Detlef Klewer Alptraum Splatterfilm (Der Splatterfilm - Band 2)

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Inhaltsangabe zu „Alptraum Splatterfilm (Der Splatterfilm - Band 2)“ von Detlef Klewer

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  • Rezension zu "Alptraum Splatterfilm (Der Splatterfilm - Band 2)" von Detlef Klewer

    Alptraum Splatterfilm (Der Splatterfilm - Band 2)
    Asmodi

    Asmodi

    28. July 2010 um 23:20

    Na, Blut geleckt? Lust auf mehr? Okay, dann mal ran an den zweiten Teil von Detlef Klewers sachkundiger Horrorfibel. Wer gedacht hat, mit dem äußerst aufschlussreichen Band „Der Splatterfilm“ sei eigentlich alles gesagt über die brisante Gattung, die es dem Autor so sehr angetan zu haben scheint, muss sich eines Besseren belehren lassen. Es gibt noch jede Menge Mitteilungswürdiges mehr für die breite Fangemeinde des umstrittenen Gekrösegenres. Man mag dies angesichts der Infodichte des ersten Buches kaum glauben – zumal „Deadly Detlef“ in puncto Ausführlichkeit noch zulegt. Aber wie heißt es im Vorwort: Das Reizthema Splatterfilm ist unerschöpflich. Nun ja, diese Aussage mag vielleicht etwas gewagt sein, so riesig ist die Sparte ja nun nicht, aber mit diesem Nachfolger wurde des ungeachtet viel erreicht: Nämlich einen Großteil der weißen Flecken auf der Landkarte des Splatterfilms zu beseitigen. Was bietet das Buch im Einzelnen? Als Einleitung erwartet den geneigten Leser eine Abhandlung über das postmoderne Theater des Grauens im Wandel der Zeit. Anhand ausgewählter Beispiele wird ein großer Bogen geschlagen: der sich wandelnde Publikumsgeschmack, die sich im Laufe der Zeit veränderten Produktionsbedingungen (technischer wie juristischer Art) mit ihren Auswirkungen auf Stil und Inhalt, die über die Jahre stattgefundene Interaktion mit dem Mainstreamkino, die das Genre stets begleitende Medienschelte in Bezug auf die Gewaltdarstellung. Obwohl viele Streifen und Personen nur angerissen werden, stellt dieses erste Kapitel eine erhellende Spritztour durch die Jahrzehnte dar. Es folgen Essays zu genrespezifischen Themen: Die blutige Seite der Science Fiction wird ebenso beleuchtet wie die Next Generation der wandelnden Toten. Eine Analyse der europäischen Einflüsse auf das berüchtigte Genre sowie eine Vorstellung diverser Splatteravantgardisten wie beispielsweise David Cronenberg, José Mojica Marins oder Quentin Tarantino machen das Werk für Historiker und Entdecker gleichermaßen interessant. Gesondert wird der Slasherfilm als eigenständige Subgattung unter die Lupe genommen. Eine detaillierte Würdigung in Porträtform erhalten Altmaestro Lucio Fulci, Pinhead-Erfinder Clive Barker und Independent-Allrounder J.R. Bookwalter. Dazu kommen zahlreiche Abbildungen und Fotos sowie zum Abschluss (wie schon in Band 1) ein ausgezeichneter Index wichtiger Genrebeiträge. Fazit: Auch Teil 2 ist ein lexikalisches Werk, das Horroraficionados ins Schwelgen und Schwärmen geraten lässt. Wer behauptet, dass Sequels nie an ihr Original heranreichen?

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