Detlev F. Neufert

 3.6 Sterne bei 7 Bewertungen

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Jesus: Das Interview

Jesus: Das Interview

 (7)
Erschienen am 23.02.2015

Neue Rezensionen zu Detlev F. Neufert

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Rezension zu "Jesus: Das Interview" von Detlev F. Neufert

Ehrlich und humorvoll, ein Interview das die Augen öffnet
Carlosiavor 3 Jahren

Klappentext:
(Amazon)
Es ist schwerer, ein Interview mit dem Papst zu bekommen, als eines mit Jesus …

Gibt es die eine wahre Religion? Und sind die anderen dann Lüge? Kann man der Bibel glauben? Was ist nach dem Sterben? Kommen wir wieder oder gibt es den Himmel wirklich? Engel, gibt es die? Und: Ist Jesus Kommunist?

Wie viele Menschen plagen auch Detlev F. Neufert unzählige Fragen und Zweifel. Deshalb hat er das Gespräch mit Gottes Sohn gesucht, seine Fragen gestellt und zeimlich unerhörte Antworten bekommen ...

In einem tiefgehenden, ehrlichen und bisweilen recht streitlustigen Schlagabtausch offenbart Jesus vieles, das zum Nachdenken anregt. Aus den unkonventionellen und erfrischenden Antworten kristallisiert sich heraus: Nur mit Glauben und Verstand zugleich gelangt der Mensch zur richtigen Erkenntnis. Beide müssen keine Gegensätze sein, Vertrauen ist die unabdingbare Basis und der Zufall gehört zur Lebensmatrix der Schöpfung.

Über den Autorin:
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Detlev F. Neufert beginnt seit 1971 noch während des Studiums der Philosophie, Germanistik und Theologie Features und Dokumentationen für die ARD und ZDF zu drehen und arbeitet als Journalist für die Süddeutsche Zeitung, Rheinische Post, epd u.a. Darüber hinaus ist er auch als Buchautor tätig. Sein Spielfilm "Nimm die Nacht weg" hatte 1982 bei den Filmfestspielen in Cannes Premiere. Mit " Fresh Family" drehte er den ersten deutschen Hip Hop Film. Vom Vorstandsprecher der Deutschen Bank bis zu Strassenkindern in Sankt Petersburg reicht das Spektrum seiner Themen. Während seiner Gastprofessur für Deutschen Film an der University of California, Santa Barbara hielt Detlev F. Neufert Vorlesungen in San Francisco, Seattle und Los Angeles. 1998 wurde er Bundesvorstand der deutschen Kunstpartei Chance 2000 von Christoph Schlingensief. Seit 1999 ist er überwiegend im asiatischen Raum tätig. Er gründete Galerien in Berlin, Bangkok und Chiang Mai und gilt als Experte für asiatische Kunst. Seine Dokumentation über Aids-Waisen " Die Himmelswiese" findet weltweit große Anerkennung. Detlev F. Neufert lebt in Berlin und Bangkok.

Erster Satz:
Jesus, Sie sind weltbekannt.

Gestaltung:
Die Gestaltung finde ich wirklich super. Die Illustration ist spitze. Mein Vater meinte er sieht aus wie er früher, finde ich aber nicht ;)
Mir gefällt diese Gestaltung einfach, weil sie eine modernisierte Sicht auf Jesus vermittelt. Zudem finde ich die Schlichte, aber nicht zu schlichte Gestaltung sehr erfrischend.


Inhalt:
In einem kleinem Interview stellt der Autor Jesus fragen. Die Fragen sind Fragen die sich schon viele gefragt haben. Die Antworten sind erschreckend direkt und ehrlich…


Meine Meinung:
Als ich das Cover gesehen habe war ich wirklich auf den Inhalt sehr gespannt. Nachdem ich dann mit dem Buch gestartet habe, war ich ein wenig erschrocken wie direkt die Fragen sind. Aber wie kann man bei Jesus nicht direkt sein?
Der Austausch der Fragen und Antworten ist fließend und ist mal humorvoll mal ernst.
Es ist auf jeden fall keine leichte Lektüre. Ich konnte immer ein Kapitel lesen und dann musst ich erst mal eine Pause machen und das gelesene auf mich wirken lassen. Damit hätte ich nicht gerechnet.
Ich habe nach dem Klappentext etwas Humorvolles erwartet war aber positiv überrascht wie ernst der Autor bei dem Interview vorgegangen ist. Ich freue mich das Buch gelesen zu haben und werde es auf jeden fall nochmal lesen J
Es ist einfach ein Buch das einem ein neues Weltbild gibt. Es hat so viele Antworten auf viele Fragen die man sich über Gott und die Welt gestellt hat…
Ein muss für Personen die sich mit der Religion auseinander setzen und zwar nicht nur mit der Christlichen.

