Derek Meister Rungholts Ehre

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Inhaltsangabe zu „Rungholts Ehre“ von Derek Meister

Derek Meisters Rungholt ist Kult!Lübeck, 1390: In der Hauptstadt der Hanse wird die Leiche eines geheimnisvollen Fremden aus der Trave gezogen. Unversehens findet sich der störrische Patrizier Rungholt in einer finsteren Ränke wieder, denn sein Kaufmannslehrling wird beschuldigt, den Fremden erschlagen zu haben. Rungholt bleiben nur wenige Tage, um dessen Unschuld zu beweisen und somit die Ehre seines Hauses wiederherzustellen. Doch bei der hartnäckigen Jagd nach dem Mörder droht er alles zu verlieren: seine Ehre, sein Leben – und seine geliebte Tochter Mirke …

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  • Held mit Ecken und Kanten

    Rungholts Ehre
    Elefantino

    Elefantino

    Derek Meister entführt uns ins Lübeck des Jahres 1390. Die Leiche eines Fremden wird an das Traveufer gespült. Schnell glauben die Ratsherren und Richter den Mörder zu kennen: Der junge Daniel wurde beobachtet, als er mit dem Opfer vor einer Wirtschaft handfesten Streit hatte. Als Daniel festgenommen wird, Verurteilung und Galgen drohen, wird der ehrbare Kaufmann Rungholt, Daniels Lehrherr, zum Ermittler wider Willen. Leider bleiben dem beleibten Patrizier für seine akribischen Untersuchungen nur wenig Zeit, denn die Hinrichtung seines Lehrlings wird vom Rat der Stadt hastig betrieben. Zudem sollte er eigentlich die Hochzeit seiner Tochter Mirke vorbereiten, und zu allem Überfluss peinigen ihn unentwegt heftige Zahnschmerzen. Erschwerend kommt hinzu, dass Rungholts Brille sich, sorgfältig abgelegt, an wechselnden Plätzen befindet, nur nicht dort, wo der mittelalterliche Columbo gerade ermittelt und sie dringend benötigt. Rungholt wächst dem Leser schnell ans Herz, weil er eine glaubwürdige, vielschichtige und trotz seiner Schwächen ( das sind nicht wenige! ) sympathische Figur ist. Er hat unzweifelhaft das Herz am rechten Fleck, auch wenn er dies durch Toben, Brüllen und sein griesgrämiges Brummeln und Grummeln gelegentlich vor seiner Umwelt verbirgt. Der bärbeissige Kaufmann ist zwar mutig genug, sein Leben für die Wahrheitsfindung und die Rettung seines Lehrlings einzusetzen, nicht aber, um endlich seinen schmerzenden Zahn ziehen zu lassen... Diese Widersprüche in seiner Person machen Rungholt zu einem Helden mit Ecken und Kanten, lebensecht und liebenswürdig, Fazit: "Rungholts Ehre" ist ein spannender mittelalterlicher Kriminalroman, der insbesondere durch die liebevolle Schilderung von Szenen und Orten, sowie durch die ausgefeilten Charaktere ein großes Lesevergnügen bereitet.

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    Athene100776

    Athene100776

    07. September 2015 um 08:19
  • Leserunde zu "Die Tochter von Rungholt" von Birgit Jasmund

    Die Tochter von Rungholt
    BirgitJasmund

    BirgitJasmund

    Liebe Leserinnen und Leser historischer Romane, ich möchte euch herzlich zur Leserunde meines Debütromans »Die Tochter von Rungholt« einladen. Der Aufbau Verlag stellt 20 Freiexemplare zur Verfügung. Vielen lieben Dank dafür. Und darum geht es:   Die versunkene Stadt! Ivens Vater wird von den Wogensmannen erschlagen. Er übernimmt dessen Hof und bewirtschaftet ihn zusammen mit seiner Schwester Laefke. Er will sich an den Mördern seines Vaters rächen, sie will ihn verheiratet sehen, aber die Frauen, die sie ihm aussucht, gefallen ihm nicht. Iven hat sich längst in die Kaufmannstochter Silja verliebt. Ihr Vater ist als Kaufmann weniger erfolgreich, als er alle glauben lässt. Er steckt in finanziellen Schwierigkeiten, hat bereits Gelder veruntreut und sieht nur einen Ausweg: Seine Tochter soll den Sohn seines wohlhabenden Hamburger Geschäftspartners heiraten. Die beiden Liebenden wollen das verhindern. Iven hält um Siljas Hand an, doch er wird brüsk abgewiesen. Sie beginnen, ihre eigenen Pläne zu schmieden, während sich über Rungholt dunkle Wolken zusammenziehen. Eine dramatische Liebesgeschichte vor einer großen historischen Kulisse.     Bewerben kann man sich für eines der Freiexemplare ab sofort bis zum 23. Juli 2014 um 20.00 Uhr. Einen Tag später, nämlich am 24.07.2014, werde ich die Gewinner ziehen und bekannt geben. Mit dem Lesen beginnen wollen wir dann am 1. August 2014. Ich werde euch dabei begleiten so gut es meine Zeit erlaubt und versuchen alle eure Fragen und Anregungen zu beantworten. Da es sich hier um eine autorenbegleitende Leserunde handelt, möchte ich darum bitten, sich nur zu bewerben, wenn die Zeit für die Beteiligung und Rezension vorhanden ist. Ich wünsche allen viel Glück und viel Vergnügen. Eure Birgit Jasmund

