Deon Meyer Icarus

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Inhaltsangabe zu „Icarus“ von Deon Meyer

Wer hoch fliegt … Bennie Griessel war ein trockener Alkoholiker – bis zu dem Tag vor Weihnachten, als ein Freund seine Familie und sich selbst erschießt. Er beginnt wieder zu trinken, und als seine Kollegen ihn suchen, sitzt er im Gefängnis. Dabei hat Bennie einen neuen, spektakulären Fall. Ein Mann wird stranguliert an einem Strand aufgefunden. Ernst Richter hatte ein besonderes Geschäftsmodell. Allen, die fremdgehen wollten, versprach er, für ein todsicheres Alibi zu sorgen. Ein fulminanter Roman, in dem das paradiesische und dunkle Südafrika eng nebeneinanderliegen. Das Meisterwerk eines der besten Thrillerautoren weltweit. Kapstadt im Dezember. Bennie Griessel wird zu einem Tatort gerufen, der ihn aus der Fassung bringt. Ein Kollege hat seine Frau, seine zwei Töchter und dann sich selbst erschossen. Bennie will nur noch weg – von Alexa, seiner Freundin, von seinen Kindern. Er landet in einer Bar und betrinkt sich. Ein herber Rückfall für den trockenen Alkoholiker. An einem Strand experimentiert ein Kameramann mit einer Drohne und entdeckt eine Leiche. Ein Mann ist offenkundig erdrosselt worden. Als die Polizei die Identität des Mannes herausgefunden hat, sind alle in heller Aufregung. Ernst Richter galt seit Wochen als vermisst. Prominent wurde er durch seine Interplattform Alibi. Allen, die eine Affäre haben wollten, versprach er den sorgenfreien Seitensprung. Als man Bennie zu Hilfe rufen will, sitzt der nach einer Prügelei im Gefängnis. Und noch einen treibt der Tod von Ernst Richter um: den Weinbauer Francois du Toit aus Stellenbosch, der sich auf zwielichtige Geschäfte eingelassen hat. »Im Thrillergewand breitet Deon Meyer die Probleme, aber auch die Fortschritte der südafrikanischen Gesellschaft aus ... All das steckt in seinen ziemlich spannenden Geschichten.« Die Welt

Paarungsvorbereitung im Cyberspace? Kopulationsbildende Massnahmen? Motiv offensichtlich? Leider daneben geraten!

— Pashtun Valley Leader Commander
Pashtun Valley Leader Commander

Packend, spannend und wieder gut nachvollziehbare menschliche Schwächen und Stärken

— hans-bubi
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Gemächlicher als die Vorgängerbände, aber absolut authentisch

— fredhel
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  • Rückfälle, Cybersex und ähnlicher Kleinkram. Bernies fünfter Fall.

    Icarus
    Pashtun Valley Leader Commander

    Pashtun Valley Leader Commander

    10. August 2017 um 09:52

    Es Tage und es gibt richtige "Scheisstage". Richtige Scheisstage können auch eine Situation beinhalten in der Du die Wohnung Deines Kollegen betrittst und Du dessen Hirn und das seiner Kernfamilie über die Wände verteilt vorfindest. Möglicherweise gehört eine solche Situation zum Berufsbild eines Polizisten. Geht dieser professionell mit einer solchen Situation um ist dies der pschischen Gesundheit des Kollegen zuträglich hat aber Null literarischen Output.Sie sind eind Marke in der zeitgenössischen Kriminalliteratur im Zeitalter der mit Atomsprengköpfen bewehrten Psychopathen. Während die Gründe für das Handeln der Psychos in Leitungsfunktion häufig im Dunkeln verborgen bleiben lassen sich die Parameter eines postfaktischen Ermittlers schnell benennen.Er ist ein fraktale Persönlichkeit, die in der Regel an einer posttraumatischen Belastungsstörung leidet. Das Paarungsverhalten hat eine manifeste Orientierung, was aber keinerlei Aussagekraft hinsichtlich der Aktfrequenz hat.Sie sind nicht mehr knackig jung, haben den Zenith des Lebens überschritten und scheitern an der Frage, ob sie noch einmal richtig Party machen sollen oder geläutert langweilig sozialverträglich zum Altruisten mutieren, der sein Handeln zur Gänze moralisch gestaltet und auf das Wohlergehen seines Umfeldes fixiert ist.Die schlimmsten Dinge im Leben sind Mutti/Papi/die böse Grundschullehrerin oder der Gruppenleiter der Selbsthilfegruppe, die im Zusammenhang mit Dosierungsschwierigkeiten beliebiger psychoaktiver Substanzen aufgesucht werden. Die für die legalen Suchtmittel gibt es mit und ohne Kräutertee, mit und ohne Anrufung eines höheren Wesens und über allem thront der Gruppenverantwortliche, der für das Funktionieren der Selbsthilfestruktur verantwortlich ist.Legale Suchtmittel langweilig, einschläfernd....illegale Suchtmittel? Hier haben die Gruppeneinen höheren Unterhaltungswert, trifft der geneigte Besucher doch mitunter ungeplant auf die eine oder andere verhaltenskreative Person.Es  ist ein Annäherungsprozess zwischen dem Leser und Bernie Grissel. Er ist Alki, er trennt sich vn seiner Frau, hat ein diffziles Verhältnis zu seinen Kindern uns steckt in einer beruflichen Umbruchssituation, da der Polzeiapparat Südafrikas mit dem Ende der Aparthheit zur Bühne positiver Diskriminierung geworden ist. Will sagen, auf Leitungsfunktionen bei der Kripo werden so lange lesbische farbige Behinderte gehoben, bis ihr Anteil dem Bevölkerungsanteil entspricht.Für Bernie beinhaltet dies Arbeiten in einem lebendigen interkulturellem Kontext. Der Leser nimmt vorsichtig Witterung auf und kann für sich selbst entscheiden, ob er mit einem alternden Komissar zurecht kommt, der sein Leben auf den Kopf stellt um zumindest im Binnenverhältnis mit seinem Sohn die Kurve zu kriegen.Der fünfte Band ist die Quadratur des Kreises. Trockener Alki ermittelt im Milieu der südafrikanischen Weingüter. Ein Mordopfer betreibt eine Agentur für Cyberalibis und  wird tot an einem Strand begraben aufgefunden.Bwernie fängt das Saufen wieder an, hat also eine nasse Phase ud seine neue Partnerin (mit dem selben Problem) hält zu ihm und geht gleichzeitig auf Distanz. Ob die Beziehung sich als tragfähig erweist, warten wir den sechsten Band der Reihe ab.Die Services wurden auch von den Spitzen der Gesellschaft in Anspruch genomen. Als ein Insider anfängt Zahlungsdetails ins Netz zu stellen und er eine oder andere fundamentalistische Pfarrer in Schwierigkeiten gerät wird die ganze Sache zu einer Ermittlung im öffentlichen Scheinwerferlicht....Der Plot ist herrlich... Hat er doch nur sehr wenig mit Cybersex zu tun...  

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  • Absturz

    Icarus
    fredhel

    fredhel

    24. May 2017 um 17:14

    Durch Zufall bin ich vor einiger Zeit auf den südafrikanischen Schriftsteller Deon Meyer mit seiner berührenden Titelfigur, dem alkoholkranken Polizisten Bennie Griessel gestoßen und immer wieder fasziniert er mich mit seinen Romanen. Eigentlich bin ich diese stereotypen Detektive leid, die suchtgefährdet und beziehungsunfähig als einsamer Wolf die Verbrechen aufklären. Bennie Griessel dagegen berührt mich mit seinen Selbstzweifeln und in seinem täglichen Kampf mit der Sucht. Sie wird nicht als oberflächliches Stilmittel eingesetzt sondern versucht viel mehr Verständnis zu wecken für die Kranken, die Tag täglich Gleiches erlebenund entweder einen weiteren Tag stark sind oder hart auf dem Boden aufschlagen. In dieser Folge, dem 5. Band der Griessel-Reihe, hat Bennie einen Totalabsturz. Als Leser hat mich das erschüttert und ich habe mitgelitten. Dennoch schafft er es, seinen Instinkt im aktuellen Fall zu aktivieren und die entscheidenden Hinweise zur Lösung beizutragen, auch wenn die Teamleitung diesmal in den Händen von Kollegen Kaptein Vaughn Cupido liegt. Es geht um den Mord an dem prominenten Ernst Richter, der sich mit seiner Seitensprung-Website viele Feinde geschaffen hat. Schritt für Schritt verfolgt der Leser die Ermittlungsarbeit. Es kommen immer weitere unschöne Details aus Richters Leben und seinem Charakter ans Licht. Als zweiter Erzählstrang fungieren die Gesprächsprotokolle des Winzers Francois du Toit mit seiner Anwältin. Bevor sich der Kreis schließt und sich alle Figuren, Handlungen und Motive dem Leser in einem grossen ganzen offenbaren, erfährt der Leser noch interessante Details aus dem südafrikanischen Weinbau. Dieser Bennie-Griessel-Band ist im Vergleich zu seinen Vorgängern eher gemächlich, aber geht trotzdem wieder unter die Haut. Deon Meyer ist ein Meister darin, den Leser mit gekonnten Cliffhangern an die Seiten zu fesseln.

