Dennis Lehane In tiefer Trauer

(32)

Lovelybooks Bewertung

  • 39 Bibliotheken
  • 0 Follower
  • 0 Leser
  • 5 Rezensionen
(12)
(15)
(4)
(0)
(1)

Inhaltsangabe zu „In tiefer Trauer“ von Dennis Lehane

Kurz nach dem grauenvollen Tod ihrer Mutter fehlt von der Millionärstochter Desiree jede Spur. Patrick Kenzie und Angela Gennaro ermitteln im Auftrag des todkranken Vaters Trevor Stone. Doch schon bald stellt sich die Frage: Ist Stone wirklich der liebevolle Vater, der er zu sein vorgibt, oder ein menschenverachtender Ausbeuter? Und ist Desiree tatsächlich nur ein unschuldiges Opfer? Viele Fragen, deren gefährliche Antworten Kenzie und Gennaro bald selbst in höchste Gefahr bringen ...

Stöbern in Krimi & Thriller

AMNESIA - Ich muss mich erinnern

Spannend, verstörend, mitreißend. Erinnert an "Ich darf nicht schlafen" (Film) und hat mich mit einem mulmigen Gefühl zurückgelassen. ;)

AnnMan

Oxen. Das erste Opfer

Spannend und mit vielen überraschenden Wendungen.

leserattebremen

SOG

Wenn die Justiz versagt und der Wunsch nach Vergeltung die Jahre überdauert - spannender Krimi mit plausiblen Wendungen.

jenvo82

Balearenblut

Ein Krimi, der spannend ist und bei einem das Reisefieber weckt

Annabeth_Book

Finster ist die Nacht

3. Fall für Detectiv Macey Greely

Buchverschlinger2014

Unter Fremden

Packend und emotional! Dieser Roman erregt Gemüter und öffnet Augen!

BuchHasi

  • Rezensionen
  • Leserunden
  • Buchverlosungen
  • Themen
  • Die Rache der Tochter

    In tiefer Trauer
    Duffy

    Duffy

    07. August 2015 um 11:29

    Der Multimillionär Trevor Stone beauftragt das Ermittlerduo Kenzie/Gennaro seine Tochter zu finden. Dies ist ihm umso wichtiger, weil ihm wegen einer Krebserkrankung nur noch wenig Lebenszeit bleibt. Désiré, die Tochter, ist nach dem Unfalltod ihrer Mutter einfach verschwunden. Es stellt sich doch während der Ermittlungen heraus, dass die Familie nicht so intakt war, wie es den Anschein hat. Wenn man von einem Schriftsteller sagen kann, er hat ein eigenes qualitatives Level geschaffen, sodass sich andere an ihm orientieren, dann ist das wie ein Ritterschlag. Lehane kann man nun mittlerweile in die Abteilung "Klassiker" stecken, in denen man Namen wie Hammett, Chandler oder Christie begegnet. Alle diese Autoren haben den Kriminalroman nachhaltig geprägt und auch Lehane hat seinen ganz eigenen Stil kultiviert. Natürlich ist auch diese Geschichte wieder nicht die ganz einfache Story, die man so wie oben zusammenfassen kann, denn wer den Autor kennt, der weiß, dass viele Ereignisse sich erst im Laufe der Geschichte entwickeln, nichts ist vorhersehbar und Lehane kann die Spannung scheinbar mühelos bis zum Schluss halten und auf die ungeliebten Cliffhanger verzichten. Es gibt Wendungen und Überraschungen, manchmal schüttelt man den Kopf und fragt sich, wie er diese oder jene Kurve im Handlungsverlauf wieder hinbekommen hat. Wenn man also abschließend sagen kann, dieses Buch ist ein "typischer Lehane", dann steht das für ausgezeichnete und fesselnde Krimiliteratur und die muss erstmal so erschrieben werden. Weil auch gerade dieser Roman des Autors Meisterschaft auf allen Gebieten zeigt, darf man ruhigen Gewissens die "magischen" fünf Sternchen vergeben.

    Mehr
  • Rezension zu "In tiefer Trauer" von Dennis Lehane

    In tiefer Trauer
    pinapunkt

    pinapunkt

    01. March 2013 um 23:18

    Patrick Kenzie und Angela Gennaro werden beauftragt, die Tochter eines Multimillionärs, die spurlos verschwunden ist, zu suchen. Sie geraten in die Kreise einer Seelsorgerorganisation, die trauernde und hilfesuchende Menschen ausbeutet und stoßen hier auf eine heiße Spur, die sie durch einer Achterbahn der Wahrheiten und Unwahrheiten führt. Bis sie feststellen, dass Oben eigentlich Unten ist und Weiss eigentlich schwarz, geraten sie selbst in große Gefahr. Das Buch in tiefer Trauer ist ein Buch, das schnell durchgelesen ist und bei dem man immer wieder umdenken muss, wer nun der Übeltäter ist, wer das Opfer, wer der Täter. Dieser Verwirrspiel erhält die Spannung bis zum Schluß, wobei man als geübter Leser von Krimis u.ä. sicher auch schon früher das Ende erraten kann.

