Dennis Lehane Mystic River

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Inhaltsangabe zu „Mystic River“ von Dennis Lehane

Sean Devine, Jimmy Marcus und Dave Boyle waren in ihrer Kindheit miteinander befreundet - bis zu dem Tag, an dem ein sonderbarer Wagen in ihrer Straße aufkreuzte und einen von ihnen mitnahm. Etwas Schreckliches passierte, das ihre Freundschaft beendete und die drei Jungen für immer veränderte. Fünfundzwanzig Jahre später ist Sean Devine bei der Polizei, Jimmy Marcus ein Exgauner mit einem kleinen Eckladen und Dave Boyle ein schwächlicher Mann, der versucht, seine Ehe zusammenzuhalten und seine Ängste nicht überhand nehmen zu lassen. Als Katie, Jimmy Marcus' Tochter, ermordet aufgefunden wird, muss sich Sean Devine um den Fall kümmern. Und er muss in eine Welt zurück, die er glaubte, längst hinter sich gelassen zu haben. Ein unglaublich unter die Haut gehender psychologischer Thriller über Liebe und Loyalität, Vertrauen und Familienbande.

Ein spannender Thriller - aber weit weg vom Meisterwerk

— Callso
Callso

Herzzerreißend, eindringlich und spannend bis zur letzten Seite!

— Elbenwind
Elbenwind

Schon der Film war Weltklasse - das Buch ist es umso mehr!

— LinusGeschke
LinusGeschke

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  • Ein 620-Seiten-Thriller - fesselnd und gut lesbar!

    Mystic River
    Callso

    Callso

    05. August 2016 um 18:50

    Es spricht für das Buch, wenn man einen 620-Seiten Schinken ganz flott durchliest. Innerhalb weniger Tage habe ich den Roman beendet, insfofern kann ich sagen, dass das Buch fesselt und sich wunderbar lesen lässt. Eine Geschichte über drei Jugendfreunde, die als Erwachsene ganz unterschiedliche Karrieren einschlagen. Ein Polizist, ein ehemaliger Krimineller und eine psyische etwas labiler Typ, Jeder hat sein Päckchen zu tragen, Das wird noch deutlich größer, als eine Leiche auftaucht und sich die Suche nach Motiv und Täter als äußerst schwierig erweist.Es folgt ein Katz-und-Maus-Spiel, das über 400 Seiten für ordentlich Spannung sorgt.Vielfach hat mich der Roman "Mystic River" an Bücher von Jason Star erinnert. Wobei die Bücher mich deutlich mehr begeistert hat.Mein zweites Buch des Autors Dennis Lehane. Ich muss tatsächlich sagen, dass ich beim Schreibstil des Autors noch Luft nach oben sehe. Gerade die Werke von Jason Starr haben für mich eine andere Qualität

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  • Leserunde zu "Justins Heimkehr" von Bret Anthony Johnston