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  • solide

    Icarus
    brauchnix

    brauchnix

    19. April 2017 um 19:57

    Ich schätze Deon Meyer schon seit Jahren als Autor spannender Kriminalromane und freue mich immer über Neues. Aber diesmal hat sein Roman für mich ein ganz eigenes Flair entwickelt, denn ich bin kurz vorher erst aus dem Südafrika-Urlaub zurückgekommen und habe dieses Land endlich persönlich und nicht nur durch Meyers Bücher kennengelernt. Deshalb kam das Südafrika-Feeling mit doppelter Wucht bei mir an, als ich jetzt „Icarus“ gelesen habe. Und ich kann sagen, dass Meyer sein Land und seine Landsleute gut einfängt und diese spezielle kniffelige Situation der Rassen – und der noch nicht sehr lange zurückliegenden Apartheid – so bei mir ankommt, wie ich sie jetzt in meinen drei Wochen Rundreise auch erlebt hatte. Bennie Griessel hat einen schweren Fall. Und wo er sich im letzten Band noch im Griff hatte, passiert jetzt das Unausweichliche. Er erleidet einen Rückfall und betrinkt sich. Diese persönliche Niederlage beeinflusst natürlich auch die anstehenden Ermittlungen und Bennie fällt es schwer, sich auf die Arbeit zu konzentrieren, wo doch privat alles aus dem Ruder zu laufen droht. Im Zentrum der Geschichte stehen die Winzer in der Umgebung Kapstadts. Ich musste ständig an meine eigene Weinprobe denken. Meyer lässt sich diesmal Zeit, bis er die Spannungsschrauben anzieht. Während er in „13 Stunden“ aufs Tempo drückt, erzählt er hier entspannt und teilweise sogar mit einem Augenzwinkern, vor allem wenn es um den Kollegen von Bennie, Cupido, geht. Ein solider Krimi aus Südafrika. Ehrlich und mit einem gebrochenen Helden. Vielleicht nicht der beste Meyer-Krimi, aber immer noch eine Empfehlung wert.

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  • Der Klapptext klingt verheißungsvoller als die Umsetzung es erfüllt… Jedoch sehr interessant.

