Denzil Meyrick Tödliches Treibgut

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Inhaltsangabe zu „Tödliches Treibgut“ von Denzil Meyrick

Zerklüftete Felsen reichen bis in die Brandung hinein, ein entstellter Körper liegt verdreht dazwischen im Sand. Dieser Anblick bietet sich DCI Jim Daley, den es von den rauen Straßen Glasgows an die sonst beschaulichen Strände der Kintyre-Halbinsel verschlägt: Mit seinem Partner DC Scott wird er in das Fischerdorf Kinloch beordert, da sich die örtliche Polizei mit der dort angespülten Frauenleiche überfordert zeigt. Während sie innerhalb der verschworenen Dorfgemeinschaft ermitteln, müssen die beiden feststellen, dass jemand bereit ist, dafür zu töten, dass bestimmte Fragen ungestellt bleiben …

„Breit angelegte Kriminalgeschichte, spannend und unterhaltsam zugleich."
Buchkultur

„Fesselnd und mitreißend …“
The Wall Street Journal

"Die richtige Prise Authenzität … ein packender Stil … höchst beachtlich."
The Herald

"Meyrick versteht es, eine gute Geschichte zu erzählen und noch der unwichtigsten Nebenfigur Leben einzuhauchen." Scots Magazine

"Denzil Meyrick wird bald in einem Atemzug mit Alex Gray, Denise Mina und Stuart MacBride genannt. Sehr beeindruckend."
Lennox Herald

Atmosphärischer Krimi!

— Cornelia_Ruoff

Cooles Team und ein spannender Fall vor der rauen Küste Schottlands ...

— MissNorge

Interessanter Anfang, langweiliges mittelteil, spannend wurde es erst wieder gegen Schluss

— Sternlein

Gute Geschichte mit den vielen Namen jedoch etwas verwirrend.

— Jennyrose

Atmosphärisch und gut konstruiert

— Wuestentraum

interessanter Fall, tolle Atmosphäre mit englischem Humor

— janaka

Das Buch richtet sich eindeutig an Freunde des gediegenen Krimis. Wer Hochspannung sucht, sollte sich lieber einen Thriller suchen.

— Flaventus

Über weite Strecken gut, obwohl zu viel Privatleben des Inspektors vorkommt. Für das schematische Serienmördernende gibt es aber Abzüge.

— Gulan

Ein Krimi mit Atmosphäre, authentischen Figuren und gutem britischen Humor. Lesenswert!

— Krimine

Ein spannender, atmosphärisch dichter und vielversprechender Auftakt zu einer neuen Krimi-Reihe mit einem sympathischen Ermittler.

— BookHook

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  • Atmosphärischer Krimi!

    Tödliches Treibgut

    Cornelia_Ruoff

    12. October 2017 um 08:39

    „Tödliches Treibgut“ von Denzil Meyrick 1. Klappentext Zerklüftete Felsen reichen bis in die Brandung hinein, ein entstellter Körper liegt verdreht dazwischen im Sand. Dieser Anblick bietet sich DCI Jim Daley, den es von den rauen Straßen Glasgows an die sonst beschaulichen Strände der Kintyre-Halbinsel verschlägt: Mit seinem Partner DC Scott wird er in das Fischerdorf Kinloch beordert, da sich die örtliche Polizei mit der dort angespülten Frauenleiche überfordert zeigt. Während sie innerhalb der verschworenen Dorfgemeinschaft ermitteln, müssen die beiden feststellen, dass jemand bereit ist, dafür zu töten, dass bestimmte Fragen ungestellt bleiben … „Breit angelegte Kriminalgeschichte, spannend und unterhaltsam zugleich.“ Buchkultur „Fesselnd und mitreißend …“ The Wall Street Journal „Die richtige Prise Authenzität … ein packender Stil … höchst beachtlich.“ The Herald „Meyrick versteht es, eine gute Geschichte zu erzählen und noch der unwichtigsten Nebenfigur Leben einzuhauchen.“ Scots Magazine „Denzil Meyrick wird bald in einem Atemzug mit Alex Gray, Denise Mina und Stuart MacBride genannt. Sehr beeindruckend.“ Lennox Herald 2. Zum Inhalt „Tödliches Treibgut“ von Denzil Meyrick ist der Auftakt zu einer Krimireihe, deren Prequel ich schon am 10. Mai 2017 rezensiert habe. Es ist schön, wenn man es kennt, es zeigt die Anfangszeit von Jim Dailey bei der Glasgower Polizei, aber für das Verständnis des Romanes nicht wichtig.Schauplatz ist das schottische Fischerdorf Kinloch. Es wird eine weibliche Leiche angeschwemmt. DCT Jim Dailey und DS Brian Scott bearbeiten den Fall. Aber das gestaltet sich schwierig. Das Fischerdorf ist eine eingeschworene Gemeinschaft, die zwar über einander herziehen, ratschen und lästern, aber über sachdienliche Hinweise zum Fall wird geschwiegen. Überall sind Spuren zu Schmuggel, Drogenhandel, Korruption und Prostitution zu finden.Die Atmosphäre des britischen Fischerdorfs hat Dezil Meyrick überzeugend eingefangen. Man glaubt wirklich beim „Um die Ecke biegen“, das Meer zu riechen und die Wellen ans Ufer schlagen zu hören.Das Buch hat mehrere Handlungsstränge auf dem Weg zur Lösung des Plots. Jim Dailey muss nicht nur den Fall, sondern auch seine Eheprobleme und die Schwierigkeiten mit Jim Fraser lösen.3/5 Punkten 3. Protagonisten Jim Dailey und sein Partner Brian Scott sind ein eingespieltes Team, die authentische Polizeiarbeit leisten. Sie ergänzen sich gut. Die Dialoge sind mit britschem Humor leicht (leider nur leicht) angehaucht. Brian Scott liegt das Herz auf der Zunge.Jim Daily‘s Ehe ist kompliziert. Es geht um Verlustängste, Treue, Loyalität und Vertrauen. Beide Charaktere sind ausführlich und detailliert beschrieben. Der Autor lässt den Leser sehr nahe kommen.4/5 Punkten 4. Sprachliche Gestaltung Es ist flott geschrieben. Der Roman ist fast immer aus der Perspektive Jim Dailey’s geschrieben. Im zweiten Teil wird kurz die Perspektive des Opfers gewählt. Die Charaktere, der Ort und das Geschehen werden in aller Ausführlichkeit beschrieben. Das ist zwar der Atmosphäre sicherlich dienlich, aber die Spannung leidet darunter.3/5 Punkten 5. Cover und äußere Erscheinung „Tödliches Treibgut“ von Denzil Meyrick, übersetzt aus dem Englischen von Peter Friedrich hat 432 Seiten, einen flexiblen Einband und ist am 08.05.2017 unter der ISBN 9783959671040 bei HarperCollins im Genre Krimi und Thriller erschienen. Auf dem Cover sind Fischerhäuser und ein verrottetes Boot an einem unwegsamen Strand zu sehen. 4/5 Punkten 6. Fazit Wer einen ruhigen atmosphärischen Kriminalroman lesen möchte, ist hier richtig.Wer allerdings Spannung sucht und geistige Knobelarbeit erwartet, sollte lieber zu einem Thriller greifen. Ich fand es persönlich zu langatmig und zu vorhersehbar. Ich bevorzuge es, wenn ich als Leser ein wenig in die Irre geführt werden und mit vielen Wendepunkten zur Lösung geführt werde. Ich will knobeln und raten. Wer es jedoch ruhiger mag, ist, wie schon gesagt, hier gut aufgehoben.Vielen Dank für das Rezensionsexemplar!Ich vergebe insgesamt 3,5/5 Punkten.

