Derek B. Miller

 3.7 Sterne bei 85 Bewertungen

Lebenslauf von Derek B. Miller

Vom UNO-Sicherheitsexperten zum anspruchsvollen Thrillerautor: In der Karriere des Politikwissenschaftlers Derek B. Miller deutete zunächst wenig daraufhin, dass er eines Tages auch ein erfolgreicher Krimiautor sein würde. 1970 in Boston im US-Bundesstaat Massachusetts geboren, wuchs Miller in der nahe gelegenen Kleinstadt Wellesley auf. Er studierte an verschiedenen Universitäten und promovierte im Schweizerischen Genf. Anschließend schlug er eine Karriere als Spezialist für internationale Sicherheitspolitik ein. Heute arbeitet Derek B. Miller für mehrere Gremien der Vereinten Nationen und leitet das Forschungsinstitut „The Policy Lab“. Er lebt mit seiner Familie in der norwegischen Hauptstadt Oslo. Sein erster Roman „Norwegian by Night“ (2010; dt: „Ein seltsamer Ort zum Sterben“, 2013) erschien zunächst in Norwegen. Inzwischen wurde das Buch in zahlreiche Sprachen übersetzt. Es erzählt von dem 82-jährigen Juden Sheldon Horowitz, der nach dem Tod seiner Frau zu seiner Enkelin nach Oslo zieht und hier in seinen Erinnerungen lebt – bis er in einen Mord verstrickt wird. Plötzlich findet sich der alte Mann mit einem kleinen Jungen auf der Flucht durch Norwegen wieder. Sein zweiter Roman „American by Day“ (dt: „Sigrid Ødegårds Reise nach Amerika“) um eine Polizistin, die im Dienst einen Menschen erschießt, erschien 2018.

Alle Bücher von Derek B. Miller

Ein seltsamer Ort zum Sterben

Ein seltsamer Ort zum Sterben

 (80)
Erschienen am 01.06.2013
Sigrid Ødegårds Reise nach Amerika

Sigrid Ødegårds Reise nach Amerika

 (2)
Erschienen am 21.08.2018
Sigrid Ødegårds Reise nach Amerika

Sigrid Ødegårds Reise nach Amerika

 (0)
Erschienen am 20.08.2019
Ein seltsamer Ort zum Sterben

Ein seltsamer Ort zum Sterben

 (3)
Erschienen am 24.06.2013
Norwegian by Night

Norwegian by Night

 (0)
Erschienen am 06.05.2014

Neue Rezensionen zu Derek B. Miller

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Rezension zu "Sigrid Ødegårds Reise nach Amerika" von Derek B. Miller

Sigrid Ødegårds Reise nach Amerika
twentytwovor einem Monat

Sigrid Ødegård, die bei ihrem letzten Einsatz einen Menschen getötet hat, beschließt eine Auszeit zu nehmen, um dieses traumatisierende Erlebnis in Ruhe verarbeiten zu können. Sie zieht sich auf die Farm ihres Vaters zurück. Doch daraus wird nichts, denn ihr Vater hat seine eigenen Pläne und schickt sie nach USA, um ihren verschwundenen, des Mordes verdächtigen Bruder Marcus zu suchen. Dort trifft sie auf den äußerst eigenwilligen Sheriff Irving Wylie, mit dem sie sich sofort in einen verbalen Schlagabtausch stürzt – der philosophisch gesehen zwar sehr interessant ist, ihr aber bei der Suche nach ihrem Bruder nur bedingt hilft. Im Glauben, dass sie es nur im Alleingang schaffen kann Marcus aufzuspüren, versucht Sigrid sich dem Zugriff des Sheriffs zu entziehen. Doch alle Versuche ihn abzuschütteln scheitern und so bleibt ihr nichts anderes übrig, als gemeinsame Sache mit ihm zu machen und sich auf seine Insiderkenntnisse zu verlassen. Aber sicher ist sicher und so legt sie sich für den Notfall Plan B zurecht …

Fazit
Eine unvergleichliche Story, die mit humorvoll philosophischen Dialogen, zum Nachdenken über die interkulturellen Gegensätze zwischen USA und Europa anregt.

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Rezension zu "Ein seltsamer Ort zum Sterben" von Derek B. Miller

Ein seltsamer Ort zum Sterben
twentytwovor einem Monat

Sheldon Horowitz, 82 Jahre jung, hat sich entgegen seiner inneren Überzeugung, von seiner Enkelin dazu überreden lassen seinem Heimatland den Rücken zu kehren undihr nach Oslo, in das für ihn unbekannte Norwegen zu folgen. Kurz darauf und ohne ihm eine Chance gelassen zu haben sich einzuleben, nimmt das Schicksal seinen Lauf und er wird in einen Anschlag mit tödlichem Ausgang verwickelt. Zurück bleibt ein kleiner schwer traumatisierter Junge, dessen Rettung für Sheldon Mission und Sühne zugleich bedeutet. So wird die Flucht vor den Verfolgern letztendlich zu einer gedanklichen Zeitreise, die sich zwischen Zukunft und Vergangenheit bewegt, bevor sie in einem dramatischen Showdown ihr Ende findet.