    Icarus
    Floh

    Floh

    18. November 2016 um 05:32

    Bestseller- und Starautor Deon Meyer hat sich in der Krimi- und Thrillerwelt bereits einen einschlägigen Namen gemacht und mit seiner erfolgreichen Reihe um Ermittler Bennie Griessel in Sudafrikanischen gefilden am Kap der Guten Hoffnung bereits eine treue Leserfangemeinde zu verzeichnen. Bei diesem seinem neuen Werk, und für mich tatsächlich das erste Buch aus der Feder von Deon Meyer, war es wirklich der vielversprechende Klapptext, der mich absolut neugierig machte. In "Icarus" schickt der Autor Deon Meyer einen ganz besonderen Protagonisten und Ermittler ins Rennen. Ich habe schon viel gelesen, und auch schon viele Themenbereiche des Krimi oder Thriller beschritten, aber das was mich in "Icarus" erwartete, das hat mich definitiv auf besondere Weise mit seinen Stärken und Schwächen gepackt. Interessanter Themenkomplex. Erschienen im Aufbau Verlag / Rütten & Loening (http://www.aufbau-verlag.de/)Buchrücken / Inhalt:"Bennie Griessel war ein trockener Alkoholiker – bis zu dem Tag vor Weihnachten, als ein Freund seine Familie und sich selbst erschießt. Er beginnt wieder zu trinken, und als seine Kollegen ihn suchen, sitzt er im Gefängnis. Dabei hat Bennie einen neuen, spektakulären Fall. Ein Mann wird stranguliert an einem Strand aufgefunden. Ernst Richter hatte ein besonderes Geschäftsmodell. Allen, die fremdgehen wollten, versprach er, für ein todsicheres Alibi zu sorgen. Ein fulminanter Roman, in dem das paradiesische und dunkle Südafrika eng nebeneinanderliegen. Das Meisterwerk eines der besten Thrillerautoren weltweit.""Griessel zögerte nicht. Er dachte nicht an die sechshundertundzwei Tage ohne Alkohol, die hinter ihm lagen. Er trank das Glas in tiefen Zügen leer. Der Geschmack war ein lange vermisster Freund, das Wiedertreffen eine Freude." (Seite 25)Handlung:„Kapstadt im Dezember. Bennie Griessel wird zu einem Tatort gerufen, der ihn aus der Fassung bringt. Ein Kollege hat seine Frau, seine zwei Töchter und dann sich selbst erschossen. Bennie will nur noch weg – von Alexa, seiner Freundin, von seinen Kindern. Er landet in einer Bar und betrinkt sich. Ein herber Rückfall für den trockenen Alkoholiker.An einem Strand experimentiert ein Kameramann mit einer Drohne und entdeckt eine Leiche. Ein Mann ist offenkundig erdrosselt worden. Als die Polizei die Identität des Mannes herausgefunden hat, sind alle in heller Aufregung. Ernst Richter galt seit Wochen als vermisst. Prominent wurde er durch seine Interplattform Alibi. Allen, die eine Affäre haben wollten, versprach er den sorgenfreien Seitensprung. Als man Bennie zu Hilfe rufen will, sitzt der nach einer Prügelei im Gefängnis. Und noch einen treibt der Tod von Ernst Richter um: den Weinbauer Francois du Toit aus Stellenbosch, der sich auf zwielichtige Geschäfte eingelassen hat.“Zur Handlung:Das einzige was an diesem Buch nach Schema F oder Standard für einen Kriminalroman mit Zügen eines Thrillers erscheinen könnte ist der Einstieg in die Geschehnisse, die schleierhaft sind und dennoch erste Rätsel und Fragen aufwerfen. Und den Leser zunächst schockiert und entsetzt und spekulativ zurück lässt. Der Fund der Leiche des vermissten Unternehmers Ernst Richter. Dieser Einstieg ist sehr gelungen. Nun beginnt die Story ihren Lauf, und dieser ist gewiss kein Standard. Wir lernen zunächst unterschiedlichste Charaktere kennen, das sympathische Ermittlerteam der Valke, Bennie und Vaughn, Francois du Toit bei seiner Aussage, später das Team der Organisation Alibi, dessen Chef Richter war… Nach und nach zeichnet sich hier ein Bild aus Korruption und Größenwahn ab. Wir erleben auch Bennie Griessel und sein Absturz in die neuerliche Alkoholsucht, Ermittlungen die psychisch und physisch an die Grenzen der Beamten gehen, der Selbstmord eines Kollegen und der Stillstand im Fall Richter kurz vor Weihnachten. Eine grandiose Ermittlung beginnt, ein Wettlauf gegen den inneren Schweinehund namens Sucht, ein Konstrukt aus Schmuggel, Betrug, Gier und Erpressung… Auch wenn es schon vorherige Fälle mit dem Team gab, so ist der Einstieg hier in diesem neuen Fall ohne Vorkenntnisse absolut gut möglich. Bennie Griessel ist ein geprägter Ermittler mit einer düsteren Vergangenheit. Seine Vergangenheit wird dem gespannten Leser nach und nach deutlich gemacht und reiht sich gekonnt in den Fall „Icarus“ ein, ein Fall der immer mehr zur Verzweiflungstat wird. Aus Sündenbock wird Racheengel. Von der ersten Seite an werden die Ermittlung und der Fall an sich den Leser mit gnadenloser Genialität, Intelligenz, Kombinationsgabe und Intuition verblüffen und überraschen. "Seltsam aber nicht ungewöhnlich war die Haltung der drei weißen Mädchen. So etwas begegnete ihm nicht zum ersten Mal. Es war typisch für junge Leute, die den Verstorbenen nicht sehr gut gekannt hatten. Sie hatten noch nie einen persönlichen Verlust erlitten, glaubten aber zu wissen, wie sich das anfühlte, und imitierten es. Es war, als äfften sie eine Reaktion nach, die sie in einem billigen Fernsehkrimi gesehen hatten. Nicht besonders überzeugend, was einfach daran lag, dass sie keine wirkliche emotionale Bindung zum Opfer gehabt hatten." (Seite 76)Schreibstil:Den Schreibstil des Autors Deon Meyer muss man zu nehmen wissen. Zwar wird dieser Titel dem Genre Thriller zu sortiert, doch empfinde ich das Buch eher als einen Krimi, da die Ermittlungen arg im Fokus stehen. Überwiegend unblutig und frei von perfiden Szenen oder anstößigen Schilderungen. Der Nervenkitzel wird durch kleine interne Cliffhanger zwischen den Kapiteln und Handlungsebenen erzielt. Deon Meyer wird nicht grundlos in hohen Tönen gelobt. Auch ich bin absolut begeistert von der Vielseitigkeit, der Facette und des Ideenreichtums, wie er den Leser bis zum Showdown im Dunkeln lässt und somit einem stetem Spannungsniveau standhalten kann. Der wirklich abwechslungsreiche Erzählstil und die Perspektivenwechsel sind unter anderem dass, was diesen Thriller zu diesem Lesehighlight und zu dieser Besonderheit macht. Der Autor Deon Meyer hat hier einen Stil geschaffen, der die südafrikanische Kultur beschreibt, die Behörden skizziert, politische und gesellschaftskritische Themen anspricht und einen sehr bewegenden, aufgrund der Alkoholproblematik, Thriller beschreibt. Hat man anfangs den undurchsichtigen Einstieg, aufgrund der vielen Namen und Kosenamen, geschafft, ist man bereits von der Handlung infiziert, dass man gar nicht mehr anders kann als Seite um Seite zu verschlingen um Antworten zu finden. Bemerkenswert ist anzumerken, dass es diese ganzen Antworten fast bis zum Schluss kaum geben wird. Der Autor beweist Mut und hält seine Leser bis zum Schluss beinahe ahnungslos und voller Tatendrang zur Lösung dieses komplexen Puzzles. Deon Meyer streut eine Vielzahl von einzelnen Handlungssträngen, die auf erschreckenderweise alle passgenau zu einander laufen und sich zu einem Ende vereinen. Zunächst muss sich der Leser an die Bekanntschaft einiger Protagonisten gewöhnen, die für den Thrillerverlauf und für die Handlung allesamt gleich wichtig sein werden. Das ist das Interessante an diesem undurchsichtigen Ermittlungen, alles ist möglich, doch nichts scheint wie es zu sein scheint. Hat man diese minimale Bürde der stetigen Unwissenheit und Unvorhersehbarkeit gemeistert, so beschert der Autor seinen Lesern höchsten Lesegenuss und absolut wahrhafte Sinnbilder, Situationen und grandiosen Flair und Ländercharakter. Hier macht der Autor definitiv keine halben Sachen und überzeugt mit einem grandiosen Schreibstil. Das Lesen gestaltete sich so zu einer ganz neuen und anderen Art des Lesens. Deon Meyer berichtet aus Sicht unterschiedlichster Protagonisten und wechselt gekonnt in einzelne Rollen. Somit verschafft er dem Leser unglaublich authentische Einblicke in die Welt der Winzerfamilie du Troi, des Start-up Unternehmens Alibi und den Ermittlungen der Valke. Gepaart mit verzwickten Familienkonstellationen und einer beginnenden Liebesgeschichte. Pressestimmen:• „Im Thrillergewand breitet Deon Meyer die Probleme, aber auch die Fortschritte der südafrikanischen Gesellschaft aus ... All das steckt in seinen ziemlich spannenden Geschichten." (Die Welt)• „Deon Meyers Kriminalromane sind nicht nur ungemein fesselnd, sondern auch immer ein aufschlussreicher Trip in die südafrikanische Gegenwartsgeschichte.“ (WDR5)"Von Gefühlen überwältigt, traten ihm die Tränen in die Augen. Mein Gott, wollte er wieder diesen Weg gehen, wieder alles verlieren? Warum war er so? Schwach und abhängig.“ (Seite 209)Charaktere:Was wäre dieses Buch bloß ohne seine genialen und einzigartigen Protagonisten? Mit Gold nicht aufzuwiegen sind die besonders gestalteten Charaktere hier in dieser Story. Anfangs hatte ich zwar Probleme, all die Namen, Kosenamen, Charaktermerkmale und Dienstgrade auseinanderzuhalten. Manche Namen sind sich zudem sehr ähnlich und gerade die afrikanischen Namen wirken fremd und benötigen besondere Aufmerksamkeit. Mit fortschreiten der Ermittlungen bekommt man aber einen guten Überblick, wer zu den Valke gehört, wer welcher Spezialist ist und wer welche Vorzüge besitzt. Hier schöpft der Autor Deon Meyer aus den Vollen und hat eine Welt aus unbeschreiblichen Darstellern geschaffen, so filmreif, so detailgetreu, so authentisch, so unglaublich abwechslungsreich und vielseitig. Hier habe ich den Eindruck, dass der Autor die besten Klischees ür einen Ermittler auf sein fiktives Team ummünzt, gescheiterte Seelen skizziert, die dunkelsten Gestalten und die derbsten seelischen Abgründe Südafrikas in diesem Fall vereint hat. Zudem gibt es ein Ermittlerteam welches ebenfalls mit ganz besonderen Merkmalen ausgestattet ist. Der Leser wird hier noch so einige Entdeckungen machen, die er zuvor in einem heilen Weltbild niemals für möglich gehalten hätte. Besonders gelungen ist es dem Autor ein rundes Bild der Charakterzüge zu schaffen, die in vorherigen Fällen geprägt wurden. Einfach nur perfekt. Auch all die anderen Charaktere weisen ganz besondere Noten auf, die Mitarbeiter im Team, die Belegschaft der Organisation Alibi, dessen Chef der tote Ernst Richter war, Staatsanwaltschaft, Polizeiapparat und Zeugen. 