... die noch in den Kinderschuhen steckt.
Leider wird das Thema auf allzu typisch amerikanische Art - d.h. unbefriedigend seicht und die Einzelaspekte nur streifend - abgehandelt.
Unbedingt lobenswert aber ist das Engagement - in den USA gab es ein Projekt zum Thema, das findet sich im Buch wieder - und damit sind viele Aspekte bereits ein erstes Mal aufgegriffen und in eine gute Systematik gebracht.
Doch da - wo es spanend würde - bleibt das Buch unbefriedigend flach und die Antworten zu den fragen die es anreißt der Leserin schuldig. Ich wäre gerne sofort in die Tiefe eingestiegen.
Für andere mag es ein guter Anfang sein.
Die Schuld liegt NICHT bei den Autorinnen! Ich vermute es gibt noch nicht genug Stoff zum Vaterverlust - speziell für die Töchter. Da werden schlichtweg die komplexeren Forschungen noch fehlen, neben der gesellschaftlichen Wahrnehmung oder dem journalistischen Interesse - die auch kaum existieren. Ganz zu schweigen von belastbaren Studien oder Breitenerfahrungen im Therapeutischen, etc.
Das Buch gibt der Leserin aber eine Vorstrukturierung und Absteckung zum Themenkomplex, kann viele eigene Denkprozesse anregen und die eigene Auseinandersetzung fördern.
Dass das Thema Vaterverlust/Vaterentbehrung noch so bitter in den Kinderschuhen steckt ist traurig. Darum ist es um Vieles schlechter bestellt, als um das Thema der Kriegsenkel, obwohl es hierbei m.E. große Schnittmengen gibt. So z.B. in der Tradierung der Vaterlosigkeit von Generation zu Generation; verlorene Kriegsväter bewirken verschwindende oder (innerlich) abwesende Väter bei der Kriegsenkelgeneration.
Es gibt also noch viel Brachland zu beackern. Ich hoffe dies werden noch mehr fähige Frauen (oder Männer), als nur diese beiden Pionierinnen tun.
Mühsame Pionierarbeit ...


