Dennis Bartz Flankengott

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Inhaltsangabe zu „Flankengott“ von Dennis Bartz

Doch darum will ich mich heute bewerben, darf ich der Vater deines Kindes werden? Ein witziger und gefühlvoller Roman über Kinderwunsch, langjährige Beziehungen und DIE Liebe.

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  • Rezension zu "Flankengott" von Dennis Bartz

    Flankengott
    Buchrebellin

    Buchrebellin

    30. May 2012 um 02:03

    Wer mich ein wenig näher kennt, der weiß Steffi und Fußball, das sind zwei Dinge, die gehören zusammen wie Butter und Brot. Von daher war ich fast ein wenig traurig, als ich den dicken Aufdruck “Kein Fußballroman” auf dem Cover von “Flankengott” erblickte. Gott sei Dank, ist Dennis Bartz’ Debüt dann eben doch ein bisschen ein Fußballroman. Wenig genug, damit es jedem gefallen kann (auch fußballdesinteressierten Frauen und – soll es ja auch geben – Männern), aber doch genügend, um sich wiederzuerkennen, wenn Werder Fan Paul sich in die Höhle des Löwen wagt und bei den gegnerischen Fans im Stadion Platz nimmt, um überhaupt reinzukommen. Hier sei erwähnt, als BVB Fan macht es in der Schalke Kurve nich sooo viel Spaß! ;-) Aber kehren wir zum Buch zurück. Warum ich es jedem empfehle, der etwas übrig hat für amüsante und lockere Unterhaltung ist Paul selbst. Ein liebenswerter Chaot mit flotter Zunge, den Frau einfach liebhaben muss. Einer der weiß, was Freundschaft bedeutet, mit dem man Pferde stehlen kann und der nichts und niemanden jemals im Stich lassen würde. Aber trotz allem eben ein Mann, der für ein Stelldichein mit seiner Liebsten auch die ihm aufgetragenen Hausarbeit erledigt (oder es zumindest versucht), für ein Bier oder ein Playstation-Match mit den Kumpels alles liegen lässt und auch ansonsten so manches Klischee eines potenten jungen Mannes erfüllt. Nun ist “Klischee” für einen Roman eigentlich ein schlechtes Wort, aber seien wir doch mal ehrlich. Es gibt einfach Klischees in Bezug auf Männer und auch Frauen, die meistens stimmen und Bartz verkauft dies einfach so charmant und liebenswert, dass man manchmal glaubt die eigene Beziehung zu betrachten. Etwas zwiegespalten bin ich allerdings bei Tina, die mir über weite Strecken des Romans nicht richtig sympathisch war. Ihr Kinderwunsch in allen Ehren und natürlich musste sich da sowohl Paul, als auch sie selbst zu einer Entscheidung durchringen, aber auch in anderen Dingen ist Tina eine ganz schöne Meckerliese. Aber vielleicht liegt es auch nur daran, dass man Paul bereits nach wenigen Seiten zum persönlichen Teddybär erkoren hat und es nicht haben kann, wenn ihm jemand von der Seite anraunzt. Ansonsten scheint Tina ein töfftes Mädchen zu sein, wie sonst könnte sie Paul sonst so vergöttern. Letztlich lebt “Flankengott” aber von seiner lebendigen Sprache und einem unglaublichen Wortwitz. Manchmal führt dies zu kleinen Schmunzlern, zwischendurch aber auch zu wahren Lachsalven, wenn Paul mal wieder in ein besonders großes Fettnäpfchen tritt. Am Ende habe ich das Buch mit Bedauern zugeklappt und hoffe schon bald auf ein weiteres Buch von Dennis Bartz. Gern auch wieder mit Paul.

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  • Rezension zu "Flankengott" von Dennis Bartz

