Dennis Lehane Am Ende einer Welt

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Inhaltsangabe zu „Am Ende einer Welt“ von Dennis Lehane

Joe Coughlin, geachteter Bürger von Tampa, Florida, und Consigliere des Bartolo-Syndikats, hat seine kriminelle Vergangenheit hinter sich gelassen wie Amerika die Prohibition. Bis eines Tages aus heiterem Himmel ein Kopfgeld auf ihn ausgesetzt wird und auf dem Spiel steht, was ihm am wichtigsten ist: sein Sohn – und der einzige Freund, den er hat. Die atemlose Geschichte von ›In der Nacht‹ geht weiter.

<3 <3 <3

— 23GZamasu
23GZamasu

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  • Ein ehrbarer Gangster??

    Am Ende einer Welt
    Wassollichlesen

    Wassollichlesen

    28. January 2017 um 14:18

    Dass ich Dennis Lehane für einen der besten (Mafia/Krimi-)Autoren und einen äußerst kreativen Kopf halte, habe ich schon ja schon zur Genüge geschrieben. Er weiß, wovon er schreibt und ist unbestritten einer meiner Lieblingsautoren.Seinen Roman "In der Nacht" habe ich letztes Jahr in die Liste meiner Lieblingsbücher des Jahres aufgenommen und die Hollywoodverfilmung erscheint am kommenden Donnerstag in den deutschen Kinos. Umso erfreulicher für mich ist nun, dass er seinen Protagonisten Joe Coughlin noch ein zweites Mal ins Rennen schickt.Es ist unbedingt verpflichtend vor der Lektüre "In der Nacht" zu lesen. Nicht, weil es ein tolles, packendes Buch ist, sondern weil es notwendig ist, um Zusammenhänge zu verstehen. Hier und da wird zwar ein bisschen rekapituliert, aber um die Tragik der Figur Joe Coughlin zu begreifen, braucht es den Vorgänger.In "Am Ende einer Welt" erleben wir Joe als gelassenen Vater, der eine Enge Beziehung zu seinem Sohn Tomas pflegt. Aber auch, spätestens mit dem auf ihn ausgesetzten Kopfgeld, als gestressten und getriebenen Mann, der keine Ruhe zu finden vermag. Liegt vielleicht daran, dass er in gut einer Woche sterben soll oder vielleicht auch daran, dass das Leben in der "Branche", in der er tätig ist, wenn auch nur als "Berater", ziemlich stressig ist."Welche Ironie, dass der Mann, der vielleicht die Todesstrafe über Joe verhängen würde, während der letzten sieben Jahre sein Geschäftspartner und größter Gönner gewesen war. Andererseits war das nicht die Ausnahme, sondern die Regel in ihrem Geschäft. Feinde kamen einem nur selten nah genug, um einen umbringen zu können. Und so fiel die Drecksarbeit normalerweise den Freunden zu."Dennis Lehane erzählt die Geschichte wieder, wie der Teufel und das Buch liest sich praktisch von alleine. Länger als 4 Tage (unter meiner 9to5-Woche, inklusive Basketball!!) habe ich nicht gebraucht. Zack, sind die knapp 400 Seiten vorbei. Viel zu schnell. Auf der Suche nach der Person, die Joe's Kopf will, tun sich einige Abgründe auf und Verrat und Blutvergießen stehen an der Tagesordnung. Genau wie die ein oder andere Überraschung. Eben, wie man es von einem Buch erwartet, in dem das Thema "organisierte Kriminalität" die zentrale Rolle spielt.Nichtsdestotrotz zeichnet Lehane Joe mit vielen menschlichen Zügen. Für ihn geht es nur um das Wohl seines Sohns. Fast schon wie ein Gentlemanverbrecher a la George Clooney. Aber nur fast.Fazit"Am Ende einer Welt" hält, was es verspricht. (Leider) Das Buch ist für mich nicht ganz so gut, wie der erste Teil, aber was heißt das schon?? 5 Eselsohren bekommt es trotzdem und wahrscheinlich auch einen Platz in meinen Büchern des Jahres 2017.