5 Sterne Psychogramme und höchster Unterhaltungswert. Mein persönlicher Sympathieträger ist unumstößlich Vaughn Cupido. Mit Bennie Griessel konnte ich nur Mitleid und Bedauern empfinden. Charaktere und Blickwinkel aus tiefsten Abgründen, kranken Seelen, gescheiterten Existenzen, helfenden Händen und der Moral der Gerechtigkeit. Wenn ich ehrlich bin, so möchte ich so manchen aus dem Buch gerne mal real kennenlernen, andere wiederum möchte ich niemals nie im Leben begegnen müssen. Einer raffinierten Auswahl an Protagonisten und Charakteren begegnen wir durch diese grausame Geschichte in dem sonst so touristischen Südafrika. Hier gibt es nicht nur ein Spiel mit der Genialität und Unvorhersehbarkeit, hier gibt es auch ein perfides Spiel mit kranken Psychen und deren Opfer, und einer Auswahl an großartigen Hauptakteuren."Ich überlegte dauernd, wie dieser Jüngling aus der Sage hieß, der sich Flügel aus Kerzenwachs und Hühnerfedern bastelte und versuchte, damit zu fliegen…Ikarus" (Seite 218 / 219)Schauplätze:Ich bin großer Freund skandinavischer Krimis und Thriller, aber hier musste ich wirklich feststellen, dass mir auch die südafrikanischen Ermittlungen und Gefilde unheimlich Spaß gemacht haben. Für mich mal etwas ganz neues und inspirierendes. Da ich die Niederlande als meine zweite Heimat sehe, war es für mich richtig heimisch niederländische Bezeichnungen, Plätze, Straßen und Einrichtungen zu lesen und zu erleben. Da spürt man die Einflüsse der Niederländischen Kolonien in Südafrika und am Kap der guten Hoffnung. Zwar ist der Fokus hier nicht ausschließlich auf Landschaft, Kulisse und Ländereien gelegt, sondern auf die Tatorte, den Häusern, Büro´s, Gefängnissen und Behörden. Hier zählen die kleinen Orte und die Abgründe der menschlichen Seele. Je tiefer der Leser in das Konstrukt aus Größenwahn (Mythos des Icarus), Mord, Erpressung, Gier, Gewalt, Vergeltung, Schmuggel und Betrug eintaucht, je mehr wird er das Gefühl haben, dass in Südafrika einzig Schmuggel, Betrug, Geldgier und Erpressung das Stadtbild Stellenbroich und der Winzergemeinschaft bestimmen. Die Schauplätze sind jedoch ebenso detailliert, real, authentisch und getreu wiedergegeben und spiegeln das jeweilige Bild der Protagonisten, die dort agieren, wieder. Deon Meyer lässt dem Leser viel Raum für Spekulationen und Fantasie, zeichnet jedoch genaueste Bilder der Umgebung, gepaart mit Atmosphäre, Emotion, Gefühl, Idyll, Schrecken, Witterung, Vegetation und vorweihnachtlichen Alltag. Hier nutzt er gut und gern Details und kleine Alltäglichkeiten. Bizarre Orte, tiefe Abgründe, neue Welten, entsetzliche Kulissen, aber auch die gute biedere Gemütlichkeit und Geborgenheit eines fast heilen Familienlebens mit fragwürdiger Vergangenheit und aktuellem schrecklichen Ereignissen. „Musst du auch nicht. Ich will dir nur etwas sagen, und mir ist egal, was du damit anfängst, wir leben in einem freien Land. Aber als dein Freund ist es meine Pflicht, Benna. Freundschaft besteht darin, nur das zu sagen, was der andere hören will, sondern auch das, was er hören sollte.“ (Seite 227)Meinung:Dieser Thriller hatte es bei mir nicht ganz so leicht. Anfänglich war ich sehr begeistert und direkt gefesselt. Doch einige Längen lassen den Kriminalfall etwas zäh und schleppend erscheinen. Was mir jedoch sofort zusagte, was der Wechsel der Perspektiven und Erzählstile. Hier gibt es einmal Bennie Griessel und seine Vergangenheit, sowie sein Kollege und Kumpel Vaughn Cupido, dann dürfen wir in die Transkription der Staatsanwältin Susan Peires blicken und begleiten mehrere Handlungsstränge, die sich wirklich erst auf den letzten 20 Seiten zu einer Einheit bündeln und den Fall klären. Dieser Wechsel sorgt für Abwechslung, Spannung und Nervenkitzel. So lässt der Autor Deon Meyer einzelne Kapitel gern mit einem eigenen kleinen Cliffhanger enden, um einen anderen Handlungsstrang zunächst vorzuziehen und diesen ebenfalls wieder mit einer Spannungsspitze enden zu lassen, ehe er erneut fortgeführt wird. Das hält den Leser an die Seiten gefesselt und sorgt für das nötige Spannungsniveau. Denn die Handlung und der Verlauf der Ermittlung an sich sind eher unspektakulär und unaufgeregt. Spannungsspitzen werden durch eher unübliche Stilmittel erzeugt. Dass Bennie Griessel einen Rückfall in die Alkoholsucht erfahren wird, geht bereits aus dem Klapptext hervor. Doch habe ich mich sehr an die vielen Details und den starken Fokus auf den Entzug, das heimliche Trinken, die Verherrlichung des stetigen Alkoholpegels und seiner damit einhergehenden Leistung in den Ermittlungen, gestört. Da war mir dann etwas zu viel Alkoholsucht im Spiel. Richtig gut wiederum fand ich den Charakter und die Skizzierung von Ermittlungsleiter Vaughn Cupido. Dieser schwarze Beamte ist in meinen Augen ein wirklicher Sympathieträger. Sehr ausladend habe ich die vielen Informationen zum Weingut, der Weinherstellung, der Güte, der Ausbildung, der Familientradition von Weingut Klein Zegen und Francois du Troits Geschichte empfunden. Da ich keine Weinkennerin bin, mich auch für dieses Gebiet nicht erwärmen kann, waren die vielen Hintergründe für mich eher uninteressant und notwendiges Übel. Doch im Kontext des Buches und der Lösung des Mordfalls an Ernst Richter absolut vorteilhaft und bezugnehmend. Der Autor Deon Meyer hat mit seinem Ermittlerteam um Bennie Griessel, Vaughn Cupido und der neuen Chefin Mbali eine gute Fortsetzung geliefert, die es auch Neulesern wie mich ermöglicht, die Charaktere schnell kennenzulernen (beruflich und privat) und stets an entsprechenden Stellen etwas aus vorherigen Fällen und Ermittlungen zu bieten. Für treue Leser eine gelungene Auffrischung und für Neueinsteiger eine gute Basis um den aktuellen Fall für die südafrikanischen Valke zu verstehen. Diese Thriller Reihe ist wahrlich keine leichte Kost, es geht um Politische, Gesellschaftskritische, Sozialkritische und tabuisierte Themen. Alkohol, Drogenhandel, Betrug, Erpressung, Schmuggel und Größenwahnsinn. Der Autor schafft südafrikanische Atmosphäre, die mir sehr gefällt. Diesbezüglich war ich von Beginn an gefesselt, war entsetzt und fasziniert sogleich. Diese Besonderheit und Einzigartigkeit dieses Thrillers scheint mir, dass der Leser tatsächlich bis zum Schluss nicht wissen wird, wie sich der Fall löst, ob Griessel der Alkoholsucht entkommt, wer Ernst Richter stranguliert hat, was Francois du Toit zu berichten versucht, ob die Familien Weihnachten zusammen feiern werden, und ob Vaughn Cupido eine Nachricht von Desiree Coetzee erhält… Immer neue Türen öffnen sich, Puzzleteile werden verschoben, Handlungsstränge gestrickt, Verbindungen gelöst und neu verwoben… , doch stets ist der Autor darauf bedacht, den Leser langsam und behutsam an die Ereignisse zu führen. So zeigt sich dann auch der Showdown. Hier hätte ich eine platzende Bombe erwartet, aber auch das Finale zeigt sich eher anschaulich und unaufgeregt. Ein geniales Spiel mit dem Wort, mit der südafrikanischen Gesellschaft und den Rassenkonflikten und ein genialer Perspektivenwechsel zwischen den Charakteren. Ganz besonders großartig. Die Handlung gefällt mir absolut gut. Einzige Mankos sind für mich die ausschweifende Transkription von Winzer du Toit und seiner ganzen Familientradition, Griessels Alkoholproblem mit all den Schilderungen und Für und Wider, sowie die eher flach gehaltene Spannung. Hier gibt es kaum Tempo oder Adrenalinkicks, alles wirkt eher ruhig und bedacht. Vielleicht weil bald Weihnachten ist und die Ermittler im Dezember anders gesinnt sind? … dann der leider eher flache und dezente Showdown, bzw. Finale samt Epilog zum Ende des Buches. Hier war der Höhepunkt der Handlung vorgerückt und späteres konnte nicht mehr völlig trumpfen. "Die ersten zweiundsiebzig Stunden der Ermittlungen in einem Mordfall waren in der Regel adrenalingeschwängert und voller Aufregung, Action, Eile und Konzentration. Organisiertes Chaos, und ein Team von Ermittlern, das wie eine eingespielte Segelcrew das Schiff der Gerechtigkeit über das aufgewühlte Meer jagte." (Seite 350)Cover / Buch:Das Buch ist hochwertig und ansprechend verarbeitet. Die Hardcoverausgabe erscheint mit einem Schutzumschlag und einem Lesebändchen. Der Titel geht im großen Schriftzug des Autorennamens leider etwas unter. Das Cover zeigt ein verlassenes Auto, trockenes Erdreich und eine aufgewühlte raue See. Nicht unbedingt mit klarem Bezug zum Inhalt, jedoch ansprechend gestaltet. Düster, schleierhaft und ein Omen. Das Schriftbild ist sehr angenehm, die Kapitel von idealer Länge. Trotz mehr als 430 Seiten Buch ist es recht handlich und nicht zu schwer in der Hand. TOP. Der Klapptext verspricht leider mehr, als der Inhalt an Brisanz liefern kann. Der Autor:"Deon Meyer, Jahrgang 1958, ist unbestritten Südafrikas bester und erfolgreichster Thrillerautor. 1994 veröffentlichte er seinen ersten Roman. Er lebt in der Nähe von Kapstadt. Seine Romane erscheinen in mehr als fünfundzwanzig Ländern. Als Aufbau Taschenbuch liegen von ihm die Thriller „Tod vor Morgengrauen“, „Der traurige Polizist“, „Das Herz des Jägers“, „Der Atem des Jägers“, „Weißer Schatten“, „Dreizehn Stunden“, „Rote Spur“, „Sieben Tage“, “Cobra” sowie der Story-Band „Schwarz. Weiß. Tot“ vor. Bei Rütten & Loening erschien 2015 „Icarus“, der neueste Fall des Ermittlers Bennie Griessel."Fazit:Ein genialer Verriss südafrikanischer Ermittlungen, ein intelligenter Kriminalroman mit politischen und gesellschaftlichen Themen. Darkies und Whities am Kap der guten Hoffnung. Mit besonderen Stärken, aber auch einigen Schwächen. Unvollkommen, vollkommen. 3,5 Sterne Empfehlung für gute Unterhaltung. Hier meine persönliche Lesechronik und mein Lesestatus:https://www.lovelybooks.de/bibliothek/Floh/lesestatus/1351963832/

