Dennis Will Depressiv leben - lerne zu verstehen

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Inhaltsangabe zu „Depressiv leben - lerne zu verstehen“ von Dennis Will

Der Autor Dennis Will ist selbst an einer Depression erkrankt. Er weiß, wie schwierig es für Außenstehende und Angehörige ist, die Krankheit Depression zu verstehen und nachvollziehen zu können. Aus diesem Grund schreibt er in seinem E-Book über sein nicht immer einfaches und sehr bewegendes Leben mit seiner Depression. Er erzählt über seine Kindheit, in der die Krankheit Depression bei ihm bereits präsent war, setzt sich kritisch und hinterfragend mit seiner Vergangenheit auseinander und gibt mit Hilfe von nachdenklichen Texten und Gedichten Einblicke in die Gedankenwelt eines depressiven Menschen. Er schreibt über seine negativen Gedanken, seinen Grübelzwang und seine Zukunftsängste. Zusätzlich beschreibt er die Abläufe, seine Erlebnisse und Eindrücke während seiner Zeit in einer psychosomatischen Kurklinik und in einer teilstationären Psychotherapie in einer Tagesklinik. Dennis gewährt den Lesern mit seinem E-Book interessante Einblicke in das Seelenleben depressiver Menschen, schreibt über Rückschläge und alltägliche Hindernisse, die durch die Krankheit Depression im alltäglichen Leben auftreten können. Zudem schreibt er offen und ehrlich aus der Sicht eines Angehörigen über seine frühe Begegnung mit Suizid und schwere Schicksalsschläge, die er in seinem Leben erfahren musste. Des Weiteren beschreibt er in seinem E-Book den langen Weg den er mit seiner Krankheit gehen musste, über die nicht einzuordnenden Gefühle und Gedanken aus seiner Kindheit, die verzweifelte Suche nach sich selbst, die Diagnose, die Ausblendung seiner Depression, bis hin zur Akzeptanz seiner Erkrankung. Darüber hinaus geht Dennis in seinem E-Book auf sehr wichtige Punkte ein, die aus Übungen und Veränderungen bestehen, die ihm dabei geholfen haben sich mit seiner Depression zu arrangieren und dadurch ein angenehmeres und bewussteres Leben zu führen. Dieses E-Book soll Angehörigen von depressiven Menschen und Interessierten die Krankheit Depression näher bringen und darüber informieren. Außerdem soll dieses E-Book den Menschen die unter einer Depression und Ängsten leiden Mut machen und ihnen zeigen, dass sie mit ihren Gefühlen und Gedanken nicht alleine sind.

Ein ganz besonderer Erfahrungsbericht: mutig, ehrlich und so offen, dass es mich sehr berührt hat. Locker geschrieben und gut zu lesen.

— Ein LovelyBooks-Nutzer
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  • Lesenswerter Erfahrungsbericht voller Mut und Mitgefühl

    Depressiv leben - lerne zu verstehen

    Ein LovelyBooks-Nutzer

    02. July 2014 um 20:02

    Normalerweise lese ich vorwiegend belletristische Werke, dennoch hat dieses Buch sofort meine Aufmerksamkeit geweckt, als ich es vor geraumer Zeit auf einem anderen Buchblog entdeckte. Ich wollte es unbedingt lesen. Irgendwie ahnte ich, dass es wichtig sein würde, und genau so ist es. Nach eigenen Aussagen hat Dennis Will seinen Erfahrungsbericht geschrieben, um zum einen Menschen zu helfen, die wie er selbst an einer Depression erkrankt sind. Zum anderen will er darüber aufklären, was es mit dieser Krankheit tatsächlich auf sich hat. Beides gelingt dem Autor, wie ich meine, ganz hervorragend. Mich hat es jedenfalls sehr berührt, seine offene Lebensgeschichte zu lesen. Keine Angst, er breitet nicht alles haarklein vor seinen Lesern/Leserinnen aus, sondern gerade nur so viel, dass man begreift, worum es geht. Dabei fand ich es sehr sympathisch, dass Dennis Will seine Leser/innen direkt anspricht und mit ihnen auf Du und Du kommuniziert. Darüber hinaus lockert er seinen Bericht mit eigenen kleinen Gedichten auf, die seine Botschaften zusätzlich transportieren. Für mich ist deutlich geworden, dass eine Depression nicht einfach mal so weggewischt werden kann, am besten noch mit einem lockeren und gut gemeinten „Nun reiß dich endlich mal zusammen!“. Vielmehr ist sie eine ernstzunehmende und sehr belastende Krankheit, die die Betroffenen in die Isolation bis hin zum Selbstmord treiben kann. Aber der Autor macht Mut, dass niemand in einer Depression stecken bleiben muss. Er berichtet, was ihm geholfen hat, und gibt erste allgemeingültige Tipps, die mir auch für andere psychische Erkrankungen hilfreich erscheinen: Achtsamkeitsübungen, positive Gedanken und Affirmationen, Ehrlichkeit zu sich selbst, eine Psychotherapie und einiges mehr. Insgesamt hat mich die Lebensweisheit des Autors schwer beeindruckt. Ich kann dieses Buch allen Betroffenen, Angehörigen oder Freunden wirklich empfehlen. Es macht Mut, nicht aufzugeben, und es zeigt Wege, mit einer Depression dennoch ein erfülltes Leben führen zu können. Auch in anderen Situationen, z.B. bei Stress oder einem Burnout, sind die Tipps meines Erachtens hilfreich. Von mir gibt es für den Mut, dieses Buch zu schreiben, und den dahinter stehenden Wunsch, anderen zu helfen, mein persönliches „Sehr gut“ und 5 Wertungspunkte.

