Dennis Cooper God Jr.

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Inhaltsangabe zu „God Jr.“ von Dennis Cooper

im sitzt seit einem Autounfall im Rollstuhl. Er hütet das Ge-heimnis um den Tod seines Sohnes Tommy, dessen Körper man weit entfernt vom Unfallort fand. Um mit dem Tod des Teenagers fertigzuwerden, steckt Jim seine ganze Energie in die Errichtung eines riesigen Monuments, das Tommy in sei-nem Notizbuch in vielen Skizzen festgehalten hat. Die Vorla-ge dafür scheint aus einem Videospiel zu stammen, von dem sein Sohn offenbar besessen war. Mia, Tommys Freundin, weiß darüber mehr, als sie bisher preisgegeben hat. Sie zeigt Jim das besagte Spiel. Auf der Suche nach Antworten begibt sich Jim als Bär in diese virtuelle Welt und trifft dabei auf sprechende Pflanzen, Frettchen und Schneemänner und auf Gerüchte über Gott. Zunehmend kippt er in diese Scheinwelt voller Rätsel ...
Wie kann man angesichts des Verlustes des geliebtesten Men- schen überhaupt ein Weiterleben gestalten? Wie ein Zusammen- leben mit einem anderen, der den Schmerz leugnet, den man belogen und betrogen hat? Wer ist man für diesen anderen, wer, wenn man einen Charakter in einer virtuellen Welt über-nimmt? In der fantastischen Wirklichkeit eines Videospiels, in die er seinen Protagonisten eintauchen lässt, seziert Dennis Cooper in God Jr. die existenziellsten Fragen des Menschseins: Liebe, Schuld, Trauer und vor allem die Katastrophe des Todes.

Schonungslose Sprache, teils etwas surreal

— LillySj

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  • Zum Teil glasklar, zum Teil surreal

    God Jr.

    LillySj

    26. November 2017 um 13:20

    Inhalt: Jim hatte einen Autounfall und sitzt seit dem im Rollstuhl. Am gleichen Tag des Autounfalls ist Jims Sohn gestorben. Jim kennt die Umstände des Todes seines Sohnes Tommy, aber er hütet dieses Geheimnis. Um mit seiner Trauer fertig zu werden, baut er ein riesiges Denkmal. Tommy hat Skizzen hinterlassen, die aus seinem Lieblingsvideospiel stammen. Diese Skizzen nimmt Jim als Vorlage für das Denkmal. Doch Jimmy ist nicht der Einzige mit Geheimnissen. Mia, Tommys Freundin, kennt ein Geheimnis rund um die Skizzen. Sie zeigt Jim, wie das Computerspiel funktioniert und in der Folge verliert Jim sich in dem Spiel. Er versucht dort seinem Sohn näher zu sein, redet mit den Figuren. Die Handlungsfigur in dem Spiel ist ein Bär. Jim wird zu dem Bären, der sich auch in dem Gesicht auf dem Cover wieder spiegelt. Der Text besteht aus kurzen Abschnitten. Meine Meinung: Cooper beschreibt die reale Welt um Jim gestochen scharf und prägnant.Wie sehr der Verlust seines Kindes einen Menschen zerstören kann, wird deutlich. Schuldgefühle zerfressen Jim und während er sein Heil in dem Denkmal sucht, sucht Jims Frau Bette den Kontakt zu Tommy über ein Medium in der Geisterwelt. Schonungslos spürt man Jims Schmerz. Doch wie Jim sich in dem Computerspiel verliert, war für mich sehr surreal. Die Figuren in dem Spiel unterhalten sich telepathisch mit Jim. Oft war mir nicht klar, ob Jim einfach so stone war (er raucht jede Menge Pot), ob er so voll Schmerz war, dass er verrückt wurde oder ob ich es als real sehen soll. Er muss die Figuren töten, um zum neuen Level zu kommen. Die Figuren bestehen quasi darauf. Ich habe es ehrlich gesagt, nicht so ganz verstanden, was der tiefere Sinn dahinter ist. Erlegt Jim sich das als Strafe auf, um den Tod seines Sohnes nicht zu vergessen? Das Gerede über den Tod der Figuren nimmt schon auch einiges an Stellenwert ein. Dann wieder ist die Sprache unglaublich klar. Hier redet er mit einem Jungen im Spiel, der Timmy dafür bewundert hat, dass er die Figuren im Spiel ohne zu zögern getötet hat. " "Ich weiß, zu sterben ist keine große Sache . [Anm.: Im Spiel] Ich stelle fest, dass es gleichbedeutend mit einem Nickerchen ist. Aber wo ich lebe, ist der Tod das Ende. Er ist die Auslöschung. Er ist so heftig , dass wir beschließen, dass die Toten bloß unsichtbar und stumm sind. Der Tod ist so schlimm, dass wir lieber verrückt werden als zu wissen, dass einer von uns nicht existiert." " Das Buch ist wunderschön aufgemacht, die Seiten glänzen am Rand golden. Sterne vergeben fällt mir heute sehr schwer, da ich das mit dem PC-Spiel einfach nicht einordnen kann. Die Aufmachung des Buches ist klasse, der Alltag von Jim gnadenlos ehrlich, aber das Surreale an dem PC Spiel irriteriert mich immer noch. 5 für die Aufmachung 4,5 für die schonungslose Sprache 3 für die Geschichte "in" dem Computerspiel = 4

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