Dennis Lehane In der Nacht

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Inhaltsangabe zu „In der Nacht“ von Dennis Lehane

Amerika während der Prohibition. Joe Coughlin, ein kleiner Handlanger des Syndikats in Boston, steigt in Florida zum mächtigsten Rum­Schmuggler seiner Zeit auf. Und setzt sein Leben aufs Spiel – aus Liebe zu einer Frau. Ein atemloses, literarisches Gangster­Epos.

Intensiv,fesselnd und einfach klasse geschrieben! Teil 2 der Coughlin Trilogie

— PagesofPaddy
PagesofPaddy

Grandioser Einstieg und das Buch hält, was der Einstieg verspricht!

— Ellaella
Ellaella

<3 <3 <3

— 23GZamasu
23GZamasu

Ein Buch, welches gut geschrieben ist. Es ist fast wie ein Film!

— schokoloko29
schokoloko29

Der Aufstieg eines Gangsters, elegant erzählt. "Broadwalk Empire" trifft auf "Magic City".

— Hamlets_Erbin
Hamlets_Erbin

Spannender und komplexer Krimi im Stil der hard-boiled novels, aber aus Gangster-Sicht. Anspruchsvoll + spannend = meisterhaft!

— hartmutw
hartmutw

Ein Gangster Epos in voller Bandbreite - opulent und ungeschminkt!

— Callso
Callso

Wer Raymond Chandler mag, wird Denis Lehane lieben. "In der Nacht" ist Hardboiled at it best.

— Klaus_Jaeger
Klaus_Jaeger

Wer "Der Pate" mag, für den ist "In der Nacht" ein MUSS.

— Ein LovelyBooks-Nutzer
Ein LovelyBooks-Nutzer

Tolle Dialoge, fantastisch geschrieben: Hat mich sehr berührt!

— SaskiaFFM
SaskiaFFM

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  • Rezensionen
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  • Spannung und Seele

    In der Nacht
    Ellaella

    Ellaella

    09. August 2017 um 18:38

    Dennis Lehane versteht seine Figuren, ihre Herzen, ihre Seelen. Aus dieser Tiefe heraus begleitet er sie durch ihre Abenteuer, deshalb berühren seine Bücher, insbesondere: "In der Nacht". Hier ziehen nicht nur die Hauptfiguren ins Geschehen, sondern auch Ort und Zeit: Amerika in der Zeit der Prohibition. Florida. Action und Gefühle, Spannung und Seele. Absolut lesenswert!

  • Prohibition

    In der Nacht
    schokoloko29

    schokoloko29

    17. January 2017 um 15:28

    Inhalt:Das Buch beschreibt den Aufstieg von Joe Coughlin. Er wächst in Boston in sehr gehobenen Verhältnisse auf. Doch trotzdem entscheidet er sich ein Gesetzloser zu werden. Bei einem Überfall wird er geschnappt und kommt in ein gefürchtetes Gefängnis. Nach der Freilassung wird er während der Prohibition ein großer Boss in einem Rumemperium.Eigene Meinung:Das Buch ist sehr gut und dicht geschrieben. Es ist fast wie ein Kinofilm der vor Augen des Lesers abläuft. Es ist sehr spannend geschrieben. Mir hat es richtig gut gefallen und werde bestimmt mehr von Dennis Lehane lesen!

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  • "Broadwalk Empire" trifft auf "Magic City"

