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Zwischen Walen und Windeln am Ende der Welt

Zwischen Walen und Windeln am Ende der Welt

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Erschienen am 15.05.2014

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Rezension zu "Zwischen Walen und Windeln am Ende der Welt" von Detlef A. Huber

Ein toller Bericht über Land und Leute mit feinem Humor - als wäre man dabei gewesen!
Fabellavor 5 Jahren

Inhalt:
Man schnappe sich das Wohnmobil und seine Familie, kündige seinen Job und startet mal eben einfach so für ein Jahr quer durch Südamerika. Eigentlich umfasst das den Inhalt. Und doch ist es auch so viel mehr. In seiner lockeren leichten Art schildert der Autor, was ihnen auf dem Weg dorthin, und auf ihrer Reise selbst so passiert. Was sie erleben, erfahren. Gibt seine Eindrücke an uns weiter, lässt uns teilhaben an einem ungewöhnlichen Abenteuer, das viel Mut erfordert und einen doch so reichlich belohnt.

Meine Meinung:
Zuerst war ich mir nicht sicher. Sollte ich wirklich einen Reisebericht von einem mir gar nicht bekannten Menschen lesen? Könnte mich so etwas fesseln, wo ich es manchmal schon langweilig finde, unendlich viele Bilder von Freunden aus dem Urlaub zu sehen? Nun wie gut, dass es Leseproben gibt. Die ich sonst zugegebener Maßen nicht lese, aber hier doch sehr aufmerksam tat. Und ich brauchte auch nicht viel lesen, um mich zu überzeugen, der Schreibstil, der gefällt, der ist unterhaltsam, vermittelt von Land und Leute und von Erlebnissen und meine Neugier siegte.

Ich finde es bemerkenswert, sich so einen Traum zu erfüllen. Ich hätte ehrlich gesagt nicht den Mut dazu. Alles aufgeben und ein Jahr mit zwei kleinen Kindern in einem Wohnmobil in so einem fremden Kontinent? Ich würde wohl von meiner Angst gelähmt werden - was schade ist. Denn wie man hier in dem Buch erfahren kann, überwiegen die ganzen positiven Eindrücke und Erlebnisse alle Hindernisse.

Das Wohnmobil ist noch nicht freigegeben? Ärgerlich, aber gott, bleiben wir noch etwas in dieser Stadt, schauen uns die Umgebung an, lernen die Leute näher kennen. Ein Waldstück brennt, nun, es ist zwar schade, dass wir doch schon wieder weg müssen, aber wir ändern einfach unsere Pläne und verbringen dafür wo anders mehr Zeit. Jedes kleine Hindernis nahm der Autor mit einer - wie ich finde - gesunden Prise Humor und machte einfach das beste daraus. Er fuhr nicht streng nach festgelegtem Plan, sondern schmiss auch mal spontan etwas über den Haufen, wenn etwas anderes sinnvoller war.

Belohnt wurden sie dafür mit Eindrücken, die man so wohl nie wieder sammelt. Sie erleben die unterschiedlichsten Tierarten hautnah, kommen Land und Einwohner näher, als man es in einem normalen Urlaub erlebt, genießen die einheimischen Küchen ohne von Hotels merkwürdig verdeutschtes Essen vorgesetzt zu bekommen. Fast jeder Tag ist einmal, bietet Höhepunkte, die sich einem einprägen, die einen sicherlich unmerklich auch ändern, wandeln. Man lässt sich treiben, legt den Stress und die Hektik ab - Zeitpläne, was ist das? Die Mühlen mahlen langsamer.

Es war wirklich faszinierend, diese Reise mitzuerleben, die nicht nur über den Autor und seine Familie berichtet. Auch wenn sie natürlich ein wichtiger Bestandteil sind, kommen hier die Länder und die Einheimischen ganz klar in den Vordergrund. Unterhaltsam lernt man dies und das, ohne das Gefühl zu haben, etwas zu lernen. Und so verfliegen die Seiten und ehe man sich versieht, ist man leider schon am Ende angelangt. Und hat so in ein paar Stunden fast einen ganzen Kontinent bereist - und das, während man sicher in den eigenen vier Wänden saß.

Fazit:
So viel mehr als ein Reisebericht. Ein Ausflug in eine uns eher unbekannte Welt. Ein Abenteuer, das man sicher zu Hause erleben kann und in ein paar Stunden so fast einen ganzen Kontinent bereist. Mit viel Humor und sehr lockeren Schreibstil schildert der Autor seinen einjährigen Ausstieg aus dem Leben, um gemeinsam mit seiner Familie einen Kontinent zu erobern. Man wünscht, man wäre dabei gewesen.

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