    Flankengott
    MeJulyTruly

    MeJulyTruly

    10. May 2012 um 08:43

    Inhalt: Kennt ihr "Paulina"? Nein? Dann habt ihr eindeutig was verpasst. Hinter "Paulina" stecken Paul und Tina. Ein junges Paar, die seit 7 Jahren ihr Leben miteinander verbringen. Während des Liebesaktes flüstert Tina Paul einen eindeutigen Satz ins Ohr "Paul mach mir ein Baby"! Ab hier ändert sich das Leben der zwei von Grund auf. Meinung: Dieses Buch ist wirklich einzigartig. So etwas authentisches und lustiges hab ich schon lange nicht mehr gelesen. Die 380 Seiten lesen sich weg, wie warme Semmel. Die Protagonisten Paul und Tina sind unheimlich sympathisch. Tina, für meinen Geschmack vielleicht ein bisschen zu herrisch, ist 26 Jahre und Krankenschwester. Paul, 29 Jahre, Sicherheitsmann in einem Kaufhaus. Die Zwei führen eine Beziehung wie jeder andere auch, mit Hochs und Tiefs und ganz viel Liebe. Als immer öfter das Thema Kinder auf den Tisch kommt, bekommt es Paul mit der Angst zu tun. All seine Freunde, haben entweder schon Kinder oder planen eins. Paul findet sein Leben aber toll so wie es ist. Da hat er aber nicht mit Tina gerechnet. Sie hat sich das Thema "Kinder" in den Kopf gesetzt. Während eines heißen Liebesspiels flüstert sie ihm ins Ohr "Paul mach mir ein Baby". Ab dem Zeitpunkt ist nichts mehr so wie es war. Und hier fängt die Geschichte wirklich an, interessant zu werden. Der gesamte Schreibstil ist locker-flockig und amüsant geschrieben. Man fühlt mit den allen Darstellern mit und fühlt sich mittendrin statt nur dabei. Genau das finde ich wahnsinnig gut an diesem Buch. Man meint wirklich Teil der Clique zu sein. Alles ist so authentisch geschrieben, dass man immer wieder mit dem Kopf schüttelt und sich denkt "jaja das kenne ich gut". Und sowas macht mich bei Büchern unheimlich an, denn sowas macht es besonders. Der Slogan "Kein Fußball-Roman" ist bedingt richtig. Denn ein bisschen geht es doch um Fußball und dann auch noch ausgerechnet um Werder Bremen. Aber gut, darüber sehe ich hinweg so als Bayerin. Das Cover hat mich ebenfalls total überzeugt. Ich finde das rot sehr schick und ist mal was ganz anderes im Bücherregal. Fazit: Ein Buch welches ich wirklich wärmstens empfehlen möchte. Ich war von Anfang mittendrin, hab mitgelitten, mitgestritten und mitgeweint. Deswegen sage ich euch --> Kauft es und ihr werdet es nicht bereuen. Und meine Damen, euch sage ich eins, ihr werdet euch sowas von widerfinden. Ich saß mehr als einmal da und dachte mir nur "typisch Männer".

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  • Rezension zu "Flankengott" von Dennis Bartz

    Flankengott
    fantastic-book-blog

    fantastic-book-blog

    24. March 2012 um 15:45

    Tina und Paul sind bereits seit 7 Jahren ein Paar und eigentlich läuft alles super zwischen den beiden. Sie führen eine überwiegend harmonische Beziehung und sind ein eingespieltes Team. Wie es jedoch oft der Fall ist, hat sich auch bei den Beiden der Alltag eingeschlichen. Was kommt nun? Was ist der nächste Schritt? Für Paul: Karriere. Für Tina: Ein Baby. Für Paul noch unverstellbar, er fühlt sich noch nicht bereit und würde lieber noch ein wenig warten, für Tina dagegen, gibt es keinen Grund noch länger zu warten, schließlich sind sie doch glücklich miteinander. Paul muss sich nun entscheiden...Für oder gegen ein Baby und damit auch für oder gegen Tina... Flankengott von Dennis Bartz bekommt von mir 4 von 5 möglichen Ahornblättern. Ich muss ehrlich sagen, selten hat mich ein Buch so zum Lachen gebracht, wie es dieses geschafft hat! Dem Autor gelingt es durch seinen sarkastischen Humor und durch seine ganz eigene Art mit typischen Klischees zwischen Mann und Frau umzugehen, seine Leser gut zu unterhalten. Es ist kein typischer "Männerroman" , in dem es nur um Fußball, Sex und den Macken der Frauen geht. Dieses Buch behandelt das Thema Kinder und Zukunft aus verschiedenen Blickwinkeln und regt seine Leser auch zum Nachdenken an, hat mir wirklich gut gefallen! Einen positiven Aspekt in diesem Buch möchte ich nochmal besonders hervorheben. Der Hauptprotagonist ist ein absoluter Werder Bremen-Fan, da ich aus Bremen komme, trifft der Autor da bei mir natürlich genau den richtigen Nerv! :D So konnte ich mich nochmal ganz anders in die Geschichte einfühlen. Aber auch durch andere Charaktere, hat dieses Buch an tiefe und Gefühl dazu gewonnen. Der eben erwähnte Hauptprotagonist, Paul, ist für mich so typisch Mann wie es eben nur geht. Mit all seinen Fußballlaunen, Männerabenden und und und, war er mir sehr sympathisch. Das weibliche Gegenstück, Tina, konnte mich leider nicht ganz so mitreißen. Während der Geschichte, entwickelt sie sich meiner Meinung nach, eher zur "Zicke". Dafür gibt es auch einen Punkt Abzug. Da hat der Autor leider etwas ZU tief in die Klischeekiste gegriffen, schade! Alles in Allem, ist die Story um die Beiden aber rund und gut zu lesen und trifft meiner Meinung nach genau den Nerv der Zeit. Das Frage- Kinder oder nicht ? Und wie es weiter geht, stellt sich irgendwann in jeder Beziehung und nach 7 Jahren, wird es höchste Zeit sich eben über diese Dinge klar zu werden. Wie sich Paul und Tina entscheiden, müsst ihr selbst heraus finden;) Ich empfehle dieses Buch jeden, der gerne lustige und leichte (Fußball-) Unterhaltung liest! Fazit:selten so gelacht!