    Mehr
  • Achterbahnfahrt durch die Abgründe der menschlichen Seele

    In tiefer Trauer
    Stefan83

    Stefan83

    25. October 2011 um 14:31

    An Dennis Lehane scheiden sich wohl die Geister. Zumindest erwecken die Rezensionen zu seinen Werken diesen Eindruck, denn zwischen Himmelhoch jauchzend und zu Tode betrübt scheint es nicht arg viel zu geben. Entweder man hasst ihn also, oder man liebt ihn. Und mir ist es auch nach der Lektüre des dritten Falls des Privatdetektivpaars Patrick Kenzie und Angele Gennaro höchst unverständlich, wie man erstere Einstellung überhaupt nur in Erwägung ziehen kann. Im Gegensatz zum heutigen „Sie-gerät-ins-Visier-des-Killers“-Bockmist trumpft Lehane mit einem Tiefgang und einer Feinfühligkeit auf, welche nicht hoch genug zu loben ist. Sobald man das Buch aufgeschlagen, die erste Seite umgeblättert hat, ist man unrettbar in der Welt des Bostoner Schriftstellers gefangen. Eine Welt, die zugegebenermaßen überzeichnet und nicht immer realistisch ist, dafür aber auch bestens unterhält und eine unglaubliche Sogkraft entfacht. Das gilt auch diesmal wieder für den Roman „In tiefer Trauer“, welcher inhaltlich einige Monate nach den dramatischen Ereignissen in „Absender Unbekannt“ angesiedelt ist. Patrick Kenzie und Angie Gennaro haben sich eine Auszeit von ihrem Job genommen, die letzten Wochen mit abendlichen Fernsehfilmen, Fast-Food und sehr viel Alkohol verbracht. Der Tod von Phil, Angies Ex-Mann und Patricks Jugendfreund, hat Spuren hinterlassen. Ihre Instinkte haben die beiden unkonventionellen Privatdetektive allerdings nicht gänzlich verloren, weshalb beide beim Spaziergang durch die Bostoner Straßen ihre Beschatter sofort bemerken. Blöd nur, dass sie sich letztlich trotzdem überrumpeln und k.o. schlagen lassen. Als sie aufwachen, finden sie sich in der Gesellschaft des Millionärs Trevor Stone wieder, welcher die beiden anheuern will, um seine vermisste Tocher Desiree wiederzufinden. Stone, der todkrank ist, hat nur noch wenige Monate zu leben und ist immer noch vom Verlust seiner Frau, welche bei einem Unfall ums Leben kam, schwer getroffen. Besonders Angie spürt deshalb eine gewisse Verbundenheit zu dem alten Mann. Und da Jay Becker, einst Patricks Lehrer und Mentor, bei seiner Suche nach Desiree ebenfalls verschwunden ist, nehmen die zwei Detektive den Auftrag an. Ihre Nachforschungen führen das Ermittlerduo zunächst zu einer dubiosen Seelsorgeorganisation, die Hilfesuchende systematisch ausbeutet. Und damit nicht genug. Die auf den ersten Blick so enge Familienbande entpuppt sich sehr bald als ein Gemisch aus Hass und Verrat, in dem sich das Gute vom Bösen kaum noch unterscheiden lässt. Als Patrick und Angie der Spur ins sonnige Florida folgen, erwartet die beiden mehr als nur eine große Überraschung … „In tiefer Trauer“ stellt nach dem manchmal etwas langatmigen und durch den Serienkillerplot etwas uninspirierten Vorgänger eine mehr als deutliche Steigerung da. Mit Phils Ableben scheint nicht nur die gefühlsmäßige Schranke zwischen Patrick und Angie gefallen, sondern auch Lehanes Gespür für eine ausgefeiltere Handlung wieder da zu sein, denn von der ersten Seite an wird hier das Gaspedal voll durchgetreten. Unnötige Nebenschauplätze oder gar Rückblicke sucht man diesmal vergebens. Stattdessen lässt Lehane seine Protagonisten stets von neuem vom Regen in die Traufe taumeln, wobei Ich-Erzähler Kenzie dem Leser dabei einen oft sehr amüsanten Blick über die Schulter gewährt. Wie immer sitzt jeder Satz im Dialog wie ein guter Schuh, haben die coolen Detektive selbst im dichtesten Feuerhagel noch eine trockene Erwiderung parat. („Wie heißt du?“ „Fick Dich!“ „Netter Name. Ist das Schwedisch?“) Bereits auf den ersten Seiten hat sich hier ein Dauergrinsen in mein Gesicht gefräst, das sich, trotz zwischenzeitlich arg schockierender und auch berührender Szenen, bis zum Ende hin nicht so ganz lockern wollte. Ja, vielleicht ist das alles sehr unangemessen. Und stimmt, so lässig ist wohl niemand. But who cares? Würde man die üblichen Krimimaßstäbe an Lehanes Werke anlegen, es gebe sicherlich genug Ansätze für Kritik. Nur, und das ist von Anfang an wichtig zu verstehen, schreibt dieser Autor halt nicht das Übliche. Und schon gar nicht für die Üblichen. Ihm gelingt das, woran sich bereits viele Schriftsteller vor ihm die Zähne ausgebissen haben: Den düsteren Hardboiled-Roman alter Schule mit einer Prise Humor zu versetzen, ohne dabei gleich ins Genre des trashigen Pulps zu rutschen, denn trotz der allgegenwärtigen vorhandenen Coolness lässt Lehane den ernsten Aspekt nie aus dem Auge. Seine Bücher sind auch immer kaleidoskopartige Ausschnitte einer kaputten Gesellschaft. Während sich dabei allerdings viele andere Autoren in seitenlangen Elegien über sozialen Verfall und psychische Abgründe ergehen, erlaubt uns Lehane immer nur kurze Blicke, welche letztlich aber dem Leser gerade deswegen umso härter zusetzen bzw. die schönen Momente umso kostbarer machen. Zu diesen Momenten gehören diesmal vor allen die Annäherungen zwischen Kenzie und Gennaro (wären doch alle Frauen in Krimis so wie sie), die der Autor ohne jeglichen Kitsch, aber dafür mit viel Gefühl zu Papier gebracht hat. Und auch sonst bietet Lehane Kost auf allerhöchstem Niveau. Seine atmosphärischen, oftmals düsteren Beschreibungen wandeln Wörter in Sekundenschnelle zu Bildern um und deuten immer wieder an, warum sich seine Werke auch bei den bekannten Filmemachern dieser Zeit (Eastwood, Scorsese) einer so großen Beliebtheit erfreuen. In diesem Buch ist hier besonders die Verfolgungsjagd auf der Skyway Bridge zu nennen, welche Lehane äußerst eindringlich in Szene gesetzt hat und die zu meinen persönlichen Highlights zählt. Das zudem zwischendurch unerwartete Wendungen dem Roman stets eine neue Richtung geben, macht „In tiefer Trauer“ bemerkenswert unausrechenbar und tröstet sogar über den etwas überhasteten Abschluss und Bubba Rogowskis viel zu klein geratenen Auftritt hinweg. Insgesamt ist „In tiefer Trauer“ der bis hierhin beste Band aus der Reihe um Patrick Kenzie und Angela Gennaro. Ein actionreiche, düstere Achterbahnfahrt durch die Abgründe der menschlichen Seele, die genauso viel Spaß wie nachdenklich und traurig macht. Ganz großes Kino und ein echter Volltreffer, der jedem Freund harter Kriminalromane nur ans Herz gelegt werden kann.