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  • Cooles Team - spannender Fall

    Tödliches Treibgut

    MissNorge

    04. September 2017 um 09:44

    Kurz zur Geschichte(lt. Verlagsseite)Zerklüftete Felsen reichen bis in die Brandung hinein, ein entstellter Körper liegt verdreht dazwischen im Sand. Dieser Anblick bietet sich DCI Jim Daley, den es von den rauen Straßen Glasgows an die sonst beschaulichen Strände der Kintyre-Halbinsel verschlägt: Mit seinem Partner DC Scott wird er in das Fischerdorf Kinloch beordert, da sich die örtliche Polizei mit der dort angespülten Frauenleiche überfordert zeigt. Während sie innerhalb der verschworenen Dorfgemeinschaft ermitteln, müssen die beiden feststellen, dass jemand bereit ist, dafür zu töten, dass bestimmte Fragen ungestellt bleiben.Meine MeinungMit DCI Jim Daley und DS Brian Scott hat Denzil Meyrick ein cooles und sympathisches Duo erschaffen. Das Team gefällt mir außerordentlich gut und ich hoffe, das es noch weitere Fälle geben wird. Aber dieser oberfiese Cliffhanger, am Ende des Buches, könnte der Beginn dazu sein. Brian Scott ist um keinen lustigen Spruch verlegen und Jim Daley hat seine ganz persönlichen Problemchen, egal ob es um seine Frau geht, die nichts anbrennen lässt, oder um seinen stetig wachsenden Bauch, er ist so normal, das es herrlich ist. Doch leider müssen die beiden den Kollegen im kleinen schottischen Küstenstädtchen Kinloch unter die Arme greifen, an deren Strand die Leiche einer jungen Frau angeschwemmt wird und diese wird nicht die letzte Leiche gewesen sein. Doch wie es immer so ist, ein kleines Dorf, jeder kennt jeden, da schweigt man gegenüber der Polizei schon gerne einmal. Und genau hier muss das Daley-Team ansetzten, denn ohne die Einheimischen wird es schwer werden, nur den kleinsten Fitzel zu erfahren. Der Autor beschreibt eine hübsche Kleinstadt, etwa 250 km entfernt von Glasgow, wo es hinter den Fassaden brodelt, Schmuggel, Drogenhandel, korrupte Polizisten und Prostitution, nichts wird hier ausgelassen. Nach und nach dringt das Team in diesen tiefen Sumpf ein und bringt immer unglaublichere Zustände ans Tageslicht. Mir hat dieser Fall gut gefallen, wenn auch an einigen Stellen sehr viele Ausschweifungen und unnötige, für den Fall nicht relevante, Themen angesprochen werden. Die Lösung des Falles wird von einem Showdown auf einer kleinen, abgelegenen Insel vorangetrieben und diesen Täter hatte ich eigentlich vorher nicht in Verdacht, da er oftmals nur am Rande erscheint und Anwohner ihn so beschrieben haben, das man zwar denken konnte, der ist es bestimmt, aber das erschien mir dann zu offensichtlich.Denzil Meyrick´s Schreibstil ist recht flott zu lesen und das er noch das Privatleben von Jim Daley etwas ausführlicher beschrieben hat, hat mir den DCI noch näher gebracht. Erst im Nachhinein habe ich erfahren, das es zu diesem Fall eine Prequel gibt, also eine Erzählung die als Fortsetzung vor dem eigentlichen Kriminalfall, erschienen ist. Dies hat mich aber nicht gestört, denn ich habe auch so alle Vorgänge und Verbindungen gut verstanden. FazitMir hat dieser Krimi gut gefallen, der Fall war spannend, das Team ausgeglichen was das Zwischenmenschliche angeht und die Kulisse der rauen schottischen Küste passte sehr gut. Kleiner Minuspunkt, die manchmal sehr ausschweifende Erzählweise.

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  • Nicht mein Fall

    Tödliches Treibgut

    Sternlein

    22. August 2017 um 14:21

    Im beschaulichen Kinloch, da wo sich die Menschen untereinander kennen, ist ein Mord passiert. man ruft Inspektor Daley hinzu um den Fall aufzuklären. Das sowas nicht einfach sein wird, war klar, er ist ein "Aussenstehender" und die Leute in dem Ort halten zusammen. Was ich schade fand, war das man Fraser, dem hiesigen Polizisten den Fall praktisch entzogen hat und ihn Daley als Vorgesetzten hingestellt hat. Mir war Fraser einfach sympathischer.Leider ist es mir einfach nicht gelungen eine Verbindung zu Daley aufzubauen. Er trinkt mir zuviel und wirkte auf mich eher flach und kühl. Da konnte ich seinen Kollegen, der mit seiner Art etwas Witz hineinbrachte, besser leiden. Der zweite Kritikpunkt der mich sehr gestört hat waren die Eheprobleme Daleys. Teilweise überschatteten sie das wesentliche und haben mich imer wieder aus der Spannung gerissen.Der Fall an sich war es der mich interessiert hat. Zum Glück gelang es dem Autor diese in Richtung Ende des Buches neu aufleben zulassen. So hatte ich mindestens da dann mein "Krimifeeling". Positiv fand ich die Beschreibungen der Menschen in Kinloch und der Umgebung. Da fühlte ich mich als wäre ich gleich mit dort. Das Buch hat gut angefangen sich aber dann in zahlreichen und teilweise ermüdend langweiligen Umschweifungen die nicht wirklich die Handlung vorangetrieben haben. Da musste ich mich zwingen weiterzulesen. Erst gegen Ende wurde es dann wieder interessant.