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  • Rezension zu "Rungholts Ehre" von Derek Meister

    Rungholts Ehre
    vormi

    vormi

    Geschichtsunterricht zum anfassen. Ein super Erstlingswerk. Man wird richtig in das mittelalterliche Lübeck reingezogen und hat das Gefühl: So muß es gewesen sein. Dazu kommt, daß Lübecks Stadtmitte sehr gut erhalten ist und durch die Insellage kann man da zum Glück auch nicht viel dran ändern. Also kann es einem passieren, wenn man Lübeck besucht und gleichzeitig das Buch liest, daß man die Straßen auf denen man tagsüber gegangen ist, abends mit der Hauptfigur Rungholdt nochmal besucht.. Rungholt ist eigentlich Kaufmann, ein sehr liebenswürdiger aber auch dickköpfiger Charakter. Und nach einem Todesfall in der Hansestadt muß er den Ruf seines Hauses wieder herstellen und auf eigene Faust ermitteln. Und bei diesen Ermittlungen zu einem sehr spannender Kriminalfall dürfen wir ihm über die Schulter gucken. Dazu gibt es fantastische Beschreibungen aus dem Leben in einer mittelalterlichen Hansestadt. Man möchte sich am liebsten sofort zu einer Führung in dem hervorragend erfaltenem Rathaus anmelden um sich mit eigenen Augen anzuschauen, wo und wie die Patrizier damals gearbeitet haben. Sehr lebensechte Figuren, ein spannender Krimi und Geschichte zum anfassen. Was will man mehr? Eine gelungene Mischung und ein tolles Buch.

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    Arun

    Arun

    20. July 2014 um 00:17
  • Lübeck 1930

    Rungholts Ehre
    Sabine17

    Sabine17

    04. March 2014 um 10:34

    Durch Zufall habe ich jetzt zwei Bücher hintereinander gelesen, die in Lübeck spielen. In diesem Buch geht es um einen Mord an einem Fremden, der aus der Trave gezogen wird. Angeklagt wird der Lehrling von Kaufmann Rungholt. Der bärbeißige, dicke, aufbrausende, aber in Wirklichkeit gutmütige Rungholt ist die zentrale Person dieses Mittelalterkrimis. Von der Unschuld seines Lehrlings überzeugt setzt er alles daran, den wahren Mörder zu finden. Da er gleichzeitig die Verlobung seiner Tochte Mirke vorbereitet, gerät er ziemlich in Stress, so dass Schlaf zur Mangelware wird. Als er der Wahrheit zu nahe kommt, wird er mehr als einmal Opfer eines Mordanschlags. Zu guter letzt versucht man ihn noch an den Galgen zu bringen. Doch ein Rungholt lässt sich nicht so leicht unterkriegen. Das Buch hat mir gut gefallen. Die Beschreibung Rungholts hat mich mehr als einmal schmunzeln lassen. Besonders schön war die Szene als Rungholt sich seinen Zahn ziehen lassen wollte. Man bekommt einen sehr schönen Einblick in das Leben zu dieser Zeit in Lübeck. Die Geschichte ist spannend und lässt sich flüssig lesen. I Wer gern Mittelalterkrimis liest, sollte sich Rungholt nicht entgehen lassen.

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  • CSI Lübeck im 14 Jh.

