sein kann, welche Ausprägungen aber auch Charaktereigenschaften die Menschen ausmachen und welche Grenzen bleiben, wenn man nicht bereit ist, sie eigenhändig zum Einsturz zu bringen.


     Wie ein Hilferuf nach mehr Zuversicht, nach Urvertrauen und echten Gefühlen hinter der aufgesetzten Maske wirkt die Argumentation einer jungen Frau, die lange nicht auf ihre Emotionen hören wollte und nun Schicht um Schicht gezwungen ist, ihr vermeintlich sicheres, erfülltes Leben umzukrempeln, um selbst zu einer anderen zu werden.


    Besonderes Augenmerk wird hier also nicht nur dem Paar gewidmet, sondern auch dem Entwicklungspotential des Einzelnen innerhalb und außerhalb einer Beziehung. Und so tritt automatisch auch eine gewisse Melancholie ein, die den Leser durch verpasste Chancen, beiseitegelegte Entscheidungen und aufgeschobene Gespräche erfasst. Eine Traurigkeit, die eine Liebesbeziehung nicht unbedingt braucht, der sie aber auch nicht immer entkommen kann.


    Fazit


    Ich vergebe volle Punktzahl für diesen ausführlichen, einzigartigen Roman über eine besondere aber auch generalistisch veranlagte Liebesbeziehung, die zahlreiche Gemütsregungen einfängt, die Menschen charakterisiert und vielschichtige äußere Umstände aufwirft. Ein Roman über die große Liebe, die sich durchaus zurückziehen kann, die verborgen schlummert aber nicht endet, die zunächst nur an die Oberfläche dringt, wenn sie Gelegenheit dazu bekommt, sich aber gegen alle Widrigkeiten durchzusetzen vermag, wenn man bereit ist, ihr ein Türchen zu öffnen. Ich empfehle den Roman all jenen, die gerne gefühlvolle, wahrheitsgemäße Geschichten über das Leben, die Liebe und die Kraft zur Veränderung lesen.

    Kommentare: 4
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    Gespräche aus der Community zum Buch

    Neu
    DenizSeleks avatar
    Ihr Lieben,

    dieses Mal hat es mit dem Start der Leserunde etwas länger gedauert, weil ich umgezogen bin. Aus dem großen Berlin zurück in meine Heimatstadt Hannover. War ein wichtiger und schöner Schritt, weil ich gemerkt habe, wie sehr mir dieses vertraute Umfeld all die Jahre gefehlt hat.
    Jetzt bin ich wieder richtig zu Hause und möchte Euch zu meiner neuen Leserunde einladen.
    Klar, natürlich auch wieder ein absolutes Herzensbuch ... kann gar nicht anders ...

    Darum geht's:

    Zwei Menschen, zwei Kulturen und eine große Liebe

    „Würdest du in einen Spiegel sehen, der dir deine große Liebe zeigt? Hättest du den Mut, jedem Moment deiner Kindheit, deiner Jugend und deines Erwachsenseins in die Augen zu blicken?

    Alev und Koray wachsen zusammen in Istanbul auf, beide mit einer deutschen Mutter und einem türkischen Vater. Es ist eine Sandkastenliebe, die nicht aufhört, als sie die Türkei verlassen; auch nicht, als sie sich in andere Menschen verlieben und Kinder großziehen. Sie hört nicht auf, obwohl sie die meiste Zeit ihres Lebens getrennt verbringen.

    Kann es Liebe geben, die bleibt, ganz gleich, was geschieht? Die einfach bleibt, weil sie den richtigen Ort gefunden hat?

    Ihr werdet es mir vielleicht bald sagen können.

    Bewirb Dich bis zum 31.10.2017 mit dem schönsten Kompliment, das man Dir je gemacht hat.

    Danke an den Droemer-Knaur Verlag für die 15 Exemplare und das Ermöglichen der Leserunde!

    Ich freue mich sehr auf den Austausch mit Euch!

    Alles Liebe
    Deniz
    DenizSeleks avatar
    Letzter Beitrag von  DenizSelekvor 10 Monaten
    Natürlich! Sehr sehr gern! ❤️‍
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