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  • Rezension zu "Flankengott" von Dennis Bartz

    Flankengott
    monika_schulze

    monika_schulze

    22. February 2012 um 09:40

    Flankengott (kein Fußballroman) Autor(in): Dennis Bartz Verlag: blanvalet Seitenzahl: 381 Preis: 12,99 Euro ISBN: 978-3764504069 Gestaltung: Das Buch wirkt auf den ersten Blick sehr unscheinbar. Es ist rot mit einem schwarz-weiß gezeichneten Mann vorne drauf. Wirklich interessant wird es durch den Titel: „Flankengott – KEIN FUßBALLROMAN“. Da fragt man sich doch, um was geht es denn dann in dem Buch und schon hält man es in den Händen … Story: Klappentext: „Paul und Tina sind seit sieben Jahren ein Paar. Und so verliebt wie am ersten Tag. Sie sind schnell zusammengezogen und haben seitdem etwas ganz Besonderes geschaffen: Paulina. Wie Brangelina, nur nicht so erfolgreich. Nun, wie geht es weiter? Als immer mehr Freunde Eltern werden, wächst in Tina der Wunsch nach einem Kind. Für Paul kommt das allerdings total überraschend – und viel zu früh! Als Tina während des Sex leidenschaftlich fordert: »Mach mir ein Kind, Paul!«, bekommt er es mit der Angst zu tun. Doch bald wird ihm eins klar: Seine Entscheidung für oder gegen Nachwuchs ist auch eine Entscheidung für oder gegen Tina …“ Obwohl das Buch „Flankengott“ heißt und dieser Spitzname für Paul auch von einem Fußballspiel herkommt und der Hauptdarsteller ja ein absoluter Werder Bremen Fan ist, wird nur ab und zu über Fußball geschrieben. Da ich selber gerne Fußball schaue, wär es für mich aber auch nicht schlimm gewesen, wenn im Buch noch mehr darüber gesprochen worden wäre. Aber jede Frau, die sich dieses Buch kauft und kein Interesse an Fußball hat, kann ich nur beruhigen, denn der Untertitel „kein Fußballroman“ ist wörtlich zu nehmen. Das Buch beginnt gleich mit einem Abschnitt, in dem Sex mit Fast-Food verglichen wird. Dieser Anfang ist so witzig, dass man einfach weiterlesen muss und sofort das Besondere der Geschichte erkennt: Es ist aus der Sicht eines Mannes geschrieben. Paul erzählt seine Story, dem interessierten Leser und lässt dabei nichts aus und beschönigt nichts. Endlich einmal kann Frau sehen, wie Männer über Beziehungen, Sex und Frauen denken und das fand ich, als Frau, natürlich sehr spannend und ich saß einige Male vor dem Buch und dachte nur: „Denken Männer wirklich so?“. Natürlich gibt es in dem Buch auch jede Menge Klischees, z.B. dass Mann nur die Wäsche von Frau ruinieren muss und schon wird er nie wieder zum Wäsche waschen gezwungen. Doch gerade diese Stellen machen das Buch besonders witzig und ich musste so schmunzeln, weil ich nur dachte, diesen Trick kennen inzwischen nicht nur alle Männer und bei mir würde das garantiert nicht funktionieren ;) Und trotzdem zeigt der Autor immer wieder Situationen auf, die in einer Beziehung häufig vorkommen: Frauen, die nach der Arbeit total kaputt sind und nur noch schlafen wollen, während der Mann nur darauf wartet, dass seine Frau nach Hause kommt, weil er endlich mit ihr ins Bett möchte; Frauen, die sich beschweren, weil sie von ihren Männern nie Blumen bekommen; Männer, die wieder einmal nicht eingekauft haben und das mit dem Pizzaservice wiedergutmachen wollen, Frauen, die dauernd mecker, die Frage, wer möchte wann ein Kind usw. Das sind Probleme, die in jeder guten Beziehung vorkommen können und der Autor nähert sich mit viel Witz, Charme, Übertreibung, aber auch einer Prise Wahrheit diesen Themen und beleuchtet sie einmal von der männlichen Seite und Denkweise. Doch das Besondere an dem Buch sind nicht etwa der ganze Humor und die