Devakumaran Manickavasagan

 3.7 Sterne bei 24 Bewertungen
Devakumaran Manickavasagan

Lebenslauf von Devakumaran Manickavasagan

Devakumaran Manickavasagan, geb.1987 in Ratingen. Seit über 10 beschäftigte er sich mit dem Wandel verschiedener Kulturen in Deutschland. Dies gelang ihm durch den Austausch mit betroffenen Menschen,begleitet von zahlreichen Beobachtungen und persönlichen Erfahrungen mit dem Leben zwischen zwei Kulturen. Während der Flüchtlingskrise, die Deutschland im Jahre 2015 heimsuchte, konnte er als Betreuer und später Leiter einer Notunterkunft mit seiner tatkräftigen Unterstützung einen wertvollen Beitrag für die neu angekommenen Menschen in Deutschland leisten. Der Autor war lange Jahre im Bereich der Kinder- und Jugendarbeit aktiv, um seine Forschungen und Beobachtungen, die er persönlich im Glashaus gemacht hat, zu widerlegen

Alle Bücher von Devakumaran Manickavasagan

Im Glashaus gefangen zwischen Welten

Im Glashaus gefangen zwischen Welten

 (24)
Erschienen am 18.08.2017

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Neue Rezensionen zu Devakumaran Manickavasagan

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Rezension zu "Im Glashaus gefangen zwischen Welten" von Devakumaran Manickavasagan

Ein Reise der Emotionen
Lenkesvor 2 Monaten

Diese genannten Aspekte werden häufig nicht in unserem Alltagsleben thematisiert,zumindest nicht in diesem Rahmen. Zudem bietet das Buch einen sozialen und persönlich,individuellen Mehrwert. Herr Manicks distanzierter und sachlicher Schreibstil trägt dazu bei, dass man seinen Gedankengängen und Ansichten gut folgen kann und diese dadurch auch nachvollziehbar werden. Außerdem erzielt dies eine noch viel wichtigere Aufgabe und zwar, dass der Leser ein durch Distanz zu bestimmten Bezügen, die man individuell wie auch subjektiv entwirft gewisses Bewusstsein für relevante Themen bekommt und diese durch Reflexion des eigenen selbst oder der Gesellschaft, dies impliziert auch Freunde, Familienangehörige, Bekannte und Menschen, die eine routinierte Rolle im eigenen Alltagsleben spielen in sein eigenes Leben und in seine subjektive Wahrnehmung mit ein bauen kann. Dadurch findet sich ein grundlegender Mehrwert in diesem Buch, dass zur Persönlichkeitsbildung und darunter auch Bildung von Werten, Ansichten und Reflexion und Distanz des eigenen selbst beiträgt. Somit findet eine Identifikation des Geschilderten mit der eigenen Person statt und eine potentielle Auseinandersetzung des thematisiertem, die zu einem Bewusstsein und letztendlich zu einem Wachstum führen kann. Des Weiteren werden Personen, die von den aufgegriffenen Themen in dem Buch nicht betroffen sind weitestgehend aufgeklärt. Sie bekommen einen Einblick in diese für sie andere Welt, die sie aber durch konkrete Schilderungen und Beispielen näher nachvollziehen können. Schlussendlich hat mir dieses Buch sehr gut gefallen. Nach einem Gespräch üpber das Buch mit dem Autor, war ich sehr gespannt, wie und inwieweit erlebte Themen aufgegriffen werden. Nachdem ich das Buch gelesen habe bin ich sehr erstaunt darüber, was für einen Effekt es für mich hatte und wie intensiv ich bestimmte Gedankengänge und Parallelen zu meinem eigenen Leben knüpfen konnte. Zu empfehlen!

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Franziska_Wicks avatar

Rezension zu "Im Glashaus gefangen zwischen Welten" von Devakumaran Manickavasagan

