Dennis Kohlmann

 4.2 Sterne bei 22 Bewertungen
Autor von Libellenfrühling, Engel im Polarlicht und weiteren Büchern.
Autorenbild von Dennis Kohlmann (©privat)

Lebenslauf von Dennis Kohlmann

Dennis Kohlmann lebt und schreibt in Uppsala, Schweden. Die Liebe zum Schreiben entdeckte er während seines Ingenieurstudiums, als er zwischen trockener Mathematik und sperriger Technik nach einer kreativen und erfüllenden Abwechslung suchte. Seitdem lässt ihn die Melodie der Worte nicht mehr los.

Alle Bücher von Dennis Kohlmann

Cover des Buches Libellenfrühling (ISBN:B071XJSHW2)

Libellenfrühling

 (15)
Erschienen am 15.06.2017
Cover des Buches Engel im Polarlicht (ISBN:9783962610302)

Engel im Polarlicht

 (7)
Erschienen am 12.03.2018
Cover des Buches Minapolis: Die Magische Katze (ISBN:B07PHL7SVB)

Minapolis: Die Magische Katze

 (0)
Erschienen am 12.03.2019

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Rezension zu "Libellenfrühling" von Dennis Kohlmann

Eine kurze gefühlvolle Geschichte voller Tiefe.
Freyheitvor 20 Tagen

Meine Meinung:

Es fällt mir etwas schwer, dir etwas über dieses Buch zu sagen. Eigentlich ist es eher eine Kurzgeschichte.

Es geht um Julien und seine Schwester Mia.

Mia hat eines Abends eine Verabredung mit ihren Freunden im Wald. Sie schleicht sich nach einem Streit mit ihren Eltern aus dem Haus und erscheint in den frühen Morgenstunden völlig lädiert wieder an der Haustür. Seit diesem Moment liegt sie im Wachkoma.

In der gesamten Geschichte erfahre ich nicht, was ihr passiert ist. Das ist aber auch nicht das zentrale Thema. Es geht darum, dass Julien nicht glaubt, dass das wirklich seine Schwester ist. Er ist fest davon überzeugt, sie befindet sich weiterhin im Wald. Niemand will ihm glauben. Es kommt zu weiteren Streitgesprächen, doch der kleine Junge gibt nicht auf. Jeden Tag macht er sich auf die Suche nach ihr.

Das Ganze hat etwas Esoterisches.

Kohlman hat einen sehr schönen Schreibstil, der mich fesselt. Bildlich, emotional begebe ich mich mit Julien auf die Suche nach seiner Schwester, schließe Freundschaft mit einem Mann, der einsam im Wald lebt und jage den Stimmen der Libellen hinterher.

Fazit:

Eine kurze gefühlvolle Geschichte voller Tiefe. Obwohl man meinen könnte, es handle sich um ein Kinderbuch, so halte ich es für diese nicht tauglich. Ich denke, sie können die Zwischentöne nicht greifen. Für Erwachsene ist es aber zu einfach geschrieben. Lies es und entscheide selbst, wo du es einordnen würdest.

Ein schönes Erstlingswerk, welches das hervorragende Potential des Autos zeigt. Ich hoffe, er traut sich in Zukunft an umfangreichere Bücher heran 😉.

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Rezension zu "Libellenfrühling" von Dennis Kohlmann

Ein super schöne kurze Geschichte
sandras_buecheroasevor 4 Monaten

Der Klappentext: „Als seine Schwester Mia unter mysteriösen Umständen in ein Koma fällt, ist Julien so entsetzt, dass sich in seinem Kopf eine Idee festsetzt, die ihn einfach nicht mehr loslassen will: Dieses Mädchen kann niemals seine Schwester sein. Das Gesicht zu fahl, die Haare zu zerzaust und den Augen scheint jegliche Farbe gewichen. Julien ist sich sicher: Der Wald hat sich Mias Seele geholt und diese leere Hülle wieder ausgespuckt.“


Kennt Ihr das auch? Ihr stöbert ein wenig durch den Kindle-Shop und findet plötzlich ein Ebook, das ein total schönes Cover hat? Das war so ziemlich der ausschlaggebende Grund für mich, mir dieses Ebook runterzuladen. Und nun gefällt mir nicht nur das Cover.

Mit 160 Seiten gehört dieses Buch zu den etwas weniger „beseiteten“ ^^, aber Dennis Kohlmann hat hier eine wunderschöne Geschichte geschaffen.


Der kleine Julien lebt mit seiner Schwester Mia und seinen Eltern gemeinsam in einem Haus in der Nähe eines Waldes. Julien hat ein richtig gutes Verhältnis zu seiner Schwester Mia, und so ist es für ihn, trotz Bedenken, selbstverständlich, dass er seine Schwester deckt, als diese sich mit ihren Freunden im Wald treffen und eine Zeremonie abhalten will.

Doch als Mia plötzlich völlig erblasst und als Schatten ihrer selbst mitten in der Nacht aus dem Wald wiederkommt und in den Armen ihrer Eltern zusammenbricht, weiß Julien, dass etwas nicht stimmt. Das kann doch nicht seine Schwester sein?!

Während Mia ins Krankenhaus gebracht wird, wo sie ohne ersichtliche Ursache im Wachkoma liegt, versucht Julien herauszufinden, was mit seiner Schwester passiert ist, trifft dabei jedoch auf die tauben Ohren seiner Eltern. 