    Justins Heimkehr
    aba

    aba

    Der Kampf einer Familie um Normalität In seinem Debütroman, der in kürzester Zeit ein internationaler Erfolg wurde, erzählt der US-amerikanische Schriftsteller Bret Anthony Johnston eine Geschichte, die unter die Haut geht. "Justins Heimkehr" ist das Porträt einer Familie, die lernen muss, wieder eine Familie zu sein. Rührend, schmerzhaft, dramatisch und höchst spannend, Bret Anthony Johnston fesselt mit einer ausdrucksvollen Sprache, wirklichkeitsnahen Figuren und einer packenden Handlung vor den Kulissen der lodernden Landschaft Texas'.Möchtet ihr Bret Anthony Johnston und seinen bewegenden Roman kennenlernen? Dann solltet ihr diese Leserunde nicht verpassen!Mehr zum BuchMit psychologischem Feingefühl und sehr spannend erzählt Bret Anthony Johnston in seinem Debütroman von einer Familie unter Schock. Vor vier Jahren ist Justin Campbell, damals 12 Jahre alt, entführt worden.Seine Eltern und sein Bruder, die nie aufgehört hatten, nach ihm zu suchen, haben unterschiedliche Wege gefunden, mit diesem Erlebnis umzugehen. Wege, die die Familie eher auseinanderdriften lassen. Da wird Justin wie durch ein Wunder ganz in der Nähe entdeckt und seinem Entführer entwunden – der inzwischen 16jährige kehrt in die Familie zurück. Aber ist der Wiedergefundene nicht doch verloren? Und was geschieht mit dem Täter, der vor Gericht gestellt wird und auf "nicht schuldig" plädieren will?Bret Anthony Johnston zeigt sich in diesem Roman als hoch begabter, raffinierter und kluger Erzähler, der glaubwürdige und faszinierende Charaktere zeichnen kann und ohne Effekthascherei ins Herz der Dinge vorstößt.Lust auf eine Leseprobe?Zum AutorBret Anthony Johnston, 1971 geboren, veröffentlichte den Erzählungsband "Corpus Christi" (2004), gab 2008 den Band "Naming the World and other Exercises for the Creative Writer" heraus und schrieb das Drehbuch zum Dokumentarfilm "Waiting for Lightning" (2012). "Justins Heimkehr" ist sein Romandebüt. Johnston unterrichtet Fiction Writing an der Harvard University.Möchtet ihr erfahren wie es bei den Campbells weitergeht?Zusammen mit C.H.Beck verlosen wir 25 Exemplare von "Justins Heimkehr" unter allen, die sich über diese ergreifende Geschichte im Rahmen einer Leserunde austauschen und im Anschluss eine Rezension schreiben möchten. Seid ihr neugierig geworden? Dann bewerbt euch* über den blauen "Jetzt bewerben"-Button bis zum 24.07. Ihr müsst nur auf folgende Frage antworten:Der 12-jährige Justin verschwindet plötzlich. Nach vier Jahren wird er wie durch ein Wunder wieder gefunden.Wie, meint ihr, könnte eine Familie es schaffen, bei solchen Schicksalsschlägen zusammenzuhalten? Reicht die Liebe, die sie füreinander empfinden? Oder seid ihr der Meinung, dass es Wunden gibt, die nicht mal die Liebe heilen kann?Ich bin gespannt auf eure Antworten und wünsche euch viel Glück!* Im Gewinnfall verpflichtet ihr euch zur zeitnahen und aktiven Teilnahme am Austausch in allen Leseabschnitten der Leserunde innerhalb von vier Wochen nach Erhalt des Buches sowie zum Schreiben einer Rezension, nachdem ihr das Buch gelesen habt. Bestenfalls solltet ihr vor eurer Bewerbung für eine Leserunde schon mindestens eine Rezension auf LovelyBooks veröffentlicht haben. Bitte beachtet, dass wir Gewinne nur innerhalb Europas und nur einmal pro Haushalt verschicken.

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    • 918
  • Der Fluch der Schuld

    Mystic River
    Duffy

    Duffy

    25. February 2016 um 10:06

    25 Jahre ist es her, seit Jimmy, Sean und Dave als Kinder in den Straßen ihres Viertels unterwegs waren, das nicht den besten Ruf hatte. Nun treffen sie zusammen, weil Jimmys älteste Tochter ermordet wurde und Sean der ermittelnde Polizist ist. David, dessen Leben nach einer Entführung und angeschlossenem Missbrauch zumindest auf psychologischer Ebene ziemlich kompliziert verlaufen ist, gerät plötzlich unter Tatverdacht. Während Sean die Ermittlungen gründlich und sachlich vorantreibt, versucht Jimmy, den Täter auf eigene Faust zu finden. Dabei geraten die ehemaligen Freunde nicht nur an ihre Belastungsgrenzen, sondern reißen in den Strudel der Unabwägbarkeiten ihre Familien mit hinein und werden immer wieder mit ihrer Vergangenheit konfrontiert, die das Misstrauen bei der entgültigen Klärung des Falles wieder schürt. Vielleicht gibt es ja so etwas wie einen perfekten Kriminalroman, dann wäre Lehanes 600-Seiten Werk ganz sicher ein Anwärter. Hier stimmt einfach alles, über den Haupterzählungsstrang, die Stimmigkeit der Figuren, die kriminalistischen Einzelheiten bis hin zur einer psychologischen Ebene, die immer Gefahren birgt, weil sie, wenn unsachgemäß behandelt, viel zerstören kann. Stattdessen ist "Mystic River" eine gewaltige Geschichte, deren Ende Lehane genau in dem Moment erreicht hat, wo sein Faden reißen könnte, wenn man die Sache bis zum Schluss ausreizen will. Wieder ein Nachweis, dass dieser Autor in der gegenwärtigen Krimi-Literatur zum Maß aller Dinge geworden ist.

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  • Absolut dem Anspruch würdig, den man an einen Autor wie Lehane stellt.