    Rungholts Ehre
    smutcop

    smutcop

    29. March 2013 um 15:54

    Nachdem ich in der Vergangenheit schon einige Derek Meister Bücher gelesen und rezensiert habe, komme ich nun entgegen sonstiger Gewohnheiten zum ersten Band der "Rungholt" Geschichten. Rungholt ist ein Lübecker Kaufmann und Ratsherr in der Hansestadt im Jahre des Herrn 1390. Er trägt seinen Wohlstand nicht nur mit seinen Gewändern zur Schau, nein er ist auch hochgradig adipös.. Er lebt ein gutes Leben, mit seiner zweiten, jungen Frau Allheyd und seiner jüngsten Tochter Mirke, die demnächst dem reichen Kaufmann Attendorn zur Frau geben möchte. So ganz nebenbei, ist Rungholt, der in seinem Jähzorn zu einem unberechenbaren Gegner werden kann auch noch ein cleverer Kriminaltechniker, wenn man so etwas von einem Mann aus dem 14 Jh. denn sagen kann. Ein Toter treibt in der Trave, Rungholts Lehrling Daniel ist am Vorabend mit ihm im Streit gesehen worden. Nun ist er verhaftet und wartet auf Aburteilung und Hinrichtung. Pikant ist... er ist auch der Herzbube von Rungholts Tochter. Rungholt beginnt, um seinen Ruf und den seines Hauses zu schützen mit Nachforschungen, dabei merkt er schnell, dass der Wind aus mehreren Richtungen gegen ihn weht. Zeugen werden ermordet aufgefunden, Beweise vernichtet, Rungholt beinahe verbrannt. Mit Witz, Köpfchen und seinen großen Fäusten beginnt Rungholt aufzuräumen und eckt dabei schnell mit den Stadtoberen an... Ein toller, historischer Lübeckkrimi mit sehr vielen Infos über Lübeck zur Zeiten der Hanse.

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  • Rezension zu "Rungholts Ehre" von Derek Meister

    Rungholts Ehre
    Ein LovelyBooks-Nutzer

    Ein LovelyBooks-Nutzer

    10. February 2012 um 10:09

    Wie ich an dieses Buch geraten bin, weiß ich nicht mehr. Ich weiß nur eins: Ich finde Rungholt toll. Kurz zum Buch: Die Geschichte spielt 1390 in Lübeck. Die Leiche eines Fremden wird gefunden und der Lehrling des Kaufmanns Rungholt wird der Tat verdächtigt. Daraufhin macht sich Rungholt mit seinem Gehilfen Marek auf die Jagd nach dem wahren Mörder. Die Person Rungholt ist mir durch und durch sympathisch. Ein bärbeißiger, von Zahnschmerzen geplagter, den leiblichen Genüssen nicht abgeneigter, Bier trinkender, polternder Dickschädel, der im Grunde seines Herzens totgut ist. (Erinnert mich ein bisschen an meinen Opa ? ) Etwas störend finde ich in der Geschichte die Andeutungen auf Rungholts Vergangenheit. Die auch leider erst im zweiten Teil (Rungholts Sünde) aufgeklärt werden.

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  • Rezension zu "Rungholts Ehre" von Derek Meister

    Rungholts Ehre
    Juggle4Evr

    Juggle4Evr

    06. May 2011 um 01:18

    Die Hansestadt Lübeck im 14. Jahrhundert: Der Lehrling des kauzigen Kaufmanns Rungholt wird - fälschlicherweise - des Mordes bezichtigt und es bleiben Rungholt nur einige Tage, um den wahren Mörder zu finden. Ein, wie ich finde, sehr spannender Krimi, der neben der eigentlichen Handlung auch viele interessante Einblicke in das Leben (und Sterben) in der Zeit des Mittelalters bietet. Der Leser sollte nicht allzu zart besaitet sein, denn z.B. die Schilderungen div. Kampfhandlungen sind nichts für schwache Nerven. Aber so ging es damals wohl wirklich zu; ich hatte jedenfalls den Eindruck, daß der Autor sehr gut recherchiert hat. Die vielen Begriffe aus dem Mittelalter sind in einem Glossar am Ende des Buches erläutert, was sehr praktisch ist. Alles in allem ein spannendes und lehrreiches Buch!