Übertreibungen, obwohl diese das Buch natürlich auch besonders lesenswert machen, nein, was mir am Besten gefiel war, dass am Ende Männer und Frauen doch gar nicht so verschiedenen über Beziehungen denken. Wenn es nämlich wirklich drauf ankommt und zwei Menschen sich lieben, dann wollen beide doch das Selbe: Eine gemeinsame Zukunft. Charaktere: Unser Erzähler Paul ist ein Mann, wie er im Buche steht: Er hasst Hausarbeit und versucht sich irgendwie davor zu drücken, wobei ihm jedes Mittel recht ist. Er liebt Fußball und Bier und möchte so oft Sex wie möglich. Doch er hat auch eine andere Seite: Er liebt seine Freundin Tina und auch wenn er ab und zu mal ein richtiger Stoffel ist, so tut er am Ende doch alles, um sie glücklich zu machen. Diese Eigenschaften machen ihn nicht nur authentisch, sondern auch absolut sympathisch und liebenswert. Seine Freundin Tina ist dagegen genau so, wie Frauen immer beschrieben werden. Sie möchte alles bestimmen und dass Paul selber sieht, was im Haushalt zu tun ist. Zusätzlich möchte sie Romantik und ab und zu kleine Aufmerksamkeiten, die ihr zeigen, wie sehr Paul sie liebt. Ich muss sagen, ich bin wohl auch eine typische Frau, denn ich konnte Tina absolut verstehen und hätte das ein oder andere Mal sicher genauso gehandelt wie sie. Super fand ich auch die Nebendarsteller. Da sind z.B. Frank und Sandra, bei denen Frank um Erlaubnis fragen muss, wenn er mit seinem Kumpel Paul ein Bier trinken gehen möchte. Oder Manuela und Arnold, die das hundertste Ultraschallbild machen lassen und mit ihrem Babywahn total übertreiben. Oder Paul’s Kollege Luis, der seine Frau vergöttert und seine Kinder liebt und Paul mit Rat und Tat, in einem äußerst amüsanten Dialekt, zur Seite steht. Der Neffe Dominik, der seinen Onkel mit dem ganz eigenen Kindercharme dazu bringt, das zu tun, was er möchte und Pauls Eltern, die ihm ins Gewissen reden. Jede dieser Personen bringt eine eigene Sichtweise in die Geschichte, die meist sehr witzig ist und alles noch einmal von einer anderen Seite beleuchtet. Schreibstil: Das Buch wird von Paul, dem Protagonisten erzählt und ist deshalb natürlich im Erzählstil geschrieben. Sehr schön fand ich es, dass der Leser teilweise direkt angesprochen wurde z.B. „Sehen Sie…“. Dadurch bekam ich das Gefühl, als würde Paul mir die Geschichte wirklich erzählen. Doch dadurch, dass die Story des Buches erzählt wird, gibt es in manchen Abschnitten sehr wenig wörtliche Rede, was für mich ein Buch immer etwas auflockert. Häufig wird über mehrere Seiten von Paul erzählt und beschrieben, Vergleiche angestellt, Gedanken geordnet und nach Lösungen gesucht. Das ermöglicht dem Leser natürlich Einblicke in Pauls Gedankengänge, ich hätte mich aber über mehr Dialoge sehr gefreut, da diese häufig durch besonderen Wortwitz überzeugen. Der Autor, Dennis Bartz, nimmt in dem Roman kein Blatt vor den Mund und schreibt so, wie Mann und Frau reden, deswegen darf man sich nicht über Worte wie „Pimmelpirat“ oder „warziges Klopsgesicht“ wundern. Endlich einmal ein Buch, aus dem Leben gegriffen, das nichts beschönigt :) Fazit: Das Buch „Flankengott“ ist mein erster Roman über Beziehungen, der von einem Mann geschrieben wurde und ich muss sagen, es hat mir wirklich gut gefallen. Es ist sehr witzig geschrieben und bot eine gute Unterhaltung nach einem anstrengenden Arbeitstag. Das Schöne an diesem Buch ist wohl auch, dass es sowohl für Mann als auch Frau sehr gut geeignet ist. Ich kann es auf jeden Fall weiterempfehlen. Von mir bekommt das Buch 4 Sterne von 5. Vielen Dank an den blanvalet Verlag, der mir dieses Rezensionsexemplar zur Verfügung gestellt hat.

