Detlef Jens

 4.5 Sterne bei 2 Bewertungen

Alle Bücher von Detlef Jens

Cover des Buches Gefährliche Gezeiten (ISBN: 9783961940929)

Gefährliche Gezeiten

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Erschienen am 09.04.2020
Cover des Buches Black Jack. Ein Schiff verschwindet (ISBN: 9783961940622)

Black Jack. Ein Schiff verschwindet

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Erschienen am 18.04.2019
Cover des Buches Hafenjahre. Leben an Bord (ISBN: 9783945465516)

Hafenjahre. Leben an Bord

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Erschienen am 20.11.2017
Cover des Buches Flaschenpost und Wolkenkino (ISBN: 9783837049213)

Flaschenpost und Wolkenkino

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Erschienen am 19.11.2008
Cover des Buches Land's End. Wo das Leben beginnt (ISBN: 9783945465356)

Land's End. Wo das Leben beginnt

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Erschienen am 01.03.2017

Neue Rezensionen zu Detlef Jens

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Rezension zu "Gefährliche Gezeiten" von Detlef Jens

Spannender Detektivkrimi mit maritimen Flair
MoMevor 2 Monaten

Beinahe malerisch startete ich in dieses Buch mit einem wunderschön beschriebenen Sonnenaufgang mitten auf dem Meer. Unterstützt wurde dies mit etlichen maritimen Begrifflichkeiten, die mir als Laie zwar manchmal nichts sagten, mich beim Lesen aber nicht störten. Wer selber leidenschaftlicher Segler ist, wird hier eine ganz bezaubernde Geschichte vorfinden, mich konnten die Beschreibungen nicht ganz so euphorisch stimmen, weil ich vom Segeln null Ahnung habe. Das ist schade, denn ich glaube, dass eben diese detailverliebten Schilderungen einem Segler das Herz aufgehen lassen und ich dieses Gefühl auch so gerne nachvollziehen würde wollen.


Dieses Mal verschlug es den Jachtdetektiv Fabian Tiempe nach Morbihan. Das Setting wurde von Detlef Jens überzeugend und lebendig dargestellt, sodass ich mir die Örtlichkeit auch ohne sie bisher selber bereist zu haben gut vorstellen konnte. Auch die Atmosphäre der Gegend und das Lebensgefühl der Menschen dort wurde sehr gut transportiert und ich hatte das Gefühl mittendrin zu sein.


Noch immer ist Fabian Tiempe ein Mann, der seine Unabhängigkeit und Freiheit liebt und die ihm sehr teuer ist. Das sorgte oft für Spannung innerhalb seiner sozialen Kontakte, vornehmlich bei den Frauen. Jedoch muss ich sagen, dass er nie den Eindruck machte ein Frauenheld zu sein, sondern eher wie ein Mann, der sich trotz großer Freiheitsliebe auch Wärme und Geborgenheit wünscht. Er blieb sich selber stets treu und das machte ihn zu einem authentischen Charakter, der mir sympathisch ist.

Fabian entwickelte sich auch während dieses verzwickten Falles weiter, was ihm gut stand und auch zu seinem Charakter passte.


Die Ereignisse und Emotionen der Figuren beschrieb der personale Erzähler und dabei durfte ich nicht nur Fabian Tiempe über die Schulter schauen, sondern noch anderen Personen. Besonders das Leben eines Charakters während der harten Nachkriegszeit Mitte des zwanzigsten Jahrhunderts und seine anschließende aufregende Flucht las ich unheimlich gern. Detlef Jens gewährte dabei ungeschönte Einblicke in diese unruhigen Zeiten.

Die Ereignisse wurden stets mit dem Ort und der Jahreszahl markiert, sodass ich mich immer gleich auf die neuen Begebenheiten einstellen konnte. Dem Autor gelang es die Atmosphäre der damaligen Zeit eindrucksvoll einzufangen und mir realistisch näherzubringen. Es bedrückte mich sogar stellenweise, weil die Menschen auch fast zehn Jahre nach Kriegsende nicht wirklich zur Ruhe kamen und die Ungerechtigkeiten verübter Taten in den vorherigen Jahren die Betroffenen noch immer stark belasteten.