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  • Sowohl für Betroffene als auch für Angehörige interessant!

    Depressiv leben - lerne zu verstehen

    Shadowgirl

    05. April 2014 um 23:32

    Depressionen bringen viele Probleme mit sich. Nicht nur die eigenen Gefühle, die Leere, Hoffnungslosigkeit und Antriebslosigkeit bilden große Hürden für den Erkrankten, sondern die meisten stehen zusätzlich vor der Frage, was sie Familie, Freunden, Bekannten und Kollegen erzählen. Psychische Erkrankungen finden bereits immer öfter den Weg in die Öffentlichkeit und die Medien. Doch auch wenn dies den Eindruck erweckt, dass psychische Erkrankungen mittlerweile akzeptiert werden, ist die Akzeptanz häufig doch nur oberflächlich. Noch immer haben Betroffene oft mit Problemen zu kämpfen. "Reiß' dich zusammen", "Anderen geht es viel schlechter" und "Traurig ist jeder mal" sind nur einige Floskeln, die sich viele depressive Menschen ständig anhören müssen. Auch das Alter spielt eine große Rolle - denn dass schon Kinder, Jugendliche und junge Erwachsene an Depressionen leiden können, verstehen viele Außenstehende nicht. Einen Schritt in die richtige Richtung - in die Richtung der öffentlichen Akzeptanz - hat Dennis Will mit seinem Buch "Depressiv leben - lerne zu verstehen" getan. Durch Großmutter und Mutter schon von klein auf mit dem Thema Depressionen konfrontiert, ist Dennis auch selbst an Depressionen erkrankt. Erst im Erwachsenenalter kam die Erkenntnis, dass er bereits seit seiner Kindheit depressiv ist. Doch auch nach der offiziellen Diagnosestellung konnte/wollte er die Krankheit noch nicht akzeptieren. So wie Dennis Will geht es vielen Menschen. Und während man noch damit kämpft, die eigene Erkrankung selbst zu akzeptieren, muss man sich auch noch mit der mangelnden Akzeptanz der "Außenwelt" rumschlagen. Wie werden Freunde und Familie reagieren? Was sagt man dem Chef, Geschäftspartnern und Arbeitskollegen? Wer sich als depressiv outet, gilt schnell als schwach. Oder auch als Simulant. Es folgen "gute" Ratschläge wie zum Beispiel, dass man sich nicht so anstellen solle. Man erntet Unverständnis, weshalb man "wegen etwas Traurigkeit" arbeitsunfähig sein kann. Und Antriebslosigkeit wird mit "keine Lust haben" gleich gesetzt. "Depressiv leben - lerne zu verstehen" hilft Angehörigen und Interessierten dabei, einen Einblick in das Gefühlsleben eines Depressiven zu erhalten und vielleicht ein wenig zu verstehen, was es bedeutet, an dieser Krankheit zu leiden. Doch auch für Betroffene lohnt es sich, Dennis Wills Buch zu lesen. Mir selbst hat vor einigen Jahren das Buch "Ich sah in den Spiegel und erkannte mich nicht" von Angelika Walk dabei geholfen, eine Therapie in einer Fachklinik für Psychosomatische Medizin zu beginnen. Bei "Depressiv leben - lerne zu verstehen" bin ich mir recht sicher, dass es mir nun geholfen hätte, mich um einen ambulanten Therapieplatz zu bemühen, wenn ich dies nicht bereits getan hätte. Dennis beschreibt in seinem Buch eindrucksvoll, wie er gelernt hat, seine Depression zu akzeptieren und sich mit ihr zu arrangieren statt gegen sie zu kämpfen und wie er gelernt hat, dass positive Gedanken tatsächlich helfen können. Deutlich wird auch, wie sehr ihm eine mehrwöchige Therapie in einer Tagesklinik geholfen hat und vielleicht wird der eine oder andere depressive Leser durch seine Schilderungen motiviert, sich selbst mit dem Gedanken an eine Therapie anzufreunden. Vom Schreibstil her ist das Buch gut und flüssig zu lesen. Der Leser wird direkt angesprochen, wodurch sich eine recht gute "Autor-Leser-Beziehung" aufbaut. Der Autor verzichtet zudem auf zu viel Fachchinesisch, wodurch das Buch auch für Laien gut verständlich ist. Dennis Will hat sich meiner Meinung nach auf jeden Fall großen Respekt dafür verdient, dass er mit seiner Krankheit an die Öffentlichkeit geht und für die Akzeptanz von psychischen Krankheiten kämpft. Ich hoffe, dass "Depressiv leben - lerne zu verstehen" helfen wird, dass Thema Depression bzw. psychische Krankheiten zu enttabuisieren und für mehr Akzeptanz psychisch kranker Menschen zu sorgen! www.depressiv-leben.de

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