    In der Nacht
    Hamlets_Erbin

    Hamlets_Erbin

    23. September 2016 um 20:28

    "Wenn zwei Männer ihre Waffen aufeinander richteten, wurde zwischen ihnen vor Gott ein Vertrag geschlossen, der nur dadurch erfüllt werden konnte, dass einer von beiden sein Gegenüber ins Jenseits schickte." (S.188) Inhalt: Wir folgen dem Kleinkriminellen Joe Coughlin, Sohn des stellvertretenen Polizeichefs von Boston, der während der Prohibition zum Boss eines Verbrechersyndikats in Florida aufsteigt. Meinung: Der Roman konnte mich in jeder Hinsicht überzeugen. Er ist unterhaltsam, gut geschrieben und verfügt mit Joe über einen sehr interessanten Protagonisten. Zudem ist er derart szenisch und atmosphärisch gestaltet, dass es mühelos gelingt, sich die geschilderte Welt vorzustellen (eine Verfilmung drängt sich geradezu auf!). Thematisch verfügt er für einen Genreroman über eine erstaunliche Tiefe: Die Unterschiede und Ähnlichkeiten zwischen Verbrechern und Reichen, Armen und Wohlhabenden werden ebenso reflektiert wie der Wert des Glaubens und die Vergänglichkeit des Lebens. Lehanes Sprache ist distanziert - lakonisch bis gleichgültig - so, als wäre er lediglich ein Chronist, was der Geschichte eine unerwartete Glaubwürdigkeit verleiht, die darüber hinaus durch den Auftritt des realen Verbrecherkönigs Lucky Luciano verstärkt wird. Fazit: Wer "Broadwalk Empire" und "Magic City" mag, wird sich auch an diesem Gangsterepos erfreuen können. "Die Leute brauchten Arbeit. Sie brauchten ein Dach über dem Kopf, sie brauchten Hoffnung. Und wenn nichts davon zu haben war, betäubten sie sich mit Alkohol. Das Laster, wurde Joe klar, kannte keine Krise." (S.385)

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  • Großartig

    In der Nacht
    Wassollichlesen

    Wassollichlesen

    30. July 2016 um 11:12

    Finally!! Endlich habe ich "In der Nacht" gelesen. Wie lange hatte ich das Buch auf meiner Bucketlist. Und all die begeisterten Blogger, die versammelte Presse - sie alle können nicht irren. Dennis Lehane ist (natürlich) ein großer Autor und "In der Nacht" ist nicht nur einer der besten Krimis, die ich bisher gelesen habe, sondern auch eins der besten Bücher, die bisher gelesen habe. Kein Wunder, dass auch "In der Nacht" bald ins Kino kommt (wahrscheinlich 2017, den Cast findet ihr bei IMDB). Unfassbar, an wie vielen Produktionen er schon beteiligt war oder für die er maßgeblich verantwortlich war.Auch wenn ich kein großer Fan der Thematik "Prohibition" bin, so hat mich "In der Nacht" von Anfang an gefesselt. Wer mich kennt, der weiß, dass ich ein Faible für die Stadt Boston habe und genau hier beginnt die Geschichte um den jungen Joe Coughlin. Lehane beschreibt seinen "Werdegang" so eindringlich, dass ich das Buch erst aus den Händen gegeben habe, als meine Augen zugefallen sind. Ein wahres Epos. So hofft, leidet und freut man sich mit Coughlin, dem typischen Antihelden.Das einzige Manko der Geschichte ist, dass sie so kurz ist. Am Ende geht alles ganz schnell, zu schnelle, wir sind nicht mehr "In der Nacht". Aber am Ende gibt es nicht mehr zu sagen.FazitUnbedingt lesen. Bevor der Film im Kino startet.

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  • Ein seltener Fang: Hardboiled mit Tiefgang

    In der Nacht
    Klaus_Jaeger

    Klaus_Jaeger

    15. January 2016 um 19:07

    »In der Nacht« heißt der neue Roman von Dennis Lehane. Der 48-Jährige, der mit »Mystic River« zum Star wurde, legt damit ein Gangster-Epos aus der Zeit der Prohibition vor. Joe Coughlin, Sohn eines hohen Polizeibeamten, wird schon als Jugendlicher kriminell. Während seines Aufstiegs in der Gangster-Welt lernt er die Liebe kennen - aber er verliebt sich in die falsche Frau. Coughlin landet im Knast, wo es nur noch um das Überleben geht. Er steigt zu einem der großen Rumkönige auf, findet schließlich die richtige Liebe, und beinahe ... Aber das wäre zuviel verraten. Dennis Lehane bedient sich einer harten, nüchternen Sprache, genau dem Milieu seines Romans angepasst. Dabei geht erreicht er allerdings viel größeren Tiefgang als die meisten Vertreter des Hardboiled-Krimis. Mein Fazit: Wer Chandler mag, wird Lehane lieben. Unbedingt empfehlenswert!

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  • Ein gerissener Ganove zwischen Liebe, Last und Morden!

