Detlef Kowalewski

 5 Sterne bei 3 Bewertungen
Autor von Zur Hölle.

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Zur Hölle

Zur Hölle

 (3)
Erschienen am 04.11.2015

Neue Rezensionen zu Detlef Kowalewski

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Buecherheikes avatar

Rezension zu "Zur Hölle" von Detlef Kowalewski

Hammer...
Buecherheikevor 2 Jahren

Eine waaaaaahhhnsinns Geschichte. Mit genauso vielen a und h wie ich es geschrieben habe.

Das Buch wurde mir vom Verlag zum rezensieren angeboten und ich dachte, warum nicht, hört sich interessant an.

Am Ende ist mir die Geschichte so nahe gegangen, dass ich das Buch öfter zur Seite legen musste.

Man merkt beim Lesen, dass hier kein Autor schreibt, sondern das hier ein Leben erzählt wird. Genau so, wie er es wohl auch bei einem Bier erzählen würde.

Das Buch lässt mich mit einigen Fragen zurück.

Wie kann jemand, der diese Hölle durchlebt hat, sagen, dass ihn das gerettet hat? Wie kann er überhaupt jemals wieder ein "normales" bürgerliches Leben leben? Wie hat er all das Grauen und den Terror verarbeitet?

Wie ist es möglich, dass mit Menschen so umgegangen werden kann und niemand einschreitet? Denke ich da zu blauäugig, zu europäisch, zu zivilisiert?

Vielleicht hat ihm geholfen, was er in seinem Buch so ausdrückt:

"Man muss alles positiv sehen, wenn man überleben will, speziell in extremen Situationen. Auch und gerade dann, wenn man beim besten Willen nichts Positives mehr erkennen kann. Man muss es trotzdem tun."

Ich bin dankbar, dass ich diese Geschichte lesen durfte. Ja, Detlef Kowalewski hat Fehler gemacht. Er hat gegen das Gesetz verstoßen, wurde bestraft und hat seine Strafe verbüßt.

Aber er hat auch meinen Respekt. Für seinen Überlebenswillen, seine Fähigkeit, sich in extremen Situationen zurechtzufinden und für seinen Mut, schlussendlich das Richtige zu tun.

Schaut mal auf der Seite vom Verlag vorbei. Die haben viele tolle Bücher im Regal.

www.edition-steffan.de

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Sonnenbluemchen67s avatar

Rezension zu "Zur Hölle" von Detlef Kowalewski

Was für ein Leben
Sonnenbluemchen67vor 2 Jahren

Das vorliegende Buch habe ich durch eine direkte Anfrage des Verlages Edition Steffan bekommen. Von ihnen wurde ich über Facebook angeschrieben und nach kurzem Gespräch bekam ich dann auch bald das Taschenbuch per Post zugesandt. Nun habe ich es auch endlich geschafft und es gelesen. Und bevor ich euch von meinen Eindrücken dazu berichten erst noch ein bisschen…   …zum Cover: Was soll ich dazu sagen? Bei diesem Buch war die Entscheidung zum Titelbild wohl eher einfach. Denn bei einer Autobiografie macht eben das Foto des Protagonisten den meisten Sinn und so eben auch bei diesem Buch. Passend dazu wurde es sehr dunkel gehalten und passt in diesem Fall auch super dazu.   …zur Geschichte: bzw. wohl eher zur Autobiografie des Autoren Detlef Kowalewski. Denn genau das ist es ja, eine Autobiografie. Da ich ja nun mal, so gut, wie alles Lese, kommt nun auch mal eine solche hier bei mir zum Tragen. Was hat mich dazu veranlasst? Ich war neugierig, wie der Autor seine Geschichte uns darbringen würde und war sehr beeindruckt. Er hat zu keiner Zeit sich selbst als das Opfer angesehen, er stand und steht zu seinen Taten. Dafür zolle ich ihm wirklich meinen Respekt. Denn seien wir mal ehrlich, wenn wir lesen, was der oder die Person so alles auf dem Kerbholz hat, dann sind wir doch eher geneigt, uns von ihnen abzuwenden. Viel zu selten lassen wir uns auf sie ein oder hören ihnen wirklich zu. Umso mehr hat mich das Buch bzw. die Lebensgeschichte von Detlef fasziniert. Vielen Dank an ihn und seinen Verlag, dass mir die Möglichkeit gegeben wurde, dieses Buch lesen und euch vorstellen zu dürfen.