Bewertung:
∞∞∞∞∞

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derMichis avatar

Rezension zu "Jesus: Das Interview" von Detlev F. Neufert

der hippe Sohn Gottes
derMichivor 3 Jahren

Wenn der Messias spricht, hört man gerne zu. Es ist überliefert, dass gleich mehrere tausend Menschen Jesus zu seinen Zeiten auf der Erde begeistert gelauscht haben sollen. Eine gewaltige Zahl, auch für damals. Wie viele Menschen könnte er wohl erst heute mit den modernen Medien erreichen? Würde er sich in die Politik einmischen? Und wenn ja, auf welcher Seite? Unter anderem diesen Fragen geht Detlev F. Neufert in seinem neuen Buch nach. Sein fiktives Interview, das "Neues vom Auferstandenen" präsentieren soll, streift nahezu jedes denkbare Thema, zu dem man sich schon immer mal eine klare Ansage von Jesus oder seinem Vater gewünscht hat. Das Ergebnis? Durchwachsen.
Positiv hervorzuheben ist in jedem Fall die leicht zugängliche Art, in der dieser muntere Schlagabtausch zwischen dem Erlöser und dem Fragesteller präsentiert wird. Obwohl das Buch mit Sicherheit in die Schublade "Religion und Spiritualität" gesteckt wird, findet sich hier keine Spur von besonders frommen staubtrockenen Texten oder verkappter Esoterik. Wir erleben einen überaus menschlichen Jesus, der zwar keinen Hehl aus seiner göttlichen Herkunft macht, aber sich dennoch nahbar und auskunftbereit gibt. Da wird kein Zeigefinger erhoben, eher angeregt und leise gehofft. Auch kontroverse Diskussionspunkte, um die man sich normalerweise auch gerne mal drückt, sind hier Thema. Warum lässt Gott Leid zu, obwohl er die Liebe in Person sein soll? Warum kann man sich auch für das Schlechte entscheiden? Dürfen Menschen die Schöpfung beeinflussen, indem sie im Genpool herumpfuschen? Und kann man eigentlich wirklich verdammt werden oder kommen am Ende möglichweise sowieso alle Leute in den Himmel? Jesus antwortet nicht nur bereitwillig auf diese Fragen, sondern gibt es auch zu, wenn Gott mal mehr weiß als er. Er zeigt Emotionen und outet sich ganz nebenbei auch als Gelegenheitsgenießer. EIgentlich ein durch und durch sympathischer Kerl.
Letztendlich ist dieser Messias aber auch zu einem guten Teil das, was das Cover bereits andeutet - ein hipper Typ auf der Höhe der Zeit mit einem Hang zur Philosophie. Mit ein paar Ecken und Kanten, aber modischer Frisur, gestutztem Hipsterbart und Einheitsfensterglasbrille. Quasi von allem ein bisschen und das wird auch in einigen seiner Aussagen deutlich. Vor allem wenn Jesus sich wiederholt mit Buddha vergleicht, ihn als seinen legitimen Vorgänger anpreist und meint, dass er seinen Jüngern die Mission in Asien bewusst verboten hat, weil es dort eh schon ziemlich gut läuft, dann vermisse ich den Jesus, der so unbequeme Sätze wie "Niemand kommt zum Vater außer durch mich" geäußert hat. Auch wenn es um die Verdammnis geht, dann zieht er sich mit einem "Das hat mir später jemand untergeschoben" aus der Affäre, ohne klar Stellung zu beziehen. Würde der Autor eine nachvollziehbare Erklärung für diese Aussage liefern, könnte man diesen Satz vielleicht wenigstens halbwegs nachvollziehen. Leider kann man aber nicht einfach alle Bibelverse die nicht mehr zeitgemäß wirken weglassen. Jesus außerdem die Zusage, dass absolut niemand verdammt wird, in den Mund zu legen will auch nicht so recht zu den biblischen Aussagen passen. Gerade da wäre der unbequeme Jesus, der immer wieder versteckt angekündigt wird, an der richtigen Adresse. In diesem Buch darf er aber offenbar nur so unbequem sein wie es der Zeitgeist zulässt. Hier spricht eher das Wunschdenken des Autors, der laut Literaturliste neben der Bibel auch den einen oder anderen Guru mit unterbringt. Kann man machen, aber ob die Hauptfigur dann noch Jesus heißen muss ist mindestens diskussionswürdig.
Auch einige sachliche Fehler haben sich eingeschlichen. "Am Anfang war das Licht" ist in keiner Bibelausgabe der erste Satz des Alten Testaments, sondern des Johannesevangeliums (ca. achthundert Seiten weiter hinten in der Bibel). Außerdem wurde das Alte Testament auf Hebräisch verfasst, nicht auf Griechisch, wie das Neue Testament. Dass Kain Adam (seinen Vater) erschlug ist ebenfalls falsch, denn es war vielmehr sein Bruder Abel. Dass Neufert das apokryphe Thomas-Evangelium für ein "authentisches Dokument" hält, kann man ihm zwar zugestehen, die Bibelforschung ist sich (im Gegensatz zu vielen anderen Punkten) aber darüber einig, dass es eben nicht so ist. Vielleicht hätte es geholfen, statt Google und Wikipedia, deren Verwendung als Quelle der Autor einerseits zugibt und andererseits jeden zum Lügner erklärt, der sie verschweigt, auch das eine oder andere seriöse Sachbuch zum Thema in die Hand zu nehmen.
Aber um Wissenschaft geht es hier nicht. Selbst wenn das Buch als Lebenshilfe nicht wirklich taugt, liest es sich zumindest gut. Letztendlich hat man am Ende einen Berg möglicher Wahrheiten präsentiert bekommen, die teils Sinn machen und teils mit Jesus nur wenig zu tun zu haben scheinen. Zweifelhafte Aussagen zu überprüfen und genau jene kritische Reflektion anzuwenden, die der Autor von den Gläubigen fordert, sei zum besseren Verständnis empfohlen.

