Mit Coach – Gegen alle Regeln liefert Devney Perry eine emotionale Sports Romance voller Sehnsucht, alter Verletzungen und der Frage, ob manche Menschen trotz aller Fehler doch füreinander bestimmt sind. Die Geschichte verbindet Football-Vibes mit Romance, Familienchaos und Second-Chance-Elementen – und genau diese Mischung hat mich vor allem am Anfang total neugierig gemacht. 💕
Der Einstieg fiel mir unglaublich leicht. Devney Perry schreibt sehr flüssig und atmosphärisch, sodass man schnell durch die Seiten fliegt. Besonders die Dynamik zwischen Millie und Ford hatte direkt Spannung. Man merkt von Anfang an, dass zwischen den beiden viel Ungesagtes in der Luft liegt und genau dieses emotionale Knistern hat die Geschichte lange getragen.
Was mir ebenfalls gut gefallen hat, war die emotionale Grundidee hinter dem Buch. Es geht nicht nur um Liebe, sondern auch um Selbstwert, alte Muster und darum, wie sehr vergangene Entscheidungen Menschen prägen können. Gerade Millies Entwicklung fand ich im Verlauf der Geschichte schön zu beobachten. Sie wirkt anfangs oft unsicher und zurückhaltend, gewinnt aber Stück für Stück mehr Stärke und beginnt, mehr für sich selbst einzustehen.
Auch die Nebencharaktere haben für mich teilweise viel zur Atmosphäre beigetragen. Besonders Joey fand ich unglaublich authentisch und liebevoll dargestellt. Diese Momente haben der Geschichte Wärme gegeben und dafür gesorgt, dass sich vieles sehr lebendig angefühlt hat.
Allerdings hatte das Buch für mich auch einige Schwächen. Je weiter die Handlung voranschritt, desto mehr hatte ich das Gefühl, dass emotional wichtige Themen zwar angesprochen, aber nicht wirklich tief genug ausgearbeitet wurden. Einige Konflikte wirkten groß aufgebaut, lösten sich später jedoch überraschend schnell oder fast zu unkompliziert auf. Gerade gegen Ende hätte ich mir mehr intensive Gespräche, mehr emotionale Konfrontation und insgesamt etwas mehr Tiefe gewünscht.
Teilweise hatte ich außerdem das Gefühl, dass die Kommunikation zwischen den Figuren unnötig kompliziert gehalten wurde. Manche Missverständnisse hätten sich durch ein ehrliches Gespräch deutlich früher klären lassen, wodurch einige Konflikte für mich eher konstruiert wirkten. Dadurch fehlte mir stellenweise die emotionale Wucht, die die Geschichte eigentlich hätte haben können.
Der Epilog hingegen hat mich nochmal deutlich mehr abgeholt. Er hat dem Ganzen eine warme, versöhnliche Stimmung gegeben und war für mich tatsächlich einer der stärksten Teile des Buches. Dort kam endlich dieses Gefühl an, das ich mir an manchen Stellen vorher gewünscht hätte. ❤️
Insgesamt ist Coach – Gegen alle Regeln für mich eine unterhaltsame, leicht zu lesende Sports Romance mit emotionalen Momenten, sympathischen Figuren und einer schönen Grundidee. Das Buch hatte für mich definitiv viel Potenzial und konnte mich gut unterhalten – auch wenn mir am Ende etwas die emotionale Tiefe gefehlt hat, um ein echtes Highlight zu werden.



