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  • Gerüchteküche.

    Tödliches Treibgut

    Gulan

    30. July 2017 um 14:50

    „Jetzt verstehe ich, was du damit gemeint hast, dass die alle alles wissen“, sagte Scott zu Daley. „Also so was, woher wusste sie von deiner Beförderung?“„Weil Klatsch und Tratsch hier schneller die Runde machen als in der Polizei von Strathclyde. Es ist nur ein Jammer, dass sie den Mund halten über Dinge, die wirklich wichtig sind.“ Daley nippte an seinem Whisky und rollte ihn auf der Zunge, um das Aroma besser auszukosten.„Kann man ihnen kaum verübeln“, sagte Scott mit einer Stimme, die wenig mehr war als ein Flüstern. „Wo dieser Arsch Macleod hier das Sagen hat. Da hätt' ich auch nicht viel Vertrauen in die Polizei.“ (S.193) Am Strand des schottischen Ortes Kinloch wird eine Frauenleiche angespült. Der Glasgower Inspektor Daley wird ins weit entfernte Kinloch beordert. Doch die Ermittlungen laufen schwer an. Die Tote war für ihr ausschweifendes Leben berüchtigt und dennoch tut sich kein klares Motiv auf. Dann stellt sich heraus, dass auch eine Freundin der Toten und der Besitzer eines kleinen Nachtclubs vermisst werden. Vor kurzem hatte ich die Gelegenheit, das Prequel „Die Mädchen von Strathclyde“ des schottischen Autoren Denzil Meyrick zu lesen und war recht angetan. Die etwas zu kurze Vorgeschichte spielt nämlich im Glasgow der 1980er und zeigt die ersten Anfänge des jungen Police Constable Jim Daley bei der Kripo. Es wehte ein (zarter) Hauch von Sean Duffy (Adrian McKintys Reihe) durch die Story, daher habe ich mir sofort den ersten Roman der neuen Serie besorgt - „Tödliches Treibgut“. Ich hätte mich allerdings etwas besser informieren sollen, denn der Roman setzt nicht etwa beim Prequel an, sondern spielt etwa 25 Jahre später und der gute Jim Daley ist bereits Detective Inspector. Da war ich am Anfang doch etwas irritiert, aber ansonsten ließ sich der Roman doch deutlich besser an als man angesichts des grauenhaften deutschen Titels (im Original: „Whisky from small glasses“) befürchten durfte. Die Geschichte spielt im Fischerdorf Kinloch (vermutlich angelehnt an die Ortschaft Campbeltown) auf der Halbinsel Kintyre im Südwesten Schottlands. Autor Meyrick gelingt es ansprechend, die reizvolle Landschaft und die Atmosphäre der dortigen, kleinen Gemeinschaft darzustellen. Die Dorfbewohner sind Auswärtigen nur bedingt aufgeschlossen, intern gibt es jedoch kaum ein Gerücht, dass nicht in Windeseile die Runde gemacht hat. Aber dennoch gibt es wohl in ihrer Mitte einen Mörder – oder doch jemand von außerhalb? Daley und sein loyaler Adjutant Scott haben durchaus einige Mühe, in die Ermittlungen zu kommen, zumal selbst der örtliche Polizeichef ihnen nicht wohlgesonnen ist. Großen Raum nehmen die Ermittlungen und auch die Konflikte zwischen verschiedenen Bereichen des Polizeiapparates ein. Dies wird durchaus amüsant und in rauem, manchmal spöttisch-zynischem Ton vorgetragen. Ebenfalls viel Zeit nimmt sich der Autor bei der Porträtierung seiner Hauptfigur Jim Daley. Der 43jährige ist ein gewissenhafter, besonnener Beamter, der allerdings auch genügend Biss und Rückgrat gegenüber Vorgesetzten und schwierigen Kollegen hat. Privat ist Daley allerdings zunächst schwermütig, denn er leidet unter der Untreue seiner Frau, die ihm auch noch nach Kinloch folgt. So sehr es Sinn macht, seine Hauptfigur gebührend einzuführen, leider übertreibt es Meyrick hier ein ums andere Mal. Das Auf und Ab in Daleys Ehe wird für meinen Geschmack schon arg ausgewalzt und immer wieder werden Abschnitte unnötigerweise unterbrochen, weil Daley plötzlich Erinnerungen hochkommen. Über weite Strecken ist „Tödliches Treibgut“ ein ordentlicher schottischer (Regional-)Krimi, der einen Einblick in raue, hemdsärmelige Polizeiarbeit und in eine etwas abgehängte Dorfgemeinschaft gibt, mit all den Problemen wie Alkoholkonsum, Arbeitslosigkeit, Drogengeschäfte. Doch gegen Ende wandelt sich der Roman zu meinem Bedauern zu einem absolut schematischen Serienmörderthriller, bei dem der Täter dann auch frühzeitig klar war. Dafür gibt es dann von mir aber klaren Punktabzug.