    In der Nacht
    Callso

    Callso

    04. November 2015 um 17:06

    Mein erstes Buch von Dennis Lehane, von dem ich bislang nur Gutes gehört hatte. Ich habe mir anscheinend gleich ein Buch gegríffen, das mit ordentlich Wucht, mit einer feinen Story und ganz viel Authentizität daher kommt. "In der Nacht" ist ein kleines Epos, eine Ballade über Gangster, über Kriminalität, die auch vor Mord nicht halt macht. Freundschaft, Verrat, Liebe und viele lukrative Geschäfte - inmitten der Prohibition steigt Joe in den Jahren vom Kleinkriminellen zum Rum-König von Florida auf. Auf ihn warten Höhen (Chef vom Imperium) bis hin zu Tiefen (Gefängnisaufenthalt) Zwischendurch verliebt er sich, gerät mehr in einen dunklen Hinterhalt, mordet, lässt morden und ist Chef einer großen Gangstervereinigung. Ein gutes Buch, das für mich nur einige Abzüge in der B-Note erhält. Trotz großer Spannung und dem Zittern um die Hauptperson haben einige Längen den 560-Seiten-Roman ausgemacht. Auch die letzte Glaubwürdigkeit fehlte mir in einigen Szenen. Dennoch ein holdes Buch aus einem Milieu, in das man eintaucht, untertaucht und man sich häufiger kleiner macht, um im Kugelhagel ungeschoren davon zu kommen.

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  • Die Nacht hat ihre eigenen Gesetze

    In der Nacht
    Ein LovelyBooks-Nutzer

    Ein LovelyBooks-Nutzer

    21. August 2015 um 15:20

    Autor Dennis Lehane schafft es, das Flair der Roaring Twentys in den USA zur Zeiten der Prohibition lebendig werden zu lassen. Das Buch liest sich wie ein Erfahrungsbericht. Auch die Gangster-Sprache dieser Zeit benutzt er. Sein Schreibstil ist eine Art Gossen-Poesie - direkt und ungeblümt, aber auch bildhaft. Die Geschichte des 19-jährigen Joseph Coughlin, genannt Joe, beginnt in Boston. Hier arbeitet er für zwielichtige Gangsterbosse, überfällt konkurrierende Speakeasys (Flüsterkneipen)und begegnet bei einem dieser Raubzüge der bezaubernden aber düsteren Emma Gould. Sie ist das Mädchen eines Bostoner Bosses. Probleme in dieser Dreiecksbeziehung sind also vorprogrammiert. Joe ist fasziniert vom Leben "in der Nacht". Das ist für ihn ein Gegenentwurf zur geregelten Welt der Konventionen, die sein Vater, der stellvertetene Polizeichef von Boston, für ihn symbolisiert. Trotz aller Zerwürfnisse, vieler Missverständnisse und gegenseitiger Reue erlebt der Leser eine liebevolle Vater-Sohn-Beziehung. Szenenwechesel: Der zweite Teil des Buches erzählt von Joes Aufstieg in Florida und Kuba zu einem großen Rumschmuggler. Das Flair der Südstaaten, die Spannungen zwischen spanisch- und afrikanisch-stämmigen Kubanern und den "weißen" Amerikanern, dem Ku-Klux-Klan, wird wirklich spannend und realistisch widergegeben. So muss es damals wirklich gewesen sein. Der Protagonist Joe ist kein Unmensch. Man mag ihn als Leser. Er ist sympathisch, ein richtiger Antiheld. Joe ist besonders clever, was ihm mehr als ein Mal das Leben rettet. Und hat das Herz am rechten Fleck. Auch wenn er "mit schmutzigem Geld Gutes tut", so bleibt er doch immer ein Freund der Nacht.

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  • Ein Gigant der Krimiliteratur