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    • 8
  • Wirtschaftlicher, gemächlicher Südafrika-Krimi mit Fokus auf den Figuren

    Icarus
    Ayleen256

    Ayleen256

    11. March 2016 um 12:29

    An einem Strand in Kapstadt nimmt eine Drohne eine Leiche ins Visier. Der Tote ist Ernst Richter, der eine umstrittene Seitensprungfirma namens Alibi führte. Währenddessen wird Bennie Griessel zu einem Tatort gerufen, der ihn völlig aus der Bahn wirft: Ein Kollege hat erst seine Familie und dann sich selbst erschossen. Benni fällt in alte Verhaltensmuster zurück und ergibt sich dem Alkohol. Dummerweise lässt er sich in eine Schlägerei verwickeln, und es droht, dass der Vorfall bis zu seinen Vorgesetzten durchdringt. Gleichzeitig muss Benni mit Cupido und seinen Kollegen den Mörder von Richter schnell ausspüren. Denn es droht jemand, eine Liste aller Nutzer von Alibi zu veröffentlichen. Für mich war "Icarus" nach "Cobra" der zweite Teil rund um den trockenen Alkoholiker und Ermittler Bennie Griessel. Für das Allgemeinverständnis des Buches würde ich empfehlen, wenigstens den vorherigen Band gelesen zu haben. Bennies Alkoholprobleme sind auch in diesem Teil wieder ein zentrales Thema und drohen, Bennies Beruf und Familie zu zerstören. Allein ein Kollege schafft es, ihm ein Alibi für die Schlägerei zu geben. Wobei wir auch schon bei dem Thema des Buches wären: Eine Fremdgehagentur, die wasserdichte Alibis mit gefälschten Belegen anbietet. Dass solch ein Unternehmen für ziemliche Meinungsunstimmigkeiten führen kann, liegt da ja praktisch auf der Hand. Ob der Geschäftsführer von Alibi wegen seiner Firma umgebracht wurde?Neben der Firma Alibi wird eine zentraler zweiter Erzählstrang eingebaut: Die Anhörung des Winzers Francois du Toit. Dieser erzählt seine Familiengeschichte und lange Zeit habe ich mich gefragt, was diese Erzählung überhaupt soll. Anfangs empfand ich sie eher als uninteressant und als eine Unterbrechung der Hauptstory. Das änderte sich mit der Zeit und rückblickend war diese Erzählung sehr passend, wenn auch langwierig. Auf jeden Fall lernt der Leser hierbei eine Menge über den Weinhandel Südafrikas. Das Buch war für mich ein Südafrika Krimi, auch wenn Thriller auf dem Einband steht - wobei der Südafrika Teil bei weitem nicht zu kurz kommt. Ich war zwar noch nie in Südafrika, aber Deon Meyer schafft es außergewöhnlich gut, den Leser dort hinzuversetzen. Reibereien zwischen Kulturen und Gehaltsklassen, die Schilderung der Natur und der Bewohner Kapstadts lassen den Leser Südafrika näher kommen. Das Tempo des Buches lässt sich bemängeln, Deon Meyer legt den Fokus mehr auf die einzelnen Figuren der Valke, der Kapstädter Polizei, als auf einen temporeichen Thriller.Die Charaktere in diesem Buch sind so bunt, wie die Landschaft: Keine charakterlosen handelnden Figuren, sondern mit Herz und Seele bei der Sache. Meine Lieblingsfigur in diesem Buch war Vaughn Cupido, Griessels Parter, der so einige Maile für ihn in die Bresche springt, ansonsten aber eher unangepasst wirkt. Bei "Icarus" handelt es sich um einen gut recherchierten, wirtschaftlichen Krimi, der mitunter etwas mehr Spannung gebrauchen könnte. Eine gelungene Südafrika-Kulisse und überzeugende Figuren lassen mich 4 Sterne vergeben.

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    Ginevra

    Ginevra

        Liebe Lovelybookerinnen und –booker, habt Ihr Lust, im Jahr 2016 auf Weltreise zu gehen – literarisch gesehen? Dann begleitet mich durch 20 verschiedene Lese- Regionen! Die Aufgabe besteht darin... -  12 Bücher in einem Jahr zu lesen;-   Mindestens 10 verschiedene Regionen auszuwählen (zwei Regionen dürfen also doppelt vorkommen);-   Autor und/oder Schauplatz und/oder eine bzw. mehrere der Hauptfiguren müssen zu dieser Region passen.-   Bitte postet Eure Rezensionen und Beiträge bei den passenden Regionen;-   Auch Buchtipps ohne Rezension sind jederzeit willkommen;-   Am Ende des Jahres zählen Eure 12 Rezensionen - bis zu zwei Kurzmeinungen sind erlaubt!-   Eure Beiträge werde ich verlinken;-   Einstieg und Ausstieg sind natürlich jederzeit möglich;-   Genre und Erscheinungsjahr sind egal:-   Hörbücher, Graphic Novels, Biographien, Krimis, Literatur – bei dieser Challenge ist alles erlaubt!Gut geeignet sind z.B. die Bücher verschiedener Literaturpreise oder Empfehlungslisten (Booker- Preis, Preis des Nordischen Rats, ZEIT- Liste zur Neuen Weltliteratur, usw.).Diese Challenge eignet sich also auch hervorragend dazu, den SuB abzubauen, oder um andere Challenges damit zu kombinieren.Unter den TeilnehmerInnen, die die Challenge erfolgreich beenden, verlose ich am Ende des Jahres drei Bücher aus meinen Beständen - natürlich passend zum Thema!Ich freue mich sehr auf Eure Beiträge und werde zu jeder Region ein Unterthema erstellen, so dass es etwas übersichtlicher wird. Einige Tipps und Empfehlungen werde ich schon mal vorab anhängen - Ihr müsst davon natürlich nichts lesen. Dann wünsche ich uns allen...Bon voyage – Buon viaggio - Have a nice trip - Tenha uma boa viagem - Приятной поездкиСчастливого пути - ¡Qué tengas un buen viaje! -旅途愉快!- すばらしい旅行をなさって下さい。-Gute Reise! TeilnehmerInnen:abaAberRushAmayaRoseAriettaArizonaarunban-aislingeachBellastellaBellisPerennisBibliomaniablack_horseBonniereadsbooksBuchraettinBücherwurmBuchinaCaroasCode-between-linesConnyMc CorsicanaCosmoKramerDaniB83DieBertaDunkelblauElkeelmidiGelindeGinevraGingkoGruenentegstGwendolinahannelore259hexepankiInsider2199IraWirajasbrjeanne1302kopikrimielseKruemelGizmoleiraseleneleseratteneuleseleaLeonoraVonToffiefeelesebiene27leucoryxLexi216189lieberlesen21LibriHollylittleowllouella2209MaritaGrimkeMinnaMminorimiss_mesmerizedmozireadnaninkaNightflowerOannikiOrishapardenPetrisPMelittaMPostboteRyffysameaSchlehenfeeschokolokoserendipity3012Sikalsnowi81StefanieFreigerichtstefanie_skysursulapitschiSvanvitheTalathielTanyBeeTatjana89Thaliomeevielleser18wandablueWanderdueneWedmawerderanerWollywunderfitz

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    • 1702
  • Eher Krimi als Thriller

    Icarus
    DaniB83

    DaniB83

    03. March 2016 um 10:17

    Dieser in Süfafrika spielende Thriller ist für mich eher ein Kriminalroman und das war ich bis jetzt von Deon Meyer nicht gewohnt. Betrachtet man das Genre, so würde ich bei ‚Icarus‘ eine Themenverfehlung sehen, da die Spannung für mich so gut wie nie vorhanden war. Blickt man etwas mehr in Richtung Krimi, dann sieht die ganze Geschichte schon etwas anders aus. Was zu den Vorgängern der Reihe gleich bleibt, ist Ermittler Bennie Griessel, um den sich die Geschichte bewegt. War bei ‚Cobra‘ noch die Ermittlungsarbeit im Vordergrund, schließt ‚Icarus‘ dort an, wo ‚Cobra‘ geendet hat, nämlich beim Tod eines Freundes, der auch seine Familie umbringt. Das bringt Griessel aus dem Konzept und der trockene Alkoholiker beginnt wieder zu trinken. Das missfällt nicht nur Alexa, seiner Freundin, sondern auch seinem treuen Kollegen Vaughn Cupido, der ‚Benna‘ immer wieder in Schutz nimmt. Der Mord, den es zu klären gibt, spielt sich im Wirtschaftsmilieu ab. Der Jungunternehmer Ernst Richter hat mit ‚Alibi‘ ein Geschäftsmodell verwirklicht, das hohe Umsätze verspricht, denn jeder Kunde / jede Kundin soll ein hieb- und stichfestes Alibi in Form von Hotelrechnungen oder Flugtickets bekommen, wenn er / sie mal wieder untreu sein möchte. Natürlich wird in erster Linie in diese Richtung ermittelt, schnell wird man sich aber einig, dass da noch mehr dahintersteckt. Und der strangulierte Tote, der am Strand gefunden wurde, ist mit Sicherheit nicht dort ermordet worden … Der zweite Erzählstrang beschäftigt sich mit der Anhörung von Francois du Toit, einem Winzer, dem das Weingut Klein Zegen gehört. In Form von Gesprächsprotokollen, die von seiner Anwältin aufgenommen werden, erzählt Francois seine gesamte Familiengeschichte, was zwar manchmal ganz interessant ist, allerdings meistens der Geschichte die Fahrt nimmt, vor allem, da die Ermittlungen sowieso eher unspektakulär von Statten gehen. Bevor man zu ‚Icarus‘ greift, würde ich empfehlen, zumindest den Vorgängerthriller ‚Cobra‘ zur Hand zu nehmen, da man sonst vielleicht enttäuscht wird. Für mich war’s aber ein großes Lesevergnügen, denn die Personeneigenschaften wurden super herausgearbeitet (und es gibt auch einen neuen Blickwinkel auf Vaughn Cupido) und alles in allem war die Geschichte stimmig und nachvollziehbar. Auch die Auflösung des Mordfalles wurde klar verständlich und logisch dargestellt. Einzig die Spannung fehlte halt …

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  • Klasse...