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  • Rezension zu "Rungholts Ehre" von Derek Meister

    Rungholts Ehre
    Ein LovelyBooks-Nutzer

    Ein LovelyBooks-Nutzer

    13. August 2010 um 20:49

    Wie ich an dieses Buch geraten bin, weiß ich nicht mehr. Ich weiß nur eins: Ich finde Rungholt toll. Kurz zum Buch: Die Geschichte spielt 1390 in Lübeck. Die Leiche eines Fremden wird gefunden und der Lehrling des Kaufmanns Rungholt wird der Tat verdächtigt. Daraufhin macht sich Rungholt mit seinem Gehilfen Marek auf die Jagd nach dem wahren Mörder. Die Person Rungholt ist mir durch und durch sympathisch. Ein bärbeißiger, von Zahnschmerzen geplagter, den leiblichen Genüssen nicht abgeneigter, Bier trinkender, polternder Dickschädel, der im Grunde seines Herzens totgut ist. (Erinnert mich ein bisschen an meinen Opa ;-) ) Etwas störend finde ich in der Geschichte die Andeutungen auf Rungholts Vergangenheit. Die auch leider erst im zweiten Teil (Rungholts Sünde) aufgeklärt werden.

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  • Rezension zu "Rungholts Ehre" von Derek Meister

    Rungholts Ehre
    BertieWooster

    BertieWooster

    26. April 2010 um 14:11

    Rungholt, die Titelfigur des Kriminalromans, ist eine erfolgreicher Lübecker Kaufmann. Dies sieht man auch seinem Leibesumfang an, der als “fassähnlich” beschrieben wird. Als sein Lehrling festgesetzt wird, mit der Beschuldigung einen Fremden erschlagen zu haben, ist er in seiner Ehre getroffen, da er auch der Vormund des vorlauten Bengels ist. So beginnt er mit seinem Kapitän Marek zu ermitteln. Dabei ist er stark unter Zeitdruck, da der zuständige Richter den Fall möglichst schnell abgeschlossen haben möchte. Doch die Ermittlungen stellen sich als relativ schwierig heraus. So ist das Zimmer, in dem der Fremde gewohnt hat, von zwei Hübschlerinnen ausgeräumt worden. Jemand möchte somit verhindern, dass die Identität des Fremden und auch seine Tätigkeit in Lübeck ans Licht kommt. Das erregt nur um so mehr den Argwohn Rungholts. So beißt er sich richtgehend an den Fall fest. Er lässt sein geliebtes Geschäft schleifen und auch die bevorstehende Verlobung seiner jüngsten Tochter verliert er fast aus dem Auge. Aber seine Hartnäckigkeit macht sich bezahlt. Mit fast schon modernen Methoden kommt er dem Täter immer näher. Er behindert sich aber auch immer wieder selbst. Denn er hat einen aufbrausenden Charakter, der noch durch einen auf Eiter sitzenden Zahn verschlimmert wird. Nach etwas zwei Dritteln des Romans wird dem Leser auch der Auftraggeber und seine Motive bekannt gegeben. Dies tut aber der Spannung keinen Abbruch. Denn nun erkennt man, wie dieser seine Macht ausspielt, um Rungholt zu behindern und am Schluss sogar um ihn zu vernichten. Das ganze endet in ein, man möchte fast schon sagen “Showdown” am Galgenhügel. In dem Buch wechseln sich spannende Passagen mit humorvollen ab. Außerdem gelingt es dem Autor dem Leser das mittelalterliche Lübeck um 1390 bildlich vor Augen zu führen. Die darin vorkommende Liebesgeschichte ist zwar auf den ersten Blick vielleicht etwas unnötig. Aber es hat schon seinen Sinn, da dies Rungholt zu weiteren Spuren verhilft. Der Schluss war für mich etwas zu übertrieben dramatisch, da die von Rungholt gesammelten Fakten eigentlich gar nicht zum Zuge kommen. Besonders gefallen hat mir der bärbeißige Charakter von Rungholt, dieser leicht aufbrausende Mann, der aber auch fähig ist logisch zu denken, der aber auch einfach nur im Hof sitzen möchte und seinen Rotrücken (ein kleiner Vogel) beobachten. Außerdem hat auch er seine Ängste, vor dem Wasser und vor seinen Erinnerungen, die nicht gänzlich erfreulich sind.

