Detlef Bluhm Schiffskatzen

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Inhaltsangabe zu „Schiffskatzen“ von Detlef Bluhm

Ohne Katzen sähe die Weltkarte heute anders aus; ohne sie wären die großen See-Expeditionen und Entdeckungsfahrten kaum möglich gewesen: Auf den wochenlangen Fahrten über den Atlantik waren die Schiffskatzen lebenswichtige Begleiter, denn sie schützten die Lebensmittelvorräte vor Ratten und Mäusen. Noch bis ins 20. Jahrhundert hinein war deshalb ihre Anwesenheit auf Handels- und Kriegsschiffen, Expeditionen und Passagierfahrten selbstverständlich. Eine französische Versicherung forderte sogar die Anwesenheit einer Katze an Bord des Schiffs, andernfalls ging der Versicherungsschutz verloren. Die Tradition, eine Katze mit an Bord zu nehmen, wird bis heute vielerorts beibehalten.
Detlef Bluhm hat die Geschichte der Schiffskatzen rekonstruiert und erzählt von ihrem Leben an Bord, von wagemutigen Landgängen, abenteuerlichen Expeditionsreisen und riskanten Rettungsaktionen über Bord gegangener Schiffskatzen.

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    Schiffskatzen

    TheRavenking

    14. December 2014 um 18:09

    In Schiffskatzen befasst sich Detlef Bluhm mit einem weniger bekannten Kapitel internationaler Seefahrt, dem Einsatz von Schiffskatzen, deren Aufgabe es war, die Schiffe von Ungeziefer wie Ratten und Mäusen zu säubern. Bluhm schlägt den Bogen vom antiken Ägypten bis in die Gegenwart und erzählt Anekdoten über Katzen auf See. Den alten Ägyptern war die Katze heilig und sie wurde als Gott verehrt. Später im Mittelalter sah man in ihr eine Gehilfin des Teufels und verfolgte sie unerbittlich. Auch einer der Gründe, weshalb die Pestepidemien durch die unkontrollierte Vermehrung der Ratten so hohe Opferzahlen forderten. Mit dem Zeitalter der großen Entdeckungen, wurde die Katze dann unentbehrlich. Die katastrophalen hygienischen Verhältnisse auf den Schiffen begünstigten die Vermehrung von schädlichen Nagern, es war also an den felinen Begleitern die Zahl der Ratten und Mäuse auf erträgliche Maße zu reduzieren. In England existierte z. B. ein Gesetz, das besagte, dass es einem Schiff nicht erlaubt war ohne Katze an Bord auszulaufen. Bei den Seeleuten waren die Tiere äußerst beliebt. Sie freuten sich bei ihrem harten Leben über jede Abwechslung. Im 19. Jahrhundert brach dann das Goldene Zeitalter der Schiffskatzen an. Mit dem Beginn des bürgerlichen Zeitalters wurden sie nicht mehr als teuflische, unreine Biester gesehen, sondern auch als Haustiere respektiert. Durch die Entdeckungsfahrten verschlug es die Katze bis in die entlegensten Winkel der Welt. Manch eine verlassene Insel wurde durch Katzen bevölkert. Selbst bei Expeditionen in die Antarktis waren Schiffskatzen dabei. Dort ereignete sich auch eine der traurigsten Episoden dieses Buches, als die Schiffskatze Mrs. Chippy, die an Ernest Shackletons Expedition teilnahm, erschossen werden musste. Katzen lebten auf den Meeren stets gefährlich. Immer wieder kam es vor, dass sie bei hohem Seegang über Bord geschleudert wurden. Auch bei kriegerischen Auseinandersetzungen fehlte die Schiffskatze nicht. Der heroische Kater Simon, der wegen seines Einsatzes im chinesischen Bürgerkrieg mit einer britischen Ehrenmedaille ausgezeichnet wurde, erlag im Alter von nur zwei Jahren seinen Kriegsverletzungen. Manchen gelang es dagegen mehrere Schiffsuntergänge zu überleben. Erst Mitte des 20. Jahrhunderts wurde die Schiffskatze arbeitslos. Ihr Beruf wurde durch den technischen Fortschritt obsolet. Die großen Containerschiffe mit ihren hermetisch abgeriegelten Behältern lösten das Ungeziefer-Problem endgültig. Heute tauchen Schiffskatzen nur noch auf Privatbooten auf. Insgesamt ein sehr amüsantes Buch für Katzen- und Tierfreunde.

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