    In der Nacht
    Duffy

    Duffy

    Es ist die Geschichte von John Coughlin in den Jahren 1926 bis 1935. Es ist die Zeit der Prohibition in Amerika. Coughlin ist eine kleine Nummer, ein Dienstbote für ein Syndikat in Boston. Durch einige Ereignisse, die so nicht geplant waren, wie ein missglückter Bankraub und noch ein paar anderer nicht vorhersehbarer Umstände geht er ins Gefängnis. Dort knüpft er Kontakte zu einem der mächtigsten Gangsterbosse und damit beginnt sein Aufstieg zum mächtigen Rumschmuggler. Doch all' das Erreichte setzt er auf eine Karte für die Liebe zu einer Frau. Was soll man über Lehane noch viel schreiben. Dieser Mann hat sich eine Ausnahmestellung erarbeitet und ist mit Preisen, Auszeichnungen, Verfilmungen und Übersetzungen in über 30 Sprachen schon genug geehrt. Das Einzige, das man hier erwähnen kann ist: Er hat es verdient. Denn niemand schreibt gegenwärtig in diesem Genre so brillant wie Lehane. Auch dieses Buch, ein Epos über die Gesetzlosen der Prohibition, über Gangs und Syndikate, über Hass, Liebe und Generationskonflikt, ist für alle, die auch nur ansatzweise versucht haben, einen ähnlichen Stoff zu verarbeiten, ein Lehrstück, wie ein Meisterwerk auszusehen hat. Ein schnörkelloser Stil, Spannung, ohne auf Effekte zu zielen, kein überflüssiges Wort, eine stringente und in sich schlüssige Dramaturgie, dass kein Faden mehr dazwischen passt. 584 Seiten perfektes Lesevergnügen, ein Roman wie ein Film. Großartig!

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    • 2
  • Tolles Gangsterepos

    In der Nacht
    Klitzekleine

    Klitzekleine

    "In der Nacht" handelt von Joe, der in Boston als Kleinkrimineller anfängt, über Ybos bis nach Kuba kommt und zum reichen Gangster und Rumschmuggler aufsteigt. Eine große Rolle spielen die schwierige Beziehung zu seinem Vater und Emma, seine große Liebe. Das Buch ist in einem enormen Tempo geschrieben, was den Leser atemlos aus manchen Sequenzen auftauchen lässt. Trotzdem kommt neben all der Spannung die Liebe nicht zu kurz. Streckenweise hatte ich das Gefühl, dass Joe wirklich zum skrupellosen Gauner wird und verlor ein wenig die Sympathie für ihn. Aber dennoch ist Dehane ein sehr guter, rasanter Roman gelungen.

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    • 2
    Arun

    Arun

    27. March 2014 um 22:30
  • Wer ein richtiges Gangster-Epos mit literarischer Qualität sucht, hier ist es

    In der Nacht
    WinfriedStanzick

    WinfriedStanzick

    27. January 2014 um 11:46

        Der neue Roman von Dennis Lehane geht ähnlich wie einer seiner Vorgänger „Im Aufruhr dieser Tage“ (2010) auf vielen hundert, niemals langweilig werdenden Seite zurück in die amerikanische Geschichte.   Damals waren „jene Tage“ in Boston die zwischen dem Frühjahr 1918 und dem Herbst 1919, eine Zeit, die von großer antikommunistischer Hysterie erfüllt war. Auf dem Hintergrund der Geschichte der beiden Hauptfiguren des Romans, dem Farbigen Luther Laurence und dem Polizisten Danny Coughlin breitete Lehane in epischer Form die ganze Geschichte dieser Zeit aus. Es las sich wie eine Kultur- und Sozialgeschichte nicht nur Bostons, sondern der ganzen USA.   Auch das neue Buch spielt in Boston und beginnt im Jahr 1926 mit einer Szene, die der Handlung vorgreift, aber nichts wirklich über sie verrät.   Es ist die spannende und unterhaltsame Geschichte von Joe Coughlin, der zunächst als kleiner Handlanger eines Bostoner Syndikats sich während eines zweijährigen Aufenthaltes im härtesten Knast des Landes in Charlestown zahlreichen Bewährungsproben ausgesetzt  sieht. Wieder entlassen, entwickelt er sich während der Prohibition zu einem Stehaufmännchen, dem es gelingt, immer wieder auf die Füße zu fallen, und der sich geschickt in den verschiedenen sich bekämpfenden Clans positioniert.   Immer mächtiger wird er, bis er am Ende zum mächtigsten Rum-Schmuggler in Florida aufgestiegen ist. Wenn da nur nicht seine unstillbare Faszination für eine Frau wäre, die ihn immer wieder vom Weg abzubringen droht…   Mit zahlreichen  Verweisen auf die Politik der Jahre 1926-1935, dem Handlungszeitraum des Romans, gespickt, etwa die Hinrichtung von Sacco und Vanzetti in Charlestown im August 1927, ist der Roman eine spannende Lektüre, die trotz der Länge an keiner Stelle langweilig wird, und mit dauernden Überraschungen und Wendungen aufwarten kann.   Wer ein richtiges Gangster-Epos mit literarischer Qualität sucht, hier ist es.