    Mystic River
    Negothia

    Negothia

    20. March 2015 um 22:21

    Denis Lehane wird den meisten von uns durch seinen Erfolgsroman "Shutter Island" ein Begriff sein, welcher auch verfilmt wurde. Ähnlich diesem, baut Lehane auch hier das ganze Buch hinweg eine Anspannung auf, die nie ganz vom Leser abfällt, alleine dadurch, dass man immer wieder neue Hinweise sieht , wer denn nun der Täter/die Täterin ist bzw. sein könnte. Die Charaktere strotzen nur so vor ganz menschlichen Fehlern und man kann wirklich überrascht sein, dass es trotz einem ähnlichen Muster wie bei "Shutter Island" im "Mystic River" keinesfalls langweilig zugeht, oder man das Gefühl hätte, das der Autor von sich selbst abschreibt,... - es ist lediglich der für Denis Lehane wohl mittlerweile typische Spannungsaufbau einer in sich geschlossenen und fesselnden Geschichte. Das Besondere dabei: Eben weil man nur Stück für Stück hinter das ganze kommt, hält das Buch für einen noch bis zur letzten Seite Überraschungen bereit.

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  • Was damals geschah ...

    Mystic River
    Bri

    Bri

    02. March 2015 um 22:02

    Drei Jungs, nicht die dicksten Freunde, aber doch so etwas ähnliches, vertreiben sich die Zeit zusammen. Unfug im Sinn, groben Unfug. Diebstahl. Ein Auto knacken und ein bisschen damit rumfahren, ein Heidenspaß ... oder? Zehn, zwölf Jahre alt sind sie und fühlen sich ertappt, als plötzlich ein Polizeiauto um die Ecke biegt. So ertappt, obwohl sie nichts getan hatten, dass sie nicht genau hinsehen, die Obrigkeit einfach anerkennen. Zwei von ihnen allerdings folgen einem Instinkt, der sie der Aufforderung der beiden Polizisten, ins Auto zu steigen, um sie zuhause abzuliefern, nicht Folge leisten lässt. Dave, der dritte der Jungs, schon immer derjenige, der sich an die beiden anderen eher angehängt hatte, als dass er mitgenommen wurde, steigt ein ... und bleibt ganze vier Tage verschwunden. Als Dave wieder zurückkehrt, ist den Erwachsenen ganz klar, was mit ihm geschehen ist. Seine Freunde Jimmy und Sean aber finden nun gar keinen Zugang mehr zu ihm und wie es so ist, trennen sich ihre Wege gänzlich. Bis 25 Jahre später die Tochter von Jimmy verschwindet, Sean als Polizist den Fall bearbeitet und Dave offensichtlich einiges zu verbergen hat ... Dass Dennis Lehane ein Meister sowohl der Spannung als auch der psychologischen Darstellung seiner Protagonisten ist, ist bekannt. Mystic River wurde sicherlich nicht nur deshalb von Clint Eastwood prominent verfilmt. Beim Versuch, mir die filmische Umsetzung des überaus spannenden Stoffes anzusehen, wurde mir wieder einmal klar, was ich - als prinzipiell nicht abgebrühte Leserin, die Spannung durchaus goutiert, aber nicht den absoluten Thrill sucht - an Dennis Lehane so sehr schätze: Grausamkeiten, die auch im wahren Leben stattfinden, weil Menschen eben Menschen sind, werden ansatzweise aber dennoch deutlich angesprochen, jedoch nicht blutrünstig beschrieben. Mir persönlich reicht es vollkommen, über Andeutungen zu erahnen, was Dave in den vier Tagen, die er bei den vermeintlichen Polizisten verbrachte, widerfahren ist. Ich muss das nicht detailliert lesen. In einem Film kann man nicht in derselben Art und Weise wie in einem Buch zwischen den Zeilen lesen, werden doch allzu klare Bilder vorgegeben. Die Möglichkeiten, die einem Autor gegeben sind - wie zum Beispiel Dinge unausgesprochen im Raum schweben zu lassen - schöpft Lehane bis zur Neige aus, indem er seine Figuren aus allen Blickwinkeln beleuchet, ihre Ängste, Geheimnisse und Zweifel ebenso aufdeckt, wie ihre offen zur Schau gestellten Handlungen, die Schlüsse daraus jedoch dem Leser überlässt. So entstehen Psychogramme ohne Bewertungen. Das mag manchen Leser verstören, gar ärgern - kann aber auch als Wertschätzung und Vertrauen in die Leser gewertet werden, die sich ihre eigene Gedanken über Schuld und Sühne, Moral und Unmoral machen dürfen und sollen. Ich persönlich empfinde das in einer Welt, in der jeder Meinungen und Wertungen hat, als ungemein angenehm. Was Lehane in Mystic River ebenfalls nicht verschweigt ist, dass das Leben keine Sicherheiten bietet und wir uns jeden Tag neu den veränderten Erfordernissen stellen müssen, Recht nicht gleich Gerechtigkeit ist, Verbrechen nicht immer geplant sind und Schuld sich nicht in Luft auflöst, sie nicht einfach abgeschüttelt werden kann. Nichts wird beschönigt oder entschuldigt, Lehane zeigt eben das Leben wie es ist oder sein kann. Und dabei ist immer eines ganz klar: Ob wir auf der "guten" oder "bösen" Seite stehen, ist letztendlich immer eine Entscheidung, die wir selbst und ganz alleine zu treffen haben.