Im Wald trifft er schließlich auf Gabriel, der unter den Kindern nur als „die Mumie“ bekannt ist. Obwohl die Kinder Angst vor „der Mumie“ haben, lernt Julien Gabriel besser kennen und erkennt, dass Gabriel ihm vielleicht helfen kann, das Geheimnis um seine Schwester zu lüften, denn Gabriel kann mit den Libellen sprechen.

Doch die Rettung von Mias Seele gestaltet sich schwieriger als gedacht.


Ich fand diese Geschichte um den kleinen Julien, der seine Schwester Mia retten will, total süß gemacht und sie ist wirklich liebevoll erzählt. Man merkt sofort, wie stark Juliens Liebe zu seiner Schwester ist und dass er sich auf keinen Fall davon abbringen lassen will, sie zu retten. Egal, was seine Eltern und seine beiden Freunde Hannes und Manuel sagen. 

Ich finde es auch sehr rührend, wie sich Julien mit Gabriel anfreundet. Ich stelle mir dabei diesen kleinen Jungen vor, wie er das Herz eines grimmigen älteren Herrn, der allein im Wald lebt, erweicht.

Die Geschichte hat für mich persönlich genau die richtige Länge und ist nicht mit unnützen Nebeninformationen oder Bildern versehen, die zur Handlung an sich nicht beitragen. Sie ist vom Umfang her perfekt ausgefüllt.

Die Charaktere haben mich, genau wie der Schreibstil, total überzeugt. Es war der nötige Ernst da, aber auch Spaß und die bei kleinen Jungen üblichen "Probleme“; sprich Kabbeleien mit den Freunden oder Streit mit den Eltern. Aber diese Dialoge fand ich sehr realitätsnah, denn wir waren alle mal jung und kennen diese Art von verbalen Auseinandersetzungen.

Für mich war diese Geschichte von Anfang bis Ende spannend und unterhaltsam. Ich habe nichts daran auszusetzen. Und über das Cover, das mich ja hauptsächlich dazu animiert hat, mir dieses Ebook zuzulegen, brauche ich nicht viele Worte verlieren. Es ist ein Traum!


Daher gibt es von mir 🌟🌟🌟🌟🌟, denn hier ist alles stimmig. Und ich freue mich immer wieder, wenn ich beim Stöbern so tolle Funde mache.

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Rezension zu "Libellenfrühling" von Dennis Kohlmann

Juliens Suche
annluvor einem Jahr

*„Ich denke, sie bekommt alles mit, was hier passiert.“ Ich glaubte nicht daran. Für mich war Mia gar nicht wirklich hier. Das hier war bloß ein leerer Körper. Ohne Inhalt. Ohne Seele.*


Als seine Schwester Mia ins Wachkoma fällt, glaubt Julien nicht daran, dass eine Krankheit dahinter steckt. Er ist sich sicher: Sie hat bei ihrem unerlaubten nächtlichen Ausflug in den Wald ihre Seele zurückgelassen. So macht er sich auf, diese wieder zu finden. Unerwartete Hilfe bekommt er von einem eigenbrötlerischen Waldbewohner.



Die Geschichte beginnt mit einer Familienszene, die Mia mit ihrem Bruder zeigt. Während sie bereits durch ihr Alter mit ihren Eltern aneinandergerät ist Julien noch kindlich naiv. Ihren Ausflug in den Wald heißt er zwar nicht gut, aber er will ihr dennoch helfen. Als sie am nächsten Tag nach Hause kommt und zusammenbricht scheint sie wie ausgewechselt. Er kann das Strahlen nicht mehr in ihren Augen sehen und bezeichnet das was er als ihre körperliche Hülle sieht in der Folge nur noch als „das Mädchen“.


Seine Überzeugung, dass sich ihre Seele noch im Wald befindet, kann er nicht wirklich begründen. In der Nacht scheint es ihm zwar so, als würde er Mia am Waldrand sehen, die Andeutungen an einen übernatürliches Eingreifen bleiben aber vage – im Gegenteil, werden ihm von seinen Eltern gute medizinische Gründe für Mias Zustand präsentiert. So war nie ganz sicher, ob es sich bei seinen Überzeugungen und seinen Abenteuern im Wald um die Realität oder seine Art der Traumabewältigung handelt. Gerade dieses Schwanken zwischen den Möglichkeiten und die daraus resultierende Ungewissheit haben mir aber zugesagt.


Während Julien zu Beginn der Geschichte noch sehr kindlich wirkte, reift er an seinen Erfahrungen und zeigt Kampfgeist. Interessanter fand ich aber den Nebencharakter der „Mumie“, eines Waldbewohners, der selbst ein hartes Schicksal hinter sich hat und die Welt dadurch aus anderer Sicht sieht. Ob das was er wahrnimmt, seiner Verrücktheit zuzuschreiben ist oder doch was dran ist, bleibt offen genug, dass sich jeder selbst seinen Reim darauf machen kann.


Fazit: Eine Geschichte, die ein sehr ernstes Thema aufgreift und aus der Sicht eines Jungen erzählt, der damit umzugehen versucht – und dabei auf eine Lösung kommt, die ihm die Erwachsenen nicht glauben wollen. So kämpft er um seine Schwester und zeigt dabei innere Stärke.

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Zusätzliche Informationen

Dennis Kohlmann wurde am 20. März 1990 in Bonn (Deutschland) geboren.

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