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  • Rezension zu "Flankengott" von Dennis Bartz

    Flankengott
    Sophia!

    Sophia!

    06. February 2012 um 23:47

    Sex, Fußball, Egoismus - „Solange Mephisto, mein kleiner rauchender Vulkan, den ich ab und zu Schatzi nennen darf, mich in Ruhe lässt, werde ich einfach meinen freien Sonntag genießen...“ _ Für Paul zählt nur eines im Leben und das ist Fußball. Seine freie Zeit verbringt er daher am liebsten zusammen mit seinen männlichen Kollegen auf einer Coutch vor dem Fernseher sitzend, während gerade ein Spiel läuft. Über Probleme reden sie, wenn, dann beiläufig an solchen Abenden. Doch es gibt ja auch keine Probleme. Paul hat einen guten Job, eine heiße Freundin und seine Jungs. Das Leben scheint perfekt, bis das große Genießen dieser Situation von niemand geringerem als seiner Freundin Tina gestört wird. Denn nach sieben Jahren an der Seite dieses Mannes verspürt sie doch den Wunsch, eine Familie zu gründen. Als sie Paul von ihren Wünschen erzählt, reagiert er mit Unverständnis, ignoriert seine Freundin und fühlt sich noch nicht bereit, die Rolle des Vaters zu übernehmen. Vielleicht hat er damit nicht ganz Unrecht. Tina allerdings ist zutiefst gekränkt, zieht erst mal aus der gemeinsamen Wohnung aus und sucht Abstand. Wird es Paul gelingen, seine Beziehung zu retten oder ist es schon längst zu spät dazu? _ Auf die im öffentlichen Diskus weit verbreitete Frage „Wer ist eigentlich Paul?“ kann man hier ganz eindeutig antworten: Ein riesiges Ars***, wie es im Buche steht. Der Protagonist der Geschichte verfügt über fast alle Charaktereigenschaften, die wohl jeder Frau den Ausdruck des Schreckens ins Gesicht zaubern können. Er interessiert sich nicht für sie, macht im Haushalt keinen Finger krumm, hört ihr nicht zu und am schlimmsten: Er nimmt sie nicht ernst, die personifizierte Respektlosigkeit. Aber warum sich mühen, solange im Bett alles nach seinen Wünschen läuft. Als Leserin ist es schon sehr früh sehr fragwürdig, warum Tina überhaupt noch bei Paul bleibt, wie sie eine solche Beziehung ertragen kann und warum um Himmels willen sie mit einem solchen Mann ein Kind möchte. Die Konsequenz daraus muss schließlich so aussehen, dass sie ihn doch irgendwie liebt, diesen Paul. Dennoch bleibt während des Lesens die Hoffnung, dass Tina einen anderen findet und mit ihm glücklich wird. Denn die Aussicht einer 180 Grad – Wende, vom schlimmsten Frosch zum halbwegs erträglichen Menschen (an einen Prinzen ist im Traum nicht zu denken), scheint utpoisch. _ Mir fällt es schwer, angesichts dieser Geschichte neutral zu bewerten. Die Idee, die einzelnen Kapitel der Handlung in eine Art Fußballspiel zu gliedern, ist kreativ, außergwöhnlich, anders. Verschiedene Spielminuten repräsentieren den Verlauf der Geschichte, eine bisher völlig neuartige Idee. Auch der Sprachstil ist erfrischend, modern, knackig. Das Buch ist sehr gut, schnell und flüssig lesbar. An keiner Stelle entsteht Langeweile. Allerdings empfinde ich den Protagonisten, der aus seiner Sicht erzählt, als äußerst unsympathisch. Daher ist das Buch wohl ganz besonders für Freunde des schwarzen Humors, die ebenfalls vor frauenfeindlichen Anspielungen nicht abgeneigt sind und diese durch ironisierende Bemerkungen abwerten. - Fazit. Sex, Fußball und Egoismus. Das Leben mit einem Anti-Prinzen.