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  • Die Lügen der Anderen

    Mystic River
    hundertwasser

    hundertwasser

    06. January 2015 um 21:27

    Sean, Jimmy und Dave sind in ihrer Kindheit beste Freunde, obwohl sie aus unterschiedlichen Vierteln stammen. Doch Jahre später müssen die ehemaligen Freunde feststellen, dass ihre Freundschaft die Zeit wohl nicht in Gänze überstanden hat. Auslöser ist der Fund von Jimmys ermordeter Tochter, die in einem Park entdeckt wird. Sean muss als Polizist die Ermittlungen aufnehmen und sich gegen seine Jugendfreunde stellen. Denn es scheint, als sei Dave in den Mord an Jimmys Tochter verwickelt. Die Freunde finden sich alle auf unterschiedlichen Seiten wieder und kämpfen, um unbeschadet aus den Ereignissen hervorzugehen. Am bekanntesten dürfte Dennis Lehane in Deutschland für seine Vorlagen zu den Kinofilmen „Gone Baby gone“ und „Shutter Island“ sein. Dies ist bedauerlich, da die Bücher des amerikanischen Autors mindestens genauso gut wie die Verfilmungen sind. Neben seinen Ermittler-Bücher um das Detektivpärchen Kenzie und Gennaro schrieb und schreibt Lehane immer wieder eigenständige Titel, zu denen auch „Mystic River“ zählt, der in Deutschland zunächst unter dem Titel „Die Spur der Wölfe“ publiziert wurde und ebenfalls durch Clint Eastwood für das Kino adaptiert wurde. Der Diogenes-Verlag hat nun die Taschenbuchausgabe neu aufgelegt, diesmal mit einer Neuübersetzung durch Sky Nonhoff. Der Roman spannt den Bogen von der Kindheit des Triumvirats bis hin zum Familienleben der Protagonisten und erschafft prägnante Figuren. Obwohl auf den insgesamt 620 Seiten doch einige Charaktere auftauchen, schafft es Lehane, jeder Figur eine ganz eigene Tiefe zu verleihen, die noch lange nachhallt. Bei diesem Buch ist keine Seite zu viel, die Perspektivwechsel gelungen und durch die kluge narrative Struktur des Romans erhält sich die Spannung über die vielen Seiten hinweg. Dennis Lehane ist ein absolut runder Thriller über Schuld und Sühne gelungen. Es ist diesem großartigen Autoren wirklich zu wünschen, dass sein Verlagswechsel hin zum Diogenes-Verlag ihm nun die Aufmerksamkeit beschert, die sein schriftstellerisches Schaffen auf jeden Fall verdient!

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  • "...Menschen, die mit der dunklen Wahrheit ihrer gemeinsamen Vergangenheit klarkommen müssen."

    Mystic River
    FraHaMa

    FraHaMa

    05. April 2014 um 12:43

    1. Satz: Als Sean Devine und Jimmy Marcus Kinder waren, arbeiteten ihre Väter in der Süßwarenfabrik "Coleman Candy" und brachten den Geruch warmer Schokolade mit nach Hause. Rückseite: Es war eine ganz normale Kindheit, die Dave, Sean und Jimmy in den Flats von Boston verbrachten- bis zu dem Tag, an dem etwas Schreckliches passierte. Als Jahre später Jimmys Tochter Katie brutal ermordet wird, ist es Sean, der als Polizist den Fall aufklären muss. Seine Suche führt ihn zurück in die Vergangenheit der drei Freunde, eine Welt voller vergessen geglaubter Alpträume... Lesegefühl: Ich habe mich sehr schnell auf die Personen einlassen können, war sofort drin in den sozialen Unterschieden, den verschiedenen Lebensläufen, den Charakteren im Umfeld und habe mitgefühlt... Und am Ende wurde klar, dass man den Charakter und die Handlungen nur verstehen kann, wenn man so aufwächst wie die Jungs damals. Ein spannendes und eindrückliches Buch über Familie, Freundschaft, Loyalität, soziale Unterschiede und die Auswirkungen der Vergangenheit in die Gegenwart. (Rezi von Fra)