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    • 4
  • Gelungener Auftakt einer neuen Krimi-Reihe

    Tödliches Treibgut

    janaka

    24. July 2017 um 20:36

    *Inhalt*Grausame Morde gibt es überall, auch im idyllisch gelegenen Fischerdorf Kinloch. Eine Frauenleiche wird an Land gespült, sie ist grausam entstellt, das haben sogar hartgesottene Polizisten aus Glasgow noch nicht oft gesehen. Um die örtliche Polizei zu unterstützen, werden D.C.I. Jim Daley und sein Partner DC Brian Scott von Glasgow nach Kinloch beordert. Von den Einheimischen und sogar vom Polizeichef werden die beiden nicht gerade mit Informationen überhäuft, nein es wird eher gemauert. Aber gute Polizeiarbeit setzt sich durch und so kommen die beiden dem Täter langsam auf die Spur.Parallel muss sich Jim Delay um seine Ehe kümmern, seine Frau Lizzy reist ihm mit ihrem schmierigen Schwager nach. Bekommen die beiden trotz diesem Fall ihre Ehe wieder in den Griff?*Meine Meinung*"Tödliches Treibgut" von Denzil Meyrick ist ein gut gelungener Auftakt einer Krimi-Reihe, die im schönen Schottland spielt. Der Schreibstil des Autors ist angenehm zu lesen, leicht und locker, wenn man mal von dem wiederholendem "Aye" absieht. Die Atmosphäre des kleinen Fischerdorfs, indem ein grausames Verbrechen verübt wurde, ist gut getroffen und lässt dementsprechende Bilder in meinem Kopf entstehen.Die Charaktere sind gut gezeichnet, Jim und Brian sind ein eingespieltes Team und mir gleich sympathisch. Jims Gedanken zu seinem wachsenden Bauch bzw. kleiner werdenden Hosen ist herrlich skurril, dass macht ihn so authentisch. Und auch der etwas tollpatschige Polizist Archie Fraser hat mich für sich eingenommen. Und auch alle anderen Charaktere sind lebendig und fügen sich gut in die Geschichte ein.Die Beschreibung der Polizeiarbeit liest sich realistisch und trotzdem spannend, ich mag solche Krimis. Und auch der britische Humor kommt nicht zu kurz.*Fazit*Ein gelungener Auftakt zu einer Krimi-Reihe, die ich auf jeden Fall im Blick halten werde. Wer typische "Whodunit"-Krimis mag, sollte sich diese Reihe einmal anschauen.

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  • Tödliches Treibgut

    Tödliches Treibgut

    Wuestentraum

    24. July 2017 um 09:39

    Jim Daley und sein Partner Scott werden in das Fischerdorf Kinloch beordert, da sich die örtliche Polizei mit einer dort angespülten Frauenleiche überfordert fühlt. Schnell stellen sie fest, dass die dortige Dorfgemeinschaft fest zusammenhält und dass sogar jemand bereit ist zu töten, damit keine unliebsamen Fragen gestellt werden. Jim Daley ist normalerweise in den Straßen von Glasgow zuständig. Sein Kollege Brian Scott reist ihm nach, in das kleine Fischerdörfchen, damit sie beide den Fall schnell lösen können. Die tote Frau, die dort aufgefunden wurde, hatte nicht gerade den besten Ruf. Und schon bald wird eine zweite Leiche gefunden. Doch nun ist es leider so, dass die doch recht skurrilen und eigenbrödlerischen Dorfbewohner wesentlich interessierter an der Weitergabe von Tratsch und Klatsch sind, als bei hilfreicher Beantwortung von Fragen zur Klärung der Fälle. Der Leiter der Polizeistation in ihnen auch nicht behilflich. Zum Glück steht ihnen der Polizist Archie Fraser zur Seite und ist trotz seiner etwas tollpatschigen Art hilfreich. Außerdem hat Jim Daley nicht nur die Todesfälle zu klären, hinzu kommt seine Ehefrau, um die er sich auch noch kümmern muss, da sie eigens angereist ist, um ihre nicht mehr so ganz in Ordnung befindliche Ehe zu retten. Somit gestalten sich die ganzen Ermittlungen mehr als einfach und schnell. Der Schreibstil ist leicht und locker, sehr einfach und angenehm zu lesen. Die Protagonisten waren sympathisch und realistisch dargestellt und man konnte sich auch durch die privaten Einzelheiten ein gutes Bild machen. Auch die Beschreibung der Landschaft und Orte war detailreich und bildhaft beschrieben. Die Story war gut konstruiert und spannend und mit der gut dosierten Prise Humor einfach klasse. Tolle Wendungen und ein überraschendes Ende rundeten diesen Krimi noch ab. Einziges Manko für mich waren die privaten Probleme und Ereignisse von Jim Daley, die etwas zu viel für einen Krimi erwähnt wurden. Fazit: Ein gut konstruierter, atmosphärischer und spannender Auftakt zu einer neuen Krimireihe, mit einer guten Prise Humor und realistischen wie schrägen Protagonisten, der mir sehr gut gefallen hat.

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  • Jenseits des üblichen Krimi-Allerleis

    Tödliches Treibgut

    Flaventus

    30. June 2017 um 10:22

    Den Hauptermittler D.C.I. Jim Daley kennt der Leser ggf. aus der Prequel-Kurzgeschichte „Das Mädchen von Strathclyde„, in der erzählt wird, die Daley bei der Polizei begonnen hat. Vorrausetzung zum Verständnis dieses Kriminalfalls ist diese allerdings nicht, auch wenn es hin und wieder Bezüge dazu gibt. Was anderes Wie hebt sich nun dieser Krimi vom Allerlei des Genres ab? Ich kann diese Frage mit einem Wort beantworten: Authentizität. Das gilt sowohl für die Beschreibung der Umgebung, als auch für die Darstellung der Charaktere und des Polizeialltags in einem schottischen Fischerdorf. Eben dorthin wird Daley mit seinem Team beordert, als die ansässige Polizei mit der Aufklärung eines Todesfalls überfordert ist. Weit ausgeholt Um den Charakteren Leben einzuhauchen, muss Meyrick teilweise weit ausholen und nimmt sich für deren Darstellung zuweilen sehr viel Zeit. Dieser Raum für Charakterdarstellung geht zuweilen auf Kosten der Spannung und des Tempos innerhalb der Geschichte, verleiht diesem Buch aber gleichzeitig Charakter. Die Protagonisten der Geschichte sind geprägt von (mehr oder weniger) alltäglichen Problemen, wie man sie sich persönlich sehr gut vorstellen kann. Von überzogenen oder konstruierten Lebensläufen fehlt hier glücklicherweise jegliche Spur. Spannungen zwischen den Personen treten nicht auf, weil der Hauptermittler dem Alkohol verfallen ist oder auf eine gescheiterte Existenz zurückschauen kann, sondern durch das Leben selbst. Das hat mir besonders gut an diesem Buch gefallen. Umgebung Wer einen Kriminalfall an die schottische Küste verortet, der muss sich auch mit der Umgebung auseinandersetzen und auch damit, welchen Einfluss dies auf die Menschen hat (etwas, was mir z.B. bei der seichten Sommerlektüre Hinter dem Café das Meer gefehlt hat). Diese Stimmung wird wirklich sehr gut transportiert und unterstreicht das Setting in bester Marnier. Dazu trägt auch der gut lesbare Schreibstil Meyricks bei, der nur selten an der Langatmigkeit vorbeischrammt, wenn er zuweilen ein bisschen zu weit ausholt. Einen weiteren kleinen Dämpfer bekommt das Buch durch die Vorhersehbarkeit. Es gibt zwar hin und wieder eine Wendung, aber die Geschichte ist in weiten Teilen linear und der Leser wird quasi zur Auflösung des Falls getragen. Das geht eindeutig zu Lasten der Spannung. Fazit Das Buch richtet sich eindeutig an Freunde des gediegenen Krimis. Wer Hochspannung sucht, sollte sich lieber einen Thriller suchen. Dieses Buch besticht durch seine Authentizität und seine Beschreibungen. Das gilt sowohl für die Charaktere als auch für die Umgebung und den daraus resultierenden Menschenschlag. Wer es also etwas ruhiger mag und Freude am Abtauchen in eine Geschichte hat, der ist hier goldrichtig. Diese Rezension findet sich auch auf meinem Buchblog.