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  • Rezension zu "Rungholts Ehre" von Derek Meister

    Rungholts Ehre
    Bellexr

    Bellexr

    15. June 2009 um 18:46

    „Rungholts Ehre“ ist der 1. Band aus der Serie des Lübecker Patriziers Rungholt. .. Lübeck im Jahr 1390. Daniel, Lehrling des Patriziers Rungholt, wird des Mordes an einem Fremden beschuldigt, der in der Trave treibend aufgefunden wurde. Daniel hatte sich die Nacht davor mit dem Fremden geprügelt und als er ihn am nächsten Morgen im Fluss treibend vorfindet, flüchtet er vom Fundort. Für die Stadtväter ist damit seine Schuld bewiesen und er soll vor das Blutgericht gestellt werden. Doch Rungholt zweifelt an der Schuld seines Lehrjungen und macht sich eigenhändig auf die Suche nach dem wahren Mörder. Dies passt jedoch einigen der hohen Herrn der Stadt nicht ganz in den Kram und mit seinem beharrlichen Nachforschen macht er sich schnell Feinde in den höchsten Kreisen. .. Bild- und sprachgewaltig beginnt Derek Meister seinen Roman rund um seinen Helden Rungholt. Der Autor nimmt seine Leser mit auf eine Reise ins mittelalterliche Lübeck und dies in einer so fantastischen Art und Weise, dass man sich schon nach wenigen Seiten in die Zeit des 14. Jahrhunderts zurückversetzt fühlt. Seine Beschreibungen sind sehr lebendig und bildhaft, dies wird noch unterstützt durch das regelmäßige Einfließen lassen von alten Begriffen, die im Glossar notfalls nachgelesen werden können. Auch wenn Derek Meister sich einige schriftstellerische Freiheiten herausgenommen hat (die er selbst im Nachwort erwähnt), erhält man doch so einen sehr guten Einblick in das Leben der damaligen Zeit. .. Sein Protagonist Rungholt ist ein kauziger, sturer, eigenwilliger und fetter Patrizier mittleren Alters, der so liebenswürdig beschrieben wird, dass man ihn bereits nach kurzer Zeit ins Herz geschlossen hat. Die nicht gerade wenigen Personen, die in dem Roman noch mitwirken, sind ebenfalls sehr facettenreich und teilweise sehr eigenwillige Charaktere, sodass man schnell einen Überblick erhält und sie gut zuordnen kann. .. Die Geschichte baut bereits nach kurzer Zeit einen hohen Spannungsbogen auf, der mühelos über die den kompletten historischen Krimi gehalten werden kann. Die Story ist von Anfang an schlüssig und bis zum Ende nachvollziehbar umgesetzt. .. Fazit: Ein opulenter, sprachlich wunderbar erzählter historischer Kriminalroman mit einem sehr sympathischen Helden. Eine klare Leseempfehlung. .. Von der Serie sind bisher erschienen: • Rungholts Ehre • Rungholts Sünde • Knochenwald • Todfracht

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  • Rezension zu "Rungholts Ehre" von Derek Meister