Seitenzahl: 256
Format: 13,5 x 21,5 cm
Verlag: Gütersloher Verlagshaus

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B

Rezension zu "Jesus: Das Interview" von Detlev F. Neufert

"Jesus. Das Interview. Neues vom Auferstandenen."
Bookinistavor 3 Jahren

EVANGELISCHES BUCHPORTAL e.V.

Verband für Büchereiarbeit und Leseförderung

Jesus. Das Interview Neues vom Auferstandenen

Neufert, Detlev F.

Ein - natürlich fiktives - Interview mit Jesus, in dem es um die existenziellen Fragen der Gegenwart geht.

Rezension

Mit diesem Jesus kann man nicht immer einverstanden sein. Das merkt auch der Interviewer, der Dokumentarfilmer und Journalist Detlev F. Neufert. Manchmal ist es daher eher ein Schlagabtausch. Sperrig gibt sich der Auferstandene im Gespräch, manchmal radikal. Neufert konfrontiert ihn und die biblische Überlieferung mit den akuten Fragen der Gegenwart und erhält nicht immer erwartbare Antworten von den Wutausbrüchen und der Verletzlichkeit Gottes, von Gott als Ursprung der Wissenschaften, der in den Tiefen des Alls ist und gleichzeitig um die Ecke wohnt. Der Sohn erklärt den Vater, der sich mit seinem Volk entwickelt hat. Das Interview ist aber keine Verteidigung des Christentums, keine Apologetik, sondern eine offensive Aktualisierung der Botschaft Jesu. Dabei ist der Interviewer - wie es ein der Freiheit verpflichteter Journalismus verlangt - frei von unnötigem Respekt. Und der Interviewte weiß, dass er eine Zumutung ist. Ein widerspenstiges und gleichzeitig sehr frommes Buch.

Eine gute Grundlage für Gruppen und Kreise, die sich um die Aktualität der Botschaft Jesu bemühen.

Schlagwörter: Jesus Bibel Glaube

Neufert, Detlev F.: Jesus. Das Interview : Neues vom Auferstandenen / Detlev F. Neufert. - Gütersloh : Gütersloher Verl. - Haus, 2015. - 255 S. ; 22 cm ISBN 978-3-579-07088-9 17,95 EUR
2014/1480 - Romane, Erzählungen, Dramen, Lyrik, Sammlungen - Signatur: SL - Buch

http://www.eopac.net/BGX428952/?q=%40sw+Bibel

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