Detlef Vetten 50 Tage lebenslänglich

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Inhaltsangabe zu „50 Tage lebenslänglich“ von Detlef Vetten

Wie fühlt es sich an, Alkohol als guten Freund zu haben und mit ihm exzessiv die Tage und Nächte zu verbringen? Wenn man das Leben ohne ihn nicht mehr erträgt und aus Verzweiflung vom Balkon springen möchte, sich aber nicht traut und doch lieber einen Freund anruft? Der Freund alarmiert den Notarzt, der bringt die Polizei mit und die netten Beamten schicken den gescheiterten Balkonspringer in die geschlossene Abteilung der Psychiatrie, wo man sich kümmert. Detlef Vetten, renommierter Journalist, Reporter und Buchautor, hat genau dies erlebt. Er schildert seine Therapie, seine Mitpatienten, deren Geschichten, das Personal, das gesamte Leben auf der Station. Noch nie hat man einen so intimen Einblick in den Alltag einer psychiatrischen Station und ihrer Klienten gewonnen. Und am Ende bleibt das Fazit, dass die Grenze zwischen "drinnen" und "draußen" gar nicht so eindeutig zu ziehen ist.

Im "Sportjournalist" ist ein mehrseitiges Interview mit dem Autor! http://www.m-m-sports.com/shop/de/catalog/product/view/id/5705/s/sportjournalist-11-2011/category/5/

— Linda-Odd

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  • Die aus der Klapse sind die Verlierer. Die haben nichts mehr zu sagen.

    50 Tage lebenslänglich

    R_Manthey

    02. July 2015 um 12:34

    Das steht so ähnlich im Epilog des Textes. Detlef Vetten, der sich selbst in seinem Buch immer als Herr V. bezeichnet, beschreibt seine Erlebnisse in der geschlossenen Psychiatrie. Dorthin wurde er gebracht, weil er im Vollrausch seinem trostlosen Leben ein Ende machen wollte, es sich dann doch glücklicherweise anders überlegte und einen Freund anrief. Vielleicht denkt man, wenn man "Geschlossene Psychiatrie" hört, an "Einer flog übers Kuckucksnest". Aber hier geht es nicht um schlimme Dinge, die in merkwürdigen Anstalten passieren, sondern um Menschen, die aus ganz verschiedenen Gründen in die Alkoholsucht getrieben wurden. Sie kommen ähnlich wie Vetten in die Klapse, weil sie hilflos irgendwo aufgelesen wurden oder sich im Rausch danebenbenommen hatten. Was dann passiert, beschreibt Vetten in seinem Buch. Doch darauf liegt nicht sein eigentlicher Schwerpunkt. Ihm geht es um die ganz verschiedenen Schicksale der Gescheiterten. Sicher kann es nicht jeden treffen, aber auch nicht jeder ist immun gegen den schleichenden Verfall, der aus ganz unterschiedlichen Gründen einsetzen kann. Die meisten der von Vetten nüchtern geschilderten Fälle sind tragisch, und sie vollzogen sich fast immer unerwartet für die Außenwelt, die dann auch noch meistens mit Ablehnung reagiert. Fazit. In diesem Buch schildert der Autor seine Zeit in einer geschlossenen Ausnüchterungsklinik. Der Schwerpunkt liegt dabei in der Beschreibung der Schicksale seiner Leidensgenossen. Die meisten von ihnen haben sich dem Alkohol ergeben, weil sie mit ihrem Leben oder Schicksalsschlägen nicht mehr fertig wurden und ihre Angst oder ihren Verlust nicht mehr ertragen konnten. Der Text räumt in diesem Zusammenhang indirekt mit dem möglichen Vorurteil auf, dass es umgekehrt war. Das Buch ist sehr gut geschrieben, sein Inhalt erwartungsgemäß nicht besonders fröhlich.