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  • Rezension zu "Flankengott" von Dennis Bartz

    Flankengott
    Ein LovelyBooks-Nutzer

    Ein LovelyBooks-Nutzer

    01. November 2011 um 15:26

    Paul und Tina sind nun seit sieben Jahren zusammen und als "Paulina" auch richtig glücklich miteinander. Sie führen eine mehr oder weniger erfüllende Beziehung und haben sich in ihrer eigenen Wohnung gut mit den Wünschen und Bedürfnissen des jeweils anderen arrangiert. Mit der Zeit ist bei beiden die Normalität und der Alltag in ihr Leben aber auch in ihre Beziehung eingekehrt. Als jedoch immer mehr Pärchen aus ihrem Freundeskreis ein Kind erwarten, oder zumindest den Kinderwunsch in Angriff nehmen, wie Tina zunehmend nervös. Auch sie will nun nach immerhin sieben Jahren Beziehung, endlich den nächsten Schritt wagen. Schließlich sind beide mehr als glücklich miteinander. Was steht dem Babyglück also noch im Weg? Paul: Denn der fühlt sich damit total überrumpelt. Er wollte damit noch ein wenig warten, sein Leben ohne die mit dem Vatersein verbundene Verantworten genießen und seine Karriere in Angriff nehmen. Als Tina ihn also während des Sex auffordert, ihm ein Kind zu machen, zieht Paul die Notbremse. Doch als sich Tina daraufhin von ihm zurückzieht, wird Paul klar: Die Entscheidung für oder gegen ein Kind ist gleichzeitig auch eine Entscheidung für oder gegen Tina! * Anfangs war ich "Flankengott" gegenüber mehr als skeptisch, denn diese Art von Literatur ist normalerweise so gar nicht mein bevorzugtes Genre. Ich erwartete also einen mehr oder minder seichten, oberflächlichen, durch Schubladendenken geprägten, "Männer-Roman". Da die Kundenrezensionen den Roman allerdings über die Maße lobten, freute ich mich, den Roman bald zu lesen. * Der Aufbau des Romans ist wirklich gut gelungen. Er ist gegliedert wie ein Fußballspiel, d.h. die einzelnen Kapitel (logischerweise 90) sind gleichzeitig die 90 Minuten Spielzeit. Da Paul ein großer Werder-Fan ist, fand ich diesen Aufbau ziemlich gelungen und erwartete nun einen witzigen Roman, der sich von der üblichen Unterhaltungsliteratur abhebt! * Anfangs schien es auch so, als sollten meine Erwartungen erfüllt werden. Zwischenzeitlich hat der Roman einige Passagen die eine wahre sprachliche Spitzenleistung sind. Der Autor lässt Paul unglaublich wortgewandt erscheinen, in dem er ihm gekonnt Wortwitze bzw. Wortspiele in den Mund legt, die dieser dann auch noch unglaublich locker und witzig über die Lippen bringt. Paul scheint richtig ironisch und zynisch zu sein, was mir anfangs unglaublich gut gefallen hat. Also stellte ich mich auf einen sympathischen Protagonisten ein, der sich selbst nicht allzu ernst nimmt. Leider wurde ich hier enttäuscht! * Paul erscheint schon in den ersten paar Kapiteln als unglaublich flach und oberflächlich. Ständig finden sich Vorurteile, Verallgemeinerungen und eine gänzlich oberflächliche Weltanschauung in seinen Gedanken wieder. Schnell habe ich gemerkt, dass der Paul, der mir zu Beginn so sympathsich und witzig erschien, leider nicht der wahre Paul zu sein scheint. Denn der Paul, wie der Leser ihn in den darauffolgenden Kapiteln kennenlernt, ist zudem teilweise auch noch ziemlich frauenfeindlich und extrem sexbesessen! In dem Roman wird der Mann an sich, für den Paul ja stellvertretend steht, als total triebgesteuert, oberflächlich und emotionslos dargestellt. Diese Darstellung mag zwar auf manche Männer im Kern durchaus zutreffen, aber bei Paul