    Icarus
    unclethom

    unclethom

    07. February 2016 um 11:49

    Es gelingt Deon Meyer immer wieder aufs Neue mich nach Südafrika abzuholen. So auch in seinem neuen Buch. Mit jedem Kapitel mehr das ich lese, lerne ich mehr von den Menschen Südafrikas, ich lerne ihre Mentalität, ihre Lebensfreude und ich lerne über die Schönheit des Landes. Wie gewohnt holte mich der Autor auch dieses Mal schon sehr früh in der Geschichte ab. Einmal gefangen, ist es unheimlich schwer das Buch aus den Händen zu legen. Und so habe ich das Buch in nur wenigen Tagen vor allem aber auch Nächten gelesen. Sehr Bildhaft beschreibt der Autor seine Figuren und vor allem auch Schauplätze bzw Landschaften. Dies macht es dem Leser sehr leicht sich die Figuren und Schauplätze vorzustellen. Ich behaupte, den einen oder anderen Schauplatz ohne Probleme erkennen zu können wenn ich ihn sehe. Es geht im Buch gleich spannend los und der Level steigt dann sachte an um dann zum Finale hin nochmals explosionsartig anzusteigen. Ins besonders die Figur des Bennie Griessel beschreibt Deon Meyer sehr tiefgründig, ja nahezu gläsern erscheint einem der Hauptermittler in diesem Buch. So versteht man auch die eine oder andere Reaktion von Bennie Griessel, insbesondere auch seinen Rückfall in den Alkohol. Menschlich absolut zu verstehen, ob man dies vielleicht aus moralischen Gründen verurteilen mag, ich weiß es nicht. Aber so erschafft er mit Griessel einen sympathischen Ermittler mit Ecken und Kanten. Grad so wie im echten Leben. Das Buch ist gewohnt stark und für uns für 5 von 5 Sternen gut, sowie eine Leseempfehlung.

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    • 2
  • Bennie Griessel kanns nicht lassen

    Icarus
    Ilary

    Ilary

    20. January 2016 um 11:11

    Ein Freund und Kollege von Bennie Griessel hat zuerst die Familie und sich selbst erschossen. Das wirft Bennie wieder vollkommen aus der Bahn und er beginnt erneut zu trinken, zu randalieren und landet in Gefängnis. Cupido als sein Chef und Ermittlungsleiter hält zu ihm und vertuscht diese Vorgänge. Er schätzt nach wie vor den ganz besonderen „Riecher“ von Bennie. Craig Bannister ist mit seiner Drohne am Strand und entdeckt eine Leiche, die dort freigelegt wurde. Es handelt sich um Ernst Richter, der seine Web-Seite hat und gegen Bezahlung Alibis fürs Fremdgehen anbietet. Er bekam deswegen bereits mehrere Drohbriefe. Seltsam ist nur, daß er seit 21 Tagen als vermisst galt, aber erst seit 10 Tagen tot ist. Bei den Ermittlungen stellt sich heraus, daß Richter ein Angeber war, er wollte vor allen glänzen und als reich gelten. Seine Firma war aber kein großer finanzieller Erfolg, er hat die Bücher gefälscht, von einem Mitarbeiter gelegentlich Drogen gekauft hat und außerdem versucht, durch Erpressungen seine Situation zu verbessern. Sein Computer wurde von der Polizei in Stellenbosch sichergestellt, jetzt ist er aber unauffindbar. Ein anderer Strang handelt von Gesprächsmitschnitten der Rechtsanwältin Susan Peires und Meneer Francois du Toit. Er erzählt ihr die turbulente und auch tragische Geschichte seiner Familie und des Weingutes Klein Zegen. Wie diese beiden Stränge zusammengehen kann man sich anfangs überhaupt nicht vorstellen. Aber ungefähr bei der Hälfte des Buches ziehen die Spannung und das Tempo spürbar an, die Überraschungen häufen sich. Die Auflösung ist schlüssig und stimmig. Der Autor schildert hier u.a. die wirtschaftliche Situation des afrikanischen Weins und lässt die Menschen in ihrer eigenen Sprache (siehe Glossar) zu Wort kommen. Die Figuren wurden auch genau charakterisiert und auch die Beschreibung Südafrikas war so farbig, daß ich ein klares Bild vor mir hatte. Den Titel ICARUS für diesen Thriller finde ich gelungen – zu hoch geflogen und dann abgestürzt. Das Cover ist ein Hingucker und das Glossar am Ende war wieder hilfreich. Aber auch bei diesem Buch hätte ich mir – zumindest am Anfang - ein Personenverzeichnis gewünscht. Ich bin gespannt, wie es mit Bennie weitergeht, deshalb bin ich beim nächsten Band auf jeden Fall wieder dabei!            

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  • Buchverlosung zu "Icarus" von Deon Meyer

    Icarus
    aufbauverlag

    aufbauverlag

    Bennie Griessels neuester Fall Wer hoch fliegt … Bennie Griessel war ein trockener Alkoholiker – bis zu dem Tag vor Weihnachten, als ein Freund seine Familie und sich selbst erschießt. Er beginnt wieder zu trinken, und als seine Kollegen ihn suchen, sitzt er im Gefängnis. Dabei hat Bennie einen neuen, spektakulären Fall. Ein Mann wird stranguliert an einem Strand aufgefunden. Ernst Richter hatte ein besonderes Geschäftsmodell. Allen, die fremdgehen wollten, versprach er, für ein todsicheres Alibi zu sorgen. Ein fulminanter Roman, in dem das paradiesische und dunkle Südafrika eng nebeneinanderliegen. Das Meisterwerk eines der besten Thrillerautoren weltweit. -> Zur Leseprobe Mehr Informationen und Extras gibt es auf http://www.aufbau-verlag.de/index.php/icarus.html -- Jetzt bewerben! Wir verlosen wir 10 Exemplare von "Icarus" unter allen Interessenten. Was ihr dafür tun müsst? Bewerbt euch über den blauen "Jetzt bewerben"-Button, indem ihr folgende Frage beantwortet: Welche sind eure liebsten Thriller-Autoren? ( außer Deon Meyer ;-) ) Viele Grüße euer Team vom Aufbau Verlag * Im Gewinnfall verpflichtet ihr euch zum zeitnahen Schreiben einer Rezension, nachdem ihr das Buch gelesen habt. Bestenfalls solltet ihr vor eurer Bewerbung schon mindestens eine Rezension auf LovelyBooks veröffentlich haben.

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    • 215
  • Icarus

    Icarus
    abetterway

    abetterway

    20. January 2016 um 09:03

    Inhalt: "Wer hoch fliegt … Bennie Griessel und der Mord an einem der meist gehassten Männer von Kapstadt Kapstadt im Dezember. Bennie Griessel wird zu einem Tatort gerufen, der ihn aus der Fassung bringt. Ein Kollege hat seine Frau, seine zwei Töchter und dann sich selbst erschossen. Bennie will nur noch weg - von Alexa, seiner Freundin, von seinen Kindern. Er strandet in einer Bar und betrinkt sich. Ein herber Rückfall für den trockenen Alkoholiker. An einem Strand experimentiert ein Kameramann mit einer Drohne und entdeckt eine Leiche. Ein Mann ist getötet worden. Als die Polizei die Identität des Mannes herausgefunden hat, sind alle in heller Aufregung. Ernst Richter hatte ein besonderes Geschäftsmodell. Allen, die fremdgehen wollten, versprach er, für ein todsicheres Alibi zu sorgen. Damit hatte er sich offenbar gefährliche Feinde gemacht. Als man Bennie zu Hilfe rufen will, sitzt der nach einer Prügelei im Gefängnis. »Knappe Schnitte, rasante Hetzjagden, knallhart aufeinanderprallende Kulturen und Klassen - Deon Meyer erzählt atemlos und schnell, ohne dabei oberflächlich zu werden.« Stern »Der Leser wird nicht nur glänzend unterhalten, sondern auch noch klüger zurücklassen. Deon Meyer schafft beides spielend.« SWR" Meinung: Der Schreibstil ist flüssig und locker, teilweise kommt es mir vor zu locker und dadurch wirkt er zwischendurch ein wneig langatmig. Die Charkatere find eichs ehr sehr interessant. Die sind gut ausgearbeitet und es macht ihnen Spaß durch die Geshcichte zu folgen. Villeicht sollte man die Vorgeshcichte kennen um sich leichter zutun, man konnte die Geshcichte nachvollziehen aber zu empfehlen ist die Vorgeschichte zu kennen um sich mit den Personen leichter zutun. Das Cover ist toll gestaltet und ich kann diesen Thriller nur Empfehlen an jene die gerne nicht nur Spannung bei ienme Thriller haben wollen sondern auch Spaß.