Fazit
Eine beeindruckende Geschichte, die sowohl politisch wie auch philosophisch gesehen, alles andere als leichte Kost ist und für zahlreiche Denkanstöße sorgt.

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Rezension zu "Sigrid Ødegårds Reise nach Amerika" von Derek B. Miller

Sigrid und Irv
Literaturwerkstatt-kreativvor 2 Monaten

Literaturwerkstatt- kreativ / Blog stellt vor:

Sigrid Ødegårds Reise nach Amerika“ von Derek B. Miller


Sigrid Ødegård ist Chefinspektorin bei der Osloer Polizei und hat während ihres Dienstes aus Notwehr einen Mann erschossen. Da das Geschehene ihr sehr zusetzt nimmt sie Urlaub, um auf dem Bauernhof ihres Vaters zur Ruhe zu kommen.

„Schön, zu Hause zu sein.“ Sie setzt sich gegenüber ihrem Vater hin. "Am liebsten würde ich für immer bleiben.“ “Das ist aber jetzt blöd“, erwidert ihr Vater nach einem großen Schluck Bier. „Das geht nämlich nicht.“ „Wieso nicht ?“ “Weil du morgen nach Amerika musst.

Ihr Vater drückt Sigrid ein Flugticket in die Hand, sie soll ihren Bruder Marcus suchen, der seit vielen Jahren in den USA lebt und verschwunden ist. Und so macht sich Sigrid auf den Weg nach Watertown in New York, um ihren Bruder zu finden. Dort angekommen nimmt sie Kontakt zur hiesigen Polizei auf und trifft auf den sehr eigenwilligen Sheriff Irving Wylie, genannt Irv. Ein Mann der Cowboystiefel trägt und einen Abschluss in Theologie hat.

Allerdings sucht auch Sheriff Irv Sigrids Bruder, denn Marcus Freundin Lydia Jones ist zwei Wochen zuvor auf noch ungeklärte Weise verstorben. Das Prekäre an dem Fall ist, das Lydia eine "Schwarze" war und kurze Zeit zuvor ihr siebenjähriger Neffe von einem weißen Polizisten beim Spielen erschossen wurde. Der Polizist wurde frei gesprochen. Seitdem brodelt es in der schwarzen Bevölkerung und Sheriff Irv Wylie muss schnellstmöglich den Fall zu einem Ende bringen, damit es zu keinen weiteren Unruhen kommt.

Obwohl die beiden sich nicht ganz über den Weg trauen, raufen sich Sigrid und Irv nach einigen Anlaufschwierigkeiten zusammen und beschließen Marcus gemeinsam zu suchen.


Fazit:

Mit seinem Debütroman „Ein seltsamer Ort zum Sterben“ konnte Derek B. Miller bereits literarisch auf sich aufmerksam machen. Nun knüpft der Autor mit „Sigrid Ødegårds Reise nach Amerika“ an seinen Erfolg an und lässt Chefinspektorin Sigrid Ødegård, die im ersten Roman eher eine kleinere Rolle hatte, zu einer der Schlüsselfiguren werden. Es ist nicht notwendig das erste Buch von Miller zuerst zu lesen, denn es sind abgeschlossene Handlungen und somit kommt es zu keinen Verständnisproblemen.

Der Autor präsentiert sich als facettenreicher Erzähler, der komplexe Themen anspricht und kulturelle Unterschiede bei der Betrachtung von Amerika und Europa darbietet. Zudem besitzt er einen sehr schönen humorvollen Erzählstil.

„Sie traut uns nicht.““Wieso nicht?“ „Ich glaube es liegt an den Cowboystiefeln“.Frank blickt sich auf die Füße.“Aber ich trage Hush Puppies.“ „Hush Puppies kennt sie vielleicht nicht. Sie kommt aus einen fernen Land, jenseits des großen Wassers.“ 

Besonders gut gefallen haben mir die verbalen Auseinandersetzungen zwischen Sheriff Irving Wylie und Siegrid Ødegård, die oft philosophische Ansätze haben und mich zum Schmunzeln, Nachdenken und Philosophieren brachten. Auch sind Sigrid und Irv wahrlich toll und liebevoll kreierte Hauptfiguren mit Ecken und Kanten, die ich mir auch hervorragend in einer Verfilmung vorstellen könnte.

Auch wenn in diesem Buch von einer Toten gesprochen wird und möglicherweise auch von Mord, ist dies jedoch kein Krimi, sondern hervorragende und anspruchsvolle Gegenwartsliteratur. Wer einen klassischen Krimi erwartet liegt hier falsch.


Ein tolles Buch von Derek B. Miller – meine absolute Leseempfehlung !!!



https://literaturwerkstattkreativblog.wordpress.com/2018/10/03/sigrid-odegards-reise-nach-amerika/



Besten Dank an den Rowohlt Verlag für das Rezensionsexemplar.

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