Detlef Kuhlbrodt Morgens leicht, später laut

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Inhaltsangabe zu „Morgens leicht, später laut“ von Detlef Kuhlbrodt

Detlef Kuhlbrodt horcht in den Tag hinein, und dann schreibt er Texte wie diese, konkret und komisch, weltentrückt und wetterfühlig, eigenartig im besten Sinne, schön kurz – Singles eben – oder auch nur: schön. Leicht schräge, merkwürdig vertraute Melodien zum Lesen. Ausgangspunkt kann alles mögliche sein, Kopfschmerzen oder der Rhythmus der Kratzer auf einer Schallplatte, ein Frühlingseinbruch im Januar oder die Begegnung mit einem Igel – eine Verwunderung, eine Begeisterung, eine Erschütterung. Das führt zur Beschreibung, zur kleinen Szene, die sich rechtzeitig, bevor es beschaulich werden kann, in einem Witz, einer Moral, einer grotesken Volte aufrollt. Oder in der Sehnsucht, sich »wieder im Unsinn zu verlieren und die Dinge extra ungetan zu lassen, weil sie so aufdringlich wie ein Amerikaner auf ihrem Wichtigsein beharren.« Detlef Kuhlbrodt, geboren 1961 in Bad Segeberg, schreibt seit den Achtzigern für Zeitungen und Zeitschriften, vor allem für die taz. Seine Texte, die legendären Status haben, sind funkelnde Splitter eines großen Ganzen: der leichtfüßigen Poetisierung konkreter Existenz. Er lebt in Berlin.

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  • Rezension zu "Morgens leicht, später laut" von Detlef Kuhlbrodt

    Morgens leicht, später laut
    damentennis

    damentennis

    06. December 2010 um 17:36

    im nachwort entschuldigt sich der autor fast dafür, dass es dieses buch gibt. das ist wundervoll. also beides ist wundervoll. das buch und seine entschuldigung. denn so schreibt der autor auch immer: erst hat er etwas beobachtet oder erlebt, das schreibt er dann auf, dann wird ihm das peinlich und er hört auf mit dem aufschreiben. bevor das thema losgeht, hört er auf zu schreiben. ein supertrick. das ergibt dann ein superbuch. der autor macht von seinem recht zu schweigen ausreichend gebrauch, das ist schön, denn wer macht das denn noch, "heutzutage"? immer will alles beantwortet werden, das macht die welt vor allem lauter. die welt des autors ist ganz leise und leicht müde, die dinge sind eben die dinge und sie passieren und sind da, man stößt gegen sie oder atmet sie ein oder passiert sie, dann ist herbst, winter, frühling und sommer (so heißen die vier kaptiel dieses buchs, dass ich nicht müde werde zu loben). wer sich die schönsten sätze aus diesem buch herausschreiben will, dem wünsche ich gutes gelingen, denn genau das wird es nicht: gelingen. die schönheit der sätze ist viel zu unspektakutlär, ihr auftreten viel zu häufig, da muss der jäger und sammler kapitulieren und hungrig ins bettchen gehen. weil ich die ganzen schönen sätze nicht aufschreiben kann, schreibe ich wenigstens mal einen guten, eher lustigen als schönen satz hier hin, er stammt aus der geschichte bonuswinter (schon toll, so ein titel): "das wetter gilt als u-, familie und karriere hingegen als e-kultur". der winter ist am schönsten. freund winter, wie der autor schreibt. alles ist ganz freundlich hier. und wo gibt es das noch, heutzutage?

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