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  • Rezension zu "50 Tage lebenslänglich" von Detlef Vetten

    50 Tage lebenslänglich

    tasmanischer-teufel

    12. February 2013 um 17:26

    Die Rezension ist unter
    http://pudelmuetzes-buecherwelten.de
    zu lesen. Ich bin der tasmanische Teufel

  • Rezension zu "50 Tage lebenslänglich" von Detlef Vetten

    50 Tage lebenslänglich

    miss_marpel

    10. April 2012 um 19:58

    Dieses Buch handelt davon, das der alkoholkranke Autor selbst in der geschlossenen Psychiatrie landet. Er erlebt eine ihm völlig fremde Welt, und das Buch handelt hauptsächlich von den anderen Patienten und deren Geschichten. Da ich selber schon Gast in so einer Einrichtung war, haben mich die Geschichten nicht wirklich umgehauen. Teilweise empfand ich es etwas langatmig zu lesen, ich war froh als ich es durch hatte

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  • Rezension zu "50 Tage lebenslänglich" von Detlef Vetten

    50 Tage lebenslänglich

    WinfriedStanzick

    23. August 2011 um 15:08

    Detlef Vetten ist ein bekannter Sportjournalist, der lange Zeit Sportchef beim Stern war und heute für viele bekannte Zeitungen als freier Journalist arbeitet. Er war über eine lange Zeit alkoholabhängig. Als er eines Tages, schon lange durch seine Sucht arbeitslos geworden, nach einem unbefriedigenden Besuch beim Arbeitsamt sich zunächst an einem Kiosk die Kanne gibt und dann von einem Balkon aus dem fünften Stockwerk springen will, wird er wie jeder Suizidale in die geschlossenen Abteilung einer psychiatrischen Klinik eingeliefert. Dort wird er zunächst einmal entgiftet und unterzieht sich dann „50 Tage lebenslänglich“ einer Entziehungstherapie. Was er in dieser Zeit auf der geschlossenen Abteilung erlebt hat, beschreibt er nun in diesem packenden Buch. Er schildert dabei nicht nur seine eigene Geschichte, sondern auch die zahlloser Mitpatienten, die aus ähnlichen Gründen wie er eingeliefert wurden und nun mehr oder weniger erfolgreich versuchen, wieder auf die Beine zu kommen. In einer geschlossenen Anstalt gibt der Patient jegliche Kontrolle über sein eigenes Leben ab und versucht doch, es wieder zu finden. Er weiß, er muss da durch, er muss die Kontrolle über sein eigenes Leben wieder gewinnen, seine Sucht bewältigen und herausfinden, warum er in sie hineingeraten ist. Detlef Vetten, der sich selbst in dem Buch „Herr V“. nennt, hat während seines Aufenthaltes Tagebuch geführt. Viele Gespräche mit anderen „Insassen“ sind da dokumentiert, Schicksale von gescheiterten Menschen, von denen es die meisten nicht schaffen, wenn sie wieder raus kommen. Besonders erschütternd sind die Berichte von ganz normalen Menschen, die es auf einmal traf, die die langsame Entwicklung ihrer Krankheit nicht wahrhaben wollten (ihre Umgebung übrigens erst recht nicht) und die dann sozusagen über Nacht in der Geschlossenen landeten. Selten zuvor ist auf diese Weise aus dem Innern einer geschlossenen Abteilung in der Psychiatrie berichtet worden. Bedrückend ist, dass es nur wenige Menschen wie Detlef Vetten schaffen, nach einem solchen Aufenthalt sich wieder in den normalen Alltag zu integrieren, einer Arbeit nachzugehen und wieder normale Beziehungen aufzunehmen. Auch wenn es die Umgebung nicht weiß (was nicht oft der Fall ist), der Eindruck und die Prägung eines solchen Aufenthaltes hängen einem Menschen sein ganzes Leben nach, und wenn es nur in ihm selbst ist. Deshalb ist es gut und für viele ehemalige Betroffene entlastend, dass Vetten dieses Tabu gebrochen hat, und über seine Erfahrungen spricht und schreibt.

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