    Mehr
  • Rezension zu "In tiefer Trauer" von Dennis Lehane

    In tiefer Trauer
    thola

    thola

    29. March 2009 um 22:30

    Trevor Stone, ein totkranker Multimillionär, beauftragt das Ermittlerduo Kenzie/Gennaro um nach seiner Tochter Desiree zu suchen. Während der Ermittlungen erfahren Sie, daß Jack Becker,Kenzies Mentor bereits nach Desiree gesucht hat und ebenfalls verschwunden ist. Bei den Ermittlungen decken Sie nicht nur Lügen auf, Sie geraten auch wieder in Schwierigkeiten und ins Lebensgefahr. Meiner Meinung nach ist dieses 3.te Buch aus der Kenzie/Gennaro Reihe ein absoluter Hammer. Mein persönlicher Favorit bis jetzt

    Mehr
  • Rezension zu "In tiefer Trauer" von Dennis Lehane

    In tiefer Trauer
    Rheinzwitter

    Rheinzwitter

    10. July 2007 um 02:34

    Der dritte Band nach "Absender unbekannt". Lehane lässt es etwas ruhiger angehen und gönnt seinen beiden Lieblingen Kenzie & Gennaro sogar eine kleine Verschnaufpause in Form eines...äh... Urlaubs? So etwas in der Art jedenfalls. Der Showdown ist nichts für Moralapostel. Hält den Leser auf gewohnt hohem Niveau bei Laune und ist dabei besser als die meisten anderen Schreiber des Genres mit ihren "besten" Werken.

    Mehr