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  • Leserunde zu "In der Nacht" von Dennis Lehane

    In der Nacht
    DieBuchkolumnistin

    DieBuchkolumnistin

    In der Nacht - ein atemloses, literarisches Gangster-Epos vom Autor von "Shutter Island" und "Mystic River"! Dennis Lehane ist einer der besten amerikanischen Kriminalautoren der Gegenwart und nun erscheint endlich sein neuer Roman "In der Nacht": Und plötzlich kam ihm der Gedanke, dass alles Bemerkenswerte in seinem Leben – im positiven wie im negativen Sinne – seinen Anfang an jenem Morgen genommen hatte, als er das erste Mal mit Emma Gould zusammentraf.« Und von diesem Moment an, bis sich Joe Coughlin auf einem Schiff im Golf von Mexiko wiederfindet, die Füße in einem Zementblock, wird alles, was er tut, für Emma sein. Aus dem Boston der zwanziger Jahre, aus einem Wirbel von Liebe und Gewalt, Hass und Rache führt Joes Weg in den Süden Amerikas und bis nach Kuba. Er wird vom kleinen Handlanger zum mächtigsten Rum-Schmuggler seiner Zeit – doch was ihn umtreibt, ist nicht nur die zweifelhafte Berühmtheit eines Gesetzlosen, das schnelle Geld und das Leben in der Nacht. Es sind Emma Goulds Dezemberaugen, die ein kaltes Feuer in ihm entfacht haben... Leseprobe Gemeinsam mit dem Diogenes Verlag vergeben wir 25 Testleseexemplare für eine gemeinsame Leserunde (eine Beteiligung an der Diskussion sowie eine zeitnahe Rezension werden vorausgesetzt) für den neuesten Kriminalroman des Bestsellerautors Dennis Lehane. Bewerbt Euch bis einschliesslich 20. November 2013! Dennis Lehane ist irischer Abstammung und wurde 1966 in Dorchester, Massachusetts geboren. Er arbeitete als therapeutischer Berater für geistig behinderte und sexuell missbrauchte Kinder, als Kellner, Limousinenchauffeur, Parkplatzwächter, in Buchläden und als Erntehelfer, bevor er Creative Writing an der Florida International University studierte. Sein erster Roman entstand 1990 noch auf dem College und wurde 1994 unter dem Titel "A Drink Before The War"/"Streng vertraulich" veröffentlicht. Er ist der Auftakt der Serie um das Bostoner Ermittlerduo Patrick Kenzie und Angela Gennaro. Es folgten viele weitere Kriminalromane, die teilweise preisgekrönt und mit großen Schauspielern verfilmt worden - "Shutter Island" und "Mystic River" sowie die Serie "The Wire". Dennis Lehane lebt mit seiner Frau und seinen beiden Kindern in Los Angeles und Boston.

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    • 380
  • Rezension zu "Mystic River" von Dennis Lehane

    Mystic River
    Thrill

    Thrill

    07. August 2012 um 18:37

    Dave, Sean und Jimmy sind Freunde die aus unterschiedlichen gesellschaftlichen Schichten stammen. Trotzdem scheint die kindliche Freundschaft gut zu funktionieren. Bis zu dem Tag an dem Dave von einem Kinderschänder-Duo entführt wird. Er schafft es zwar zu entkommen, doch danach ist alles anders. Die Freunde verlieren sich aus den Augen und als Erwachsene treffen sie erst wieder zusammen als Jimmys Tochter Katie ermordet wird. Sean ist der ermittelnde Polizist und Dave? Dave steht unter Verdacht Katie ermordet zu haben. Doch als die Ermittlungsarbeiten der Polizei nicht vorangehen, nimmt Jimmy die Sache selbst in die Hand. Ein etwas anderes Buch von Dennis Lehane. Ich mochte den Stil, konnte mir die Personen gut vorstellen, hätte jedoch das Buch eher als Krimi eingestuft denn als Thriller. Die kniffelige Spannung der anderen Bücher die ich von Lehane gelesen habe fehlt hier zwar, jedoch hat dieses Buch einen ganz eigenen Charme durch die Nähe zu den Personen. Also trotzallem 4 Sterne!