finden sich einfach alle negativen Eigenschaften in extrem überspitzer Form vor. So wird der anfangs so liebeswerte Sympathieträger schnell zum seichten, charakterlosen Durchschnittskerl. * Total angewidert wurde ich auch durch Pauls Verhalten seiner Freundin gegenüber! Er denkt oft recht schlecht über sie, schaut jeder Frau hinterher die auch nur ansatzweise attraktiv ist, hilft seiner Freundin so gut wie nie im Haushalt sondern denkt sich lieber Möglichkeiten aus, wie er sich vor der Arbeit drücken, oder sich so dumm anstellen kann, dass am Ende wieder alles an ihr hängen bleibt und verfällt mehr als einmal in das typische Schubladendenken: "Hausarbeit ist eben Frauensache". Teilweise fragt man sich, ob Paul Tina wirklich liebt, so wie er sich ihr gegenüber verhält. Oft kam es mir so vor, als nutze er sie nur aus. Aber sobald sich Tina wieder in der Nähe befindet, ist er ihr gegenüber total unterwürfig und tut alles, um sie zufrieden zu stellen und Streit zu vermeiden. Ein richtig scheinheiliger Kerl, dieser Paul! * Blöd ist allerdings, dass man nun auch mit Tina sich nicht wirklich identifizieren oder mit ihr sympathisieren kann. Bis zum Ende der Geschichte wurde ich mit ihr nicht richtig warm. Sie kam mir immer vor wie das typische Frauenklischee! Stundenlange einkaufen, ohne überhaupt etwas zu kaufen, den Freund zum gesünder Essen überreden, daheim in Schlabberpullis rumlaufen und sofort einschlafen, sobald der Freund auch nur ansatzweise Lust bekommt... Das waren mir dann mit der Zeit einfach zu viele Klischees und ich fand mich damit ab, zu Tina keine Bindung aufbauen zu können. * Doch dann: Halbzeit! Und mit der Halbzeit kam die Wende! Paul änderte sein Verhalten einmal um 180° und mutiert zu einem wirklich liebeswerten Kerl, so wie sich Mutti ihn als Schwiegersohn wünscht. Nebenbei entwickelte er einige liebeswerte Charaktereigenschaften und Fehler, die ihn nicht oberflächlich und dämlich, sondern nett und charmant erscheinen lassen. Zwar schaut er immernoch jedem weibliche Wesen hinterher, aber endlich darf man einen Blick hinter seine Fassade werfen und sieht, dass Paul in Wirklichkeit nur Augen für Tina hat und sie wirklich liebt! Endlich erkennt man, dass er kein emotionsloser Kerl, sondern zu tiefen Gefühlen durchaus in der Lage ist. Diese Wende hat mir unglaublich gut gefallen. Von da an macht das Lesen des Romans dann wirklich Spaß und ich konnte mich ganz auf die Handlung einlassen, die von nun an auch einiges an Niveau zulegte. * Die letzte Hälfte des Romans hatte endlich den Sinn und das Niveau, dass ich in der ersten "Halbzeit" so sehr vermisst habe. Sie konnte einige Mängel wieder wett machen und lies mich nach Beendigung des Romans einigermaßen zufrieden auf das soeben Gelesene zurückblicken. * Ich möchte "Flankengott an dieser Stelle gute 3 Sterne geben. Der Schreibstil ist wirklich gelungen und macht durch gekonnt eingesetzte Wortspiele einiges an Oberflächlichkeit und Niveaulosigkeit wett. Auch die zweite Halbzeit überzeugte mich davon, dass der Roman kein Reinfall war. Dennoch kann ich über die erste Hälfte nicht hinwegsehen, da mich einige Passagen zu sehr verärgert oder wütend gemacht haben. Ich empfehle den Roman jedem, der mit geringen Erwartungen an ihn herangeht und sich von anfänglicher Oberflächlichkeit nicht abschrecken lässt. Denn wenn man die erste Hälfte erstmal hinter sich hat, wird man die zweite als umso gelungener empfinden!

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