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  • Lesechallenge Krimi gegen Thriller 2015

    kubine

    kubine

    Die Lesechallenge Krimi gegen Thriller geht auch 2015 weiter! Du liest gerne Krimis und kannst so bekannte Ermittler wie Miss Marple oder Commisario Brunetti locker mit Deiner Spürnase abhängen? Oder liegen Dir eher rasante Thriller, bei denen Du schon mal die Nacht zum Tag machst? Dann mach doch mit bei unserer Teamchallenge Krimi gegen Thriller. Welches Team schafft es, die meisten Bücher zu lesen? Wir sind gespannt. Welche Bücher zählen? Als grobe Einteilung soll dabei die Angabe der Verlage dienen. Hat der Verlag es als Thriller eingeordnet, zählt es als Thriller (auch wenn man nach dem Lesen einen anderen Eindruck hat). Bei Krimis ist es ebenso. Alle Arten von Krimis zählen, egal ob historischer Krimi, Regionalkrimi oder Tierkrimi. Es gibt sicher Bücher, bei denen das am Anfang nicht so klar ist. Im Zweifel würden sie dann bei beiden Teams gezählt. Die Regeln: 1. Entscheide Dich für ein Team!2. Die Challenge beginnt am 01.01.2015 und endet am 31.12.2015. Alle Bücher, die im Zeitraum vom 01.12.2014 bis 31.12.2015 erscheinen zählen, auch Neuauflagen , sofern die 2015 erscheinen. Eine Liste mit Neuerscheinungen 2015, die natürlich auch ergänzt wird, findet ihr hier: http://www.lovelybooks.de/buecher/krimi-thriller/Bestseller-Krimis-und-Thriller-2015-1112868118/ 3. Zu jedem gelesen Buch wird eine Rezension geschrieben. So kann sichergestellt werden, dass das Buch auch gelesen wurde. Der Link zur Rezi bei LB muss mit angegeben werden. Um die Spannung aufrecht zu erhalten, bitte den Link zur Rezi per PN an mich! 4. Auch fremdsprachige Bücher dürfen für die Challenge gezählt werden. Hier muss nur ebenfalls der Erscheinungstermin in den oben genannten Zeitraum fallen. 5. Man kann zu jeder Zeit einsteigen bzw. aufhören. Gelesene Bücher zählen dann ab dem Einstiegsmonat. 6. Wie viele Bücher das jeweilige Team im Monat geschafft hat, wird jeweils Anfang des Folgemonats bekannt gegeben. Derjenige, der am Ende die meisten Krimis bzw., Thriller gelesen haben und somit am meisten zum Ergebnis des Teams beigetragen hat, erwartet am Ende eine kleine Überraschung. Ihr habt noch Fragen, her damit! Gegebenenfalls werden die Regeln dann etwas ergänzt. Keine Fragen mehr? Na dann mal los an die Bücher und viel Glück! Team Krimi: 1. dorli 2. buchraettin 3. Mercado 4. wildpony 5. ChrischiD 6. mabuerele 7. chatty86 8. Matzbach 9. Postbote (ab April) 10. janaka 11. angi_stumpf 12. Sternenstaubfee 13. pelznase 14. Smberge 15. LibriHolly 16. danzlmoidl 17. Sweetiie 18. Antek 19. bieberbruda 20. roterrabe 21. Pelikanchen 22. Wolf-Eyes 23. Xanaka 24. Athene100776 25. Bellis-Perennis 26. lesebiene27 27. mira20 28. Claddy 29. glanzente 30. Nele75 31. xxxxxx 32. hasirasi2 33. Caroas 34. Schalkefan 35. Katjuschka 36. danielamariaursula 37. yari 38. Lesestunde_mit_Marie 39. Filzblume (40. Igelmanu66) 41. Talitha 42. tweedledee 43.krimielse 44. sommerlese 45. Bibliomarie 46. Barbara62 47. Maddinliest 48. Louisdor 49.TheRavenking (50. Lesezeichen16) 51. Leserin71 (52. heidi59) 53. buecherwurm1310 54. clary999 55. mrs-lucky Gelesene Bücher Januar: 28 Gelesene Bücher Februar: 48 Gelesene Bücher März: 58 Gelesene Bücher April: 76 Gelesene Bücher Mai: 83 Gelesene Bücher Juni: 75 Gelesene Bücher Juli: 79 Gelesene Bücher August: 106 Gelesene Bücher September: 86 Gelesene Bücher Oktober: 103 Gelesene Bücher November: 196 Gelesene Bücher Dezember: 209 Zwischenstand: 1147 Team Thriller: 1. Samy86 2. Igela 3. seelensplitter 4. Janosch79 5. Nenatie 6. eskimo81 7.MelE 8. Mone80 9. Kirschbluetensommer 10. Curin 11. SchwarzeRose 12. kvel 13.dieFlo 14. Huschdegutzel 15. Buchgeborene 16. Simi159 17. Kasin 18. Inibini 19. parden 20. Fluse 21. crumb 22. rokat 23.bookworm61 24. lord-byron 25. Patno 26. felicitas26 27. trollchen 28. Nisnis 29. MissRichardParker 30. Anne4007 31. sabrinchen 32. BookfantasyXY 33. MrsLinton 34. Floh 35. Meteorit 36. hannelore259 37. Leseratz_8 38. Krimiwurm 39. DerMichel 40. AberRush 41. Schaefche85 42. Naden 43. DieNatalie 44. Thrillerlady 45. heike_herrmann 46. MeiLingArt 47. KruemelGizmo Gelesene Bücher Januar: 33 Gelesene Bücher Februar: 36 Gelesene Bücher März: 59 Gelesene Bücher April: 64 Gelesene Bücher Mai: 80 Gelesene Bücher Juni: 115 Gelesene Bücher Juli: 112 Gelesene Bücher August: 107 Gelesene Bücher September: 98 Gelesene Bücher Oktober: 109 Gelesene Bücher November: 134 Gelesene Bücher Dezember: 140 Zwischenstand: 1087