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  • Leserunde zu "In der Nacht" von Dennis Lehane

    In der Nacht
    DieBuchkolumnistin

    DieBuchkolumnistin

    In der Nacht - ein atemloses, literarisches Gangster-Epos vom Autor von "Shutter Island" und "Mystic River"! Dennis Lehane ist einer der besten amerikanischen Kriminalautoren der Gegenwart und nun erscheint endlich sein neuer Roman "In der Nacht": Und plötzlich kam ihm der Gedanke, dass alles Bemerkenswerte in seinem Leben – im positiven wie im negativen Sinne – seinen Anfang an jenem Morgen genommen hatte, als er das erste Mal mit Emma Gould zusammentraf.« Und von diesem Moment an, bis sich Joe Coughlin auf einem Schiff im Golf von Mexiko wiederfindet, die Füße in einem Zementblock, wird alles, was er tut, für Emma sein. Aus dem Boston der zwanziger Jahre, aus einem Wirbel von Liebe und Gewalt, Hass und Rache führt Joes Weg in den Süden Amerikas und bis nach Kuba. Er wird vom kleinen Handlanger zum mächtigsten Rum-Schmuggler seiner Zeit – doch was ihn umtreibt, ist nicht nur die zweifelhafte Berühmtheit eines Gesetzlosen, das schnelle Geld und das Leben in der Nacht. Es sind Emma Goulds Dezemberaugen, die ein kaltes Feuer in ihm entfacht haben... Leseprobe Gemeinsam mit dem Diogenes Verlag vergeben wir 25 Testleseexemplare für eine gemeinsame Leserunde (eine Beteiligung an der Diskussion sowie eine zeitnahe Rezension werden vorausgesetzt) für den neuesten Kriminalroman des Bestsellerautors Dennis Lehane. Bewerbt Euch bis einschliesslich 20. November 2013! Dennis Lehane ist irischer Abstammung und wurde 1966 in Dorchester, Massachusetts geboren. Er arbeitete als therapeutischer Berater für geistig behinderte und sexuell missbrauchte Kinder, als Kellner, Limousinenchauffeur, Parkplatzwächter, in Buchläden und als Erntehelfer, bevor er Creative Writing an der Florida International University studierte. Sein erster Roman entstand 1990 noch auf dem College und wurde 1994 unter dem Titel "A Drink Before The War"/"Streng vertraulich" veröffentlicht. Er ist der Auftakt der Serie um das Bostoner Ermittlerduo Patrick Kenzie und Angela Gennaro. Es folgten viele weitere Kriminalromane, die teilweise preisgekrönt und mit großen Schauspielern verfilmt worden - "Shutter Island" und "Mystic River" sowie die Serie "The Wire". Dennis Lehane lebt mit seiner Frau und seinen beiden Kindern in Los Angeles und Boston.

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    • 380
    Wortklauber

    Wortklauber

    11. January 2014 um 12:12
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    LibriHolly schreibt Joe hatte ja auch noch das Pech in eines der übelsten der damaligen Zeit zu kommen. Ein Gefängnis, dem sein Ruf bereits vorauseilt. Heutzutage würde ich dort im übrigen sehr gerne eine Nacht ...

    Danke für den Link! Das Gefängnis ist heute ein Hotel, wer hätte das gedacht.

  • An der Spitze wird die Luft immer dünner - Rezension zu Lehanes "In der Nacht"