Neue Kultur kennen lernen
Franziska_Wickvor 5 Monaten

Faszinierend ist für mich das Wort, dass dieses Buch am Meisten und am Besten beschreibt und das sowohl im Guten, als auch im Negativen, wobei das Negative nur für den fehlenden fünften Stern verantwortlich ist. Faszinierend ist es, weil es einen anderen Eindruck macht, als es am Ende ist. Erwartet hatte ich persönlich ein Buch mit Herz. Eine Biographie. Ein Buch, dass mir die Gedanken und die Gefühle der erwähnten Menschen näher bringt und mich zum mitfühlen bringt. Unterhält man sich jedoch mit dem Autor wird klar, dass das gar nicht so geplant war. Es sollte niemals eine (stark) persönliche Biographie sein und bevor auch andere erwarten so etwas zu finden und dann wie ich verwundert/enttäuscht sind, hier schon mal die kleine "Warnung": Geht nicht davon aus eine typische Biographie zu lesen! Faszinierend ist es auch wie eine distanzierte, fast schon wissenschaftliche Arbeit, es trotzdem schafft jemanden soweit mitzureißen, dass er weiterlesen will. Das er weiter in eine (für mich) neue Kultur einsteigen will, um mehr über deren Gedanken, Gefühle und Hintergründe zu erfahren. Menschen aus dieser Kultur, gerade die, die stark danach leben, werden vielleicht Schwierigkeiten mit der doch teilweise kritischen Betrachtung haben, aber ich hoffe, dass es auch zum nachdenken anregt. Egal zu welcher Kultur man gehört. Selbst für mich, die keinerlei Migrationshintergrund hat, verhalf das Buch zum nachdenken über meine Umwelt und über mich selbst. Faszinierend ist es ebenfalls, dass dieses Buch zwar wie eine wissenschaftliche Arbeit wirkt, aber in so "einfach" und schön geschrieben ist, dass man sich weder durchkämpfen muss noch Probleme beim flüssigen, schnellem Lesen hat.

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LiteraturMonsters avatar

Rezension zu "Im Glashaus gefangen zwischen Welten" von Devakumaran Manickavasagan

Eine sehr persönliche Sichtweise auf ein heiß diskutiertes Thema
LiteraturMonstervor einem Jahr

Gefangen im Glashaus  ist ein „autobiografisches Sachbuch“, man kann es in etwa als Erfahrungsbericht des Autors über sein eigenes Leben betrachten. Daher ist in meinen Augen eines ganz wichtig: beim Lesen sollte man sich unbedingt bewusst sein, dass viele der beschriebenen Eindrücke und Erfahrungen Subjektiv sind. Natürlich haben viele Menschen in ähnlichen Situationen andere Erfahrungen gemacht und man stimmt sicherlich in der ein oder anderen Sache nicht gänzlich mit der Meinung des Autors überein.


Das Buch möchte den Lesenden auf zwei Ebenen abholen, bzw. zwei unterschiedliche Zielgruppen ansprechen. Je nach persönlichem Hintergrund wird man etwas anderes aus Deva Manicks Werk mitnehmen können.


Auf der einen Seite adressiert das Buch Flüchtlingskinder, Jugendliche mit multikulturellem Hintergrund oder einfach Menschen, die sich in der Geschichte wiederfinden. Das Buch soll einen Spiegel vorhalten und als Weckruf und Motivation dienen, das Schicksal in die eigene Hand zu nehmen. Wenn man sich nicht selbst dafür einsetzt, wird sich das eigene Leben nicht ändern und man entkommt vielleicht nie dem im Buch so oft erwähnten Glashaus.


Andererseits kann man natürlich auch als „Außenstehender“ einiges lernen. Schon seit einer ganzen Weile ist das Thema Flüchtlinge sehr aktuell – und wird heiß debattiert. Das Buch liefert einige Einblicke, zum Beispiel welche Probleme und Sorgen die Geflüchteten täglich mit sich tragen. Und wie aus einem dieser Probleme eine gewaltige Kettenreaktion über Generationen hinweg entstehen kann, die völlig neue Hürden aufwirft. Mir sind einige Zusammenhänge klar geworden, die ich bisher noch nicht kannte. So gesehen bietet das Werk eine Möglichkeit, andere Kulturkreise und auch Flüchtlinge aus anderen Kulturen ein wenig besser zu verstehen.


Worüber ich mir beim Lesen auch sehr viele Gedanken gemacht habe, ist der Titel des Buches. Ein Leben zwischen zwei Kulturen ist dabei recht selbsterklärend. Kinder von Familien, die aus anderen Kulturkreise kommen, leben oft einen wackeligen Spagat zwischen der Kultur ihrer Eltern und der des neuen Heimatlandes. Was aber verbirgt sich hinter dem Begriff Glashaus?