    Rungholts Ehre
    MichaelSterzik

    MichaelSterzik

    28. May 2009 um 19:39

    Lübeck - Weltbekannt durch das Marzipan von Niederegger und natürlich durch das alte Festungstor, auch Holstentor genannt. Das eigentliche Wahrzeichen der damaligen "Königin der Hanse" wie sie von sich aus stolz sagen kann. Es gibt in Deutschland wenige sehr gut erhaltene Städte in denen man noch, wenn man die kleinen Gassen betritt oder durch die engen Gänge schleicht oder sich in einem wunderschönen Hof wiederfindet, noch einen Hauch von "Mittelalter" spürt. Gebäude, Straßenamen die wenigen übriggebliebenen Gänge und Höfe zeugen noch immer von der Macht und dem Wohlstand den die Lübecker in ihrer für sie wichtigsten Zeit aufgebaut haben. Im 14 Jahrhundert war sie für den Seeverkehr im östlichen Raum um Brügge, London und Nowgorod das Zentrum für Handel, Kredite und der alleinigen Macht der Hanse. Das Mittelalter war nicht nur eine dunkle Zeit, diese Epoche trug wesentlich dazu bei den Wohlstand in den Städten und Gemeinden zu festigen, Berufe und ihre Zünfte, Handelsvereinigungen die sich auch über die Grenzen Europas spannten, sowie Kunstwerke, Literatur und auch die Medizin hatten hier ihren Ursprung. Der Deutsche in Berlin lebende Schriftsteller Derek Meister hat mit seinem Debütroman "Rungholts Ehre" ein wundervolles Stück Mittelalter, das in der damaligen Hansestadt Lübeck spielt geschrieben. - Story - 1390 - Hansestadt Lübeck. - Der Lübecker Kaufmann und Ratsherr Rungholt bereitet die Hochzeit seiner dritten Tochter Mirke vor. Mit ihren 13 Jahren soll sie den ehemaligen Bürgermeister und Kaufmann Attdorn ehelichen. Die Mitgift wurde ausgehandelt, der Vertrag aufgesetzt und liegt schon zur Unterschrift bereit, doch das junge Mädchen Mirke liebt jemanden anderen. Seit ihren frühsten Kindheitstagen kennt sie den jungen Lehrlings ihres Vaters, Daniel der zwar wie ein Bruder für sie ist, aber inzwischen haben sich mehr als nur "geschwisterliche" Gefühle füreinander entwickelt, die die ganze Situation etwas verkomplizieren. Eines Tages als sie sich heimlich an der Trave (Fluß) treffen entdecken dort beide eine übel zugerichtete Leiche die auf dem Wasser treibt. Erschreckt und überrascht erkennt Daniel den Toten. Am Abend zuvor hat dieser doch mit ihm zusammen im Wirtshaus die Würfel rollen lassen und der Fremde hatte verloren und wollte seine Schuld nicht begleichen. Ein Prügelei entstand und der Fremde suchte weite…. Daniel verzweifelt und voller Angst das man ihn nun für den Mörder halten wird, sucht panikartig das weite und flüchtet Hals über Kopf quer durch die ganze Innenstadt. Rungholt erfährt nur wenig später das Daniel festgenommen wurde und damit friedlos - vogelfrei erklärt worden ist. Rungholt der sich in der Pflicht sieht die Ehre seines Hauses wieder herzustellen und der überhaupt nicht an die Schuld seines Schützlings und Lehrlings glaubt erreicht einen Aufschub von zwei Tagen bevor es zur Gerichtsverhandlung unter Leitung des jungen Richter Kerkings kommen kann. Die Bilder von Rungholts Ehre / Meister, Derek Derek Meister Zeit drängt und Rungholt fängt an zu ermitteln, stellt dabei aber schnell fest, dass Beweismittel verschwinden und man nicht wirklich ehrlich zu ihm ist wenn er bohrende Fragen stellt und natürlich klärende Antworten erwartet. Der Rat der Stadt Lübeck hat aber auch seine ganz eigenen Sorgen. Immer mehr Koggen der Hanse werden von den Vitalienbrüdern (Piraten) aufgebracht, geplündert und versenkt. Der ältere Ratsherr Winfried der Kahle will mit aller Macht gegen die Freibeuter vorgehen und versucht den Rat davon zu überzeugen "Friedeschiffe" bauen zu lassen um diese bekämpfen zu können. Die beiden anderen Hansestädte Wismar und Rostock hingegen gewähren den Freibeutern freien Zugang zu ihren Häfen, da diese auch Dänische Schiffe aufbringen. Hieraus könnte ein gefährlicher Konflikt mit Mecklenburg entstehen die eine Bekämpfung der Piraten als Unterstützung Dänemarks auffassen würden. Eine politische Zwickmühle und dazu eine sehr risikofreudige. Der aufstrebende Lübecker Kaufmann Hinrich Calve der von den Vorkommnissen in seiner Heimatstadt nichts ahnt und sich wegen seiner Geschäfte in Stralsund aufhält, erreicht eine Hiobsbotschaft - sein ältester Sohn