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  • Hat leider meine Erwartungen nicht erfüllt

    Tödliches Treibgut

    KZoesche

    26. June 2017 um 12:00

    Ich habe ein Reziexemplar vom Verlag über netgalley erhalten. Ich habe mich riesig gefreut, da ich von dem Autor schon das Prequel "Die Mädchen von Strathclyde" gelesen habe. Leider hat mich das Buch sehr enttäuscht. Zu Anfangs war ich Feuer und Flamme und habe das Buch verschlungen. Mit der Zeit jedoch ging mir der Schreibstil wirklich auf die Nerven. Dem Autor sei zugute zu halten, dass er dadurch vielleicht die Dialekte und Eigenheiten der einzelnen Charaktere verdeutlichen wollte. Aber in jedem zweiten Satz "aye" oder ähnliches, das hat bei mir einfach den Lesefluss gehemmt. Die Story an sich fand ich sehr interessant. Daher schade, dass es mich wirklich genervt hat. Ich bin auch nicht unbedingt ein Gegner von Alkohol, aber das war mir doch etwas zuviel. Ich hoffe, die Leute dort trinken nicht soviel wie im Buch! Zudem war mir relativ schnell klar, wer der Mörder sein musste. Auch das war sehr Schade gegen Schluss. Vielleicht wäre das Buch besser ein Film geworden, die Atmosphäre und die Dialekte könnte ich mir hier besser vorstellen.Mein Fazit: Wer sich durch die Dialoge und Gespräche nicht gestört fühlt, kann hier einen schönen Roman lesen. Leider jedoch nichts für mich.

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  • Ein wunderbar atmosphärischer und authentischer Kriminalroman

    Tödliches Treibgut

    Krimine

    09. June 2017 um 15:08

    An der zerklüfteten Westküste Schottlands wird eine weibliche Leiche angeschwemmt, die übel zugerichtet ist. Mit Würgemalen am Hals und Fesselspuren am Körper bietet sie einen Anblick, der selbst hartgesottene Polizisten erschreckt. Deshalb wird mit Detective Chief Inspector Jim Daley einen versierten Ermittler aus Glasgow eingeflogen, der das Verbrechen schnell aufklären soll. Aber die Frau, die in dem in dem kleinen Fischerdorf Kinloch einen zweifelhaften Ruf genießt, bleibt nicht das einzige Mordopfer mit dem sich Daley und sein nachgereister Partner Detective Constable Brian Scott herumplagen müssen. Schon bald gibt es eine weitere Tote und anstatt die Arbeit der Ermittler nach allen Kräften zu unterstützen, fängt die Dorfgemeinschaft zu mauern an und auch der der Leiter der Polizeidienstelle vor Ort zeigt sich nicht sehr hilfreich.„Tödliches Treibgut“ ist der erste Band der Kriminalreihe um den Glasgower Detective Chief Inspector Jim Daley, der während seines Einsatzes an der Westküste befördert wird und trotz problembehafteter Ermittlungen beweist, dass es zurecht geschehen ist. Doch bevor er mit seinem Team einem weitverzweigten Geflecht aus Korruption und Drogenhandel auf die Schliche kommt, muss er sich zunächst einmal mit der eigens angereisten Gattin um die kriselnde Ehe bemühen. Aber auch sein stetig wachsender Bauch und die damit enger werdenden Kleidungsstücke sowie der nervende Kleinstadtklatsch machen ihm zu schaffen, zumal die Küstenbewohner bei der Verbreitung von Neuigkeiten wesentlich redseliger sind, als bei den durchgeführten Befragungen. Doch zum Glück hat er mit Brian einen Kollegen an der Seite, auf den er sich einhundertprozentig verlassen kann und auch der junge Polizist Archie Fraser entwickelt sich trotz tollpatschiger Zwischenfälle während der notwendigen Zusammenarbeit ausnehmend gut.Der Schreibstil ist locker und lässt sich bis auf die mit der Zeit störende Verwendung des Wortes „Aye“ angenehm lesen. Die Beschreibungen von Land und Leute sind gelungen. Zwar geschieht es auch mal, dass die Schilderungen der Umgebung zu ausufernd geraten sind oder private Probleme mit einer nervenden Selbstverständlichkeit überhandnehmen, aber das tut dem gut konstruierten und überaus lebendig dargestellten Kriminalfall keinen Abbruch. Vor allem, weil die vorhandenen Dialoge authentisch sind und mit dem in Schottland üblichen Humor durchzogen wurden. Während die Figuren regelrecht zum Leben erwachen und mit angenehm schrulligen Eigenarten versehen sind, was deren Zusammenspiel umso interessanter werden lässt. Und eine Überraschung ganz zum Schluss rundet das wendungsreiche Geschehen gekonnt ab.Fazit:„Tödliches Treibgut“ ist ein wunderbar atmosphärischer Kriminalroman mit einer guten Portion Humor, authentischen Figuren und einem spannenden Fall. Bei dieser Reihe freut man sich als Leser schon auf die nächsten Verbrechen.