Als ich mit dem Lesen des Buches begonnen habe, hatte ich mir diese Frage dick und fett notiert und wollte sie unbedingt dem Autoren stellen. Aber um so mehr ich las, desto klarer wurde die Metapher. Und ich habe sogar grünes Licht bekommen, dass meine Interpretation genau das widerspiegelt, was der Autor sich dabei gedacht hat. Da verstehe ich gar nicht, warum mir Interpretationen damals im Deutschunterricht immer so schwer gefallen sind.  ;)


Deva Maneck selbst wuchs seitens seiner Familie mit der tamilischen Kultur auf. Er beschreibt ausführlich, welch gesellschaftlicher Druck in dieser Kultur oft auf Kindern und Jugendlichen lastet. Dies beginnt beim Leistungsdruck in der Schule und später auch im Studium und Berufsleben bis hin zur Partnerwahl. Man plant sein Leben oft nicht selbst, sondern lebt unter strenger Überwachung der Eltern und Angehörigen. Nun zur Metapher: ein Glashaus ist durchsichtig, man hat also keine Möglichkeit, sich darin zu verstecken und lebt wie auf einem Präsentierteller. Außerdem ist ein Glashaus zerbrechlich. Ebenso wie die „perfekte Scheinwelt“, die sich einige Menschen aufbauen, indem sie die bestmögliche Karriere oder Heiratspartie anstreben. Oder dies von ihren Kindern verlangen. Gerade diese halten einem solchen Druck über Jahre hinweg oft nicht lange aus und brechen dann unter all der Last zusammen. Aber natürlich bedeutet zerbrechlich auch, dass man das Glashaus zerbrechen kann. Man muss sich nicht zu einem Leben zwingen lassen, dass man nicht leben will.


Sich gegen die eigene Familie zu stellen ist natürlich nicht einfach. Ich kann mir vorstellen, dass dies sehr viel Mut erfordert. Da es sehr schwierig ist, diesen Mut alleine aufzubringen, versucht der Autor Jugendlichen in dieser Situation eine Hand zu reichen, nicht nur mit diesem Buch, sondern auch durch seine Vorträge.


Nun ist es natürlich nicht in jedem Fall nötig zu einer so drastischen Maßnahme zu greifen. Wie zu Beginn gesagt, ist es wichtig, sich immer wieder bewusst zu machen, dass es ein sehr persönliches Buch ist, dass nicht sinnbildlich für alle geflüchteten Familien steht. Sonst entsteht am Ende der falsche Eindruck, dass das Abwenden von der eigenen Kultur und vielleicht sogar Familie den einzigen Weg darstellt, sich von gesellschaftlichen Zwängen zu befreien. Auch wenn dies an einigen Stellen im Buch klar gestellt wird, so geht es am Ende ein wenig unter. Daher bin ich nicht müde geworden, es immer wieder in meiner Rezension aufzuschreiben. :)

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Gespräche aus der Community

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Devas avatar
Liebe Gemeinde & Fleissige Leser/innen,
in den vergangenen Jahren wurden wir quasi überrannt von Thesen und Meinungen, die in Print und Fernsehen dargestellt worden sind, was das schwierige Thema der Integration von Menschen betrifft, die zu uns nach Deutschland kommen oder gar hier aufgewachsen sind, wie ich.Doch was wirklich hinter den Kulissen vor sich geht, wissen wir bis zum heutigen Tag nicht.

Was sind die Gedanken-und Gefühle derjenigen, die ständig zwischen den beiden Welten wandern?
Was passiert mit der Psyche eines Menschen, der sich selbst verliert, während dieser Reise?

Diesen und weiteren Fragen, bin ich mit eigenen Beispielen auf die Spuren gegangen und habe im "Glashaus" die Gefühlswelt von Kindern-und Jugendlichen offenbart, sodass der Leser sich ein eigenes Bild machen kann, indem er mit mir gemeinsam auf die Reise geht.....
Hierzu möchte ich 10 Rezensionsexemplare verlosen. Deswegen habe ich dieses Lebenswerk auch geschrieben - um Menschen zu erreichen! Bewerbungsschluss ist der 23.11.2016. 
Ich freue mich auf den Austausch. Anbei ein Interview:
###YOUTUBE-ID=yUKVSXY473k###
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Zusätzliche Informationen

Devakumaran Manickavasagan wurde am 23. Januar 1987 in Ratingen (Deutschland) geboren.

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