Egbert ist mit seinem Schiff ein Opfer der Piraten geworden und hat dabei den Tod gefunden. Sofort bricht Calve zusammen mit seinem jüngsten Sohn und einigen Söldnern auf um die Heimreise anzutreten. Doch ihre Reise wird doch einen Überfall unterbrochen, Johannes wird von einer Armbrust schwer verletzt und die Räuber haben es scheinbar nicht auf de wertvolle Fracht abgesehen sondern möchten Calve tot sehen….. Rungholt findet trotz aller sich vor ihm auftuenden Schwierigkeiten erste Spuren und wird in Momentaufnahmen mit seiner eigenen Vergangenheit konfrontiert mit der er sich lieber nicht auseinandersetzen will und diese bewusst verdrängt. Die Spuren führen zusammen und enden bei Hinrich Calve der von seinem Haus etwas entfernt einen Keller gemietet hat in dem der ermordete Fremde gelebt und scheinbar studiert und geforscht hat. Rungholt kann man den für ihn fremden Zeichen und Berechnungen wenig anfangen, erkennt aber recht schnell das diese nicht europäischen Ursprungs sind. Als Rungholt sich mit dem inzwischen in Lübeck eingetroffenen Kaufmann Calve treffen will, wird er Zeug wie dieser von einem unbekannten Mann erdolcht und ebenfalls in den Fluß geworfen wird…. Bedeutet das nun einen Tag vor der Gerichtsverhandlung den Tod durch den Galgen für Daniel und für Rungholts Ehre und Vertrauen eine tiefe Schmach? Zusammen mit seinem Kapitän Marek tritt er die Flucht nach vorne an und beginnt zu verstehen, dass nicht nur das Leben Daniels auf dem Spiel steht, sondern auch er in größter Gefahr schwebt….. - Kritik - Derek Meister hat dem Mittelalter und natürlich auch der Hansestadt ein wertvolles Geschenk vermacht. Nicht nur das die Geschichte spannend ist und das die Handlungsstränge ineinander verworren, aber gleichmäßig fesselnd zu Ende gedacht und beschrieben werden, auch erfährt der Leser eine Menge vom alltäglichen Leben des Mittelalters in einer Stadt der Hanse, oder sagen wir besser, der Königin der Hanse. Die Atmosphäre eines Historischen Romans ist für die Genauigkeit absolut wichtig und bei "Rungholts Ehre" meint man noch direkt am Geschehen teilzunehmen, man spürt vielmehr das pulsierende Leben auf dem Marktplatz, im Rathaus oder in den finsteren und schmuddeligen Gassen des damaligen Lübecks. Besonders gut und überhaupt nicht verwirrend oder einschränkend fand ich das verschiedene alltägliche Gegenstände und Gepflogenheiten ihre eigentümliche Sprache nicht verloren haben z.B. Misericord, Toslach; Trippe u.ä. Diese sind im Anhang detailiert aufgeführt und erklärt und tragen vieles dazu bei, dass der historische Krimi authentisch wirkt. Traditionen und Lebensart, Handel und Handwerk, dass Leben sowie der Tod werden in der Geschichte abwechslungsreich und lehrreich geschildert. Wie wenige Autoren findet er den richtigen Weg um den Leser ein farbenprächtiges Leben des Mittelalters zu vermitteln. Der Spannungsbogen entwickelt sich immer weiter und die Charaktere konsequent gleich mit. Allein die Person des Patriziers Rungholt wird mit all seinen guten wie auch schlechten Eigenschaften charakterisiert. Der Leser leidet förmlich mit wenn der gute, aber immer jähzornige und aufbrausende Kaufmann von Zahnschmerzen nicht mehr ein oder aus weiß. Sein Schicksal, seine Vergangenheit hinterlässt deutliche Spuren in der Erzählung von Derek Meister. Rungholts Eigenschaft immer mit dem Kopf voran durch die Wand rennen zu wollen und auch mal schmerzlich abzuprallen machen ihn sehr sympathisch, und er hat das Herz neben seinem etwas übergewichtigen Bauch am rechten Fleck. Er sorgt sich um die seinen und übernimmt Verantwortung wo andere vielleicht eher wegschauen würden und handelt oftmals ohne Rücksicht auf Verluste. Seiner Tochter Mirke möchte Rungholt ein guter Vater sein, doch hinterfragt er sein Handeln und kommt nicht wenige Male selbstkritisch ins Nachdenken. Im Laufe der Geschichte wird dem Leser schnell klar das Rungholt mit den Schatten seiner Vergangenheit leben muss und diese ihn immer wieder belasten. Wie ein roter Faden zieht sich dieses durch den Roman, ohne aber letztlich erklärt zu werden. Es nimmt den Roman nichts an Spannung, im Gegenteil, macht es doch gleich noch viel mehr Lust den zweiten Roman "Rungholts Sünde" lesen zu wollen. Auch bei den vielen handelnden Nebenfiguren