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  • Ein solider und atmosphärisch dichter Krimi mit tollem Setting

    Tödliches Treibgut

    BookHook

    09. June 2017 um 08:22

    Meine Meinung:„Tödliches Treibgut“ (OT: „Whisky From Small Glasses“) ist der erste „Fullsize“ Band der neuen Krimi-Reihe um den Ermittler D.C.I. Jim Daley des schottischen Autors und ehemaligen Polizisten Denzil Meyrick. Diesem Band ist das rd. 70seitige Prequel „Die Mädchen von Strathclyde“ vorangestellt, in dem der Autor seine beiden Protagonisten mit einem kleinen Fall einführt. Ich würde jedem empfehlen, zunächst dieses kleine ebook zu lesen, um einen einfacheren Start in die Geschichte von „Tödliches Treibgut“ zu erhalten.Ohne die Vorkenntnis des Prequels könnte es zu Beginn durchaus schwierig sein, die vielen Charaktere auseinanderzuhalten. Das Setting, das sich der Autor für diesen Fall erdacht hat, ist eigentlich ganz beschaulich und heimelig – Kinloch, ein (vermeintlich) ruhiges kleines Fischerdörfchen an der wild-romantischen Küste der schottischen Kintyre-Halbinsel. Doch der erste Schein trügt, werden die beiden Ermittler DCI Jim Daley und sein Partner DS Brian Scott doch dorthin beordert, weil eine entstellte Frauenleiche dort angespült worden ist. In dieser Fischerdorfidylle treffen die beiden auf eine enge und verschlossene Dorfgemeinschaft, die aus einem bunten Mix teilweise skurriler und kantiger Charaktere besteht, und die anscheinend ihre ganz eigenen Regeln und Hackordnungen zu haben scheint. Auch die örtliche Polizei macht es den beiden Ermittlern nicht leichter, denn insbesondere der schmierige Inspector MacLeod ist ein absolutes Klischee des „Bad Cops“ mit zweifelhaften eigenen Interessen. Damit ist dieser ein stilistisch sehr gut passender Gegenpol zu DCI Jim Daley, der mir von Beginn an sehr sympathisch war. Seine kleineren und größeren Alltagssorgen (erfrischender Weise mal kein Alkoholiker!) lassen ihn sehr menschlich und nahbar erscheinen. Der Fall an sich nimmt sukzessive an Spannung auf, überrascht stellenweise mit ungeahnten Wendungen und mündet in ein packendes und dramatisches Finale, wobei es sich der Autor nicht nehmen lässt, mit den Ereignissen ein Versprechen auf einen hoffentlich bald folgenden zweiten Band zu geben (Im Original ist diese Serie bereits bei Band 5!). Stilistisch sorgt Meyrick mit seinen Perspektiv- und Ortswechseln für ein ordentliches Tempo und viel Abwechslung, sodass ich persönlich beim Lesen keine wesentlichen Längen empfunden habe, auch wenn Daleys private Probleme teilweise schon breiten Raum einnehmen. Der Schreibstil des Autors hat mich ebenfalls überzeugt. Er schafft es sehr gut, seine Sprache und Wortwahl an den herben Charme der schottischen Küste anzupassen und transportiert mit seinen manchmal sehr bildlichen Vergleichen die Atmosphäre stets punktgenau, so dass ich mir die Szenerien immer gut vorstellen konnte. Auch der immer wieder aufblitzende, meist trockene Humor hat mir sehr gut gefallen.FAZIT:Ein spannender, atmosphärisch dichter und vielversprechender Auftakt zu einer neuen Krimi-Reihe mit einem sympathischen Ermittler.

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  • Tödliches Treibgut

    Tödliches Treibgut

    nellsche

    08. June 2017 um 17:02

    In dem kleinen Fischerdorf Kinloch wird eine entstellte Frauenleiche an Land gespült. DCI Jim Daley und sein Partner DS Brian Scott aus Glasgow werden nach Kinloch geschickt, um die dortige Polizei zu unterstützen und den Mordfall aufzuklären. Doch die Ermittlungen sind nicht gerade einfach, denn die eingeschworene Dorfgemeinschaft ist sehr verschlossen und es ist schwer, an brauchbare Informationen zu kommen.Dieser Krimi hat mir außerordentlich gut gefallen. Der Schreibstil war sehr gut lesbar und verständlich und hat mich von Beginn an bis zum Ende gefesselt. Die Umgebung wurde sehr bildhaft beschrieben und ich mochte den kleinen Fischerort sofort. Das dörfliche Flair wurde sehr echt und lebendig beschrieben, denn jeder wusste bereits von den Glasgower Polizisten, bevor diese sich überhaupt vorgestellt hatten. Ein Dorf eben.Die Personen waren sehr authentisch und ortstypisch gezeichnet, so dass ich sie mir sehr gut vorstellen konnte. Jim Daley und Brian Scott waren mir sehr sympathisch, ebenso wie der örtliche Polizist Archie Fraser. Auch die weiteren Charaktere wurden sehr gut beschrieben, wobei ich einige natürlich auch ihrer Rolle entsprechend eher unsympathisch fand. Genauso sollte es sein.Die Polizeiarbeit wurde sehr realistisch und detailliert beschrieben. Ich fühlte mich mittendrin im Geschehen und konnte die einzelnen Ermittlungsschritte stets nachvollziehen. Im Zuge der Ermittlungen wurde der Ton auch mal härter und rauer, was ich einfach passend zu den Charakteren fand. Das alles hat mich überzeugt und richtig gefesselt.Was ich auch sehr positiv fand, waren die Einblicke in das Privatleben, vorrangig von Jim Daley, der sein Päckchen mit seiner Ehefrau zu tragen hat. Seine Gedanken und Gefühle fand ich sehr gut ausgearbeitet, denn es machte ihn total menschlich.Der Plot war interessant und spannend. Wer hat die Frau umgebracht und weshalb? Im Laufe der Ermittlungen kommen immer wieder neue Aspekte ans Licht. Ich hatte genug Raum für meine eigenen Überlegungen zum möglichen Täter und dessen Motiv. Der Spannungsbogen wurde prima aufgebaut und gehalten.Ein großartiger Krimi, der meine vollste Leseempfehlung erhält. Ich vergebe fünf Sterne.