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  • Rezension zu "Mystic River" von Dennis Lehane

    Mystic River
    Wortklauber

    Wortklauber

    10. March 2009 um 18:26

    1975: Jimmy, Sean und Dave verleben ihre Kindheit in den Flats, einem Stadtteil von Boston. Eines Tages hält ein Auto neben ihnen am Straßenrand, ein Mann mit einer Polizeimarke am Gürtel steigt aus und weist sie wegen einer Lappalie zurecht. Er und sein im Auto sitzender Kollege wollen ihre Eltern über die Ungezogenheit ihrer Sprösslinge informieren, sagt er. Sean wohnt nicht weit, er kann auf das Haus seiner Eltern deuten. Jimmy, ein gewitzter Junge, lügt, als er behauptet, dass er ebenfalls nicht weit wohne. Dave erzählt wahrheitsgemäß, dass er in einem anderen Stadtteil wohnt. Damit ist die Entscheidung gefallen. Jimmy und Sean bleiben zurück und sehen dem Auto nach, das ihren Freund Dave mit sich nimmt. Die beiden Männer liefern Dave nicht bei seiner Mutter ab. Erst vier Tage später gelingt es dem Jungen, sich aus eigener Kraft aus der Gewalt seiner Entführer zu befreien. Es hätte jeden von ihnen treffen können - oder nicht? Zufall oder Schicksal oder Instinkt - dieses Erlebnis prägt nicht nur Dave, sondern hinterlässt auch bei den anderen beiden Jungen ihre Spuren. Wäre einer von ihnen in das Auto gestiegen, ihre Leben wären ganz anders verlaufen. Fast 25 Jahre später: Jimmy hat wegen Raubüberfall gesessen und ist mittlerweile ein auf den rechten Weg zurückgekehrter, verheirateter Mann und Ladenbesitzer. Er hat eine Tochter aus erster Ehe, Katie, und zwei weitere Töchter mit seiner neuen Frau Annabeth. Sean ist Polizist mit einem kaputten Privatleben, seine Frau hat ihn hochschwanger (vielleicht mit seinem Kind, vielleicht mit dem eines Seitensprungs) verlassen und ruft ihn dann und wann an - allerdings ohne ein Wort zu sagen. Dave ist verheiratet mit Celeste, Vater eines Sohnes. Annabeth und Celeste sind Cousinen, mit Sean gibt es keinerlei Berührungspunkte mehr. Bis zu dem Tag, an dem die Leiche einer jungen Frau in einem Park gefunden wird. Jemand hat sie übel verprügelt und dann in den Hinterkopf geschossen. Sean wird zum Tatort berufen und bekommt den Fall übertragen. In der Nacht zuvor ist Dave blutüberströmt nach Hause gekommen. Er sei überfallen worden, hat er Celeste berichtet, und habe womöglich den Angreifer getötet. Celeste findet seine Geschichte unglaubwürdig, hilft ihm jedoch, seine blutbesudelten Kleidungsstücke loszuwerden. Jimmy wartet an diesem Morgen vergeblich auf seine Tochter. Erst im Laden, dann in der Kirche, bei der Erstkommunion einer seiner jüngeren Töchter. Als er inmitten des Polizeiaufgebots den verlassenen Wagen seiner Tochter stehen sieht, weiß er, dass etwas Schreckliches passiert sein muss ... Seine schlimmste Befürchtung bewahrheitet sich: Seine Tochter Katie wurde ermordet. Nach und nach offenbart sich, dass nicht nur Dave lügt. Auch Jimmy hat ein Geheimnis. Als sich die Ereignisse überschlagen, scheut er sich nicht, die gleiche Schuld noch einmal auf sich zu laden ... Wäre nicht Dave, sondern Jimmy oder Sean in das Auto gestiegen, ihre Leben wären ganz anders verlaufen ... Ich habe Dennis Lehane bislang als Krimi-Autor kennen und schätzen gelernt. "Mystic River" ist nicht "nur" ein Krimi, sondern ebenso Charakterstudie, eine "moderne griechische Tragödie". Bis in die Nebendarsteller werden die Charaktere sehr gut eingeführt - manchmal vielleicht sogar zu detailliert. Auf im ganzen knapp 500 Seiten schürft Lehane oft tief in der Vergangenheit seiner Figuren.

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