Detlef B. Fischer

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Lebenslauf von Detlef B. Fischer

Detlef B. Fischer wurde 1952 in Haltern am See geboren. Er studierte Design, Freie Kunst und Pädagogik in Düsseldorf und Münster. Seit Mitte der siebziger Jahre des vorigen Jahrhunderts praktiziert er Zen-Meditation. In Paris begegnete er dem japanischen Zen-Meister Taisen Deshimaru. Er ließ sich von ihm ordinieren und wurde als "Sojo Bosatzu" in den Kreis seiner Schüler aufgenommen. Nach dem Tod Deshimarus 1982 studierte er 20 Jahre lang bei verschiedenen buddhistischen Lehrern weiter, so etwa bei dem amerikanischen Zen-Meister Richard Baker Roshi, dem vietnamesischen Meditationslehrer Thich Nath Than, dem koreanischen Zen-Meister Seung Sahn und dem japanischen Zen-Lehrer Ryotan Igarashi. Er empfindet es als große Bereicherung, diesen großen Persönlichkeiten des Buddhismus begegnet zu sein und die zahlreiche Facetten des Zen kennengelernt zu haben. Seit vielen Jahren beschäftigt sich Detlef B. Fischer mit den Grundlagen und Wesensmerkmalen der westlichen und der östliche Kulturen. Das Buch "Neo-Zen" ist die Essenz seiner geistigen Auseinandersetzung mit den Unterschieden, Übereinstimmungen und Ähnlichkeiten zwischen den geistigen Wurzeln Asiens und Europas.

Quelle: Verlag / vlb

Alle Bücher von Detlef B. Fischer

Cover des Buches Neo-Zen (ISBN: 9783748273813)

Neo-Zen

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Erschienen am 02.05.2019

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Rezension zu "Selbstentfaltung durch Meditation und mentales Training" von Detlef B. Fischer

Kognitive Einsicht, Zazen und Autosuggestion
R_Mantheyvor 4 Jahren

Charakterliche Defizite, wenn man sie den als solche wahrnimmt, haben leider viele Ursachen. Und leider kann man nicht so einfach aus seiner Haut. Natürlich hätte man gerne ein paar Hilfsmittel zur Hand, um gegen die vermeintlichen Fehler anzukämpfen oder gar,  um sie zu beseitigen. Nur wenigen Menschen finden solche Handwerkszeuge, noch weniger nutzen sie dann auch und die wenigsten haben damit tatsächlich einen durchschlagenden Erfolg. 

Gewöhnlich manifestiert sich ein Charakter aus verschiedenen Einflüssen: aus Vererbung, Einflüssen in der Kindheit und Jugend, Erfahrungen (etwas dass bestimmte Verhaltensweisen zu einem gewünschten Erfolg geführt haben) und auch aus der Tatsache, dass die Zeit und mit ihr die andauernden Wiederholungen Verhaltensweisen einfach im Gehirn einbrennt. An solche unbewussten Mechanismen heranzukommen, ist sehr schwer. 

Es ist deshalb keine Wunder, dass der Autor zunächst die Methode der Selbsthypnose vorstellt. Ohne sie kann man die in diesem Buch verwendeten autosuggestiven Sätze nicht im Unterbewusstsein verankern. Zusätzlich arbeitet Detlef B. Fischer mit intellektuellen Einsichten. Er erklärt die Zusammenhänge von bestimmten Verhaltensweisen und zeigt den Weg zu einer intellektuellen Einsicht auf, die in konkreten Vorschlägen für eine Verhaltensänderungen münden. An dieser Stelle entbrennt gewöhnlich ein Kampf in Menschen, die diesem Weg folgen wollen, der Kampf zwischen dem Willen zur Veränderung und einer natürlichen Verhaltensträgheit, die meistens den Sieg davon trägt, weil sie einfach weniger Energie kostet. 

Wer es dennoch versuchen möchte, findet in diesem Buch Mittel und Methoden um als veränderungsbedürftig erkannte Verhaltensweisen und Charakterzüge zu ändern. Dabei handelt es sich um folgende Schwächen: mangelndes Selbstvertrauen, Nicht "nein" sagen können, Entscheidungsunsicherheit, Ordnung und Sauberkeit, in Erinnerungen leben, immer wieder den gleichen Fehler machen, Neigungen zu Tagträumen, Selbstdisziplin und Perfektionismus, Ungeduld, Überforderung, Pessimismus, Resignation, Übereifer und Missionsdrang, Angst vor Konfrontation, immer in Sorge, konkrete Ängste, panische Ängste, Kritiksucht und Intoleranz, unterdrückte Gefühle, Hunger nach Lob und Ruhm, negative Emotionen, zuviel allein, warum immer ich?, Ehrgeiz und Rechthaberei, Gedankenkreisen, Schuldgefühle, zuviel Mitgefühl, Wunsch nach Anerkennung, immer in Anspannung, grundlose Traurigkeit, Sucht nach Dingen, Vorurteile, meine Aufgabe im Leben. 

Diese Probleme werden immer nach einem Schema abgearbeitet: Zunächst wird das Problem beschrieben, dann die Ursachen analysiert. Danach werden Strategien zur Bewältigung des Problems erarbeitet und konkrete Handlungsanweisungen gegeben. Schließlich wird ein Leitsatz zur Autosuggestion vorgeschlagen. 

Hinter all dem steht eine buddhistische Sichtweise auf das Leben und das Praktizieren von Zazen. Für Menschen, die mit den Praktiken des Zen-Buddhismus vertraut sind, ist dies ein sehr guter Ratgeber. Andere finden zumindest Vorschläge in diesem Buch, die für sie einen Wert haben können, wenn sie sich den Vorgaben des Autors unterwerfen und sie konsequent befolgen. 

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