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  • Schaurige Morde vor idyllischer Schottland-Kulisse - tolles Début!

    Tödliches Treibgut

    SigiLovesBooks

    07. June 2017 um 23:58

    "Tödliches Treibgut" von Denzil Meyrick, ins Deutsche aus dem Englischen übersetzt von Peter Friedrich, erschien 2017 im Verlag HarperCollins Germany. Es handelt sich um den 1. Fall des Ermittlerduos DCI Jim Daley und seinem DS Brian Scott, die nach Kinloch, einem kleinen Dorf auf der Halbinsel Kintyre, beordert werden, da dort eine weibliche Leiche an den Strand gespült wurde, die allem Anschein nach ermordet wurde.Die ortsansässige Dienststelle ist überfordert und so übernimmt, nicht gerade zur Freude von Dienststellenleiter MacLeod, seines Zeichens ranggleich mit Daley, Letzterer die Kommandobrücke und zieht auf Anweisung seines Chefs Donald weitere Einheiten hinzu.Die Ermittlungsarbeit beginnt, die Ermordete muss identifiziert werden und im Zuge weiterer Befragungen, die sich äußerst schwierig gestalten, da die Bewohner des abgelegenen  Fischerdorfs Kinloch Fremden gegenüber sehr schweigsam sind, geschehen zwei weitere Morde: Diese geben Daley und Scott weitere Rätsel auf, scheinen jedoch mit der ersten Leiche in Verbindung zu stehen....Zu allen ermittlungstechnischen Schwierigkeiten gesellt sich noch die Tatsache, dass Lizzy, die Ehefrau Jim Daleys, mit dem ihm verhassten, aber sehr reichen und gutaussehenden Schwager nach Kinloch einfliegen will, um der Tristesse der gelangweilten Ehefrau eines ermittelnden Polizisten zu entgehen. Um die Ehe von Jim und Lizzy steht es nicht gut; ob die Schieflage ausgerechnet in Kinloch zu beheben ist und ihre Beziehung eine neue Chance bekommt?Die beiden nähern sich wieder an, während der Himmel über dem Fischerdorf sich ob diverser krimineller Machenschaften wie Drogenhandel, Prostitution und Geldwäsche sich mehr und mehr verdunkelt.... Während die Ermittlungsarbeit voranschreitet und Verdächtige alle Vorwürfe von sich weisen, entdeckt Lizzy ihre professionelle Leidenschaft für die Fotografie wieder und bucht Ausflüge, um möglichst nah Delfine oder Wale vor die Linse zu bekommen und ein berufliches come-back zu schaffen...Schmunzeln musste ich des Öfteren über die Beschreibung Daleys, der sehr selbstkritisch mit seinem Index, seine Körpermaße um die Bauchmitte herum umgeht und sich stets etwas schlanker wünscht; auch der Umgang zwischen Daley und Scott ist zuweilen recht humorig: Die beiden sind ein eingespieltes Team und nehmen auch einen jungen Polizisten unter ihre Fittiche, der als Neffe eines trunksüchtigen älteren Onkels, der ebenfalls Officer in Kinloch war, seinen Stempel (sprich Makel) weg hat: Archie Fraser. Der Stil des Autors ist atmosphärisch, gut lesbar und zuweilen humorvoll; die reizvolle Landschaft der schottischen Halbinsel und die Stimmung im Hafen von Kinloch sind sehr bildhaft dargestellt; anfangs mutet der Krimi wie ein Cosy-crime an, steigert sich jedoch besonders auf den letzten ca. 100 Seiten so sehr, dass er thrillerhafte Züge bekommt: Die Handlungssprünge werden kürzer und enden in einem recht brutalen, für Daley höchst gefährlichen show-down auf der winzigen Insel Abb's Kerry....Fazit:Ein spannender, anfangs ruhig und besonnen daherkommender Kriminalroman nach Cosy-Crime-Art, der jedoch an Fahrt aufnimmt und einen stimmigen Plot sowie ein fulminantes Ende findet. Im Deutschen liegt hier der 1. Fall des sympathischen Ermittlers Jim Daley vor, im Englischen gibt es bereits 4 Fälle dieses talentierten schottischen Autors zu lesen (ich hoffe, diese werden ebenfalls ihre Übersetzung finden und im deutschen Buchhandel erhältlich sein ;)"Whisky in small glasses" - Tödliches Treibgut ist jedenfalls ein gelungenes Début und lässt mehr von Jim Daley und Brian Scott erhoffen! Einzig an der Vorhersehbarkeit (für eingefleischte KrimileserInnen) könnte noch gefeilt werden.Von mir gibt es für diesen ansonsten stimmigen, unterhaltsamen Krimi mit viel schottischem Lokalkolorit 4,5 * und 91° auf der "Krimi-Couch" sowie eine Leseempfehlung.

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  • DCI Jim Daley ermittelt in Schottland

    Tödliches Treibgut

    Baerbel82

    07. June 2017 um 12:34

    „Die Leiche bewegte sich im selben Rhythmus wie der Seetang und das Treibgut,…“ so beginnt der Schottland-Krimi „Tödliches Treibgut“ von Denzil Meyrick. „Es handelte sich um den nackten Körper einer Frau,… Wer war die tote Frau? Was war ihr zugestoßen - und warum?“ D.C.I. Jim Daley und sein Partner DC Scott aus Glasgow ermitteln. Die Hauptrolle spielt die raue, schottische Landschaft. Das idyllische Fischerdorf Kinloch und die Strände der Kintyre-Halbinsel. Die Menschen leben seit Generationen in einer verschworenen Gemeinschaft. Die Ermittler stoßen schon bald auf ein Gespinst aus Lügen und Intrigen. Nichts ist, wie es scheint, keiner so unschuldig, wie er tut. Fast jeder in Kinloch hat ein dunkles Geheimnis. Jim, dessen Ehe in einer Krise steckt, bekommt Besuch von seiner Frau Liz. Weitere Menschen sterben. Und plötzlich wird der Fall für Jim sehr persönlich... „Tödliches Treibgut“ ist nicht einfach nur Krimi, sondern vor allem spannendes Drama. Der Tonfall ist (wie das Wetter) Moll. Der Plot ist angenehm vertrackt und wird sauber entwickelt, die Ermittlungen werden ausführlich und nachvollziehbar geschildert, die Schauplätze plastisch beschrieben, die Figuren wirken lebendig. Alles in allem ein erfreulich unblutiger Krimi, der mich gut unterhalten hat. Nichtsdestotrotz hat mir ein bisschen der (trockene) Humor gefehlt. Das können Stuart MacBride und Ian Rankin einfach besser. Aber was nicht ist, kann ja noch werden. Für Leser, die testen wollen, ob Story und Stil gefallen, gibt es ein Prequel, „Die Mädchen von Strathclyde“. Eine düstere Geschichte aus dem Glasgow der 80er Jahre um eine tote Prostituierte. Fazit: Atmosphärisch dichter Kriminalroman. Rau. Pur. Schottisch.

