Dennis Lehane Moonlight Mile

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Inhaltsangabe zu „Moonlight Mile“ von Dennis Lehane

Privatdetektiv Patrick Kenzie wird brutal zusammengeschlagen. Er soll nicht im Fall der verschwundenen Amanda McCready ermitteln. Doch Patrick lässt sich nicht einschüchtern. Er hat Amanda als kleines Mädchen schon einmal gefunden und aus den Fängen von Entführern befreit. Aber er ist nicht der Einzige, der nach ihr sucht. Auch die russische Mafia und ein kleiner Drogendealer sind hinter ihr her. Ein irrwitziger Wettlauf mit der Zeit beginnt.

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  • Die zweite Begegnung

    Moonlight Mile
    Duffy

    Duffy

    17. September 2015 um 10:16

    Patrick Kenzie und Angie Gennaro sind mittlerweile ein Paar und ihre Tochter Gabby 4 Jahre alt. Die Zeiten haben sich geändert und die beiden können ihrem Beruf nicht mehr mit demselben Wagemut nachgehen, den sie in den vorangegangenen Büchern an den Tag gelegt haben. Doch dann wird Kenzie der Fall der verschwundenen Amanda McCready angetragen, die er vor zwölf Jahren schon einmal wiedergefunden hat. Das Umfeld hat sich nicht geändert, ihre Mutter Helene ist nach wie vor ein Totalausfall. Ganz im Gegenteil zu ihrer Tochter, wie Kenzie feststellen muss. Die Suche führt ihn ganz tief in die russische Mafia, in Morde und Kinderhandel. Der offensichtlich letzte Fall des Ermittlerpaares ist für Lehane ein Grund, nochmal alle Register seines Könnens zu ziehen und vielleicht so etwas wie den perfekten Thriller zu schaffen, der nicht nur einen guten Plot, spannungsgeladene Action, zwischenmenschliche Beziehungen und jede Menge Psychologie und sogar einige tagesaktuelle Einfügungen enthält, sondern auch in seiner Geschlossenheit und Konsequenz beeindrucken kann. Dass das alles Merkmale sind, die Lehanes Bücher ohnehin kennzeichnen, zeigt nur einmal mehr, dass dieser Autor mit gleichbleibender Qualität wohl einer der Thrillerschreiber ist, an dem sich andere messen lassen müssen, wenn sie einen Platz im Krimiolymp erreichen wollen. Ein rundum gelungenes und schlüssiges Werk mit allen Ingredienzen, die man in diesem Genre erwarten kann.

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  • Die alten Zeiten sind vorbei...