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  • Mafia in den 40ern

    Am Ende einer Welt
    Duffy

    Duffy

    03. December 2016 um 10:58

    Joe Coughlin hat sich vom aktiven Mafiageschäft verabschiedet und ist nun ein etablierter Bürger und so etwas wie ein Berater und Vermittler zwischen den Clans und Syndikaten, ein Mann also, der von allen geachtet wird und durch dessen geschicktes Lavieren auch alle eine Menge Geld verdienen. Unumstritten. Doch dann soll er aus dem Weg geräumt werden. Plötzlich tauchen alte Rivalitäten auf, die unterschiedlichsten Clans und ihre Interessen treffen aufeinander. Für Joe steht aber noch mehr auf dem Spiel: Es geht um den Schutz seines einzigen Sohnes, den er mehr liebt, als alles andere. Die Sache spitzt sich zu.Lehane hat sein Buch in die Kriegszeit der frühen 40er Jahre verlegt und die "Krisenzeit" auch für das organisierte Verbrechen beschrieben. Diese Zeit ermöglicht es ihm auch, die einfache Brutatlität der damaligen Mafia-Kämpfe einfließen zu lassen. So geht es in dem Buch heftig zur Sache, manche Sequenzen sind brutal und vom Blut durchtränkt. Unter dem Strich die gewohnte Lehane-Qualtität mit dem notwendigen Maß an Psychologie und natürlich der unvergleichlichen Spannung, die der Mann in seinen Büchern aufbauen kann. Nichts für allzu schwache Nerven, man sollte schon ein paar Gehirnspritzer an der Wand aushalten können.

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  • Ein Mann mit schier unbegrenztem Potential

    Am Ende einer Welt
    Bri

    Bri

    Gleich zu Beginn eine Warnung: Das hier ist keine objektive Rezension und kann es auch nicht sein. Vielmehr ist es der Versuch, einen Autor und sein neuestes Werk - zugegeben ein Werk der unterhaltenden Literatur - gebührend zu würdigen. Und das fällt mir sehr schwer (auch subjektiv betrachtet), wurde ich von Am Ende einer Welt quasi überrannt. Hatte ich vor der Lektüre kaum zu glauben gewagt, dass die Weiterführung einer Geschichte, die mich schon stark fasziniert hatte noch spannender als ihr erster Teil ausfallen könnte, noch härter ohne für mich zu hart zu sein und gleichzeitig so in die Tiefen der Menschlichkeit reichend, wie diese es meiner Meinung nach ist. Nicht war, sondern ist - denn diese Geschichte wird mich noch lange begleiten. Meine literarische Beziehung zu Dennis Lehane und der von ihm geschaffenen Figur des Gesetzlosen Joe Coughlin begann In der Nacht - es waren wilde Zeiten. Prohibition, Flüsterkneipen und Bandenkriminalität waren an der Tagesordnung. Joe arbeitete sich hoch - ging immer mit einer gewissen Art Ethik zu Werke und hielt sich schließlich lieber im Hintergrund. Steckte das Geld, das er durch seine Tätigkeiten in der Schattenwelt einnahm - in der Nacht, in der Lücken im Gesetz genutzt werden oder Gesetze einfach nicht gelten - in mildtätige Vorhaben. War immer ein wenig außerhalb der Welt der großen Gangster, obwohl er sie kannte und sie ihn und war trotzdem ein angesehener Bürger in Tampa, Florida. Er behielt die Fäden so sehr in der Hand, dass die Welt am Tage nicht von den Geschehnissen in der Nacht beeinträchtigt wurde. Doch Joe muss die Fäden abgeben. In die Hand seines besten Freundes, der die richtige Nationalität und die richtige Hautfarbe besitzt, um den großen Paten geben zu können ... Sieben Jahre nach dem für Joe äußerst verlustreichen Ende von In der Nacht kommt es zu einem groß angelegten Charity-Event, um die in Übersee gegen Hitler kämpfenden Soldaten zu unterstützen. Sämtliche Größen der Unterwelt sind in einem Raum versammelt - zusammen mit den angesehenen und rechtschaffenen Bürgern, Honoratioren von Tampa. Eine Fotografie, die später in den Archiven der Tampa Tribune von einem Gerichtsreporter gefunden werden wird, belegt diese außergewöhnliche Zusammenkunft. "Die Veranstaltung war gerade respektabel genug, um ohne Bedenken daran teilzunehmen und gerade gewagt genug, um für den Rest der Saison Gesprächsstoff zu liefern. Joe Coughlin besaß die Gabe, die Größen der Stadt mit den Dämonen der Unterwelt zusammenzubringen und das Ganze wie einen Spaß aussehen zu lassen." Und diese Gabe, ein eigentlich kriminelles, brutales Geschäft wie Spaß aussehen zu lassen besitzt auch Lehane selbst. Allein seine sprachliche Ausdrucksfähigkeit - und die großartige Übertragungsleistung des Übersetzers - lassen es nicht zu, langsam zu lesen. Noch dazu verleiht er Menschen, die mir im wahren Leben äußerst suspekt und unsympathisch erscheinen würden, Züge, die sie mir zwischen den Buchdeckeln bzw. im Kopfkino als sehr interessant und ansprechend - zumindest was Joe Coughlin angeht - erscheinen lassen. Gentlemen-Gangster à la Robert Redford und Paul Newman in Der Clou. Muss ich mir deshalb Sorgen machen? Ich denke nicht. Denn was Lehane auch hier wieder meisterhaft beherrscht, ist der Blick hinein in die menschliche Seele, die immer beide Anlagen zu haben scheint - eine helle, strahlende und eine dunkle, düstere Seite. Welche Seite die Oberhand behält, ist für Lehane eine Entscheidung, die man trifft. Und auch wenn man sich für ein Leben als Gesetzloser entscheidet, heißt dass nicht, dass man ohne Ethik durchs Leben geht. Moral ist hiermit nicht gemeint. Ganz strahlend aber bleibt kaum jemand. "Joe Coughlin war in dieser Stadt die Brücke zwischen dem, was an die Öffentlichkeit kam, und der Art, wie es unter vier Augen erreicht wurde. Wenn er einlud, ging man hin, um zu sehen, wer sonst noch aufkreuzte." Total verblüfft hat mich der Einstieg in die Geschichte: Wie schon bei In der Nacht werden die Hauptfiguren der sich später rasch entwickelnden Handlung mit einem Schlag eingeführt. Gemeinsam mit dem Gerichtsreporter entdecken wir das Foto der Zusammenkunft und erfahren bereits einiges von dem, was wir in Kürze in den Straßen von Tampa miterleben werden. Nur wissen wir es (noch) nicht. Nach und nach zeigen sich die Verbindungen zwischen den einzelnen Personen. Moderne Ermittler könnten nun ein wahres Netzwerk aufdecken, indem sie die Personen auf der Fotografie einfach miteinander verbinden. So will ich lesen, denn so macht es einfach einen Heidenspaß! Den Spuren des Autors folgend, die Kniffe der Figur überrascht nachvollziehend. Lehane weiß: Manchmal muss man bluffen, um zu überleben. Und das kann Joe ungemein gut. Aber schafft er es bis zum Schluss? Diese Frage allerdings muss sich jeder lesende Mensch, der intelligent geschriebene, eloquente, spannende und psychologisch tief gestaltete Romane / Kriminalgeschichten mag, selbst beantworten. Ich persönlich habe mit großem Bedauern die Buchdeckel nach viel zu schnell gelesenen 400 Seiten zugeklappt ...ach was heißt Bedauern, ich muss hier eindeutig eine Warnung aussprechen: Die Nebenwirkung dieses genialen Romans könnte wie bei mir ausfallen - ein Gefühl der Verlorenheit und ein tiefes Leseloch erwarteten mich. Nichts schien diesem Leseereignis mehr das Wasser reichen zu können und ich vermißte doch tatsächlich, Joe Coughlin weiter zu folgen. Ich gebe es unumwunden zu, ich war sauer auf Mr. Lehane, wollte ich doch nicht, dass nach nur 400 Seiten Schluss war. Ich wollte weiterlesen, mehr erfahren. Über alles. Ein bisschen ratlos ob der Deutung des Endes war oder bin ich noch dazu ... Die einzige, wirksame Therapie dagegen: das Buch noch einmal lesen, um die konzeptionellen Feinheiten - bei der ersten atemlosen und gierigen Lektüre nicht gebührend zur Kenntnis genommen - noch einmal richtig auszukosten. Es wird nicht das letze Mal gewesen sein! "Im Rückblick würde es für ihn die letzte Feier sein, ein letztes schwereloses Dahingleiten, ehe alles auf jenen unbarmherzigen März zurutschen würde. Aber damals war es einfach eine tolle Party."