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    • 6213
    kubine

    kubine

    08. January 2016 um 17:04
  • In vino veritas.

    Icarus
    Gulan

    Gulan

    Cupido stand auf. Er hasste das Herumsitzen, er konnte so nicht nachdenken. Er verließ sein Büro und ging ziellos den Gang hinunter. Verdammter Benna: Musste er ausgerechnet jetzt saufen, wo sein Partner ihn brauchte? Er hatte nämlich das dringende Bedürfnis, mit Griessel über den Fall zu reden. Sie waren ein Team, das Yin und Yang der Valke, Batman und Robin. Cupido dachte manchmal, sie passten so gut zusammen, weil er der Tänzer war: leichtfüßig, Pappie, blitzartige geistige Fußarbeit, er war der Ermittlungskünstler, mit allem was dazu gehörte – er war kreativ, exzentrisch, manchmal ein bisschen empfindlich. Benna dagegen war der Philosoph, der Denker, der Methodische von ihnen. Und er stand mit beiden Beinen auf dem Boden, abgesehen natürlich von seinem Alkoholproblem, aber das lag nun mal daran, dass Benna zu viel nachdachte. Zu viel grübelte. In ihrem Job war das gefährlich.(S.67) An einem Strand bei Kapstadt wird der prominente Internetunternehmer Ernst Richter ermordet aufgefunden. Seine Firma verschafft ihren Kunden passende, falsche Alibis. Dementsprechend umstritten war der Tote. Zudem lief das Unternehmen nicht besonders gut, er war in akuten Geldnöten. Das Ermittlungsteam der Valke hat somit ziemlich viele Leute mit Motiv, aber kaum Ansatzpunkte. Zudem gibt es ein weiteres Problem: Kaptein Bennie Griessel hat nach einem erschütternden Erlebnis sein Alkoholproblem nicht mehr im Griff. Südafrikas Bestsellerautor Deon Meyer legt mit diesem Roman den fünften Thriller um den Kapstadter Polizisten Bennie Griessel vor. Er besticht wie immer durch die präzise, flüssige Sprache, kurzen Kapiteln und mehreren Perspektivwechseln. Meyer gibt einen akkuraten und aus meiner Sicht authentischen Einblick in die polizeilichen Ermittlungen. Im Gegensatz zu den vorherigen Bänden, die in einem extrem hohen Tempo und in Form eines Thrillers konzipiert waren, schaltet Meyer bei „Icarus“ aber deutlich mehrere Gänge zurück und liefert einen konventionellen Krimi, der im Milieu von Winzern und Internetfirmen spielt. Dafür konzentriert sich der Autor diesmal auf die Entwicklung der Figuren seiner Reihe. Die Ermittlergruppe der Valke, der Kapstädter Kripo, bekommen viel Platz in diesem Krimi. Die Charaktere repräsentieren als Mikrokosmos die Regenbogennation Südafrika. Die Hauptfigur Bennie Griessel, ein guter Ermittler, aber voller Selbstzweifel, ist trockener Alkoholiker und lebt mit der Sängerin Alexa, ebenfalls alkoholabhängig, zusammen. Der erweiterte Selbstmord eines Kollegen bringt ihn zu Beginn der Ermittlungen völlig aus der Bahn und endet in einem Alkoholabsturz nach zwei Jahren Trockenheit. Der Rest des Buches wird ein ständiger Kampf Griessels gegen den Dämonen Alkohol. Er hatte die Arme auf die Theke gelegt und sah das kaum merkliche Zittern seiner Hände. Er faltete sie, damit der Wirt nichts bemerkte.„Einen doppelten Jack“, bestellte er. „Eis?“„Nein, danke.“ […] Griessel zögerte nicht. Er dachte nicht an die sechshundertundzwei Tage ohne Alkohol, die hinter ihm lagen und trank das Glas in tiefen Zügen leer. Der Geschmack war ein lange vermisster Freund, das Wiedertreffen eine Freude. Doch es berührte ihn noch nicht im Innersten. Er wusste, dass der Trost nicht im ersten Schluck lag. Dieser sowie die Betäubung, die Ruhe, der Sinn, die Heilung, die Linderung, das Gleichgewicht, die Ordnung und jenes Einswerden mit dem Universum kamen erst später, etwa am Ende das zweiten göttlichen Glases. (S.24-25) Ebenfalls weiten Raum erhält Griessels Partner Vaughn Cupido, eher der draufgängerische, ruppige, unangepasste Typ. Er darf sich als Leiter der Ermittlungen im Mordfall Richter beweisen, muss gleichzeitig Griessels Alkoholproblem decken und verguckt sich auch noch in eine wichtige Zeugin. Doch im Laufe des Buches gewinnt Cupido erheblich an Profil. Eine besondere Perspektive schafft Meyer durch die Kapitel, in denen der Winzer François du Toit sich seiner Rechtsanwältin offenbart. Er gibt Einblick in die wechsel- und schicksalshafte Geschichte einer südafrikanischen Winzerfamilie. Gleichzeitig nähert man sich Schritt für Schritt dem Motiv für den Mord an Ernst Richter. Deon Meyer ist wohl eher der konservative unter Südafrikas Krimiautoren. Seine Gesellschaftskritik kommt eher unterschwellig daher, nicht so brachial wie bei manch anderem Kollegen. Trotzdem bestachen die Vorgängerbände durch das hohe Tempo und die Action. Dies vermisse ich ein klein wenig bei „Icarus“. Nichtsdestotrotz ist der Roman aber ein grundsolider und gut erzählter Krimi, der die Freunde der Reihe durch die Weiterentwicklung der Figuren gut unterhält.

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    • 13
  • Deon Meyer – Icarus

    Icarus
    DianaE

    DianaE

    06. January 2016 um 07:16

    Deon Meyer – Icarus Der Gründer einer Internetfirma für Alibis wird ermordet. Schnell stellt sich heraus, dass Ernst Richter bei seinen Mitmenschen absolut unbeliebt war, und dass nicht nur wegen seiner fragwürdigen Internetseite. Bennie Griessel wird mit den Ermittlungen beauftragt, doch der willensstarke Cop muss einen schweren Rückschlag erleiden: einer seiner Kollegen hat seine Familie und im Anschluss sich selbst umgebracht. Durch diese Beziehungstat total verunsichert und traurig, greift Bennie nach Monaten des „Trocken seins“ wieder zur Flasche. Er stellt sich gegen seine ebenfalls alkoholkranke Freundin Alexa und für seinen Partner Vaughn Cupido ist er keine besonders große Hilfe. Doch wird er es schaffen, sich aufzuraffen, um den Fall abzuschließen? Ehrlich gesagt: Keine Ahnung. Nach ungefähr dreiviertel des Buches habe ich aufgegeben und das Buch nicht beendet. Der Roman ist vom Schreibstil her zwar locker, aber trotzdem eher langatmig und detailreich geschrieben. Die Handlung hat sich gezogen, war viel zu detailreich und ist überwiegend düster und beklemmend, mit den Problemen von Bennie Griessel nimmt es leider überhand und im Grunde genommen, so empfand ich es, wird dieses Buch davon beherrscht, dass Bennie seinen nächsten Schluck bekommt. Dazu kommt noch, dass der Weingutbesitzer Francois Du Toit seiner Anwältin Susan Peires die Lebensgeschichte von sich und seiner Großfamilie erzählt, weil er angeblich Schuld am Tod von Ernst Richter ist. Doch ich muss auch positives berichten: Die Charaktere waren allesamt gut ausgearbeitet, je nach Rolle sympathisch oder unsympathisch, man hatte das Gefühl sie bildlich vor sich zu sehen. Aufgrund der vielen außergewöhnlichen Details fühlte man sich ihnen Nahe. Auch die Örtlichkeiten waren gut beschrieben und haben die Geschichte plastischer werden lassen. Dennoch hat leider  die Chemie zwischen mir und dem Buch nicht gestimmt, was mir sehr leid tut, aber es konnte mich nicht berühren, hat mich gelangweilt, ich konnte mich nicht in die Geschichte hinein versetzen und die verworrene/teilweise sehr langweile Handlung konnte mich nicht überzeugen. Aufgrund des Klappentextes hatte ich mir etwas anderes vorgestellt und war deswegen enttäuscht, dass meine Erwartungen nicht erfüllt wurden. Vielleicht liegt es daran, dass ich mit „Icarus“ das erste Mal in Bennie Griessels Welt abgetaucht bin und ich die Vorgänger-Romane nicht kenne, oder aber einfach, weil das Buch mich nicht gepackt hat. Es ist schade und es tut mir leid, keine bessere Rezension schreiben zu können. Als eingefleischter Thriller/Krimi Leser hab ich mir etwas anderes vorgestellt. Trotzdem bekommt das Buch eine Leseempfehlung von mir, für alle Leser, die Bennie Griessel Fans sind, die gerne Thriller mit detailreichem Wissen Spaß haben und die auch einen Thriller mögen, der etwas langsamer zur Sache kommt. Ich werde sicherlich bei Gelegenheit mir den ersten Band in der Bibliothek leihen, wenn vorhanden um auszutesten, ob ich vielleicht doch noch ein Fan von Bennie werden kann. Das Cover ist ein Blickfang, überwiegend dunkle Farben mit einer knallgelben Schrift laden ein, sich das Buch genauer anzusehen. Von mir gibt es 2 Sterne.

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  • Schade, wenn sich eine gute Idee nicht richtig entwickeln kann!

    Icarus
    Janosch79

    Janosch79

    Von Deon Meyer, der südafrikanischen Antwort auf Henning Mankell, bin ich Thriller gewohnt, die mich sofort fesseln. Der vorliegende Thriller "Icarus" sorgt leider für das Gegenteil. Inhalt: An einem Strand experimentiert ein Kameramann mit einer Drohne und entdeckt eine Leiche. Ein Mann ist offenkundig erdrosselt worden. Als die Polizei die Identität des Mannes herausgefunden hat, sind alle in heller Aufregung. Ernst Richter galt seit Wochen als vermisst. Prominent wurde er durch seine Interplattform Alibi. Allen, die eine Affäre haben wollten, versprach er den sorgenfreien Seitensprung. Als man Bennie zu Hilfe rufen will, sitzt der nach einer Prügelei im Gefängnis. Und noch einen treibt der Tod von Ernst Richter um: den Weinbauer Francois du Toit aus Stellenbosch, der sich auf zwielichtige Geschäfte eingelassen hat. Was habe ich mich auf die Lektüre vom neuen Deon Meyer-Thriller gefreut. Doch wie es mit den eigenen Erwartungen oftmals ist, man wird manchmal ganz bitter enttäuscht. Genauso erging es mir mit "Icarus". Eigentlich bietet die Geschichte genügend Stoff für schlaflose Nächte, doch Deon Meyer langweilt mit diesem Thriller. Es kommt überhaupt nicht die typische Atmosphäre auf, die seine Bücher normalerweise auszeichnen. Der Grund liegt wohl besonders darin, dass der Thriller überhaupt keine echte Fahrt aufnimmt, wie man es sonst von Deon Meyer kennt. Das Alkoholproblem von Bennie Griessel nimmt wieder den meisten Raum ein. Auch der Weinbauer Francois du Toit wird viel zu ausschweifend dargestellt. Im Gegensatz zum Vorgänger "Cobra" wirkt das literarische Gesamtpaket doch sehr durchschnittlich. Meyer´s schriftstellerisches Handwerk entfaltet sich leider gar nicht. Fans der Deon Meyer-Thriller sollten sich wohl ihr eigenes Bild machen. Die anderen Romane des südafrikanischen Autors kann ich weitaus bedenkenloser empfehlen.

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