Desmond Morris

 4.1 Sterne bei 90 Bewertungen
Autor von Catwatching, Dogwatching und weiteren Büchern.

Lebenslauf von Desmond Morris

Desmond Morris, geboren 1928 in Purton, ist einer der bekanntesten und angesehensten Zoologen Englands. Er arbeitet als Verhaltensforscher, Maler, Filmemacher und Publizist und hat zahlreiche Bücher zu den verschiedensten Tieren sowie zum menschlichen Verhalten veröffentlicht, von denen Der nackte Affe sein weltweit bekanntestes Werk ist. Sein Wissen über Eulen stützt sich vor allem auf seine langjährige Tätigkeit als Kurator des Londoner Zoos.

Quelle: Verlag / vlb

Alle Bücher von Desmond Morris

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Buchformat:
Cover des Buches Catwatching (ISBN: 9783453172593)

Catwatching

 (34)
Erschienen am 01.06.2000
Cover des Buches Dogwatching (ISBN: 9783453165038)

Dogwatching

 (14)
Erschienen am 01.11.1999
Cover des Buches Eulen (ISBN: 9783957570888)

Eulen

 (5)
Erschienen am 14.10.2014
Cover des Buches Horsewatching (ISBN: 9783453197244)

Horsewatching

 (5)
Erschienen am 01.11.2001
Cover des Buches Der nackte Affe (ISBN: 9783426032244)

Der nackte Affe

 (3)
Erschienen am 01.01.1999

Neue Rezensionen zu Desmond Morris

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Rezension zu "Das Leben der Surrealisten" von Desmond Morris

Ganz normale Menschen mit dem Hang zum Anderssein
aus-erlesenvor 10 Monaten

Vielen kommt die Lage im Frühjahr 2020 ein bisschen surreal vor. Doch das ist nicht ganz richtig. Irreal wäre wohl der passende Ausdruck. Surreal kommt mehr aus der Intuition heraus. Klare Formen verschwimmen absichtlich oder bekommen im neuen Kontext eine ganz andere Bedeutung. Salvador Dali kommt einem immer als erstes in den Sinn, sobald die Sprache auf Surrealismus und die Surrealisten kommt. Doch er stand nicht allein als Ikone im Kunstmarkt. Desmond Morris – er selbst hatte Ausstellungen als Surrealist – porträtiert einunddreißig weitere Weggefährten in diesem Buch.

Schon in der Einführung und dem Vorwort erfährt man, was es heißt ein Surrealist zu sein. Der Zeit geschuldet, wandten sich Künstler gegen das, was da im Namen der Ehre vorging: Krieg. Krieg in den Schützengräben, Krieg in den Städten, den Dörfern. Die widerwärtige Fratze des Bösen! 

Ihr wollten sie ins Gesicht lachen und dem Greifbaren das Geheimnisvolle entgegensetzen, den Betrachter in ihre – bessere – Welt hineinziehen. Doch schon die Fortsetzung des Bösen – noch widerwärtiger und menschenverachtender als jemals zuvor – ließ die organisierte Gruppe der Surrealisten zerbrechen. Morris konzentriert sich in seinen Schilderungen und Kurzportraits auf bildende Künstler, die von André Breton geduldet wurden, die der gruppe wohlgesonnen waren. Denn Breton war es, der zusammen mit Philippe Souppault das Surrealistische Manifest verfasste und mit fortschreitendem Alter immer verbohrter auf die Einhaltung der Regeln und Prinzipien pochte und sie überwachte. Wer nicht mehr surrealistisch war, flog. Auf Schriftsteller und Musiker verzichtet Desmond Morris, denn dann wäre dieses Buch schwerer und größer als so manches sakrale Bauwerk … Breton hätte das sicherlich gefallen.

Viele der Künstler hat Desmond Morris besucht und interviewt. Teils unverblümt berichten sie aus ihrem Leben und schaffen so ein Bild, das es dem Leser erlaubt sich ein selbiges über ihr Werden zu machen. Eine derartig geballte Ladung Surrealismus können bisher nur eine Handvoll Museen aufbieten: Hans Arp, Francis Bacon, Max Ernst, Marcel Duchamp, René Magritte, Salvador Dali, Joan Miró, Henry Moore und Pablo Picasso bilden einmal mehr die Speerspitze der Bewegung. In der Hinterhand treten Eileen Agar, Leonor Fini, Arshille Gorky, Roberto Matta oder auch Meret Oppenheim ins Rampenlicht, das weniger Kunstfans schon einmal gesehen haben. Jedes Kapitel hat Morris bewusst mit einem Portrait aus der Hochzeit des jeweiligen Künstlers und einem epochemachenden, charakteristischen Werk angereichert. Herausgekommen ist ein elegantes Werk, das oberflächlich für Aufsehen und im Inneren für Erstaunen sorgt. Wer beim nächsten Besuch einer Surrealisten-Ausstellung mehrere Menschen tuscheln sieht, kann davon ausgehen, dass sie in diesem Buch über die Künstler gelesen haben. Denn die Texte sind eingängig und bleiben dank des Autors lange im Gedächtnis.