    In der Nacht
    Daphne1962

    Daphne1962

    03. January 2014 um 21:27

    Es waren nicht die Verhältnisse aus denen er stammte, die ihn zwangen ein Gangster zu werden. Nein, es war eine Frau, mit der er zusammen traf und alles was er von nun an tat, sollte nur für Emma Gould sein. Josef, wie ihn nur sein Vater nannte, war Sohn des stellvertretenden Polizeichefs von Boston, der nach dem Tode seiner Frau alles Mögliche tat, seinen Söhnen ein erfolgreiches Leben zu ermöglichen. Früh kommt Joe dahinter, das auch sein Vater nicht so rechtschaffend ist, wie er vorgibt.   Joe Caughlin steckt mit den Füßen im Beton und wird mit einem Boot auf's Meer gefahren. Wie konnte es dazu kommen? Schnell vergißt man, das hier Gefahr im Anzug ist. Denn man wird von der ersten bis zur letzten Seite in die Geschichte hineingezogen. Dennis Lehane entführt den Leser in die 20er Jahre, zunächst nach Boston, wo es eine hohe Zahl arbeitsloser Menschen gibt und viele Einwanderer ums Überleben kämpfen. Der Herd für Gangster, die mit dem Schmuggel und verbotenen Glücksspielen beschäftigt sind, ist entflammt. Mittendrin befindet sich Joe, dessen Freunde aus dem unteren Schichten stammen und das Nachtleben zu ihrem gemacht haben. Anfangs begehen sie Fehler, werden leichtsinnig und müssen dafür bezahlen.   Joe muss sich im Milleu seine Sporen sehr hart verdienen, aber er steigt auf, als er sich mit den übelsten Leuten einläßt. Er sieht sich nicht als Gangster, er will ein Gesetzloser sein, der nicht nur eigennützig nimmt, sondern den Ärmsten eine Perspektive bietet ihr Überleben zu sichern. Er hat Gegner, sehr viele sogar, vor denen er auf der Hut sein muss. Ständig lauert die Gefahr, an jeder Ecke. Aber auch seine Gegner sind nicht frei von Angst. Das ist es, was Joe als seine Waffe einsetzt. Man erwischt sich dabei, wie man anfängt diesen Gangster auch noch zu mögen, das hat Dennis Lehane mit einer Art von verschmitztem Humor und einer Leichtigkeit, die dann auch immer wieder in absolute Spannung gerät geschafft dem Leser zu vermitteln. Gangster sind auch nur Menschen mit ganz normalem Familienleben. Nur weiß keiner, ob er am Morgen noch nach Hause kommt.   Dennis Lehane macht süchtig. Überzeugt Euch selbst.

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  • Kein Gangster. Ein Gesetzloser.

    In der Nacht
    progue

    progue

    03. January 2014 um 11:35

    Joe Coughlin ist 19, als wir ihm das erste Mal begegnen. Außerdem raubt er zusammen mit seinen beiden Freunden gerade eine Spielhölle aus. So etwas in der Art - kleine Raubzüge, Einbrüche oder Diebstähle -, betreiben sie übrigens regelmäßig. Man könnte sagen, sie verdienen sich damit ihren Lebensunterhalt. Joe jedenfalls begegnet an diesem Tag, kurz nach dem Morgengrauen, Emma Gould, der Bedienung des Pokertisches, dem sie gerade das Geld klauen. Und Emma ist so außergewöhnlich in ihrer kühlen Art, dass Joe nicht anders kann, als sie zu suchen, obwohl es für ihn gefährlich werden könnte, wenn sie ihn wiedererkennt und verrät. Vielleicht hat Joe also Recht, wenn er meint, dass sich sein Leben anders entwickelt hätte, wäre er nicht Emma begegnet, aber darüber kann man streiten. Fraglos jedenfalls entwickelt