gab sich der Autor die größte Mühe diese bis ins kleinste Detail zu projizieren, bis man fast glaubt diese schon länger zu kennen. Es gibt nur wenige Kritikpunkte übrig, ansonsten ist dieses Erstlingswerk grandios. Am Ende der Geschichte verliert diese ein wenig an Überraschung und endet zwar konsequent und schlüssig, aber nicht überraschend. Die dramatische Liebesgeschichte von Mirke und Daniel wird pragmatisch zu Ende erzählt, es bleibt allerdings noch viel Stoff übrig um diese konventionell in den nächsten Büchern weiter zu erzählen. Der Autor nimmt sich viel Platz und Zeit dem Leser das Mittelalter zu erklären und dabei liegt es auch nahe das er in wohlwollender Dramaturgie nur ganz wenig an historisches Gegebenheiten verändert hat. Das sei ihm verziehen, denn im Nachwort ist dies im Detail noch mal kurz erklärt und ggf. mit echten Daten aufgeführt. Lobenswert sei noch zu erwähnen das es am Beginn des Romans noch eine kleine, historische Stadtkarte von der Altstadt Lübecks des Jahres 1390 gibt die uns nicht Lübeckern die Straßen, Plätze, Gänge und wichtige Standorte aufzeigt. Allerding hätte ich mir um dieses noch zu perfektionieren ein Personenregister gewünscht wie es oftmals gerade in Historischen Romanen der Fall ist. -Fazit - "Rungholts Ehre" von Derek Meister kann ich sehr empfehlen. Eine Historische Kriminalgeschichte in den Kulissen einer wundervollen und bedeuteten Stadt Lübeck spielen zu lassen und beides gekonnt miteinander zu kombinieren verdient meine Hochachtung. Zwar geht es nicht unbedingt "blutig" zur Sache, also gänzlich ohne Schlachten und Kriege, aber auch Rungholt hat die Gelegenheit seinen Jähzorn mit dem Schwert auszuleben. Die Dialoge zwischen den Figuren sind nicht immer ohne Humor und bilden mitunter den Kern des Romans, dass Gleichgewicht zwischen Dialog und etwas an Action wirkt belebend und frisch, nicht einseitig oder übertrieben. Bei diesem Roman werden nicht nur die Liebhaber und Historiker ihre Herzen höher schlagen lassen, auch der Krimiinteressierte wird unter Garantie nicht zu kurz kommen und seine helle Freude an diesen spannenden Roman haben. Prädikat wertvoll und das in vielerlei Hinsicht und damit freue ich mich schon auf die nächsten Romane mit dem dickköpfigen und aufbrausenden, aber doch herzlichen Kaufmann und Ratsherr Rungholt. - Autor - Derek Meister wurde 1973 in Hannover geboren. Schon früh entdeckte er seine Leidenschaft für das Geschichtenerzählen und den Film. So entstanden in den 1980er Jahren mit Freunden erste Spielfilme auf Super-8 im Wald hinter dem Haus. Die frühen Versuche verschlugen ihn 1995 an die Filmhochschule Konrad Wolf in Potsdam/Babelsberg. Dort studierte er Film- und Fernsehdramaturgie. Schon während des Studiums wurden erste Drehbücher unter anderem vom ZDF realisiert. 2003 beendete Derek Meister sein Studium zum Film- und Fernsehdramaturgen mit Diplom. Derek Meister schreibt für diverse Produktionsfirmen und Sender, darunter das ZDF, RTL, SAT1 und Pro7. Er entwickelte die Krimiserie "Mit Herz und Handschellen" mit, die 2003 erfolgreich auf SAT1 lief und wurde mit "Weg!" für den FirstSteps-Preis nominiert. Außerdem gewann das Spiel "Wiggles", für das er das Drehbuch verfasste, zahlreiche Branchenpreise. Derek Meister arbeitet seit 1999 als freier Autor in Berlin. Neben der Rungholt-Reihe schreibt Derek Meister zusammen mit seiner Frau die Reihe Drachenhof Feuerfels, die im Loewe-Verlag erschienen ist. Produktinformation Taschenbuch: 543 Seiten Verlag: Blanvalet (Januar 2006) Sprache: Deutsch ISBN-10: 3442363101 ISBN-13: 978-3442363100 Danke fürs Lesen und Kommentieren Michael Sterzik

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  • Rezension zu "Rungholts Ehre" von Derek Meister

    Rungholts Ehre
    Jens65

    Jens65

    03. August 2008 um 21:26

    Dieser Mittelalter-Roman hat mich schon auf den ersten Seiten in seinen Bann geschlagen. Der Autor zeichnet eine dichte Atmosphäre der Stadt Lübeck im Jahr 1390, in der ein leicht verschrobener Rungholt einem rätselhaften Todesfall nachgeht. Auf mögliche Fortsetzungen darf man gespannt sein.

  • Rezension zu "Rungholts Ehre" von Derek Meister

    Rungholts Ehre
    Kadhira

    Kadhira

    03. August 2007 um 15:34

    Wanderbuch von TT