Der zweite Fall von Fabian Tiempe kann völlig autark zum Vorgänger gelesen werden, was ich sehr begrüßt habe. Detlef Jens langweilte mich nicht mit Wiederholungen aus dem früheren Fall, sondern verstand es, diesen Kriminalfall völlig losgelöst aufzubauen und mit ganz anderen Rätseln und Geheimnissen zu verknüpfen. Überraschende Wendungen rundeten das Gesamtbild ab und bescherten mir eine ruhigere, aber nicht minder spannende Detektivarbeit.


Fazit:

Ein unterhaltsamer Detektivkrimi vor der Kulisse der schönen Bretagne unterstrichen mit ganz viel Fachwissen rund um die Passion des Segelns. Auch für Landratten zu empfehlen.

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Rezension zu "Black Jack. Ein Schiff verschwindet" von Detlef Jens

Ein spannender Yacht-Detektiv-Krimi vor der Kulisse des schön Frankreichs
MoMevor 2 Monaten

Der Einstieg war etwas holprig für mich, weil sich die Hauptfigur mit seinem Boot durch ein Unwetter und anderen Widrigkeiten kämpfen musste und dabei reichlich nautische Begriffe auf mich einprasselten. Sie wurden aber erklärt, was mir half zu verstehen, was dort geschah. Es bremste aber gleichzeitig auch die Spannung für mich aus, weil ich damit beschäftigt gewesen bin mir das alles detailliert vorzustellen. Jemand der sich damit auskennt, wird hier jedoch mit einer packenden Spannung belohnt werden. Hier wurde auch ganz klar deutlich, dass der Autor ganz genau wusste, wovon er dort schrieb. Und so etwas mag ich besonders gern.




Die weiteren Erzählungen wurden dann aber an Land verlegt. Der Fall um das verschwundene Schiff wurde interessant aufgebaut. Mithilfe des personalen Erzählers durfte ich mehrere Personen begleiten. So wurde recht früh klar, dass die verschiedenen Handlungsstränge irgendwie miteinander zusammenhängen müssen. Dies weckte meine Neugierde, denn ich wollte unbedingt wissen, wie es dem Autor gelingen würde, die losen Fäden am Ende zu einem logischen Gesamtbild zu verknüpfen.




Der Schreibstil war angenehm flüssig und gut zu lesen. Mir gefiel hier, dass die Schauplätze nicht zu intensiv beschrieben worden sind. Der Fokus lag mehr auf dem Wesentlichen, was der Geschichte einen knackigen Touch gab.


Fabian Tiempe war mir sympathisch. Seine Leidenschaft fürs Segeln und die Liebe zu seinem Sohn Felix waren spürbar. Dennoch gelang es mir nicht ganz eine engere Bindung zu ihm aufzubauen.


Felix wirkte auf mich mit seinem Alter von zwölf Jahren bisweilen schon sehr erwachsen. In manchen Situationen fand ich dies ein wenig befremdlich. Andererseits ist sein Vater ein richtiger Abenteurer und Felix oft mit dabei. Daher möchte ich an dieser Stelle der Figur auch keine Glaubwürdigkeit absprechen wollen.


Die Schauplätze waren allesamt toll beschrieben und ich konnte sie mir gut vorstellen. Der Aufbau der Handlungen wusste mich zu überzeugen, es war auch angenehm, dass Detlef Jens auf actionreiche Effekte größtenteils verzichtet hatte. Sein Krimi gehörte zur eher ruhigen Sorte, dennoch fehlte ihm keinerlei Spannung.


Das Ende, muss ich sagen, gefiel mir extrem gut. Es war zwar nicht ganz unerwartet, aber ich fand die Lösung super. Endlich mal ein Protagonist, der nicht plötzlich zu John McClane wurde. Sondern ein bodenständiger Mann gewesen ist, der die richtigen Fäden miteinander verknüpft hatte und mit viel Unterstützung von anderen Personen der Fall insgesamt aufgeklärt werden konnte.


Fazit:


Das Buch bietet vor allem für Segelfreunde einen spektakulären Erzählstrang. Aber auch jene, die keinen Bezug dazu haben werden hier gut und spannend unterhalten.



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