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Rezension zu "Catwatching" von Desmond Morris

Katzen sind geheimnisvoll - aber dieses Buch deckt alle Rätsel auf!
Sardonyxvor 5 Jahren

Katzen: Pirschjäger der Zivilisation, wilde Mäusejäger und verschmuste Kätzchen zugleich. Der Stubentiger mit den bekrallten Samtpfoten. Sie sind überall und zahlreich und haben eine 9000 Jahre lange Evolution auf dem Buckel, ehe die innige Beziehung zwischen Katze und Mensch entstand. Im Alten Ägypten drohte die Todesstrafe, wenn ein Mensch eine Katze getötet oder verletzt hatte. In Europa erlebte die Katze während der Hexenjagd grausame Zeiten, um später wieder hoch geehrt zu werden.
Aber was will der zahme Tiger durch seine Körpersprache ausdrücken? Warum machen Katzen in verschiedenen Situationen einen Buckel? Was stellen sie außerhalb den häuslichen vier Wänden an? Was steckt wirklich dahinter, dass eine Katze mit dem Schwanz wedelt? Warum spielt eine Katze zuerst mit Mäusen, obwohl sie diese eh töten werden? Und wieso reagieren Katzen high wie Junkies, sobald sie auf Katzenminze stoßen und in begeisterte Ekstase verfallen?

Jeder Katzenbesitzer glaubt, seine Katze oder seinen Kater komplett genau kennt. Dabei hat jedes noch so sanfte Kätzchen mit Kulleraugen in ihrem Herzen einen ungezähmten, wilden Willen, der eigenwillig seinen eigenen Pfad beschreitet. Von der nackten Sphinx-Katze bis zur ,,Gully-Katze" Singapura. vom frechen Dorfkater bis zur eleganten Perserkatze - eine Katze hat immer ein zusätzliches Ass im Ärmel, um uns Zweibeiner zu beeindrucken.

Ein Zitat, welches mir sehr gefällt, kommt gleich zu Anfang: ,,Eine domestizierte Katze ist ein Widerspruch in sich."

,,Catwatching" vom britischen Zoologen und Katzenexperten Desmond Morris ist kein gewöhnliches Sachbuch. Der leicht dargestellte Inhalt ist liebenswürdig-witzig geschrieben ud macht dieses Handbuch für Katzensprache zu einer schnnell durchgelesenen Unterhaltungslektüre. Jedem noch so kleinen Detail wird ein Kapitel gewidmet, um die Genialität von Katzen in Wort und Schrift festzuhalten. Und das ist meine Meinung, die Meinung einer waschechten Hundeperson, die nun auch noch einen Kater besitzt.

Sämtliche Verhaltensweisen wie Aggression oder faulenzende Zufriedenheit stehen hier im Vordergrund, ohne dafür trocken-langweilige Phrasen zu benutzen. Genau diese Art Sach-/Handbuch lese ich sehr gerne, falls mich das Thema interessiert. Alle Katzenfans der Welt, dies ist ein lesenswertes Buch für euch! Wäre ich eine Katze, hätte ich mich schnurrend und zwinkernd an dem Buch gerieben, um meine Zufriedenheit auszudrücken.

Also, für dieses Buch ziehe ich sanft die Krallen ein, um samtpfotig fünf Sterne zu platzieren, damit auch andere Katzenliebhaber von ,,Catwatching" angelockt werden.

Kommentare: 7
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Rezension zu "Dogwatching" von Desmond Morris

Rezension zu "Dogwatching" von Desmond Morris
miss_marpelvor 8 Jahren

Dieses Buch habe ich aus der Bücherei entliehen, um mein Hundewissen aufzufrischen. Doch ich mußte feststellen, das ich immer noch nicht alles über Hunde weiß. So hat mir dieses ältere Buch zahlreiche neue Erkenntnisse beschert, weswegen ich es allen Hundefreunden uneingeschränkt empfehlen kann.
Ein Bsp: Warum schlafen Hunde so gerne im Bett? Antwort: weil sie quasi ewig Kind bleiben, und uns Menschen als ihre "Eltern" sehen, als Mama quasi, und wie die Welpen wollen sie möglichst dicht bei uns schlafen. Faszinierend.

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