    Moonlight Mile
    Stefan83

    Stefan83

    17. June 2013 um 11:08

    Ich muss gestehen, dass ich informativen, faktisch-begründeten Rezensionen einen großen Wert beimesse – nicht selten beeinflussen sie sogar letztlich meine endgültige Kaufentscheidung. Vor allem in solchen Fällen, wo sie von Personen verfasst worden sind, deren literarischer Geschmack ähnlich gelagert ist, wie der meinige. Dennoch: Es gibt Ausnahmen, bei denen ich deren ausdrücklichen „Rat“ ignoriere, um trotz angekündigter Enttäuschungen zum Buch zu greifen. „Moonlight Mile“, der sechste und mit hoher Wahrscheinlichkeit auch letzte Band der Reihe mit den Privatdetektiven Patrick Kenzie und Angela Gennaro, ist so eine Ausnahme. Acht Jahre nach dem Vorgänger „Regenzauber“, und damit nach einer langen Pause (in der Zwischenzeit erschien u.a. das später verfilmte Werk „Shutter Island“), kehrt der Bostoner Autor Dennis Lehane zu den Wurzeln seines Schaffens zurück – vielleicht sogar, so vermuten nicht wenige Rezensenten, weil die treue Leserschaft eine solche Rückkehr jahrelang gefordert hat. Das sich der Abschluss der Serie in erster Linie auch an diese richtet, lässt sich bereits zu Beginn erahnen, denn (wie schon Jürgen Priester in seiner Besprechung auf der Krimi-Couch treffend erkennt) die Lektüre von „Moonlight Mile“ setzt eine gewisse Kenntnis der vorherigen Bände voraus. Insbesondere die Ereignisse von „Kein Kinderspiel“ (ebenfalls verfilmt als „Gone Baby Gone“) werden zwar nicht direkt fortgesetzt, spielen aber, wie auch die dort auftretenden Charaktere, eine nicht unerhebliche Rolle für diesen letzten Akt des hochgelobten und mit Preisen ausgezeichneten Erfolgsprojekts. Gerade die Fans der toughen Privatschnüffler sind es jedoch nun, die „Moonlight Mile“ in ihren Besprechungen mit mäßigen Noten versehen. Zu wenig Substanz, zu wenig „Hardboiled“-Flair, zu wenig eiskalte Coolness, zu wenig fliegende Patronen – manch einer ist gar der Auffassung Patrick Kenzie hätte hier endgültig seine „Eier“ verloren. Und wahr ist: Nimmt man sich die gesamte Reihe in einem Rutsch vor, wirkt Lehanes Schlusspunkt tatsächlich wie ein Fremdkörper, welcher sich nicht so recht mit den düster-ernsten und auch weit komplexeren Vorgängern in Einklang bringen lässt. Erst ein genauerer Blick macht deutlich, dass der begnadete Autor keinesfalls das Schreiben verlernt hat. Ganz im Gegenteil: Es hat sich vielmehr eine gewisse Entwicklung vollzogen, der Lehane hier Rechnung trägt. Und in den acht Jahren des Älterwerdens mussten auch Patrick Kenzie und Angela Gennaro eben diesen Reifeprozess mitmachen, um in aller Konsequenz glaubhaft zu bleiben. Das ist auch der Grund, warum uns diesmal ein etwas anderes Schnüfflerpaar erwartet. Seit dem Fall Amanda McGready (siehe „Kein Kinderspiel“) sind gut zwölf Jahre ins Land gegangen. Patrick Kenzie und Angela Gennaro sind inzwischen verheiratet und haben eine gemeinsame vierjährige Tochter, mit der sie sich in einen friedlicheren Stadtteils Bostons zurückgezogen haben. Die raue Zeit in Dorchester liegt genauso hinter ihnen wie die exzessiven Saufabende in Pubs samt anschließender Schlägerei. Patrick arbeitet zwar weiterhin als Privatdetektiv, von den richtig heißen und gefährlichen Eisen lässt er aber inzwischen die Finger. Seine Risikobereitschaft ist, auch aus Angst um seine Tochter, auf ein Minimum gedrosselt worden. Angela setzt neben ihrer Hausfrauentätigkeit ihr Studium fort und steht kurz vor dem Abschluss. Der Langeweile am heimischen Herd entflieht sie nur noch ab und zu durch Ausflüge auf die umliegenden Schießstände. Wie viele Amerikaner, so hat auch diese Familie die weltweite Krise hart getroffen. Das Geld ist knapp, Rechnungen stapeln sich – und Patrick ist entgegen seiner Überzeugungen gezwungen, moralisch äußerst fragwürdige Aufträge anzunehmen, um nach mehrfachen Anläufen endlich eine Festeinstellung bei der renommierten Detektei Duhamel-Standiford zu bekommen. (Dass selbst der schießwütige Soziopath und beste Freund „Bubba“ Rogowski inzwischen einen - wenn auch illegalen - Medikamentenhandel betreibt, zeugt zusätzlich von der schwierigen Lage im Großraum Boston) Als Patrick der lukrative Posten schließlich zu winken scheint, tritt eine Person