sich eine Beziehung zwischen ihnen, denn Emma verrät ihn nicht - jedenfalls nicht sofort und auch nicht an die Bullen. Aber Joe weiß, dass er sich mit ihr auf ein gefährliches Spiel einlässt, denn Emma ist auch die Geliebte von Albert White, einem Gangsterboss, wie er im Buche steht. Doch weder Emma noch Albert sind schuld, dass ein Banküberfall von Joe und seinen Freunden schief geht und plötzlich drei tote Polizisten auf Joes Karmakonto stehen. Man kann ihnen vieles, was Joe später widerfährt vorwerfen, doch nicht das. Alles andere ... nun ja. Joe kommt in den Knast und lernt dort Maso, einen weiteren Gangsterboss kennen. Maso macht ihn nach Verbüßen seiner Haftstrafe zu seinem Chef in Westflorida. Eine außergewöhnlich intelligente Entscheidung von Maso, denn was Joe dort anpackt, macht er zu Gold. Ein moderner Midas, verpackt in eine Gangstergeschichte in den Jahren der Prohibition in Amerika. Joe Coughlin ist clever, abgebrüht und er sieht sich selbst nicht als Gangster, sondern als Gesetzloser. Lehane beschreibt ihn aus großer Distanz, und das ist auch das, was ich diesem Buch vorzuwerfen habe. Alles geschieht, als würde ich es aus weiter Ferne in einem Autokino beobachten, ich bin nie nahe genug an den Protagonisten dran, um ernsthaft Sympathie, Mitgefühl, Angst oder irgendwas anderes zu empfinden als milde Neugier, wie es weitergehen könnte. Am spannendsten dabei waren noch die Jahre im Gefängnis, bei allen anderen Ereignissen ging es mir zu glatt und clever zu. Joe, der gerade einmal Anfang 20 ist, als er den Job als Gangsterboss in Florida übernimmt, hat sofort den Respekt der Gangster und Leute für sich, und diejenigen, die ihm nicht den Respekt zugestehen, den er erwartet, überwindet er mit Hinterhälten und schlauen Plänen, die alle funktionieren. Geradezu lächerlich empfinde ich dabei das Bemühen Joes oder auch Lehanes, Joe trotz allem als guten Mann darzustellen. Das ist er nicht. Er ist nicht gut, weil er seinen Freund, der bei den Bullen geplaudert hat, nicht erschießt. Er ist nicht gut, weil er seiner Lebensgefährtin gestattet, sich sozial zu engagieren. Er ist ein Gangster, jemand, der Prostitution und Ausbeutung fördert, kein Robin Hood, der von den Reichen nimmt und den Armen gibt. Mir ist es gleich, dass er nicht alle so gleichmütig über den Haufen schießt, wie es anscheinend andere Gangsterbosse tun, und dass er leises Bedauern empfindet, als einer seiner Leibwächter stirbt. Ansonsten zuckt er mit keiner Wimper, stellt nicht einmal seinen Lebenswandel in Frage. Er weiß, was er tut und er tut es genau deshalb. Im Gegensatz zu anderen Büchern Lehanes hat mich dieses Buch nicht sonderlich überzeugen können. Ständig hatte ich das Gefühl, dass hier der GAR (der Große Amerikanische Roman) entstehen sollte, und auch die Klappentexte, die etwas von Epos und Meisterwerk erzählen, sollen diesen Eindruck vermitteln. Zweifellos kann Lehane schreiben und die Seiten fliegen nur so dahin und trotzdem ist es nichts Bleibendes. Es soll wohl der zweite Band einer Trilogie um die Coughlin-Brüder sein, aber man kann es eigenständig lesen, und ich werde mich den anderen Bänden auch nicht mehr zuwenden. Fazit: Interessant, aber emotionslos, fast kalt.