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    • 9
    Bri

    Bri

    20. April 2016 um 14:06
    BeaMilana schreibt Sehr schöne Rezi! Ich teile Eure Begeisterung für den Autor. Der legt die Messlatte wirtklich hoch. Nun habe ich drei Werke von ihm gelesen: Mystic River, In einer Nacht, Am Ende einer Welt. Ich ...

    Habe den Kommentar erst jetzt gesehen ... ja, am Ende einer Welt ist so ein Buch,in das man komplett eintaucht und das einen ganz tier anspricht. Es ist einfach großartig.

  • Genial erzählte Gangsterstory

    Am Ende einer Welt
    BeaMilana

    BeaMilana

    Dennis Lehane ist einer der besten Erzähler, den ich kenne. Sein Protagonist, Joe Coughlin, Gangster von Beruf und Consigliere des Bartolo-Syndikats fürchtet um sein Leben und um das seines Sohnes, obwohl er ein geachtetes Mitglied der amerikanischen Mafia um1942 ist. In "Am Ende der Welt" entwirft der Autor ein Spiel voller Intrigen und dem Kampf um Macht, lässt uns dabei tief in seine Psyche und die seiner Kontrahenten blicken, atemlos schlägt man die Seiten um und wartet und hofft, dass das "Gute" oder der vermeintlich "moralisch richtig" Handelnde siegt. Spannend und genial erzählt! Wer das nicht liest, dem ist nicht mehr zu helfen!

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    • 2
    Rheinzwitter

    Rheinzwitter

    23. October 2015 um 00:51
    BeaMilana schreibt Dennis Lehane ist einer der besten Erzähler, den ich kenne.

    Das unterschreibe ich immer wieder.