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Chibi-Chans avatar

Rezension zu "Zur Hölle" von Detlef Kowalewski

Unbeschreiblich einprägsam
Chibi-Chanvor 2 Jahren

Meine Meinung
Eine berührende und erschreckende Biographie.Direkt am Anfang steigt der Leser in die Szene der Gefangennahme Kowalewskis ein. Man ist sofort mittendrin und bekommt ein Gefühl für sein ereignisreiches, turbulentes Leben. Nebst der Gefängnisaufenthalte und Fluchten geht es nicht ruhiger im Leben des Ausbruchskönig zu. Denn als leidenschaftlicher Metal-Fan und Musiker ist er immer auf dem Sprung. Es wirkt als könne ihn kaum etwas lange an einen Ort fesseln, immer auf dem Sprung. Mal schreibt er Lieder für seine Band, leitet ein Tattostudio oder eröffnet eine Halle für noch unbekannte Bands und hilft diesen zum Erfolg. Selbst mit Iron Maiden spielte er schon zusammen. Wie es so treffend von auf dem Buchrücken steht: „So spektakulär wie unfassbar.“Nach dem Einstieg flaut zunächst alles ein wenig ab. Kowalewski wartet auf sein Urteil und der Leser auf seine Geschichte. Denn diese fängt nicht in Brasilien an, sondern in Deutschland. Ab da gab es eine Menge an Sprüngen. Von der Gefangenschaft in Brasilien wurde zunächst auf die deutsche Gefangenschaft gesprungen, dann auf die Zeit mit seiner Band zuvor und von dort auf die Zeit noch vor der Band. Ein Rückblick im Rückblick. Verwirrend fand ich das zwar nicht, dennoch irritierte es zunächst, dass die Biographie Benjamin Button ähnlich ablief.In erster Linie ging die Geschichte wirklich nur um die Gefängnisaufenthalte und die Fluchten. Gerne hätte ich jedoch noch mehr rund um dieses Leben gelesen. Wie erging es ihm danach? Auch die Bandzeit interessierte mich enorm.Doch auch ohne diese Lebenspunkte kam ich kaum von dem Buch los. Über Deutschland beschrieb Kowalewski ausführlich über die Pläne, Vorbereitung und den Ausbruch an sich. Dabei merkte man immer wieder, wie viel er dabei in Kauf nimmt. Vor allem in Brasilien. Brasilien hat mich zutiefst geschockt. Viele Wissen, dass es in diesen Ländern oft nicht so gerecht zugeht, wie es sein sollte, doch die wirklich extremen Situationen ließen mich manchmal mit weit aufgerissenen Augen lesen. Einfach die bloße, unzensierte Wahrheit.
Schreibstil
Das Buch wechselt oft im Zeitgeschehen hin und her. Der Ausgangspunkt ist Brasilien. Von dem Punkt wird zunächst die Geschichte rückblickend erzählt und dort wieder angekommen bis zur Freiheit. Manchmal fallen da auch Rechtschreibfehler im Auge, die mich aber nicht störten. Häufen tun sie sich definitiv nicht, nur auffallen.
Cover & Titel
Cover sind nicht das wesentliche einer Biographie, wie ich finde. Dennoch zieht einen dieses an. Man sieht dort den Autoren Detlef Kowalewski. Statur und Aussehen lassen ihn knallhart wirken, doch seine Mimik verrät das er gar nicht so böse tickt. Das viel mehr hinter diesem Mann steckt lernt man im Buch kennen. Auch der Titel "Zur Hölle" und der Untertitel "Kohle, Kanst & Rock 'n' Roll" beschreiben das Buch ganz gut und geben das wesentliche wieder. Optisch gefallen mir nur keine roten Schriftzüge. 
Zitat
"Manche Wege verstehen wir erst nach Jahren oder nie."- Seite 185
Fazit
Eine Biographie, die ich nur empfehlen kann. Sie erzählt ohne große Scheuklappen von dem Leben des Ausbrecherkönigs. Erschreckend echt lernt man von der Welt der Gefängnisse in Europa und Brasilien. Auch für Leser, die in andren Genres unterwegs sind, ein fesselndes Erlebnis.

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