Detlef Schirrow , Barbara Kloska Mysteriöse Orte

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Inhaltsangabe zu „Mysteriöse Orte“ von Detlef Schirrow

Mysteriöse Orte. Verlassen liegen sie da. Niemand hat sie seit Jahren betreten. Viele dieser alten Gebäude, Freizeitparks oder Bohrinseln sind bereits verfallen oder verrostet. Warum kümmert sich niemand mehr darum? Warum werden mache dieser Orte sogar gemieden? Was ist dort geschehen? Die Wahrheit, die Geschichten, die sich hinter diesen verlassenen Orten verbergen, haben wir in dieser Anthologie für Sie zusammengetragen und so geordnet, dass sich der Gruselfaktor von Geschichte zu Geschichte steigert.
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  • Mit jeder Kurzgeschichte steigt die Anspannung

    Mysteriöse Orte
    Monika_Grasl

    Monika_Grasl

    30. January 2017 um 19:33

    Mysteriöse Orte ist eine Anthologie in der auch ich mich mit einer Geschichte wiederfinde. Aber heute soll es nicht darum gehen, sondern vielmehr möchte ich euch einen kleinen Einblick in die Sammlung aus Kurzgeschichten der übrigen 13 Autoren gewähren. (Der Vollständigkeit halber füge ich meinen eigenen Titel jedoch hinzu, damit sich niemand wundert) Leicht ist dies bei Kurzgeschichten natürlich nie, da man Gefahr läuft unterbewusst zu viel von der Handlung zu erzählen oder gar das Ende zu verraten. Ich halte mich bei meiner Beurteilung also überwiegend an den Schreibstil und die Figuren und lasse die Handlung selbst lieber außen vor, um euch nicht zu viel zu verraten.   "Hoogs und das Auge" von Detlef Schirrow : Der Autor versteht sein Handwerk. Bereits auf den ersten Seiten wird dies klar. Die Figuren bestechen durch Scharfsinn und man kommt zu dem Schluss, dass es von solchen Geschichten gerne mehr geben darf. Ein wirklicher Gruselfaktor ist bei mir jetzt nicht aufgekommen, aber schon im Klappentext wird darauf hingewiesen, dass sich die Geschichten steigern. In jedem Fall stellt die erste Geschichte einen guten Einstieg dar und macht Lust weiterzulesen.   "Tee mit Kluntjes" von Barbara Kloska: Im ersten Moment war ich beim Titel von dem Wort "Kluntjes" irritiert. Als jemand der nicht aus Deutschland kommt kennt man den Begriff in Österreich nur noch unter den ganz alten Semestern, somit ist es gut, dass darauf noch mal genauer eingegangen wurde. Die Figuren wirken in ihrem Verhalten äußerst lebendig. Erste Gänsehaut macht sich zudem breit und man hat ein Aha-Erlebnis, das man nicht sofort erwarten würde.   "Das Dachzimmer im Kopf" von Daniel Huster: Einzigartig. Anders kann man die Schreibweise nicht bezeichnen. Die Figuren fesseln einen sofort und der Perspektivenwechsel funktioniert hier einwandfrei. Man bekommt ein Gefühl für die Grundstimmung vermittelt und die Überraschung am Ende könnte kaum größer sein. In jedem Fall lesenswert.   "Kalte Vergangenheit" von Oliver Borchers: Es gibt Kurzgeschichten, die bleiben einem im Hinterkopf auch nach langem Lesen hängen. "Kalte Vergangenheit" ist solch eine. Mag es an der Umgebung liegen, an den Figuren oder an der Handlung selbst kann ich für mich persönlich gar nicht festmachen. In jedem Fall ist die Kurzgeschichte mit eine von meinen persönlichen Favoriten.   "Moore Hall" von Inga Kess: Als ich die ersten Zeilen las überkam mich bereits ein leichter Schauder. Das Gefühl hielt durchgehend an und irgendwie ist es schade, dass die Geschichte so schnell vorbei ist. Die Seiten fliegen beim Lesen nur so dahin. Dennoch überkommt einem die Empfindung, als hätte man die Handlung eine Spur weiter ausbauen können. Nichts destotrotz ist es eine von meinen Lieblingen.   "Der verlorene Traum" von Monika Grasl: Wie eingangs erwähnt füge ich den Titel hier hinzu, da es unterm Strich 14 Autoren sind, die an dieser Anthologie mitgewirkt haben.   "Die Meerjungfrau" von Ruben Brüstle: Ich liebe diese Geschichte. Sie besitzt eine herrlich düstere Grundstimmung. Schon bei den ersten Zeilen kann man die Umgebung förmlich vor sich sehen. Die Erzählweise hebt sich deutlich von den übrigen ab und das Gänsehautgefühl steigert sich mit jeder Seite. Man merkt deutlich das sich der Autor ob der titelgebenden Figur seine Gedanken gemacht hat. (Nur gut, das ich ohnehin nicht gerne am Meer unterwegs bin ;) )   "Beelitz - Rückkehr des Todes" von Oliver Henzler: Gänsehaut. Ja, ich hatte wirklich meine Schreckmomente bei der Geschichte. Kann auch daran liegen, dass es bereits recht spät war, draußen finster und meine Nerven nach der vorangegangenen Geschichte bereits aufs äußerste angespannt. Ich habe mit einer Überraschung zum Ende hin gerechnet, allerdings nicht mit so einer, die es somit geschafft hat zu einer weiteren meiner Lieblingsstorys zu werden.   "Ipuana" von P.C. Thomas: Es ist immer klasse, wenn man schon zu Beginn in die Handlung geschmissen wird. Der Autor schafft es den Leser direkt in die Geschichte zu ziehen. Man ist gefesselt und das Ende lässt einem mit dem Gefühl zurück, dass es durchaus Stoff für einen Roman hergeben würde.   "Grand Hotel" von Julia Annina Jorges: Ich musste nach der Geschichte eine Pause einlegen. Wirklich, sie war dermaßen einzigartig geschrieben, besonders zum Ende hin, das man sich nach der Story überlegt noch mal ein Hotel zu besuchen. Ich muss sagen, die Handlung war mit eine der Besten in dieser Sammlung aus Geschichten und zudem derart mit einem Gänsehautfeeling behaftet, dass man nur darauf warten kann, das von dieser Autorin ein Roman erscheint.   "Heim der Katzen" von Johannis Harstick: Die Geschichte fängt äußerst ruhig an und zieht sich eigentlich auch so dahin. Eine wirklicher Gruselfaktor kam bei mir nicht auf, obwohl der Titel dafür wohl prädestiniert wäre. Dennoch ist es eine solide Geschichte mit einem Protagonisten, der einem zum Schmunzeln bringt, wenn man sich in seine Lage versetzt und seinen Lebenshintergrund ein wenig in Augenschein nimmt.   "Nach uns das Nichts" von Tobias Habenicht: Es ist die längste Kurzgeschichte in der ganzen Anthologie. Sie regt den Leser äußerst bewusst zum Nachdenken an. Wobei der Spannungsbogen gehalten werden kann und man in der Fülle aus Protagonisten seine Favoriten findet. Das Ende wartet dann noch mal mit einer verblüffenden Wendung auf, die den Leser bei der Stange hält.   "Die Mutprobe" von Monique Kelbing: Es war für mich eine der Geschichten, die man ruhig etwas hätte ausbauen können. Die Grundhandlung liest sich klasse, allerdings erschien es mir persönlich auch ein wenig rasant. Man besaß kaum Zeit sich an die Figuren zu gewöhnen, da war die Story auch schon wieder vorbei. Dennoch bekam man einen guten Einblick über die Hintergründe des Handlung tragenden Ortes.    "Der unheimliche Zug" (Gedicht) von Ilona Grüning: Bei dem Gedicht handelt es sich um einen Bonus, der die Anthologie hervorragend abrundet. Als jemand, der nur selten Gedichte liest fand ich es sehr ansprechend verfasst.         Gesamtfazit: Wie bei jeder Kurzgeschichtensammlung gibt es Höhen und Tiefen. Der Titel ist in jedem Fall hervorragend gewählt und auch das Cover macht einiges her. Ich für mich habe meine Favoriten hierbei gefunden. Jetzt liegt es an jedem von euch, eure persönlichen Lieblingsautoren herauszufinden und abzutauchen an wirklich mysteriöse Orte.  

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