zurück in sein Leben, die er verzweifelt zu vergessen versucht hat. Beatrice McGready, stark gealtert und immer noch voller Wut, informiert ihn über ein erneutes Verschwinden ihrer Nichte Amanda McGready - und Patrick sieht sich plötzlich wieder mit der folgenschweren Entscheidung konfrontiert, die, von ihm damals getroffen, Amanda nicht nur zurück zu ihrer unfähigen, drogenabhängigen Mutter geführt, sondern auch fast das Ende seiner Beziehung zu Angela bedeutet hat. Kann er dies nun wieder gutmachen? Und will er das überhaupt, wo doch von Beatrice keinerlei größere Bezahlung zu erwarten ist und er sich auf dem Weg befindet, eine weit lukrativere Beschäftigung anzutreten? Bevor er sich gedanklich länger mit dem Thema auseinandersetzen kann, überschlagen sich die Ereignisse. Patrick wird brutal zusammengeprügelt und eindringlich gewarnt, keine näheren Schritte zur Auffindung Amandas zu unternehmen. Doch der damit verbundene Verlust seines Laptops und eines Fotos von seiner Tochter wecken den „alten Kenzie“ und dessen Sturköpfigkeit. Gemeinsam mit Angela und Bubba holt er zum Gegenschlag aus … Die alten Zeiten sind vorbei. Bereits nach wenigen Seiten wird deutlich, dass die vergangenen Jahre bei den von uns so liebgewonnenen Protagonisten Spuren hinterlassen haben. Oder wie einst ein Hobbit konstatierte: „Das Alter beginnt sich nun deutlich bemerkbar zu machen.“ Vom Draufgängertum des Ermittlerpaars ist inzwischen nur noch wenig geblieben. Wo sie früher mit gezogenen Knarren aus dem Auto gestürmt sind, bleiben Patrick und Angela jetzt lieber erst einmal nachdenklich in diesem sitzen. Kurzum: Das Feuer ist weg. Und das wird gerade für Fans ein bisschen schwer zu verkraften sein. Auch weil Lehane die größeren Ruhepausen nutzt, um seine Figuren über die Lage Amerikas reflektieren lassen, dessen Probleme inzwischen längst auch zu Problemen der beiden Privatermittler geworden sind. Mit gewohnt bissigen Sarkasmus werden die desolaten Zustände des Landes angeprangert, während Patrick gleichzeitig feststellt, dass er die Jugend von heute nicht mehr versteht. Eine Einsicht, mit der er zu kämpfen hat, war das fortwährende Mosern der Alten über die Jungen gerade in frühen Jahren eins der Dinge, die er am meisten gehasst hat. Damit einher geht eine neue Verletzlichkeit, verkörpert durch seine Tochter Gabriella, welche man, im erfrischenden Kontrast zu anderen Kindern in Büchern, schlichtweg lieben muss. Und eine Sorge sei sowieso allen vorweg genommen: Wer glaubt, dass Patrick und Angela mit ihren Feuer und Schwung auch ihr dreckiges Schandmal verloren haben, der irrt gewaltig. „Moonlight Mile“ ist, trotz drastischer Ausbrüche der Gewalt, besonders am Ende, der wahrscheinlich komischste Teil dieser Reihe, was angesichts des hohen Witz-Faktors der Vorgänger durchaus bemerkenswert ist. Ein Grund dafür ist die neue Ruhe Patricks, der mit den Dämonen der Vergangenheit nun weit besser umgehen kann und seinen Job als Privatermittler inzwischen weniger aufgrund des Kicks, als vielmehr wegen des Geldes betreibt. Mag manch einer diesen „glücklichen Detektiv“ bemängeln – ein knallharter, wutentbrannter Ermittler, der sich ohne Rücksicht auf Konsequenzen ins Chaos stürzt, wäre angesichts seiner gleichzeitigen Rolle als Familienvater mehr als unglaubwürdig gewesen. So fehlt „Moonlight Mile“ am Ende viel von der kompromisslosen Härte und dem Nadel-im-roten-Bereich-Tempo. Und auch die verschachtelten Handlungsstränge vorheriger Kenzie/Gennaro-Fälle sucht man hier vergebens. Dass Lehanes Finale letztlich aber für mich keine Enttäuschung ist, liegt am immer noch hohen Grad der Unterhaltung und dem in sich stimmigen Abschluss, der, ebenfalls wie gewohnt, von großartigen Dialogen und eindringlichen, weil nachvollziehbaren Gefühlen garniert wird. Keine Frage: „Moonlight Mile“ ist der am wenigsten gute Band dieser Serie. Von schlecht oder schwach kann aber auf diesem hohen Level, auch angesichts der weit abgeschlagenen Konkurrenz, nicht die Rede sein. Kein dickes Ausrufezeichen, aber ein gelungenes I-Tüpfelchen auf einer der besten Krimi-Reihen der letzten Jahre, die genau zum richtigen Zeitpunkt ihren Schlusspunkt setzt. Farwell Patrick, Angela und Bubba – ihr werdet mir fehlen!

