Dennis Etchison Schockzone.

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Inhaltsangabe zu „Schockzone.“ von Dennis Etchison

Manchmal kommen sie wieder. Dan Markham und seine Frau Evie betreiben einen kleinen Buchladen in einer Vorstadt im sonnigen Kalifornien, planen ihren Umzug, schlagen sich mit den Pubertätsproblemen ihres 13jährigen Sohnes Eddie herum -- alles geht seinen gewohnten Gang, bis Dan einen mysteriösen Brief erhält von einer Frau, die vorgibt, jemand zu sein, der sie gar nicht sein kann: Judy Rios, Dans Ex-Geliebte, die sich nach ihrer Trennung einer Polit-Sekte (die "Kirche Satans des Erlösers") anschloß, deren Mitglieder vom FBI umgebracht wurden. Sie selbst übergoß sich mit Benzin und zündete sich an. Zumindest glaubte Dan das. Zunächst hält er den Brief also für einen harmlosen Scherz, doch schnell überstürzen sich die Ereignisse. Evie begegnet der Frau, die sich holen will, "was ihr gehört" -- ihren Lover Dan und seinen Sohn. Judy (oder heißt sie doch Susan?) ist keinen Tag älter als an dem Tag, als sie und Dan sich kennengelernt haben. Ist sie es oder ist sie es nicht? Schließlich passiert ein Mord -- und Eddie ist nicht aufzufinden.<P> <I>Schockzone</I> ist Dennis Etchisons vierter Roman. Temporeich und mit überraschenden Wendungen erzählt er eine Geschichte, die selten in die Klischees des Horror-Genres abrutscht. Doch den ein oder anderen Patzer muß man auch ihm vorhalten: So wirkt es aufgesetzt, wenn nur zur Schaffung der geeigneten Atmosphäre der Förster alleine in den Wald ziehen muß, weil 40% der Belegschaft durch eine Grippewelle außer Gefecht gesetzt sind. Und es gehört zu den Klischees, die man aus Filmen kennt, daß Fernseh- und Radiosender immer nur die Nachrichten bringen, die für die Handlung relevant sind. Trotz solcher kleinen Mängel ist die Lektüre unterhaltsam. Neben den vordergründigen Metaphern (die Handlung des Horrorfilms <I>American Zombie</I>, den Eddie abgöttisch verehrt, ist eine Parabel zur Buchhandlung) gibt es einiges an nachdenklicher Philosophie zu entdecken. Etwa über die kleinen Dinge im Leben, die große, langfristige Folgen haben können, den Schmetterlingseffekt des Seins also. Und über alte Kartons, die man besser ungeöffnet läßt.<P> Schlaflose Nächte vermag die letzten Endes etwas banal aufgelöste Story nicht zu erzeugen. Spannend ist sie allemal -- Raum für eine Fortsetzung hat sich der Autor wohlweislich gelassen. <I>--Erik Möller</I>
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