Detlev Henschel Essbare Wildbeeren und Wildpflanzen

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Inhaltsangabe zu „Essbare Wildbeeren und Wildpflanzen“ von Detlev Henschel

Pflanzen wie den gelb blühenden Löwenzahn oder das zarte Gänseblümchen kennt fast jeder. Doch wussten Sie auch, dass diese Pflanzen nicht nur schön aussehen, sondern auch einen herrlichen Salat ergeben? Oder dass man aus Birkensaft einen schmackhaften Sirup und Wein herstellen kann? In diesem Naturführer werden die wichtigsten essbaren Wildpflanzen und -beeren Nord- und Mitteleuropas vorgestellt. Zu über 110 Arten gibt es umfassende Informationen über: Die Bezeichnung der Pflanzen in sechs europäischen Sprachen. Vorkommen und Bestimmungsmerkmale. Verwechslungsmöglichkeiten mit anderen Pflanzen. Essbare Teile und Hinweise zum Sammeln inklusive Sammeltabelle. Inhaltsstoffe und medizinische Wirkung. Verwendung in Rezepten und Geschmacksbewertung. Wichtige Hinweise zu möglichen Gefahren (z. B. giftige Verwechslungsarten). Mit hilfreichen Tipps zum Sammeln und Zubereiten: für Naturliebhaber und -köche und solche, die es werden wollen!

Sehr übersichtliche, wohlstrukturierte Beschreibungen und Verwendungshinweise

— cnort

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  • Für Eingeweihte ein sehr gutes Handbuch

    Essbare Wildbeeren und Wildpflanzen

    R_Manthey

    13. July 2015 um 12:09

    Die Pflanzenauswahl in diesem Buch, schreibt der Autor gleich zu Beginn, beruhe auf seinen Erfahrungen, die er bei seinen Wanderungen in den letzten 20 Jahren gesammelt hat. Und tatsächlich spürt man dies. Als Erstes fällt auf, dass man dieses Werk zu Recht als Taschenbuch bezeichnen kann, weil es in die Taschen von Wanderhosen leicht hineinpasst. Mit seinem stabilen Pappeinband und dem Glanzpapier wiegt es allerdings etwas mehr als man beim ersten Anblick vermuten würde. Wer bereits Erfahrung beim Sammeln von essbaren Wildpflanzen besitzt, wird bemerken, dass die Auswahl des Autors in diesem Buch sehr vernünftig ist, wenngleich mir eine Reduzierung auf wenige, aber häufig anzutreffende Pflanzen noch sinnvoller erschienen wäre. Liest man dann den Text, so bemerkt man schnell den praktischen Zugang des Autors. Zunächst beschreibt Henschel den grundsätzlichen Aufbau der später folgenden Pflanzenporträts. Neben den lateinischen und den gängigen deutschen Namen findet der Leser die Bezeichnungen auch in Englisch, Französisch, Niederländisch, Schwedisch und Finnisch. Die Pflanzenauswahl beschränkt sich auf die Gebiete Nord- und Mitteleuropas. Dann schildert Henschel die gewöhnliche Umgebung der jeweiligen Pflanze und gibt andere essbare Gewächse aus diesem Buch an, die oft in ihrer Nähe zu finden sind. Es folgen eine ausführliche Beschreibung, Verwechslungsmöglichkeiten, essbare Teile und Hinweise, wie man die Pflanzen am besten sammelt. Schließlich werden die möglichen Inhaltsstoffe beschrieben und die praktische Verwendung der Pflanzen erklärt, wenn man sich beim Sammeln auf der Wanderschaft befindet. Für den Fall, dass man seine Sammelergebnisse nicht sofort verzehren kann, gibt der Autor Ratschläge für eine haltbare Aufbewahrung. Der Hauptteil ordnet die Pflanzen dann nach ihrer Blütenfarbe, in Gehölze und Sonstige. Eigentlich könnte man nun zufrieden sein, denn im Großen und Ganzen erscheint dieser Pflanzenführer eine enorme praktische Hilfe zu sein. Das ist er allerdings nur, wenn man die Pflanzen vorher bereits sicher kennt. Leider besitzen alle mir bisher bekannten Bücher dieser Art ein und dieselbe Achillesferse. Man kann allein mit den meist dürftigen Fotos die Pflanzen niemals eindeutig bestimmen. Die meisten Fotos in diesem wirklich guten Buch sind dazu einfach von einem zu großen Abstand aufgenommen. Man kann auf ihnen wichtige Details nicht mehr erkennen. Beispielsweise wird ein uneingeweihter Mensch mit diesem Buch nur schwer den Wiesen-Kerbel (S.36) von der Süßdolde (S.44) unterscheiden können. Das ist zwar in diesem Fall nichts Schlimmes, aber es verunsichert. Auf anderen Bildern, die von geringerer Entfernung aufgenommen wurden, fehlen wiederum die Größenverhältnisse zur Umgebung, wie beispielsweise bei der Vogelmiere. Sie ist für Laien nicht immer einfach von anderen sehr ähnlichen Pflanzen zu unterscheiden, die nach meiner Erfahrung zudem oft in ihrer Nähe wachsen. Wenn man Verwechslungen nicht visuell ausschließen kann, muss man die Pflanze kosten, sie anfassen oder beschnuppern. So etwas kann kein Buch ersetzen. Allerdings kann ein Buch mit besseren Fotos - und seien es mehrere pro Pflanze - aufwarten, die eine Bestimmung erleichtern. Da dieser Mangel bei allen mir bekannten Büchern vorliegt, muss man das wohl akzeptieren, sollte es aber im Hinterkopf behalten. Geführte Kräuterwanderungen sind ein bewährtes Mittel gegen eine solche unbeabsichtigte Verunsicherung.

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