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  • Rezension zu "Moonlight Mile" von Dennis Lehane

    Moonlight Mile
    NiliBine70

    NiliBine70

    15. November 2011 um 18:47

    Thriller vs. Humor In seinem 6. Fall soll Patrick Kenzie, Privatdetektiv, ein Mädchen suchen, dass er schon in der Vergangenheit einmal gesucht und gefunden hat. Nur dieses Mal hat sie sich wohl mit den falschen Leuten eingelassen, denn ehe Patrick es sich versieht, gerät er in den Clinch mit der russischen Mafia. Was er dort entdeckt, ist ein Netz aus Identitätsklau, Babyhandel und Brutalität. Und mittendrin die nunmehr 16jährige Amanda, die vor der Zeit gereift scheint und nicht nur Patrick, sondern auch den Leser mit ihrem Verhalten sprachlos macht. Erst recht, als er herausfindet, dass sie nicht nur nicht gefunden werden will, sondern auch noch ein Baby bei sich hat. Patricks Frau, Angie, will ihren Mann unterstützen, trotz der Gefahr für sich selbst und nicht zuletzt ihre kleine Tochter, die sie schleunigst aus der „Schusslinie“ der Russenmafia bringen muss, die auch noch ein unscheinbares Schmuckstück, das „Weißrussische Kreuz“ an sich bringen wollen. Eine teilweise slapstickartige Jagd beginnt. Ich muss sagen, vielleicht wäre mir der Einstieg in die Geschichte, das Buch, deutlich leichter gefallen, wenn ich die anderen 5 Teile vorher auch gelesen hätte, wenn Patrick und Angie mir bekannter gewesen wären. So habe ich mich erst mal nur am wirklich sehr leichtfüßigen Schreibstil und dem tollen Humor ergötzt. Gebremst hat mich dann immer nur, dass mir Dinge aus der Vergangenheit –so auch Amandas Geschichte- nicht präsent war. Es wurde zwar immer wieder mal auf die Vergangenheit eingegangen, aber ich musste mir schon einiges selbst zusammen reimen, was teilweise störte. Aber wie gesagt, der Stil hat mir sehr gut zugesagt, die Personen waren so gut beschrieben, dass man sie wirklich vor sich sah, wie die Geschichte als solches auch, ich könnte mir demzufolge auch sehr gut vorstellen, dass die Geschichte als Film gut funktionieren würde, inklusive Witz. So denke ich, dass Moonlight Mile eher etwas für Leute ist, die die Vorgängerbände -5 an der Zahl- schon kennen und Fans sind, oder die sich vornehmen alle anderen vorweg zu lesen. Dann ist das eine tolle Fortsetzung mit lieb gewonnenen Figuren, die man in ihrem Leben gern weiter verfolgen und bei ihren –teilweise skurrilen- Ausführungen von Aufträgen begleiten möchte.

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  • Rezension zu "Moonlight Mile" von Dennis Lehane

    Moonlight Mile
    HarryF

    HarryF

    18. September 2011 um 21:07

    Als bekennender Dennis Lehane Fan war ich natürlich neugierig, wie sich Moonline Mile liest, zumal der letzte Roman der Reihe "Regenzauber" vor über 10 Jahren erschienen ist. In Kurzform: Die Pause hat dem Entwickler-Duo nicht gut getan. Man hat auf jeder Seite irgendwie das Gefühl, Dennis Lehane ist dazu gedrängt worden, der Serie um das außergewöhnliche Duo Patrick Kenzie und Angie Gennaro zu einem befriedigendem Ende zu bringen. Die Geschichte ist hanebüchen, einige rote Fäden werden nicht aufgelöst und noch dazu wirken "Publikumslieblinge" wie Bubba und Angie farblos und einfallslos. Wäre da nicht die unglaublich coole Schnauze von Patrick Kenzie - der wie ein in Buchform gegosserer Bruce Willis aus "The Last Boy Scout" daherkommt - hätte es wahrscheinlich nur 2 Sterne gegeben. Lieber die ersten 5 Teile der Serie (und alle anderen Romane von Dennis Lehane) lesen - da ist die Zeit besser investiert.

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