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    • 2
  • Tolle Charaktere, zu viele Wiederholungen

    Tödliches Treibgut

    talisha

    05. June 2017 um 12:50

    In "Tödliches Treibgut" ermittelt DCI Jim Daley, den ich in der Kurzgeschichte "Die Mädchen von Strathclyde" kennen gelernt habe. Bekannte Figuren davon sind auch viele Jahre später wieder mit dabei. So wurde aus den beiden Polizeischülern Brian Scott und Jim Daley erfolgreiche Polizisten. Jim Daley hat nun einen höheren Dienstgrad als Brian, aber das hält ihre Freundschaft aus. Brian fühlt sich wohl damit, er mag gar nicht aufsteigen, hat nur - genau wie Jim - Angst, dass sie eines Tages nicht mehr im gleichen Team ermitteln könnten. Sie verstehen sich blind, obwohl sie sehr gegensätzlich sind. Jims Angebetete Liz ist mittlerweile seit Jahren seine Frau, in der Ehe kriselt es. Natürlich trägt Jims unplanbare Arbeitszeit bei der Polizei Mitschuld, aber zu seinem Leidwesen ist Liz nicht immer treu und verbringt mehr Zeit mit anderen Männern als mit ihm. John Donalds ist erneut Jims oberster Vorgesetzter. Mit der Zeit haben sie jedoch einen Weg gefunden einander möglichst aus dem Weg zu gehen. Um im ersten Band die Beziehungen besser zu verstehen, empfehle ich jedem die Vorgeschichte zu lesen. 200km von Glasgow entfernt, in einem kleinen Fischerdorf, wurde eine übel zugerichtete Leiche gefunden. Kinloch fordert Hilfe an, und Jim übernimmt. Jim wird vom dortigen Dienststellenleiter nicht mit offenen Armen empfangen. Doch die Polizisten vertrauen Jim und arbeiten gut unter seiner Leitung. Leider ist es im Dorf nicht so einfach wie auf dem Polizeiposten, denn in Kinloch kennt jeder jeden und jeder weiss alles und noch viel mehr. Jetzt liegt es am Team von Jim mehr über die Leiche herauszufinden. Die Zeit eilt, weil es nicht bei dem einem Todesfall bleibt - daraus entspinnt sich eine weit verzweigte und verzwickte Korruptions- und Drogengeschichte.Bis zum dramatischen Finale vergeht viel Zeit, in der die toll gezeichneten Charaktere wie Jim viel Raum bekommen. Zuviel Platz nehmen leider die immer wieder erwähnten schlecht sitzenden Hosen und Figurprobleme von Jim ein. Um unzählig viele Seiten könnte man das Buch kürzen, wenn der Autor die ewigen "Aye"' und "Sohn" sowie "Söhnchen", die gefühlt bei jedem zweiten Satz vorne oder hinten anstehen, weglässt. Der Autor wollte wohl möglichst viel lokalen Slang einbringen, aber der Schuss geht nach hinten los, diese Platzhalter stören den Lesefluss und sind schlichtweg nichtssagend. Ebenfalls auf den Geist ging mir Liz oberflächliche und vergnügungssüchtige Art. Nach dem einen Streitgespräch mit Jim scheint ihr, zumindest vorläufig, einzuleuchten, dass seine Worte etwas Wahres beinhalten. Sehr negativ empfinde ich den Cliffhanger am Schluss - um den ersten Band und alle Taten darin komplett abzuschliessen, wird man somit fast gezwungen den zweiten Band zu lesen. Positiv aber bleiben mir neben Jim auch der junge Polizist Archie Fraser und Annie aus dem Hotel in bester Erinnerung. Die Beschreibung seiner Figuren hat der Autor wirklich gut gemeistert und der Krimi ist dadurch lesenswert trotz seiner vielen Schwächen. Fazit: Eigentlich eine gute Kriminalgeschichte, die durch zu viele Nebensächlichkeiten und Wortwiederholungen langatmig wird. Dazu ein fieser Chliffhanger und deshalb nur 3 Punkte. 

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  • Spannender schottischer Krimi

    Tödliches Treibgut

    anke3006

    05. June 2017 um 11:07

    Zerklüftete Felsen reichen bis in die Brandung hinein, eine entstellter Körper liegt verdreht dazwischen im Sand. Dieser Anblick bietet sich D.C.I. Jim Daley, den es von den rauen Straßen Glasgows an die sonst beschaulichen Strände der Kintyre-Halbinsel verschlägt: Mit seinem Partner DC Scott wird er in das Fischerdorf Kinloch beordert, da sich die örtliche Polizei mit der dort angespülten Frauenleiche überfordert zeigt. Während sie innerhalb der verschworenen Dorfgemeinschaft ermitteln, müssen die beiden feststellen, dass jemand bereit ist dafür zu töten, dass bestimmte Fragen ungestellt bleiben … Denzil Meyrick hat einen Schreibstil, der einen sofort in den Bann schlägt. Spannend und sehr detailgenau beschreibt er was seine Hauptcharaktere so sehen und erleben. Ob es das schottische Fischerdorf Kinloch ist, mit seinen Bewohnern und ihren Eigenheiten oder die Beschreibung des Tatortes. Man hat es sehr genau vor Augen. Die Charaktere sind gut ausgearbeitet und man erlebt den 43jährigen Jim Daley bei der Ermittlung. Mal total verbissen und dann wieder der ganz eigene Humor. Mir hat dieser Krimi gut gefallen. Und ich freue mich auf mehr Krimis aus dieser neuen Reihe.

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