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  • Ein Buch, wie auf Zelluloid geschrieben!

    In der Nacht
    LibriHolly

    LibriHolly

    30. December 2013 um 12:01

    Was für ein Buch zum Jahresende. Ein genial aufgebautes Gangster-Epos, ein Familien- und Entwicklungsroman gleichermaßen. Lehane erweckt die faszinierende Zeit der Roaring Twenties wieder zum Leben, die Zeit der Prohibition, des illegalen Alkoholhandels und der großen Gangsterbosse. Ein Kaleidoskop des Amerikas der 20-er Jahre. Es war einmal in Amerika vom Feinsten. Ein Buch, wie auf Zelluloid geschrieben. Wir begleiten den jungen Wilden und Gesetzlosen Joe Coughlin auf seinem Weg zum größten Rumschmuggler an der Westküste der USA. Ein harter Weg, ein höchst illegaler und einer, der eine gewisse Skrupellosigkeit erfordert, dennoch ist mir dieser Joe Coughlin ans Herz gewachsen, denn er kann durchaus lieben und würde für seine Lieben durchs Feuer gehen. Überfälle, illegale Kneipen, Prostituierte, Glücksspiel…das ist Joes Welt, eine Welt,  in die er nicht hineingeboren wurde, ein Weg, den er ganz freiwillig gewählt hat. Aufgewachsen in einer Familie irischer Gesetzeshüter, der Vater hat es gar bis zum stellvertretenden Polizeichef von Boston gebracht, will er alles anders machen, besser als die anderen. Wer kennt das nicht, wenn man jung ist hat man den Kopf voller Träume und Illusionen, man will sich beweisen, noch dazu, wenn der Vater eine so starke Persönlichkeit ist: „Ist schon merkwürdig mit Vätern und Söhnen. Söhne können ganze Imperien aufbauen, über Königreiche herrschen, Kaiser der Vereinigten Staaten werden, gottgleichen Status erringen, und trotzdem  gelingt es ihnen nie, aus dem Schatten ihres Vaters herauszutreten“ , lässt Dennis Lehane den Gangster-Boss Maso zu seiner Hauptfigur Joe Coughlin auf S. 209 sagen. Und Joe gerät bei dem Versuch aus dem Schatten zu treten auf die schiefe Bahn und so verwundert es einen als Leser auch nicht, dass wir Joe zu Beginn des Buches in Zementschuhen an Bord eines kleinen Fischkutters kennenlernen, umgeben von lauter Gangstern, die ihn den Fischen zum Fraß vorwerfen wollen: „Seine Füße steckten in einem Block Zement. Zwölf bewaffnete Kerle warteten darauf, dass sie endlich weit genug draußen waren, um ihn über Bord werfen zu können….. Und plötzlich kam ihm der Gedanke, dass sein Leben – im positiven wie im negativen Sinne – nicht halb so bemerkenswert verlaufen wäre, hätte ihn das Schicksal an jenem Morgen nicht mit Emma Gould zusammengeführt.“ Und genau diese Emma Gould soll auch sein Schicksal werden! Eine atemberaubende Geschichte über eine bewegte Zeit, die Zeit des Rassenhasses, des Ku-Klux-Klans, der Prohibition, der großen Gangstersyndikate. Erzählt anhand des Schicksals einer irischen Einwandererfamilie, die wir bereits aus Lehanes großer „historic novel“ „Im Aufruhr jener Tage“ kennen und wie dort bereits sein Bruder Danny und sein Freund Luther zwischen die Fronten geraten, so tut es Joe hier. Ein Buch wie ein Film und so verwundert es auch nicht weiter, dass Hollywood schon seine Finger danach ausgestreckt hat, bei einem Lehane gleich zweimal nicht. Wer die Zeit der Goldenen Zwanziger Jahre, der beginnenden Weltwirtschaftskrise, der großen Gangster wie Meyer-Lansky, Lucky Luciano….liebt, der sollte sich dieses Buch nicht entgehen lassen. Daumen hoch für mein Thriller-Highlight 2013.

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  • Kugelhagel oder Liebeshagel?

    In der Nacht
    Julia_20

    Julia_20

    28. December 2013 um 14:41

    Inhalt: Und plötzlich kam ihm der Gedanke, dass alles Bemerkenswerte in seinem Leben - im positiven wie im negativen Sinne - seinen Anfang an jenem Morgen genommen hatte, als er das erste Mal mit Emma Gould zusammentraf. Und von diesem Moment an, bis sich Joe Coughlin auf einem Schiff in Gold von Mexico wiederfindet, die Füße in einem Zementblock, wird alles, was er tut für Emma sein. Aus dem Boston der zwanziger Jahre, aus einem Wirbel von Liebe und Gewalt, Hass und Rache führt Joes Weg in den Süden Amerikas bis nach Kuba. Angetrieben von der Liebe einer Frau wird er vom kleinen Handlanger, zum mächtigsten Rumschmuggler seiner Zeit! Die Geschichte zeigt eine Tiefe, die sehr gut in diese Zeit hineinzupassen scheint. Die Schauplätze kamen sehr authentisch rüber, auch die Situationen lassen keine Spannung zu wünschen übrig. Die Story selbst ist in drei Teile eingeteilt, was ich auch als sehr positiv angesehen habe. Überhaupt der erste Teil, der sich mit der Zeit Joes im Gefängnis beschäftigt, fand ich überaus spannend. Charaktere: Anfangs fand ich es etwas mühsam alle Personen auseinander zu halten oder auf welcher Seite sie jetzt stehen. Mit der Zeit wird es besser, da aber immer wieder neue Charaktere auftreten, bleibt es weiterhin etwas schwierig. Eigene Meinung: Da ich bereits Shutter Island gelesen hatte, hatte ich sehr hohe Erwartung an dieses Buch. Leider konnte es diese nicht ganz erfüllen, was ich jetzt aber nicht auf den Schreibstil oder die Geschichte schiebe, es war ganz einfach nicht mein Thema. Mir gefiel bei Shutter Island die Aufdeckung des Geheimnisses sehr gut, mit Gangster und Machtkämpfen wurde ich aber nicht wirklich warm. Ansonsten sehr gut zu lesen - sicher ein guter Tipp, für diejenigen, die solche Themen sehr gerne mögen!

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